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Fraktionaler CO2-Laser

Hier wird ein feiner CO2-Laserstrahl mittels eines computergesteuerten Scanners über die Haut geführt und mit dem Laserstrahl feine, bis ca 1 mm tiefe Löcher in die Haut geschossen. Es werden dabei variabel 10-40% der Hautoberfläche behandelt. Von den nicht behandelten Partien geht die Heilung aus, die dadurch sehr rasch (ca 1 Woche) ist. Durch die gleichzeitige Erhitzung der Haut durch den Laserstrahl auf 120 Grad schrumpft die Haut und es wird die Neubildung von Kollagengewebe provoziert. Die Haut ist anschließend fester, straffer und gleichmäßig pigmentiert. Der Arbeitsausfall beträgt in der Regel 1 Woche.

CO2-Skin-Resurfacing

Hier wird ein CO2-Laserstrahl mit einem computergesteuerten Scanner vollflächig über die Haut geführt. Durch die starke Erhitzung der Haut in Millisekunden auf 120 Grad verdampft die oberste Schicht und die Haut schrumpft. Gleichzeitig wird eine starke Neubildung von Kollagengewebe provoziert. Es werden 2-3 Durchgänge durchgeführt. Die Regeneration geht von den angeschnittenen Haar-Talgdrüsenausführungsgängen aus. Sie dauert ca 1 Woche. Die Glättung und Straffung der Haut ist frappierend und anderweitig kaum erzielbar. Allerdings ist hier eine langanhaltende Rötung der Haut (4-8 Wochen) in Kauf zu nehmen, die allerdings in der Regel gut abgedeckt werden kann. Besonders geeignet sind die Unterlider und das Gesicht.

Eine weitere Innovation haben wir eingeführt: die autologe (vom eigenen Körper stammende) regenerative Therapie Seffiller™. Hierbei werden eigene Gewebsflüssigkeit mit Stammzellen und Fettzellen mittels Absaugung unter der (Bauch- oder Hüft-) Haut gewonnen, gewaschen und mittels stumpfer Kanülen unter die Haut im Gesicht oder unter die Kopfhaut gespritzt. Der Effekt ist eine Anregung der Zell- und Gewebsneubildung durch die enthaltenen Wachstumsfaktoren und Stammzellen. Die Haut wird innenhalb von 1- 2 Monaten fester und dicker, damit auch glatter und feinporiger. An der Kopfhaut wird ein starker Reiz zur Neubildung von Haarschäften beim erblichen Haarausfall gesetzt. Auffrischungsbehandlungen sind alle 3-6 Monate erforderlich. Die Behandlung wird in örtlicher Betäubung durchgeführt, ist schmerzlos und dauert ca. 30-60 Minuten. Sie kann sehr gut und vorteilhaft mit Hyaluronsäureunterspritzungen, Laserbehandlungen, Microneedling und Fadenlifting kombiniert werden.

Der Diodenlaser EMERGE erzeugt feine Hitzesäulen in der Haut, wodurch eine Collagenneubildung induziert wird. Die Haut wird dadurch straffer und glatter. Ähnlich wirkt der neuartige Thullium-Laser LaseMD. Auch dieser erzeugt bis 80 °C heiße Hitzezonen in der Haut, ohne diese zu verletzen. Zusätzlich eröffnet er Nanokanälchen in der Haut, durch die höhermolekulare Substanzen, wie Vitamine, Hyaluronsäure oder körpereigene Wachstumsfaktoren (PRP) in die Haut eingeschleust werden können. Als weitere Funktion ist der Laser in der Lage, Haarwurzeln zu stimulieren, was bei verschiedenen Haarausfallformen genutzt wird.

Pigmentflecken können effektiv mit dem gütegeschalteten Rubinlaser entfernt werden. Äderchen und kleine Blutschwämme werden mit dem Lithiumboratlaser entfernt.
Eine nicht-invasive Hautverjüngung ist auch mit dem long-pulse Neodym:YAG-Laser und mittels IPL möglich.

All diese nicht-ablativen Behandlungen erfordern in der Regel keinen Arbeitsausfall („lunchtime procedure“)

Wir verlieren jährlich 1 % unseres Collagens. Dadurch wird die Lederhaut dünner und schlaffer. Dies stellt den normalen Alterungsprozess dar, der durch schädliche Einflüsse wie intensiver Sonnen- oder Solariumkonsum, Rauchen oder Stress noch wesentlich verstärkt werden kann. Die Folge ist eine dünne erschlaffte, faltige Haut. Weitere Ursachen für erschlaffte faltige Haut sind starke Gewichtsabnahme oder vorherige starke Hautüberdehnung (z. B. durch Schwangerschaft).

Bisher konnte die erschlaffte Haut am Bauch, an den Armen und Oberschenkeln nur operativ gestrafft werden. Bei dem neuartigen Renuvion-Verfahren wird ein Helium-Plasma-Gas unter die Haut eingebracht und mittels Radiofrequenz-Strom kurzzeitig auf 85 Grad erwärmt. Idealerweise wird die Behandlung nach einer Liposuction (Fettabsaugung) durchgeführt, bei der die Haut mittels einer Tumeszenzflüssigkeit vorher betäubt wurde und dann das Fett mit stumpfen Kanülen abgesaugt wurde. Unterschiedlich lange Sonden werden nach der Fettabsaugung in die bereits bestehenden Hautlöcher der Liposuction unter die Haut eingeführt und durch fächerförmige Hin-und Herbewegungen die Bindegewebsstränge unter der Haut im restlichen Fettgewebe erhitzt. Diese ziehen sich dadurch zusammen und schrumpfen. Dies bewirkt eine Straffung und Schrumpfung auch der darüber liegenden Lederhaut, wodurch diese sich glättet. Der Effekt ist sofort sichtbar, verstärkt sich aber innerhalb der nächsten Monate durch Umbau des Bindegewebes noch.

