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Longevity ist in aller Munde. Die jüngsten, bahnbrechenden Erkenntnisse der Altersforschung haben zu neuen, vielversprechenden Behandlungsansätzen geführt. Die zentrale Erkenntnis: Altern ist nicht ausschließlich genetisch vorgegeben, sondern zu etwa 70 % von epigenetischen Faktoren abhängig. Da sich diese äußeren Einflussfaktoren verändern lassen, kann der Alterungsprozess verlangsamt oder sogar teilweise aufgehalten werden.

Ziel ist dabei nicht nur ein längeres Leben, sondern möglichst viele gesunde Lebensjahre.

Welche Faktoren beeinflussen den Alterungsprozess?

Von den zahlreichen Einflussfaktoren haben sich einige als besonders bedeutsam herausgestellt. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Aspekte des Lebensstils, wie zum Beispiel:

  • Ernährung
  • Körperliche Aktivität
  • Schlafverhalten
  • Konsum von Genussmitteln wie Alkohol und Tabak
  • Psychosoziales Gleichgewicht
  • Belastung durch Umweltschadstoffe
  • UV-Lichtexposition

Ältere Frau und älterer Mann machen gemeinsam leichte Gymnastikübungen mit ausgestreckten Armen in einem hellen Raum – Symbol für gesundes Altern, Bewegung und Longevity.

Die Haut – ein besonderes Organ in der Longevity-Forschung

Die Haut nimmt eine Sonderrolle ein, da sie als Grenzorgan permanent Umwelteinflüssen ausgesetzt ist. Die UV-Licht-Exposition ist hierbei der wichtigste Schädigungsfaktor. Rund 80 % der sichtbaren Hautalterung entstehen durch UV-Strahlung. Deshalb ist der UV-Schutz die wichtigste Anti-Aging-Maßnahme für die Haut.

Reife Frau mit glatter, gepflegter Haut berührt sanft ihr Gesicht – Symbol für Anti-Aging, Hautgesundheit und moderne Longevity-Behandlungen.

Kollagenverlust und strukturelle Veränderungen

Die Haut ist besonders vom kontinuierlichen Kollagenverlust betroffen, der ab dem 25. Lebensjahr jährlich etwa 1 % beträgt. Die Haut wird dadurch dünner, schlaffer und kann der Schwerkraft weniger entgegensetzen. Gleichzeitig verändern sich weitere Haut- und Gewebestrukturen:

  • Die Oberhaut wird dünner und verletzlicher.
  • Das Unterhautfettgewebe nimmt ab – das Gesicht wirkt eingefallener.
  • Die Muskulatur schrumpft ab dem 25. Lebensjahr um 2–3 % pro Jahr.

Ein Vorteil der Haut: direkte Behandelbarkeit

Im Gegensatz zu vielen anderen Organen ist die Haut direkt zugänglich. Dadurch lassen sich Anti-Aging-Maßnahmen unmittelbar anwenden – und sie sind hier besonders wirkungsvoll.

Ausblick: Neue Strategien für eine gesunde Haut

In den kommenden Monaten werden wir über neue Anti-Aging-Strategien berichten und zeigen, wie moderne Longevity-Ansätze dazu beitragen können, die Hautgesundheit langfristig zu erhalten.

Dr. Voigt

Ihre Experten für Longevity & Hautgesundheit

Wenn Sie sich für moderne Longevity-Strategien und eine ganzheitliche Hautverjüngung interessieren, beraten wir Sie gerne persönlich. In der Dermatologie am Dom unterstützen wir Sie mit Erfahrung, wissenschaftlich fundierten Methoden und individuell abgestimmten Maßnahmen. Vereinbaren Sie gern einen Termin.

Jetzt Termin vereinbaren

  • Studium der Humanmedizin an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und der Karl-Franzens-Universität Graz
  • Approbation als Arzt
  • Promotion zum Dr. med. (Prädikat ’summa cum laude‘) „Einfluss der Oberflächenmodifikation auf die Osseointegration enossaler Implantate“ Klinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie Universitätsmedizin Mainz
  • Weiterbildung mit chirurgischem Common Trunk am Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie des Universitätsklinikum Heidelberg
  • Weiterbildungsassistent zum Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie des LMU Klinikum München
  • Anerkennung der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin, BLAEK
  • Anerkennung als Facharzt für Dermatologie und Venerologie, BLAEK
  • Anerkennung der Zusatzbezeichnung Medikamentöse Tumortherapie, BLAEK
  • Anerkennung der Zusatzbezeichnung Ernährungsmedizin, BLAEK
  • Oberarzt operative Dermatologie, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie des LMU Klinikum München, stlv. Leitung Dermatochirurgie
  • Facharzttätigkeit im Haut und Laserzentrum „Dermatologie am Dom“

Tätigkeitsschwerpunkte

  • Klassische und operative Dermatologie
  • Dermatoonkologie
  • Lasertherapie
  • Ästhetische Dermatologie

Die ästhetische Dermatologie ist ein Schwerpunkt der Praxis. Wir bieten sowohl alle modernen nicht-operativen und minimal invasiven, als auch sehr viele operative Maßnahmen, die von Lidstraffungen, Narben- und Ohrkorrekturen bis zu Lidstraffungen, Hals- und Armstraffungen, Mini-Facelifts und Fettabsaugungen reichen. Die allermeisten Behandlungen werden dabei in örtlicher Betäubung, evtl. im Dämmerschlaf, in ausgewählten Fällen auch in Vollnarkose, durchgeführt.

Enthaarungen können mit Wachs (Brazilian waxing) oder mittels „sugaring“ mit einer Zuckerpaste in unserer Kosmetikabteilung durchgeführt werden. In der Regel werden allerdings Laser-Enthaarungen mit unserem superschnellen, effektiven und praktisch schmerzlosen super hair removal-Laser Soprano Ice durchgeführt. Im Gegensatz zu konventionellen Enthaarungslasern wird hier nicht Schuß neben Schuß gesetzt, was schmerzhaft ist, sondern mehrfach über die Haut mit dem Laserkopf gestrichen, was schmerzlos ist. Im Gegensatz zu IPL-Enthaarungen ist die Laser-Enthaarung permanent und nicht nur vorübergehend. Bei medizinischer Indikation (krankhafter Haarwuchs, zB bei Hormonstörungen, eingewachsene Haare, chronische Haarfollikelentzündungen) wird die Behandlung von den Privatkassen erstattet.