Die Behandlung ist durch die Tumeszenzanästhesie schmerzlos und wegen der nur sehr kurzen Erhitzung der Bindegewebssepten für das umliegende Gewebe nicht schädlich. Durch ständiges Hin- und Herbewegen wird vermieden, dass an einer Stelle zu große Hitze entsteht, die dann zur Verbrennung führen könnte. Das eingeführte Plasmagas entweicht durch die anderen Hautlöcher von der Liposuction, ggf. muss das Gas herausmassiert werden, was nicht schmerzhaft ist.

Die Behandlung dauert ca. 30-40 Minuten pro Region. Gut geeignet sind Bauch, Oberschenkelinnenseiten und Oberarme. Auch die Straffung des Halses ist mit kurzen Sonden möglich. Nach der Behandlung wird ein Kompressionsmieder angelegt, das 2 Wochen Tag und Nacht und danach noch für 4 Wochen nur tagsüber getragen werden muss. Die Renuvion-Hautstraffung führt üblicherweise zu langanhaltenden Straffungsergebnissen.

Was ist Botulinumtoxin A und wie wirkt es?

Botulinumtoxin A ist ein natürlich vorkommendes Bakterieneiweiß. Wird es in einen Muskel gespritzt, so blockiert es dort gezielt die Nervenimpulse. Dadurch kann der entsprechende Muskel nicht mehr wie gewohnt angespannt werden. Andere Nervenfunktionen – wie das Fühlen oder Tasten – werden nicht beeinflusst. Die Wirkung hält ca. 3-6 Monate an. Bis dahin werden die vom Botulinumtoxin A blockierten Überträgerproteine wieder aufgebaut und die Nervenübertragung auf den Muskel funktioniert wieder.

Botulinumtoxin A wird seit vielen Jahren in der Neurologie zur Behandlung von Muskelverkrampfungen eingesetzt.

Korrektur mimisch bedingter Falten mit Botulinumtoxin A

Welche Möglichkeiten der Behandlung von Mimikfalten gibt es?

Ausgeprägte Mimikfalten können durch Fadenlifting, operative Liftings, durch Einspritzung von Füllmaterialien oder Medikamenten, wie z. B. Botulinumtoxin A oder durch eine Kombination der verschiedenen Verfahren korrigiert werden. Welche Methode die richtige ist, hängt von der Lage und der Ausprägung der Falten ab.

Die Korrektur von Gesichtsfalten durch Einspritzung von Botulinumtoxin A (Botox = Vistabel, Dysport = Azzalure, Xeomin = Bocouture) wird schon seit ihrer Erfindung durch das kanadische Arztehepaar Curruthers 1998 durchgeführt. Die Einspritzung sehr geringer Mengen Botulinumtoxin A schwächt die entsprechenden mimischen Muskeln im Gesicht durch Hemmung der Übertragung von elektrischen Impulsen von den Gesichtsnerven auf diese Muskeln. Die volle Wirkung entfaltet sich 3-5 Tage nach der Einspritzung und hält 3-6 Monate an. Der Effekt ist dabei voll reversibel.

Wie wird behandelt?

Die Lösung mit dem Botulinumtoxin A wird mit einer sehr feinen Nadel direkt in den entsprechenden Muskel bzw. in die Umgebung des Muskels gespritzt.

Welche mimischen Falten können mit Botulinumtoxin A behandelt werden?

  • Stirnquerfalten
  • Zornesfalten
  • seitliche Augenbrauenanhebung
  • Fältchen unter den Augenlidern
  • Häschenfalten „bunny lines“
  • Oberlippenfältchen
  • nach unten gezogene Mundwinkel
  • senkrechte Halsfalten (Truthahnhals)
  • Wangenglättung (Mesobotox)

Weitere Effekte von Botulinum

Interessant sind hier auch die neuesten Forschungsergebnisse: Auffällig war seit langem die Beobachtung, dass Menschen, die über Jahre Botulinuminjektionen erhalten haben, ein viel glatteres, festeres und gleichmäßigeres Hautbild zeigen. Dies beruht gemäß neuesten in-vitro-und in-vivo-Untersuchungen auf einer Zunahme der Collagenproduktion, die messbar ist. Ursachen sind eine Stimulation des Collagenaufbaus, vor allem aber eine Hemmung der Collagenabbauenden Enzyme. Drüber hinaus wird die Aktivität der Hautdrüsen, wie Schweiß- und Talgdrüsen gebremst, was zu einem feinporigerem Hautbild führt. Dabei ist die therapeutische Breite (Verhältnis tödlicher/toxischer Dosis gegenüber therapeutischer Dosis ) mit 50-100 extrem groß (tödliche Dosis erst bei 50-100facher therapeutischer Dosis. Zum Vergleich: Digitalis, das aus dem Fingerhut gewonnen wird, hat nur eine therapeutische Breite von 2!


Maximale Anspannung vor der Injektion

14 Tage danach

Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können auftreten?

Botulinumtoxin A (Botox) ist eine der bestverträglichen Substanzen überhaupt. Nebenwirkungen und Komplikationen sind kaum zu erwarten. Wie bei jeder anderen Einspritzung in die Haut kann es in seltenen Fällen zu einer Hautreizung, einer Hautinfektion oder zu einer leichten Schwellung kommen.

In seltenen Fällen kann auch ein kleiner Bluterguss entstehen. Bitte nehmen Sie daher eine Woche vor dieser Behandlung keine Medikamente ein, die Schmerzmittel (z.B. Aspirin) oder andere blutverdünnende Substanzen (Gingko, Vitamin E) enthalten. Informieren Sie uns bitte, wenn Sie dauerhaft Blutgerinnungshemmer einnehmen müssen. Allergische Reaktionen (Rötung, Juckreiz) an der Injektionsstelle, die auch nach wiederholter Anwendung von Botox auftreten können, sind ebenfalls höchst selten. Diese unerwünschten Erscheinungen bilden sich aber innerhalb weniger Tage zurück.

Bei ungleichmäßiger Wirkung kann vorübergehend ein asymmetrischer Gesichtsausdruck entstehen. Dieser wird durch ein Nachspritzen mit Botox innerhalb der nächsten 2 Wochen korrigiert.