Bei stärkerem Hautüberschuß sind operative Straffungsmaßnahmen der Goldstandard. Sind nur die seitlichen Halspartien und die „Jawls“ (Hamsterbäckchen) betroffen, kann ein direktes seitliches Halslifting durch Exzision einer Hautspindel beidseits unter dem Unterkieferast durchgeführt werden. Durch feine kosmetische Haut und ggf Lasernachbehandlung sind die Narben unter den Unterkieferästen meist nach einiger Zeit kaum noch sichtbar. Eine „Truthahnfalte“ am Hals vorne kann auch direkt exzidiert werden. Der Effekt ist deutlich. Allerdings ist hier eine intensive Nachbehandlung mit Laser erforderlich, um eine sichtbare Narbe zu verhindern.

Bei stärkerer Halshauterschlaffung muß ein Face-Hals-Lift durchgeführt werden. Wir führen hier das S-Lift durch, ein Mini-Facelift mit einem Schnitt nur in der Ohrkante. Dieses kann mit einer Halsabsaugung oder einer Renuvion-Plasmastraffung kombiniert werden. Die Behandlungen erfolgen in örtlicher Betäubung im Dämmerschlaf. Das S-Lift mit Halsabsaugung dauert ca 3 Stunden. Anschließend muß für 1 Woche einHalsmieder getragen werden. In der Regel entstehen keine oder kaum sichtbare Narben.

Vermehrtes Fett unter dem Kinn kann meist einfach mit der Fett-weg-Spritze entfernt werden. Diese enthält die Substanzen Soja-Lecithin und Desoxycholat, eine Gallensäure. Beide Substanzen lösen Fett auf, welches dann über den Lymphweg abtransportiert wird. Es sind in der Regel 3 Behandlungen im Abstand von 4 Wochen erforderlich. Nach der Behandlung kann der Hals 2-3 Tage anschwellen.
Bei ausgeprägterer Fetteinlagerung am Hals ist eine Liposuction erforderlich. Diese führen wir in Form der modernen, äußerst schonenden Tumeszenz-Liposuction („super-wet-Technik“) mittels Vibrationstechnik durch. Zunächst wird ca ein halber Liter einer verdünnte Lokalanästhesielösung mittels einer elektrischen Pumpe unter die Halshaut gepumpt. Dann wird über 2 kleine Einstiche eine stumpfe Kanüle unter die Haut eingeführt, die an einen Rüttelapparat angeschlossen ist. Dieser rüttelt die Kanüle mit hoher Frequenz unter die Haut, wodurch das Fettgewebe gelöst wird ohne emfindliche Strukturen wie Blutgefäße oder Nerven zu verletzen. Gleichzeitig wird mit einer Absaugpumpe mit hohem Absaugdruck das gelöste Fettgewebe aufgelöst. Anschließend muß für eine Woche ein Halsmieder getragen werden.

Bei der Renuvion-Behandlung wird mittels einer sterilen Teflonsonde Heliumgas unter die Haut eingefüllt. Dieses wird durch Radiofrequenzstrom auf 80 Grad erhitzt, wodurch die Lederhaut und die bindegewebigen Septen zwischen den Fettläppchen gestrafft werden. Die Behandlung kann allein oder im Anschluß an eine Fettgewebsabsaugung durchgeführt werden. Die Behandlung wird in örtlicher Betäubung durchgeführt und dauert ca 30-40 Minuten. Anschließend muß für eine Woche ein Halsmieder getragen werden.

Oft werden Anti-Aging-Maßnahmen nur auf das Gesicht beschränkt. Hier besteht dann evtl. das Problem, das die Hände deutlich älter aussehen als das Gesicht. Die Handhaut altert genauso wie die Gesichtshaut. Es entstehen Pigmenflecken, Rauhigkeiten, Fältchen und die Haut wird dünner. Dadas darunter liegende Fettgewebe auch schrumpft, werden Sehnen und Venen deutlich sichtbarer.

Lipofilling

Abhilfe schafft hier eine Wiederauffüllung des verloren gegangenen Fettgewebes und eine Laserbehandlung der Hautoberfläche. Der Fettgewebsersatz ist natürlich am besten mit eigenem Fettgewebe zu bewerkstelligen. Hier führen wir die Fettgewebsgewinnung (zB aus Bauch oder Hüften) durch. Das gewonnene Fettgewebe wird gereinigt und aufbereitet und dann mit einer stumpfen Kanüle in örtlicher Betäubung unter die Handhaut gespritzt. Ca 50% des eingespritzten Fettgewebes bleibt langfristig erhalten, so daß evtl Auffrischungsbehandlungen erforderlich sind.

Collagenbooster

Eine Alternative bei geringerem Substanzverlust ist die Einspritzung von verdünnten Collagen-Boostern. Es sind dies synthetische Polyester, die im Gewebe vollständig zu Wasser und CO2 abgebaut werden. Sie provozieren die Neubildung von Kollagengewebe, wodurch die Haut fester und straffer wird.

Laserbehandlungen

Die sichtbaren Alterungserscheinungen an der Hautoberfläche sind am besten mit verschiedenen Lasern zu beseitigen. Pigmentflecken sind gut mit dem gütegeschalteten Rubinlaser zu entfernen. Knitterfältchen sind mit dem fraktionalen CO2- oder dem Erbium:YAG-Laser zu glätten. Eine weitere Handhautverjüngung sind mit dem long-Pulse Nd:YAG-Laser und mittels IPL zu erzielen.

Peelings

In leichteren Fällen und zur Nachbehandlung der Handhaut sind Peelings geeignet. Hier werden verschiedene Säuren auf die Haut appliziert, die eine Abschälung der Haut und damit eine Hauterneuerung bewirken. Die Behandlungen erfolgen in unserer Kosmetikabteilung.

Fraktionaler CO2-Laser

Hier wird ein feiner CO2-Laserstrahl mittels eines computergesteuerten Scanners über die Haut geführt und mit dem Laserstrahl feine, bis ca 1 mm tiefe Löcher in die Haut geschossen. Es werden dabei variabel 10-40% der Hautoberfläche behandelt. Von den nicht behandelten Partien geht die Heilung aus, die dadurch sehr rasch (ca 1 Woche) ist. Durch die gleichzeitige Erhitzung der Haut durch den Laserstrahl auf 120 Grad schrumpft die Haut und es wird die Neubildung von Kollagengewebe provoziert. Die Haut ist anschließend fester, straffer und gleichmäßig pigmentiert. Der Arbeitsausfall beträgt in der Regel 1 Woche.

CO2-Skin-Resurfacing

Hier wird ein CO2-Laserstrahl mit einem computergesteuerten Scanner vollflächig über die Haut geführt. Durch die starke Erhitzung der Haut in Millisekunden auf 120 Grad verdampft die oberste Schicht und die Haut schrumpft. Gleichzeitig wird eine starke Neubildung von Kollagengewebe provoziert. Es werden 2-3 Durchgänge durchgeführt. Die Regeneration geht von den angeschnittenen Haar-Talgdrüsenausführungsgängen aus. Sie dauert ca 1 Woche. Die Glättung und Straffung der Haut ist frappierend und anderweitig kaum erzielbar. Allerdings ist hier eine langanhaltende Rötung der Haut (4-8 Wochen) in Kauf zu nehmen, die allerdings in der Regel gut abgedeckt werden kann. Besonders geeignet sind die Unterlider und das Gesicht.

Was versteht man unter einem „Bullhorn Lift“?

Unter einem Bullhorn Lift versteht man ein operatives Lifting der Oberlippe durch eine Stierhorn-förmige Schnittführung unterhalb der Nase.

Für wen ist ein Oberlippenlift geeignet?

Ein Oberlippenlift ist für Menschen mit zu langem Abstand zwischen Nase und Oberlippe geeignet und dies subjektiv als störend empfinden. Die ideale Länge dieses Bereichs beträgt 12 – 15 mm und kann durch 2 Techniken verkürzt werden, um die gewünschte Länge zu erreichen. Bei der ersten Technik erfolgt der Schnitte entlang er Oberlippengrenze, wobei ein kleiner Teil der Haut entfernt und infolgedessen die Oberlippe angehoben wird. Die Gefahr dabei ist jedoch eine dauerhaft sichtbare Narbe. Somit ist die zweite und beliebtere Methode das Bullhorn -Lift mit Inzision unterhalb der Nase, sogenannte subnasale Oberlippenhebung, um den Schnitt so wenig wie möglich sichtbar zu machen.

Wie verläuft ein Oberlippenlift?

Der Eingriff wird in unserem OP-Zentrum in der Theatinerstrasse durchgeführt. Auf Wunsch kann die Operation im Dämmererschlaf durchgeführt werden. Die OP erfolgt unter Lokalanästhesie und dauert in etwa eine Stunde. Über eine Schnittführung unterhalb der Nase wird ein Teil der Haut (3-10 mm) entfernt und die Oberlippe angehoben. Anschließend wird die Haut mit einer kosmetischen Naht mit selbstauflösenden Fäden unter der Haut vernäht. Die Oberfläche wird geklebt. In der Regel kann das OP-Zentrum nach dem Eingriff nach 1 Stunde wieder verlassen werden.

Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es bei einem Oberlippenlift?

Nach einem Oberlippenlift kann es vorübergehend zu leichten Schmerzen kommen, welche bedarfsweise mit Schmerzmittel behandelt werden können. Zudem können Schwellungen und Blutergüsse auftreten. Diese bilden sich jedoch innerhalb einiger Tage
wieder zurück. Wie bei jedem operativen Eingriff besteht das Risiko einer Infektion und Wundheilungsstörung. Durch zu intensive Lippenbewegungen kann die Naht aufplatzen, weswegen die Lippe einige Tage geschont werden muß.

Wann kann ein Oberlippenlift nicht durchgeführt werden?

In seltenen Fällen können sowohl medizinische als auch psychologische Faktoren gegen ein Oberlippenlift sprechen. In einem persönlichen Beratungsgespräch werden die möglichen Kontraindikationen sowie Risiken individuell erörtert und abgewogen.

Was muss vor einem Oberlippenlift beachtet werden?

Eine Woche vor dem Eingriff sollte auf blutverdünnende Medikamente verzichtet werden. Auch sollte eine Woche vor und zwei Wochen nach dem Oberlippenlift ein Nikotinkonsum vermieden werden, da die Gefahr von Wundheilungsstörungen erhöht ist.

Was muss nach einem Oberlippenlift beachtet werden?

Nach der Operation muss für ca. 1 Woche auf Sport, Sauna- und Solariumgänge verzichtet werden. Alltägliche Aufgaben können sofort wieder aufgenommen werden. In den ersten 1 – 2 Wochen sollte gänzlich auf Nikotin und Alkohol verzichtet werden, da dies zu Wundheilungsstörungen führen kann.

Wann ist man nach einem Oberlippenlift wieder gesellschaftsfähig?

Nach einem Oberlippenlift ist man nach 4-5 Tagen wieder gesellschaftsfähig und es können alltägliche Aufgaben wieder aufgenommen werden.

Wann kann nach einem Oberlippenlift wieder Sport betrieben werden?

In der ersten zwei Wochen nach einem Oberlippenlift sollte kein Sport betrieben werden.

Wann und wie lange ist das Ergebnis sichtbar?

Das endgültige Ergebnis ist in der Regel nach 14 Tagen sichtbar, nachdem Blutergüsse und Schwellungen vollständig abgeklungen sind. Das Resultat nach einem Oberlippenlift ist dauerhaft.

Bleiben nach einem Oberlippenlift Narben zurück?

Bei einem Oberlippenlift verläuft die Schnittführung direkt unterhalb der Nase. Die Narben sind nach wenigen Wochen meist nicht mehr sichtbar. Sollte diese nach 6 Wochen noch sichtbar sein, können die Narben mittels spezieller Lasertechniken unsichtbar gemacht werden.