Im Einzelnen können folgende unerwünschte Wirkungen auftreten:

Behandlung der Zornesfalte:

Vorübergehend kann es zu einem leichten Absacken der inneren Augenbraue und leichten Schwellungen im Augenwinkel kommen. Das Heben der seitlichen Augenbraue ist möglich, meist sogar erwünscht – sollte es störend sein, so kann es durch eine Nachinjektion behoben werden. Fältchen über der seitlichen Augenbraue können neue entstehen, bestehende können sich vorübergehend verstärken. In seltenen Fällen kann es bei ausgeprägter Wirkung zu einer vorübergehenden Absenkung des Oberlids kommen (Augenlidptosis). Diese muss über mehrere Wochen mit Iopidine Augentrofen behandelt werden, die durch Aktivierung des Müllerschen Lidhebers das Auge wieder öffnen können.

Behandlung der Stirnfalten:

Im Stirnbereich können durch das injizierte Volumen vorübergehend Kopfschmerzen auftreten. Bestehende Schlupflider können verstärkt werden. Bei ausgeprägter Wirkung kann es zu einer vorübergehenden Absenkung der Augenbraue (Augenbrauenptosis) bzw. des Oberlids kommen.

Behandlung der Lachfältchen (Krähenfüße):

Kommt es durch das Glätten der Lachfältchen zu einem Hautüberschuss, so kann sich dieser nach unten verteilen und evtl. die Fältchen unter den Augenlidern verstärken.

Behandlung der Augenunterlider:

In seltenen Fällen kann es zu einem vorübergehenden Abstehen des Unterlides (sog. Ektropium) kommen. Bei vorher leichtem, bzw. unerkanntem Ansatz von so genannten Tränensäcken kann die Behandlung zu deren Verstärkung führen.

Seitliches Augenbrauenlifting:

Es können neue Fältchen über der gelifteten Augenbraue entstehen, die aber in der Regel nach 1-3 Wochen wieder verschwinden. In sehr seltenen Fällen kann es vorübergehend zu Augentrockenheit kommen.

Behandlung der Oberlippenfältchen:

Durch die Behandlung wird die Oberlippenmuskulatur geschwächt, wodurch sich die vorhandenen Fältchen glätten. Anfangs kann es zu vorübergehenden Schwierigkeiten beim Pfeifen, beim Trinken (v. a. mit dem Strohhalm) oder beim Suppenessen kommen. Rauchen ist in der Mitte des Mundes schwer möglich. Selten treten vorübergehend Schwierigkeiten beim Aussprechen bestimmter Buchstaben („B“ oder „P“) auf.

Behandlung von nach unten gezogenen Mundwinkeln:

Hier kann es bei einer übermäßigen Wirkung zu Schwierigkeiten beim Essen und Trinken kommen.

Senkrechte Halsfalten (Truthahnhals):

In seltenen Fällen kann es zu Schluckbeschwerden bzw. zu einer allgemeinen Halsmuskelschwäche kommen.

Wangenglättung (Mesobotox):

Nach flächiger Einspritzung von hochverdünnter Botox-Lösung in die Wangen zur flächigen Glättung kann es zu einer Einschränkung des Lachens kommen.

Allgemeine unerwünschte Wirkungen:

In seltenen Fällen wurde nach der Behandlung mit Botulinumtoxin A über Müdigkeit, Mundtrockenheit und allgemeines Krankheitsgefühl berichtet. Sämtliche Nebenwirkungen sind aber nach dem heutigen Stand der Wissenschaft vorübergehend. Langfristige Nebenwirkungen sind bei der Behandlung von mimisch bedingten Falten nicht bekannt. Auch Anreicherungen oder Ablagerungen in anderen Organen, speziell beim Menschen, sind nicht nachgewiesen worden.

Keine Angst vor Botulinumtoxin (Botox)

In den Medien fanden sich immer wieder beunruhigende Meldungen über Botulinumtoxin.

Was ist an diesen Meldungen dran?
Botox ist kein „Schlangengift“, sondern eine in Großlabors von Bakterienkulturen produzierte Eiweißsubstanz, die als Arzneimittel für verschiedene Indikationen zugelassen ist. Die Produktion unterliegt äußerst strenger Aufsicht, so daß jede Charge exakt die gleiche Menge an Eiweiß enthält.

Botox blockiert die Übertragung von Nervenimpulsen auf Muskeln und wirkt nur an der injizierten Stelle. Es erzeugt keine weiteren Effekte und lagert sich nirgendwo ab. Der Effekt ist vollständig innerhalb von 3-6 Monaten reversibel.

Bezüglich der Langzeitwirkungen ist festzustellen, dass der kosmetische Gebrauch von Botulinumtoxin zur Faltenglättung schon seit fast 30 Jahren erfolgt. Der erste Bericht hierzu wurde 1990 veröffentlicht. In den vielen Jahren des Einsatzes auf diesem Sektor fand eine rasante Zunahme der Behandlungen statt (tatsächlich zählt die Botulinumtoxinbehandlung mimischer Falten inzwischen zu den häufigsten ästhetischen Behandlungen). Hierbei ergab sich eine ausgezeichnete Verträglichkeit ohne Hinweise auf schwerwiegende Reaktionen oder Spätschäden.

Seit über 30 Jahren ist Botulinumtoxin zur Behandlung neuro-muskulärer Störungen, wie Muskelkrämpfe, Muskelzuckungen oder Lidkrampf im klinischen Gebrauch, meist in deutlich höheren Dosen als beim kosmetischen Einsatz. Botulinumtoxin ist ein zugelassenes Arzneimittel für die Neurologie und für bestimmte kosmetische Indikationen (Zornesfalte). Hierzu liegen auch gut dokumentierte Langzeitstudien vor.