Radiäre Lippenfältchen („Barcode“) entstehen durch den Zug der ringförmigen mimischen Muskulatur um den Mund. Bei Rauchern sind sie oft ausgeprägter.
Bei einzelnen Fältchen sind diese meist sehr effektiv mittels Einspritzen einer dünnflüssigen, niedrig vernetzten Hyaluronsäure zu behandeln. Die Haltbarkeit beträgt 6-10 Monate.
Bei zahlreichen Mundfältchen sind Laserbehandlungen effektiver. Es werden ablative (abtragende Laser), wie der Erbium:YAG- und der CO2-Laser eingesetzt. Auch durch den kombinierten Einsatz beider Laser sind meist sehr deutliche Glättungen zu erzielen. Die Abheilungszeit beträgt 8-10 Tage. Allerdings ist die Haut anschließend noch 4-8 Wochen gerötet, weshalb sie abgedeckt werden muß. Der Effekt ist in der Regel anhaltend.

ein innovatives Verfahren zur Hautverjüngung und bei Haarfausfall

Polynukleotide sind natürlich gewonnene DNA – und RNA –Bruchstücke, sogenannte Nukleotide, welche Signalkaskaden des eigenen Körpers triggern (stimulieren) können. Sie werden mittels eines hochkomplexen Reinigungsprozesses aus Süßwasserfischen, die zu menschlichem Verzehr geeignet sind, gewonnen. Der aufwändige, hochkomplexe Reinigungsprozess wird durch die EU überwacht und bietet höchstmögliche Produktsicherheit. Die Polynukleotide werden in die Haut injiziert. Hier entfalten sie 3 unterschiedliche, sich ergänzende Effekte:

Sie binden durch ihre chemische Struktur Wasser in der Haut und führen so zu einer stärkeren Hydratisierung und Auffüllung der Haut. Polynukleotide können mit ihren aromatischen Verbindungen freie Radikale in der Haut binden. Hierdurch kommt es zu einem verlängerten Überleben der Fibroblasten, die für den Aufbau von elastischen Fasern und Collagen verantwortlich sind. Die Nukleotide setzen einen externen Reiz, Umbauprozesse, die zum Beispiel auch bei Verletzung der Haut entstehen, anzuregen. Hierdurch kann die Qualität des Collagenbindegewebes verbessert und damit die Haut gestrafft werden. Die Firma Croma aus Österreich stellt die Polynukleotide in 3 verschiedenen Applikationsformen zur Verfügung, die für unterschiedliche Indikationen in die Haut injiziert werden können. Ein Präparat wurde speziell für die Behandlung der Augenpartie verwendet, um hier feine Knitterfältchen und vor allen Dingen eine dunkle Verfärbung („dark circles“) zu behandeln. Das gleiche Präparat kann auch zur Behandlung der Kopfhaut bei Haarausfall verwendet werden. Ein weiteres, höher konzentriertes Präparat ist zur Behandlung der dickeren Gesichtshaut und zur Behandlung von Aknenarben geeignet. Ein drittes, ebenfalls hochkonzentriertes Präparat enthält darüber hinaus noch Hyaluronsäure und Glycerin, was einen Soforteffekt bewirkt. Es sind in der Regel 3 Behandlungen im Abstand von 3 Wochen als Basistherapie erforderlich. Auffrischungsbehandlungen erfolgen 2 bis 3 mal pro Jahr. Der Hautstraffungseffekt und die Aufhellung der „dark circles“ um die Augen sind nach ca 3 Monaten sichtbar. Im Gegensatz zur Injektion von Fremdmaterialien, wie Hyaluronsäure oder Collagenboostern, werden durch die Injektion von Polynukleotiden körpereigene Regenerationsprozesse angeregt, wodurch die Haut sich selbst erneuert und verjüngt. Die Behandlung ist schmerzlos oder schmerzarm, bei sehr empfindlichen Patienten kann zuvor mit einer Betäubungscreme anästhesiert werden. Außer kurzzeitiger (1 bis 2 Tage) Schwellungen und gelegentlicher Blutergüsse sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Auszuschließen sind lediglich Patienten mit einer bekannten Fischallergie und vorsichtshalber Schwangere und Stillende.

Eine weitere Innovation haben wir eingeführt: die autologe (vom eigenen Körper stammende) regenerative Therapie Seffiller™. Hierbei werden eigene Gewebsflüssigkeit mit Stammzellen und Fettzellen mittels Absaugung unter der (Bauch- oder Hüft-) Haut gewonnen, gewaschen und mittels stumpfer Kanülen unter die Haut im Gesicht oder unter die Kopfhaut gespritzt. Der Effekt ist eine Anregung der Zell- und Gewebsneubildung durch die enthaltenen Wachstumsfaktoren und Stammzellen. Die Haut wird innenhalb von 1- 2 Monaten fester und dicker, damit auch glatter und feinporiger. An der Kopfhaut wird ein starker Reiz zur Neubildung von Haarschäften beim erblichen Haarausfall gesetzt. Auffrischungsbehandlungen sind alle 3-6 Monate erforderlich. Die Behandlung wird in örtlicher Betäubung durchgeführt, ist schmerzlos und dauert ca. 30-60 Minuten. Sie kann sehr gut und vorteilhaft mit Hyaluronsäureunterspritzungen, Laserbehandlungen, Microneedling und Fadenlifting kombiniert werden.

Allergien sind sehr häufig. Etwa 10% der Bevölkerung sind hiervon betroffen. Die häufigsten allergischen Erkrankungen sind hierbei die atopischen Erkrankungen, hier an erster Stelle der Heuschnupfen, dann das Asthma bronchiale, die Hausstaubmilben- und Tierhaarallergie, Nahrungsmittelallergien, die Urticaria (Nesselsucht) und die Neurodermitis. Eine völlig andere Allergieform stellen die Kontaktallergien, zB. Auf Metalle, Salbengrundlagen, Duftstoffe und zahlreiche Berufsstoffe (zB Haarfarben bei Friseuren) dar. Wir führen als Allergologen alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen bei Allergien durch. Hierzu gehören Hauttests, Allergie-Antikörperbestimmungen, nasale Provokationstests, Epicutantests und die Hyposensibilisierung.

Eine weitere Innovation haben wir eingeführt: die autologe (vom eigenen Körper stammende) regenerative Therapie Seffiller™. Hierbei werden eigene Gewebsflüssigkeit mit Stammzellen und Fettzellen mittels Absaugung unter der (Bauch- oder Hüft-) Haut gewonnen, gewaschen und mittels stumpfer Kanülen unter die Haut im Gesicht oder unter die Kopfhaut gespritzt. Der Effekt ist eine Anregung der Zell- und Gewebsneubildung durch die enthaltenen Wachstumsfaktoren und Stammzellen. Die Haut wird innenhalb von 1- 2 Monaten fester und dicker, damit auch glatter und feinporiger. An der Kopfhaut wird ein starker Reiz zur Neubildung von Haarschäften beim erblichen Haarausfall gesetzt. Auffrischungsbehandlungen sind alle 3-6 Monate erforderlich. Die Behandlung wird in örtlicher Betäubung durchgeführt, ist schmerzlos und dauert ca. 30-60 Minuten. Sie kann sehr gut und vorteilhaft mit Hyaluronsäureunterspritzungen, Laserbehandlungen, Microneedling und Fadenlifting kombiniert werden.

Polynukleotide sind natürlich gewonnene DNA – und RNA –Bruchstücke, sogenannte Nukleotide, welche Signalkaskaden des eigenen Körpers triggern (stimulieren) können. Sie werden mittels eines hochkomplexen Reinigungsprozesses aus Süßwasserfischen, die zu menschlichem Verzehr geeignet sind, gewonnen. Der aufwändige, hochkomplexe Reinigungsprozess wird durch die EU überwacht und bietet höchstmögliche Produktsicherheit. Die Polynukleotide werden in die Haut injiziert. Hier entfalten sie 3 unterschiedliche, sich ergänzende Effekte:

Sie binden durch ihre chemische Struktur Wasser in der Haut und führen so zu einer stärkeren Hydratisierung und Auffüllung der Haut. Polynukleotide können mit ihren aromatischen Verbindungen freie Radikale in der Haut binden. Hierdurch kommt es zu einem verlängerten Überleben der Fibroblasten, die für den Aufbau von elastischen Fasern und Collagen verantwortlich sind. Die Nukleotide setzen einen externen Reiz, Umbauprozesse, die zum Beispiel auch bei Verletzung der Haut entstehen, anzuregen. Hierdurch kann die Qualität des Collagenbindegewebes verbessert und damit die Haut gestrafft werden. Die Firma Croma aus Österreich stellt die Polynukleotide in 3 verschiedenen Applikationsformen zur Verfügung, die für unterschiedliche Indikationen in die Haut injiziert werden können. Ein Präparat wurde speziell für die Behandlung der Augenpartie verwendet, um hier feine Knitterfältchen und vor allen Dingen eine dunkle Verfärbung („dark circles“) zu behandeln. Das gleiche Präparat kann auch zur Behandlung der Kopfhaut bei Haarausfall verwendet werden. Ein weiteres, höher konzentriertes Präparat ist zur Behandlung der dickeren Gesichtshaut und zur Behandlung von Aknenarben geeignet. Ein drittes, ebenfalls hochkonzentriertes Präparat enthält darüber hinaus noch Hyaluronsäure und Glycerin, was einen Soforteffekt bewirkt. Es sind in der Regel 3 Behandlungen im Abstand von 3 Wochen als Basistherapie erforderlich.

Auffrischungsbehandlungen erfolgen 2 bis 3 mal pro Jahr. Der Hautstraffungseffekt und die Aufhellung der „dark circles“ um die Augen sind nach ca 3 Monaten sichtbar. Im Gegensatz zur Injektion von Fremdmaterialien, wie Hyaluronsäure oder Collagenboostern, werden durch die Injektion von Polynukleotiden körpereigene Regenerationsprozesse angeregt, wodurch die Haut sich selbst erneuert und verjüngt. Die Behandlung ist schmerzlos oder schmerzarm, bei sehr empfindlichen Patienten kann zuvor mit einer Betäubungscreme anästhesiert werden. Außer kurzzeitiger (1 bis 2 Tage) Schwellungen und gelegentlicher Blutergüsse sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Auszuschließen sind lediglich Patienten mit einer bekannten Fischallergie und vorsichtshalber Schwangere und Stillende.

Mechanismus

Bei der konventionellen PDT (Photodynamischen Therapie) mit starken Rot-Strahlern werden die betreffenden Areale nach einer Einwirkungszeit der ALA-haltigen Creme für 3 Stunden mit einem energiereichen roten Infrarot- oder LED-Licht bestrahlt. Die Behandlung ist zwar sehr effektiv, wegen der Aufnahme der ALA auch in Nervenendigungen aber ebenfalls schmerzhaft.

Dieser Nachteil hat zur Entwicklung der Tageslicht-PDT geführt, die bei gleicher Effektivität keine Schmerzen verursacht. Es wird dabei der Rotanteil des Sonnenlichtes genutzt, und die Bestrahlung wird gleich nach dem Auftragen begonnen, so dass die ALA-Substanz gleich nach dem Eindringen in die Zelle durch das Sonnenlicht „verbraucht“ wird, ehe sie in die Nervenendigungen gelangen kann.

Diese spezielle Lichttherapieform wird zur Behandlung von oberflächlichen Tumoren wie aktinischen Keratosen (Vorstufen des weißen Hautkrebses), Morbus Bowen oder oberflächlichen Basalzellkarzinomen eingesetzt. Dabei wird eine lichtsensibilisierende Substanz (z. B. Metvix) auf das Tumorgewebe aufgetragen. Im Vergleich zu normaler Haut reichert sich diese Substanz in den Tumorzellen 10-fach höher an. Nach der Einwirkungszeit werden die betroffenen Hautareale für ca. 120 Minuten dem Tageslicht (Daylight) ausgesetzt. Durch das Tageslicht wird die lichtsensibilisierende Substanz aktiviert, und es kommt zu einer gezielten Zerstörung der Tumorzellen. Der Vorteil der schonenden Tageslicht-PDT besteht in den schönen ästhetischen Resultaten und der Möglichkeit der wiederholten Durchführung, ohne dass das gesunde Gewebe geschädigt wird.