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Weitere Informationen

Andere ästhetische Indikationen

Pflastersteinkinn

Durch übermäßige Aktivität der mimischen Muskeln im Kinnbereich kann dieses vermehrt faltig aufgeworfen werden („Pflastersteinrelief“). Durch Einspritzen einer kleinen Menge von Botox kann dieses Erscheinungsbild deutlich verbessert werden. Bewegungsstörungen der Unterlippe treten nur bei Überdosierung auf.

Masseterhypertrophie

Wenn der Kaumuskel (Masseter) durch übermäßige Anspannung (Bruxismus, Zähneknirschen) wächst, verleiht dies dem Gesicht eine kastenartige Form. Abhilfe kann hier die Injektion von Botox in den Muskel bringen. Bei Überdosierung kann eine Kauschwäche eintreten. Diese ist aber sehr unwahrscheinlich, da die Funktion dann weitgehend von dem anderen Kaumuskel (M. temporalis) übernommen wird.

Wadenmuskelhypertrophie

Manche Menschen haben auffällig starke Waden („Gnomenwaden“). Da dies insbesondere bei Frauen im Sommer (Röcke, Kleider) als unschön empfunden wird, können die Wadenmuskeln durch Injektion von Botox verkleinert werden. Aufgrund der Größe des Muskels müssen oft größere Mengen (ca. 100 E Btx) verabreicht werden. Eine Überkorrektur kann zu einer Muskelschwäche (Schwierigkeiten beim Zehenstand) führen. Dies kann durch eine zweizeitige Behandlung in 14tägigem Abstand weitgehend vermieden werden.

Botulinumtoxin-Vorbehandlung vor Operationen und Laserbehandlungen im Gesicht

In Studien konnte nachgewiesen werden, dass Operationswunden und Laserbehandlungen im Gesicht nach Ruhigstellung der darunterliegenden mimischen Muskulatur mit Botox deutlich schneller und schöner abheilen. Diesen Effekt nutzen wir bei bestimmten Operationen (Lidstraffungen, Laserbehandlungen, Narbenkorrekturen, Tumoroperationen an der Stirn usw.).

Zusammenfassend kann festgestellt werden:

Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand ist bei der üblichen Anwendung für ästhetische Indikationen, bei denen kleinste Mengen Botulinumtoxin in mimische Muskeln gespritzt werden, nicht mit Spätfolgen zu rechnen. Das gleiche gilt für die Anwendung bei übermäßigem Schwitzen (Achseln, Hände, Füße, Stirn), zur Behandlung der Migräne und der Muskelhypertrophie.

Erweiterte Indikationen:

Migräne

Manche Formen der Migräne und des Spannungskopfschmerzes reagieren gut auf die Injektion von Botox in die Stirnpartie. Offenbar werden hier gestörte neuromuskuläre Regelkreise unterbrochen, wodurch der Kopfschmerz aufhört. Die Durchführung und Risiken sind die gleichen wie bei der Faltenbehandlung.

Haarausfall

Dies ist eine neue, allerdings noch zu wenig untersuchte Indikation für Botulinumtoxin. Dieses wird in die Stirn- und Kopfmuskulatur (M. epicranius) injiziert. Die Vorstellung ist die, dass durch die Entspannung der Kopfmuskulatur die Durchblutung der Kopfhaut gesteigert wird, was die Haarwurzeln zur vermehrten Neubildung von Haarsubstanz anregen soll.

Analfissur

Risse in der Analschleimhaut sind oft sehr schmerzhaft und zeigen schlechte Heilungstendenz. Dies deshalb, da der Schließmuskel sich reflektorisch verkrampft und damit die Stuhlpassage erschwert, wodurch der Riss immer wieder aufreißt. Der Teufelskreis kann durch eine Injektion von Botox in den Schließmuskel beidseits der Fissur durchbrochen werden. Der Schließmuskel wird entspannt, wodurch die Abheilung wesentlich beschleunigt wird.

Schwitzen

Botulinumtoxin unterbricht nicht nur die Übertragung von Nervenimpulsen auf Muskeln, sondern auch auf Schweißdrüsen. Die Injektion in typische Schwitzareale (Achseln, Hände, Füße, auch Gesicht) führt über einen Zeitraum von 6-12 Monaten zu einem völligen Stopp der Schweißproduktion in dem eingespritzten Areal. Für die Temperaturregulation spielt dies keine Rolle.

Chemical Peeling

Bei der chemischen Schälbehandlung bewirken auf die Haut aufgebrachte Peel-Substanzen (Säuren, Phenol) eine Schälung der Haut in unterschiedlichem Ausmaß mit einer nachfolgenden und kalkulierbaren Regeneration der Ober- und Lederhaut. Je nach Eindringtiefe der Substanzen haben die Peelings unterschiedliche Wirkungen.

Ein ganz oberflächliches Peel (z. B. Fruchtsäurepeeling, Eindringtiefe 0,06 mm) vermindert die Haftung der Hautzellen in der Oberhaut und kann bis in die oberste Lederhaut wirken. Mitteltiefe Peels (z. B. Easy-Peel, Monheit-Peel, Unideep, TCA-Peeling, Eindringtiefe 0,45 mm) wirken bis in die mittleren Schichten der Lederhaut. Tiefe Peels (Phenol-Peel, Eindringtiefe 0,6 mm) wirken bis in tiefere Schichten der Lederhaut.

Mitteltiefe und tiefe Peels sind eingreifendere Behandlungsmethoden mit folgenden mehrtägigen Abschälungsvorgängen. Das Prinzip der Peelings liegt dabei darin, dass die Ober- und Teile der Lederhaut vorübergehend durch die Peelingsubstanzen geschädigt werden, wodurch Wundheilungs- und Reparaturvorgänge ausgelöst werden. Durch Sonnenlicht geschädigte Collagenfasern werden daraufhin durch neue, regelrecht und parallel angeordnete Collagenfasern und elastische Fasern ersetzt. Durch die Reparaturvorgänge kommt es auch wieder zu einem Volumenaufbau der Lederhaut, wodurch diese dicker und straffer wird. Der Wundheilungsverlauf und die ausgelösten Reparaturvorgänge sind dabei abhängig von der Eindringtiefe der Peelingsubstanzen.