Weitere Informationen zu Daylight PDT

Voraussetzungen:

  • Es muss eine Außentemperatur von >10°C erreicht werden
  • Es muß eine Lichtstärke von > 200.000 Lux erreicht werden (März bis Oktober)

Die Behandlung läuft wie folgt ab:

  • 1. Der Patient trägt morgens Lichtschutzmittel mit LSF >50 (Actinica) dick auf die zu behandelnden Areale auf (Schutz vor UV-Schädigung).
  • 2. In der Praxis werden die rauen aktinischen Keratosen abgekratzt oder glatt gelasert.
  • 3. Die ALA-Creme (Metvix) wird dick aufgetragen.
  • 4. Innerhalb von 30 Minuten begibt sich der Patient ins Freie und setzt sich in die Sonne oder in den Schatten (der Himmel muss gesehen werden, also an den Rand einer Markise oder einer Baumkrone).
  • 5. Nach 2-stündiger Bestrahlung begibt sich der Patient wieder in die Praxis. Dort werden die Cremereste mit warmem Wasser abgewaschen.
  • 6. Photodynamische Diagnostik in der Dunkelkammer zur Kontrolle, ob Bestrahlung ausreichend war.
  • 7. Auftragen von Lichtschutzmittel (Actinica).
  • 8. 48 Stunden Sonne meiden. Draußen nur mit Kopfbedeckung herumlaufen.
  • 9. Nach 4 Wochen Kontrolle und Entscheidung, ob 2. Sitzung erforderlich ist.

Kombinationen:

Zur Wirkungsverstärkung kann die zu behandelnde Fläche vor Auftragen der Metvix-Creme mit einem fraktionalen CO2-Laser vorbehandelt werden, mit dem kleine Löcher in die Hornschicht „geschossen“ werden, durch die die ALA-Substanz tiefer in die Haut eindringen kann.Bei stark verhornten Aktinischen Keratosen werden diese unmittelbar vor der Daylight-PDT in Lokalanästhesie abgetragen und dann zur histologischen Untersuchung eingesandt.

Nebenwirkungen:

Als Zeichen der erfolgreichen Abstoßung der lichtgeschädigten Zellen kommt es am 2. und 3. Tag zu einer sonnenbrandähnlichen Reaktion mit Rötung, Schwellung, Schuppung und evtl. Verkrustung, die nach wenigen Tagen abheilt. Die Reaktion kann durch 3-tägige Gabe von Cortison und eine JetPeel-Behandlung am 3. oder 4. Tag wesentlich abgemildert und verkürzt werden – ohne Wirkungsverlust.

Wir können den Lauf der Zeit nicht anhalten, aber wir können das Rad der Zeit zurückdrehen:

Mit Fäden zu jüngerem Aussehen – mit Princess®- und CARA™-PDO-, Happy Lift™-PCL- und Silhouette Soft®-PLLA-Fäden.

Der Alterungsprozess der Haut schreitet unaufhaltsam voran. Bei den meisten Menschen zeigen sich ab dem 30. Lebensjahr erste Alterungserscheinungen in Form von feinen Fältchen und ein langsames Herabsinken der Wangenweichteile. Dies tritt umso häufiger ein, je schmaler die Wangenknochen sind (schließlich sind diese die „Kleiderbügel“ für die Wangenweichteile) und je mehr die Haut vorgeschädigt ist (vor allem durch Sonne und Rauchen). Durch den ständigen Zug der Schwerkraft nach unten und die nachlassende Elastizität der Haut kommt es zu einem sukzessiven Absinken der Wangenweichteile samt dem Unterhautfettgewebe. Dadurch vertieft sich die Tränenrinne, tiefe Nasolabialfalten ziehen herab und über den Unterkieferästen wölben sich die sogenannten Jawls (Hamsterbäckchen) hervor. Aus dem jugendlichen dreiecksförmigen Gesicht mit der Spitze am Kinn wird allmählich ein umgekehrtes Dreieck mit der Spitze an der Nasenwurzel.

Fadenlifting – resorbierbare Fäden

Die drei führenden Fadentypen auf dem Markt sind hier das Polydioxanon-(PDO)-System mit und ohne Widerhaken (Princess, CARA), das Polycaprolacton-(PCL)-System (Happy Lift) und das Polymilchsäure-(PCL)-System (Silhouette soft). Alle drei Fadenarten sind biologisch vollständig abbaubar. Die Bestandsdauer ist bei den Polymilchsäurefäden am längsten (1-1,5 Jahre), bei den PCL-Fäden kürzer und am kürzesten (6-12 Monate) bei den PDO-Fäden. Die Fäden sind entweder glatt (PDO) oder enthalten als Widerstandsgeber Widerhäkchen (PDO, PCL) oder so genannte Cones, trichterförmige Anhängsel (Silhouette soft). Letztere bieten die festeste und am längsten haltbare Verankerung im Gewebe wegen ihrer großen Oberfläche. Sie sind aufwendiger und schwieriger zu implantieren, haben aber den stärksten Effekt.

Die Zielgruppe sind Frauen und Männer zwischen 35 und 60, deren Haut zwar schon nachgelassen hat und etwas abgesunken ist (siehe Bild oben), aber noch nicht so ausgeprägt, als dass nur ein operatives Lifting helfen könnte.

Weitere Informationen zum Fadenlifting

Indikationen

Ideal ist das Fadenlifting für abgesunkene Wangenweichteile (Wangenlifting), Kinnlinie und Hals, gute Indikationen sind aber auch Augenbrauenlifting und Dekolleté.

Zwei Methoden beim Fadenlifting

Bei beiden Verfahren werden selbstauflösende Fäden mit Widerhäkchen oder „Cones“ mittels einer oder zweier Nadeln unter die Haut in örtlicher Betäubung eingeführt und dann durch Anziehen gestrafft. Die Widerstandsgeber (Häkchen oder Cones) sorgen für eine Verankerung im Gewebe, sodass der Anhebungseffekt beibehalten wird. Dies bedingt den Soforteffekt des Fadenliftings. Ein weiterer, zusätzlicher Effekt entsteht dadurch, dass die Fäden unter der Haut eine Bindegewebsreaktion auslösen, die das Gewebe zudem, auch über den Abbau der Fäden hinaus, strafft und verfestigt. Beim PDO-Fadenlifting können außerdem noch glatte Fäden in größerer Zahl nebeneinander in die Hautpartien eingelegt werden, die stark knittrig geworden sind (Oberlippe, Wangen, Hals, Dekolleté). Der Fremdkörperreiz der Fäden führt zur Neubildung von Collagenfasergewebe, was die Haut wieder strafft und glättet.