Indikationen

oberflächliches Peeling

(Alpha-Peel, Fruchtsäure-Peeling, Jessner-Peeling, SRT-Peeling, Salicylsäure-Peeling, TCA-Peeling)

  • Fältchen
  • Hyperpigmentierungen, Melasma (Pigmentstörungen)
  • unreine Haut
  • leichtgradige Akne
  • Rosacea
  • Hyperkeratosen (Verhornungen)

mitteltiefes Peeling

(Easy Peel, TCA-Peel, Jessner-TCA-Peel, Unideep Peel)

  • Hyperpigmentierungen/Melasma
  • ausgeprägte Akne papulopustulosa
  • flache Aknenarben
  • oberflächliche Falten
  • Rosacea
  • Lichtschäden (Aktinische Keratosen)

tiefes Peeling

(Phenol-Peeling, Lip-& Eyelid-Peel)

  • tiefe Falten
  • tiefe Aknenarben
  • ausgeprägte Lichtschäden

Weitere Informationen zum Chemical Peeling

Durchführung der Peelings

Um lange Nachwirkungen wie langanhaltende Rötungen oder Pigmentierungen zu vermeiden, muss die Haut vor jeder Peeling-Behandlung (außer Alpha-Peel) vorbehandelt werden.

Technik oberflächlicher Peelings

Nach gründlicher Reinigung mit Seife und Entfettung mit Aceton wird die Peelinglösung gleichmäßig mit einem Pinsel auf die Gesichtshaut aufgetragen. Wenn Rötungen und Brennen auftreten, wird die Säure mit Natriumbicarbonat neutralisiert. Anschließend wird das Gesicht gründlich mit Wasser abgewaschen. Abschließend wird eine beruhigende Creme aufgetragen. Wiederholungen werden in 1-2-wöchigem Abstand durchgeführt.

Technik mitteltiefer Peelings

Nach gründlicher Reinigung des Gesichtes mit einer Syndetlösung und Entfettung mit Aceton wird die Peelingsubstanz mit Watteträgern oder Kompressen gleichmäßig in mehreren Schichten aufgetragen, bis eine gleichmäßige Weißfärbung („Frost“) auftritt. Beim Auftragen der Peelingsubstanz tritt für 1-2 Minuten ein starkes Brennen auf, deshalb muss während des Auftretens mit einem Ventilator oder einem starken Kaltluftgerät gekühlt werden. Anschließend werden für 10 Minuten feuchte Kochsalzumschläge aufgelegt. Nach beendetem Peel wird eine fetthaltige Pflegesalbe aufgetragen. Der weiße Frost wird nach wenigen Minuten durch eine Rötung und Schwellung abgelöst, die nach 48 Stunden ihren Höhepunkt überschritten hat. Es bilden sich dann bräunliche Krusten aus, die zwischen dem 7. und 12. Tag vollständig abgeblättert sind.

Legen Sie bitte 2 x täglich für eine halbe Stunde feuchte Kochsalzkompressen auf Ihr Gesicht auf. Tragen Sie danach bitte 3 x täglich für 15 Tage die Heilsalbe und danach die Heilcreme auf. Meiden Sie bitte 6 Wochen lang jegliches Sonnenlicht, danach Sonnenexposition nur mit einem Sun-Blocker. Beginnen Sie bitte 4 Wochen nach der Peelingbehandlung mit der hydrochinon-tretinoinhaltigen Postpeel-Lotion.

Technik tiefer Peelings (Phenol-Peel, Lipand Eyelid-Peel)

Phenol wird über die Haut aufgenommen und über Leber und Niere ausgeschieden. Bei großflächiger Behandlung kann Phenol Nebenwirkungen auf den Herzmuskel haben (Herzrhythmusstörungen). Daher müssen vor einer großflächigen Peelingbehandlung Leber- und Nierenwerte bestimmt werden. Die großflächige Behandlung selbst wird unter EKG-Kontrolle in Vollnarkose oder Sedoanalgesie (Zufuhr von Beruhigungs- und Schmerzmitteln) durchgeführt. Kleinflächige Areale können ohne EKG-Kontrolle in Lokalanästhesie durchgeführt werden (Unterlider, Lippen, Mundpartie).

Nach gründlicher Reinigung mit einem Syndet und Entfettung mit Aceton wird die Peelinglösung in mehreren Schichten mit einem Watteträger unter starkem Druck eingerieben, bis ein grau-weißer Frost entsteht. Nach vollständigem Auftragen wird ein Tape-Pflaster darüber geklebt, um die Eindringtiefe zu erhöhen. Beim Lip-and-Eyelid-Peel wird mit einem Wismut-Puder nachbehandelt. Nach der Behandlung entsteht eine starke Schwellung und ein Nässen. Der Tape-Verband wird nach 24-48 Stunden abgenommen. Anschließend wird in der Praxis eine Wundreinigung durchgeführt (Wundpflege mit Kochsalz-Weinessig, Wasserstoffsuperoxyd, mechanische Reinigung). Anschließend werden antibakterielle Wundsalben und später Cremes aufgetragen. Die vollständige Abheilung der Oberhaut ist meist bis zum 10. Tag abgeschlossen. Die Haut ist anschließend noch bis zu 12 Wochen mehr oder weniger stark gerötet. Die Rötung kann mit Make-up abgedeckt werden.

Nebenwirkungen und Komplikationen bei mitteltiefen und tiefen Peelings

Rötung, Schwellung, Nässen und Verkrustung: treten regelmäßig auf. Persistierende Rötung: Gelegentlich kann die Rötung länger als 12 Wochen persistieren. Hier wird mit speziellen Cremes nachbehandelt. Teleangiektasien: Nach tiefen Peelings können feine Äderchen entstehen, die mit speziellen Lasern beseitigt werden können. Hyperpigmentierungen: Bei dunkleren Hauttypen (Hauttyp 3) können diese vorübergehend auftreten. Durch intensive Vor- und Nachbehandlung mit hydrochinonhaltigen Präparaten sind diese aber meist vermeidbar. Milien: Es handelt sich um kleine Talgzysten durch Verschluss von Talgdrüsenausführungsgängen, die leicht entfernt werden können. Infektionen (viral/bakteriell): Insbesondere bei tiefen Peelings entstehen große, nässende Wundflächen, die infektionsgefährdet sind.