Materialien

PDO (Polydioxanon) ist ein synthetisches Material, das seit nahezu 30 Jahren in der Chirurgie verwendet wird. Es ist ein völlig inertes, d. h. gewebeverträgliches Material, das innerhalb von 6-12 Monaten vollständig abgebaut wird. Polycaprolacton (PCL) ist wie PDO ein synthetischer Polyester, der vollständig biologisch abbaubar ist und häufig in der Medizin verwendet wird mit mittlerer Haltbarkeit. Die Polymilchsäure-Fäden beim Silhouette-Soft-Lifting sind ebenfalls vollständig abbaubar, allerdings erst nach 1-2 Jahren. Auch dieses Material findet sowohl in der ästhetischen Chirurgie (z. B. zur Wangenauffüllung) und auch in der Orthopädie (Schrauben, Platten) seit vielen Jahren Verwendung.

Durchführung der Fadenlift Behandlung

Die Nadeln werden nach exakter Anzeichnung des Fadenvektors in örtlicher Betäubung unter der Haut eingeführt, die Fäden werden dann angezogen, gestrafft und abgeschnitten. Die Behandlung wird in örtlicher Betäubung durchgeführt und ist weitgehend schmerzlos. Nebenwirkungen bzw. Risiken beim Fadenlifting sind das Auftreten von vorübergehenden Verwerfungen der Haut durch den Fadenzug (2-7 Tage) und von Hämatomen. Da die Behandlung unter streng sterilen Kriterien im OP durchgeführt wird, sind Infektionen nach unseren Erfahrungen beim Fadenlifting normalerweise kein Thema. Die Ausfallzeiten betragen beim PDO-Fadenlifting 1-2 Tage, beim Silhouette-Fadenlifting etwas länger.

Dauer des Effektes

Die Princess-PDO-Fäden lösen sich zwar nach 6-12 Monaten, die Silhouette-Soft-Fäden nach 1-2 Jahren auf, der Effekt hält aber dadurch länger, dass die Fäden im Gewebe eine Bindegewebsreaktion auslösen, die die Haut verfestigt und strafft. Dieser Effekt hält 1 ½ bis 2 Jahre an (Silhouette Soft® evtl. länger).

Die Vorteile der Behandlung sind

  • keine OP / nichtinvasives Verfahren
  • keine sichtbaren Narben
  • sofort gestraffte Haut
  • nachhaltige Neokollagenese
  • natürliches Ergebnis
  • sehr lange Haltbarkeit
  • kein langer Arbeitsausfall

Kombinationen

Das Fadenlifting kann mit vielen anderen ästhetischen Maßnahmen (z. B. Botox, Filler, Laserbehandlungen, Mikrodermabrasion) kombiniert werden.
Nach dem Fadenlifting sollten für zwei Wochen stärkere Bewegungen, auch Massagen des Gesichtes unterbleiben. Oberflächliche Behandlungen, wie Peelings und Mikrodermabrasionen, sind aber ohne weiteres möglich. Günstig ist eine hydratisierende Pflege mit hyaluronsäurehaltigen Präparaten. Auch die Gabe von Vitamin-C-haltigen Präparaten oder Konzentraten ist hilfreich, um den Collagenneuaufbau zu fördern. Diese Präparate können auch mit Ultraschall oder Mikroporation/Radiofrequenz/Iontophorese eingeschleust werden.

AADI: Besonderes Kongressformat mit vielseitigem Programm bietet großen Mehrwert für die Alltagspraxis.

Weitere Infomrationen finden Sie hier:

Der Diodenlaser EMERGE erzeugt feine Hitzesäulen in der Haut, wodurch eine Collagenneubildung induziert wird. Die Haut wird dadurch straffer und glatter. Ähnlich wirkt der neuartige Thullium-Laser LaseMD. Auch dieser erzeugt bis 80 °C heiße Hitzezonen in der Haut, ohne diese zu verletzen. Zusätzlich eröffnet er Nanokanälchen in der Haut, durch die höhermolekulare Substanzen, wie Vitamine, Hyaluronsäure oder körpereigene Wachstumsfaktoren (PRP) in die Haut eingeschleust werden können. Als weitere Funktion ist der Laser in der Lage, Haarwurzeln zu stimulieren, was bei verschiedenen Haarausfallformen genutzt wird.

Pigmentflecken können effektiv mit dem gütegeschalteten Rubinlaser entfernt werden. Äderchen und kleine Blutschwämme werden mit dem Lithiumboratlaser entfernt.
Eine nicht-invasive Hautverjüngung ist auch mit dem long-pulse Neodym:YAG-Laser und mittels IPL möglich.

All diese nicht-ablativen Behandlungen erfordern in der Regel keinen Arbeitsausfall („lunchtime procedure“)

Das Kollagengewebe der Haut ist für die Festigkeit und Straffheit dieser verantwortlich. Das Kollagen unterliegt dabei einem ständigen Auf-und Abbau, wobei ab dem 25. Lebensjahr der Abbau überwiegt. Zwischen 30 und 60 Jahren verlieren wir jährlich 1 % unseres Kollagens, bei starkem Sonnenkonsum mehr. Dies führt zur Erschlaffung der Haut mit Herabhängen und Faltenbildung. Sehr störend empfinden viele Frauen die sich zunehmend fältende Haut an den Oberarmen (1). Oft kommt hier noch eine Fettgewebsvermehrung und Herabhängen der Haut in der Horizontalen („Omawinker“) hinzu (2). Früher wurde hier standardmäßig eine operative Oberarmstraffung mit einem langen Längsschnitt durchgeführt, die allerdings oft deutlich sichtbare Narben hinterließ (3).

Deshalb wurden neue, weniger sichtbare Verfahren entwickelt.

1. Bei geringem Haut- und Fettüberschuss und einer Fältelung insbesondere an der Vorderseite der Oberarme kann eine Kollagen-Aufbaubehandlung mit einem verdünnten Kollagen-Booster (Ca-Hydroxylapatit, Radiesse™), der flächig mit einer stumpfen Kanüle unter die Haut gespritzt wird, innerhalb von 3 Monaten eine gute Verfestigung und Glättung der Haut bewirken. Die Behandlung kann, falls erforderlich, auch mehrmals durchgeführt werden. Der Effekt hält 1-2 Jahre an.