Weitere Peelings:

  • TCA-Peeling
  • Fuß-Peeling
  • Hand-Peelings
  • Jessner-Peeling
  • Fruchtsäure-Peeling
  • Rosacea-Peeling

Hyaluronsäure

Die bei uns verwendeten Hyaluronsäurepräparate werden gentechnologisch hergestellt und enthalten daher keine Fremdeiweißrückstände (wie z. B. Vogelprotein) mehr. Das Hyaluron ist hautidentisch. Allergische Reaktionen treten daher nicht auf. Eine Vortestung ist nicht erforderlich. Die von uns verwendeten Hyaluronsäureprodukte stehen in unterschiedlichsten Zubereitungsformen zur Verfügung und unterscheiden sich durch die Konzentration der Hyaluronsäure, die Partikelgröße und den Vernetzungsgrad der Hyaluronsäuremoleküle. Es wird unterschieden:

Die vernetzte Hyaluronsäure:

Hier sind mehrere bis viele Hyaluronsäuren zu größeren Konglomeraten vernetzt. Je nach Molekülgröße, Vernetzungsgrad und Konzentration der Hyaluronsäurepartikel kommen die Präparate in dünnflüssiger, galertartiger oder pastös-/ gelartiger Form vor. Die Auswahl der Präparate erfolgt je nach Größe und Tiefe der Falten und nach behandelter Region. Je oberflächlicher und dünner die Falten sind, desto dünnflüssiger, geringer vernetzt und mit kleinerer Molekülgröße müssen die Präparate versehen sein. Die dickflüssigsten Präparate werden in das subcutane Fettgewebe implantiert. Die Haltbarkeit der vernetzten Hyaluronsäureprodukte beträgt im Mittel 6-9 Monate, kann im Einzelfall aber auch kürzer sein.

Unvernetzte Hyaluronsäure:

Diese Präparate enthalten native (wie in der Haut vorhandene), unvernetzte Hyaluronsäure. Diese wird in die oberflächlichsten Hautschichten gequaddelt, entweder mit der Hand oder mittels einer elektronisch gesteuerten Pistole (Mesotherapie). Diese Quaddelung wird dreimal im Abstand von 2-4 Wochen durchgeführt (Grundbehandlung). Danach erfolgen 6-12-monatlich Auffrischungsbehandlungen mit geringen Dosen. Hauptindikation sind kleine, feine Knitterfalten an den Wangen, an den Unterlidern, feinere Falten im Dekolleté und eine Hautatrophie an den Handrücken. Durch die Injektion der nativen Hyaluronsäure wird die Neubildung von Collagen und elastischen Fasern induziert. Die Haut wird also wieder straffer und elastischer.

Lippenvergrößerung

Bei vielen jungen Frauen besteht der Wunsch nach schönen, vollen Lippen. Diese sind nach den Augen der wichtigste Blickfang eines Gesichtes. Dabei wünschen sich junge Frauen meist ein deutlich akzentuiertes, sichtbares Ergebnis, während reifere Frauen mehr ein unauffälliges, möglichst natürliches Ergebnis wünschen. Da jede Lippe anders ist, müssen unterschiedlichste Techniken kunstvoll kombiniert werden, um, je nach Wunsch, mehr die Lippenkontur und das Philtrum (mittlere senkrechte Oberlippenleisten) zu betonen oder mehr das Lippenvolumen aufzufüllen oder die Mundwinkel anzuheben oder mehr Lippenrot sichtbar zu machen.

Es stehen heute zur Auffüllung von Falten, Narben und Lippen eine Vielzahl von Füllmaterialien zur Verfügung. Sie polstern das Gewebe geradezu auf, Lippen werden dadurch aufgespritzt und Gesichtsfalten, wie Falten am Mund, Augen und Stirn, geglättet. Aufgrund einer ausgiebigen, langjährigen Erfahrung mit verschiedenen Fillern haben wir uns in unserer Praxis auf wenige Materialien beschränkt, die das beste Nutzen-Risiko-Verhältnis aufweisen. Es sind dies ausschließlich biologische, abbaubare Filler. Nicht abbaubare oder synthetische Filler verwenden wir nicht mehr, da diese zwar eine längere Haltbarkeit, aber dafür auch ein wesentlich höheres Nebenwirkungsprofil aufweisen (z. B. Knötchenbildung, Abstoßungsreaktionen).

Als Alternative zur Implantation von biologischen Fillern bieten wir noch die Eigenfettimplantation/ Transplantation/Eigenfettunterspritzung an, die zwar am risikoärmsten ist, gute Erfolge aufweist, aber durch die Eigenfettentnahme und Aufbereitung aufwendig ist.

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Mehr Informationen

Polycaprolacton (Ellansé):

Auch dieser Kollagen-Booster besteht aus der Trägersubstanz CMC-Gel, in dem Poly-Caprolactonpartikel (PCL) suspendiert sind. PCL provoziert die Neubildung von Kollagengewebe. Die Indikationen gleichen denen von Radiesse (siehe oben). Durch unterschiedliche Kettenlängen sind unterschiedliche Bestandsdauern von 1-4 Jahren erreichbar. Das Präparat ist sehr gut verträglich und biologisch vollständig abbaubar.

Eigenblutbehandlung mit plättchenreichem Plasma (PRP)

Der Trend der Anti-Aging-Methoden liegt bei natürlichen und präventiven Behandlungen. Eine davon ist die PRP-Therapie. Dabei entnimmt der Arzt dem Patienten Blut, isoliert die Thrombozyten in einer kleinen Menge Plasma und stellt ein Gel her, das sogenannte autologe plättchenreiche Plasma (PRP®). Es enthält spezielle Wachstumsfaktoren und Stammzellen. Nach nur 10 Minuten ist dieses körpereigene Blutkonzentrat einsatzbereit und kann aufgetragen oder injiziert werden. PRP kann auch sehr effektiv mit einer Microneedling- oder fraktionalen Laserbehandlung kombiniert werden. Hierdurch potenziert sich zum einen der Effekt auf die Wachstumsfaktoren und damit auf die Kollagenproduktion, zum anderen wird die Haut durch die Vorbehandlung durchlässig, so dass die Wachstumsfaktoren aus dem PRP in die Tiefe der Haut gelangen können.

Anwendungsgebiete der PRP Therapie

Die Methode der Eigenbluttherapie wird z. B. in der Gesichtschirurgie schon lange zur Regeneration von Wunden genutzt. Für den Bereich der ästhetischen Medizin gibt es vielfältige Anwendungsgebiete:

  • Falten, Augenringe, Dekolleté und Hautqualität werden mit einer PRP-Behandlung erheblich verbessert. Wachstumsfaktoren im körpereigenen Blutkonzentrat stimulieren die Mikroblutzirkulation und unterstützen den natürlichen Regenerationsprozess.
  • Akne- oder hypotrophische Narben sowie Schwangerschaftsstreifen können mit PRP Injektionen effektiv behandelt werden.
  • Nach Laser- oder Peelingbehandlungen wirkt eine Therapie mit PRP schmerzlindernd, entzündungshemmend und beschleunigt die Wundheilung.
  • Haarausfall: Injektionen von PRP in die Kopfhaut bewirken zuerst eine Verlangsamung des Haarausfalls und unterstützen dann den Haarwuchs. Dies geschieht durch eine Stimulation der Stammzellen und der Mikrozirkulation. Der Effekt einer Behandlung hält vier bis sechs Monate.

Die Vampir Lifting Behandlung wird in einer Oberflächenanästhesie durchgeführt und ist schmerzarm. Es entstehen keine Ausfallzeiten durch die Plasmatherapie. Üblicherweise sind ein bis drei Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen erforderlich.

Zur Straffung der Haut stehen verschiedene Radiofrequenzgeräte zur Verfügung. Diese führen zu einer Erwärmung der Haut auf 42-45 °C, wodurch sich die Kollagenfasern zusammenziehen und neues kollagenes Fasergewebe aufgebaut wird. Die Haut wird hierdurch glatter, fester und straffer. Der Prozess benötigt bei der Radiofrequenzbehandlung allerdings einige Monate.

Wassermoleküle sind elektrische Dipole mit negativ und positiv geladenem Ende. Durch Einwirken eines Radiofrequenz-Wechselstromes werden die Wassermoleküle sehr schnell hin und her rotiert, wodurch Reibungswärme im Gewebe entsteht (wie in der Mikrowelle).

In unserer Praxis bieten wir 3 Radiofrequenzverfahren an:

1. Skin-Refacing

Das Skin-Refacing mit dem radioSURG®2200-Gerät stellt eine neuartige Radiofrequenzbehandlung zur Hautstraffung und Faltenglättung dar.

Durch Applikation von kurzwelligen elektromagnetischen Radiowellen werden die Kollagenfasern in der Lederhaut auf 40-45 Grad erwärmt. Dadurch werden diese Fasern verkürzt und es wird ein Reiz gesetzt zur Neubildung von kollagenen und elastischen Fasern. Die Behandlung wird mittels verschieden großer Metallapplikatoren nach Auftragen einer wirkstoffhaltigen Creme (z. B. Boswellia-Extrakt) durchgeführt und dauert zwischen zwei und zehn Minuten. Die Erwärmung der Haut wird mittels Infrarot-Thermometer kontrolliert. Nach der Behandlung zeigt sich ein unmittelbarer Glättungs- und Straffungseffekt, der nach einigen Tagen wieder nachlässt. Innerhalb von 3-4 Wochen kommt es dann zu einer erneuten Straffung durch Neubildung von Kollagengewebe. Die Behandlung mit Radiofrequenzen wird in der Regel mehrmals im Abstand von zwei Wochen durchgeführt. Die Behandlung ist schmerzfrei und nicht belastend. Spürbar ist lediglich ein deutliches Wärmegefühl. Nach der Behandlung, die anfangs 2-4 Minuten, am Ende bis zu 30 Minuten dauert, wird ein hyaluronsäurehaltiges, kühlendes Gel aufgetragen. Die Nachbehandlung durch den Patienten erfolgt mit Synchroline Terproline Face Creme und mit Fillast Hyaluronsäuregel für zwei Wochen. Dadurch wird der Behandlungserfolg der Radiofrequenztherapie noch verbessert.

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Mikroporation

Durch die Radiofrequenzbehandlung werden die Abtransportkanäle weitgestellt. Durch anschließende Applikation größerer molekularer Substanzen können diese durch die weitgestellten Kanäle in die Tiefe der Haut transportiert werden. Es gelangen damit auch Wirkstoffe in tiefere Hautzonen, die normalerweise nicht die Hautbarriere durchdringen.

Kontraindikationen

Patienten mit Metallendoprothesen, Herzschrittmachern und Tumoren sollten ausgeschlossen werden. Außerdem sollten 4 Wochen zuvor keine Hyaluronsäureinjektionen durchgeführt worden sein. Zur Sicherheit sollten im Behandlungsareal keine Ekzeme oder Hautinfektionen bestehen.

Nebenwirkungen

Durch die Erwärmung kann es zu einem leichten Brennen kommen. In der Regel ist die Behandlung nicht schmerzhaft. Nach der Behandlung ist die Haut für 1-2 Stunden gerötet und kann auch leicht geschwollen sein. Leichte Verkrustungen sind die Ausnahme.

Ergebnisse

Der Behandlungserfolg zeigt sich in der Regel nach 8-14 Tagen und steigert sich innerhalb von 3 Monaten, meist sind mehrere Behandlungen erforderlich. Das Ergebnis hält dann 9-15 Monate an. Wiederholungsbehandlungen sind jederzeit ohne Schädigung der Haut möglich.

2. Accent-Radiofrequenzbehandlung

Mit diesem innovativen Gerät des israelischen Herstellers Alma Lasers™ wird hochfrequenter (Radiofrequenz)-Strom (40,68 MHz) zur tiefen Erwärmung des Gewebes verwendet. Das Gerät wird eingesetzt bei Cellulite, lokalisierten Fettgewebsansammlungen und zur gesamten Körperformung. Das Gerät verfügt über 2 Handstücke, ein unipolares zur tiefen Fettgewebs-Erwärmung und ein bipolares zur oberflächlichen Unterhauterwärmung. Beim bipolaren Handstück fließt der Strom nur über eine kurze Strecke zwischen der zentralen RF-Elektrode und der umgebenden ringförmigen Erdungselektrode. Hierdurch ist die Eindringtiefe in die Haut auf 2-6 mm begrenzt. Der applizierte Radiofrequenzstrom erreicht eine Energie von bis zu 110 Watt. Beim unipolaren Handstück strahlt die Radiofrequenzenergie vom kugelförmigen Kopf des Handstückes in das umgebende Gewebe und penetriert hier bis zu einer Tiefe von 15 mm. Die Radiofrequenzenergie erreicht hierbei 220 Watt.

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Unipolarer Modus

Mit der unipolaren Elektrode wird eine Erwärmung des Fettgewebes bis zu einer Tiefe von 15 mm durch kreisende Bewegungen des RF-Kopfes über der Haut des Behandlungsareales erzielt. Unter ständiger Kontrolle mit einem Laserthermometer wird die Haut über ca. 3 Minuten auf einer Temperatur von 39 bis 44 Grad gehalten. Hierdurch wird ein Fettgewebsabbau induziert und durch Weitstellung der Blut- und Lymphgefäße der Lymphabtransport beschleunigt. Die Behandlungen werden 3-6 mal im Abstand von 3 Wochen durchgeführt.

Bipolarer Modus

Mit dem bipolaren Handstück wird mit geringerer Eindringtiefe überwiegend die Lederhaut erwärmt, was zu einem Zusammenziehen und zu einer Straffung der collagenen Fasern führt und die Neubildung von Collagen anregt. Die Behandlung läuft analog mit der bipolaren Elektrode ab, lediglich die Energiedosen sind hier niedriger. Besonders geeignet für die bipolare Methode ist die Haut des Gesichtes, des Halses und des Bauches (z. B. nach Schwangerschaft, nach Fettabsaugung).

3. Genius

Bei der Genius-Behandlung werden 49 mit Teflon isolierte Nadeln mittels eines computergesteuerten Handstückes in 3 verschiedenen Tiefen in Oberflächenanästhesie in die Haut eingestochen. Dann werden die nicht isolierten Nadelspitzen mittels Radiofrequenzstrom kurzzeitig auf ca 80 Grad erhitzt. Dies führt zu einer Schrumpfung der Kollagenfasern und zu einer Kollagenneubildung. Der Kollagenneuaufbau benötigt ca 3 Monate. Daher werden in der Regel 3 Behandlungen in 3monatigen Abständen durchgeführt. Besonders geeignet sind Gesicht, Hals, Decolleté, Hände, Oberarme und Oberschenkel.

Was ist Agnes?

Agnes ist ein neues, modernes Gerät, das Radiofrequenztechnologie und Microneedling kombiniert. Besonders erfolgreich ermöglicht die Methode Hautstraffungen an den Augen. Hiermit können Tränensäcke ohne OP behandelt werden. Ferner ist die Methode auch sehr wirksam bei Doppelkinn und Akne. Radiofrequenztechnologie in Kombination mit Microneedling kann die Haut wieder verfestigen und straffen.


AGNES Medical

AGNES Medical

Neue Behandlung für die Schönheit

Mit zunehmendem Alter verliert die Haut an Festigkeit und Elastizität. Fältchen und Falten entstehen, der Teint wirkt müde. Bereits ab einem Alter von etwa 30 Jahren nimmt die körpereigene Produktion von Kollagen ab. Wir verlieren jährlich 1 Prozent unseres Kollagens. Dadurch gibt die Haut der Schwerkraft mehr nach, wodurch die Wangenweichteile und der Hals herabhängen und Falten entstehen.

Das innovative Agnes-Gerät nutzt die Erkenntnisse aus der Wundheilungsforschung. Diese hat herausgefunden, dass neues Kollagen durch drei Mechanismen aufgebaut wird: Wärme, Verletzung und Stimulation der Kollagen-aufbauenden Fibroblasten (durch Kollagen-Booster und Wachstumsfaktoren). Mit Agnes kann Radiofrequenzenergie zielgenau platziert und genau dosiert unter der Hautoberfläche angewendet werden. Dadurch wird die Haut schonend und wirksam gestrafft. Weitere Vorteile der Behandlung sind die geringen Nebenwirkungen, wenig Schmerzbelastungen und die schnelle Abheilung.

Gewebestraffung mit Agnes

Bei der AGNES-Behandlung werden ein bis drei mit Teflon isolierte Nadeln bis 4 mm tief in die Haut eingeführt und das Gewebe dann kurzzeitig auf 70-80 °C erhitzt. Hiermit können gezielt und präzise kleine Fettdepots eingeschmolzen und die darüberliegende Haut gestrafft werden. Besonders geeignet sind Unterlider („Tränensäcke“), Wangen (“Hamsterbäckchen“) und Hals.

Sehr effektiv kann das Gerät auch zur Einschmelzung von entzündlichen Akneknoten verwendet werden.

In der Regel sind 2-3 Behandlungen in 2-3 wöchigen Abständen erforderlich.

Anwendungsgebiete:

  • Doppelkinn
  • Tränensäcke
  • Hautstraffung
  • Akne
  • Mitesser