2. Bei überwiegend mäßigem Hautüberschuß führen wir die „short scar brachioplasty“, eine operative Straffung in der Achselhöhle durch.

Hier wird eine Straffung der Oberarmhaut durch Herausschneiden eines spindelförmigen Areals in der Achselhöhle erreicht. Die Narben sind hier in der Achselhöhle versteckt und durch eine kosmetische Nahttechnik kaum sichtbar. Der Effekt ist dauerhaft.

3. Bei stärkerer Fettgewebsvermehrung ist eine Fettabsaugung der hinteren Hälfte des Oberarmes angezeigt. Bei mäßiger Fettgewebsvermehrung legt sich die Haut durch das mehrwöchige Tragen eines Kompressionsmieders oft wieder gut an. Der Effekt ist dauerhaft.

4. Bei stärkerer Fettgewebsvermehrung und deutlicher Hauterschlaffung führen wir zunächst eine Fettabsaugung durch und schließen unmittelbar daran eine Hautstraffung mittels Plasmagas an. Die moderne Renuvion™- Behandlung beruht darauf, daß unter die abgelöste Haut mit einer sterilen Teflonsonde Heliumgas eingefüllt und dieses mittels Radiofrequenzstrom kurzzeitig auf 85oC erhitzt wird. Dies führt zu einer starken Schrumpfung von Kollagenfasern in der Lederhaut und der Fasern zwischen Haut und Fettgewebe. Die Behandlung wird, wie die Fettabsaugung, in Tumeszenz-Lokalanästhesie durchgeführt, d.h. durch Einpumpen einer hochverdünnten Lokalanästhesielösung unter die Haut. Der Vorteil der Methode ist bei deutlicher Straffung die Vermeidung von sichtbaren Narben. Nach der Behandlung muß für 6 Wochen ein Kompressionsmieder getragen werden. Der Effekt ist langanhaltend.

Narben werden nicht nur aus ästhetischen Gründen korrigiert. Sie verursachen auch oft Beschwerden in Form von Juckreiz, Druckschmerz, Bewegungseinschränkungen oder Verziehungen von Strukturen. Bekannte Beispiele sind hier Verbrennungsnarben, die oft verkürzte Narbenstränge ausbilden, die die Gelenkbeweglichkeit einschränken können oder Narben in der Nähe der Unterlider, die zum Abstehen der Unterlider (Ektropium) führen können. Hier sind allein schon aus medizinischen Gründen operative Korrekturen angezeigt.

Wir führen hier verschiedene Exzisions- und plastische Korrekturen durch. Verkürzte Narbenstränge können z. B. mit Verlängerungsplastiken (Z- oder V-Y-Plastik) verlängert werden. Oft ist die vorherige Erweichung und Abflachung der Narben mittels Injektion von narbenerweichenden Medikamenten erforderlich.

Große, eingezogene oder verwachsene/verklebte Narben werden exzidiert, die einzelnen Hautschichten voneinander gelöst und der Defekt mit kosmetischen, unter der Haut gelegenen Nähten mit selbstauflösenden Fäden verschlossen. Anschließend erfolgt eine langfristige Nachbehandlung der Narben, damit diese möglichst unauffällig werden.

Im Falle von auffälligen Gesichtsnarben, z. B. nach Unfällen oder nach erfolgter Tumorentfernung, werden diese teils operativ korrigiert und/oder mit verschiedenen abtragenden Lasern (Er:YAG und CO2) oder mittels Plasmabehandlung planiert und geglättet. Oft wird eine Microneedling- oder eine fraktionale Laserbehandlung angeschlossen, um die Narbe unauffälliger zu gestalten und der umgebenden Hautstruktur anzugleichen. Sollte am Schluss, wenn die Narbe bereits flach, weich und strukturell unauffällig ist, noch ein Farbunterschied bestehen, wird dieser noch zusätzlich ausgeglichen. Rote Naben werden mittels IPL-Lichtbehandlung, braune mittels q-switched Rubin-Laser aufgehellt, weiße Narben mittels Micropigmentierung (analog einem Permanent Make-up) genau in der umgebenden Hautfarbe ausgeglichen. Mit diesen kombinierten Verfahren sind die meisten Narben unauffällig oder sogar unsichtbar zu gestalten.

Anlegen von bakteriologischen und mykologischen Kulturen bei Verdacht auf Haut-, Schleimhaut- und Darminfektionen.

Keime sind oft Auslöser von Hautproblemen, Allergien und Umwelterkrankungen. Manche Haut-, Schleimhaut- und Nagelerkrankungen sind primär durch Pilz– oder Bakterieninfektionen bedingt, manche Hauterkrankungen sind aber sekundär mit Erregern besiedelt.

Mikrobiologische Untersuchung

Krankheitserreger können mit einem Hautabstrich nachgewiesen werden, hierbei werden einige Hautzellen oder etwas Sekret mit einem Wattestäbchen, Bürstchen oder einem Spatel abgenommen. Der mikroskopische Direktnachweis kann erfolgen z. B. von Milben, Zecken, Läusen, Bakterien, Pilzen, Würmern bzw. Wurmeiern und Einzellern. Die Kurz- und Langzeitkultivierung von Hautpilzen, wie z. B. Hefe-, Schimmel- und Fadenpilze (mykologische Diagnostik), dient der genauen Differenzierung und Einordnung von Hautkrankheiten. Durch Stuhluntersuchungen werden Hefepilze und Wurmerkrankungen diagnostiziert. Wir nehmen auch die mikrobiologische Diagnostik sexuell übertragbarer Erkrankungen vor.

Mikrobiologisches Labor

Immer, wenn der Verdacht auf ein infektiöses Geschehen besteht, kann dies durch Auswertung von Abstrichen und mikrobiologischen Kulturen in unserem mikrobiologischen Labor abgeklärt werden. Dies ermöglicht eine präzise Diagnostik, die passende Therapie kann dann direkt eingeleitet werden. Für spezielle Fragestellungen arbeiten wir mit dem Großlabor Synlab zusammen.

PCR-Diagnostik

Für einige Fragestellungen sind äußerst sensitive und exakte Diagnostikverfahren erforderlich. So wenden wir zur exakten Pilzdiagnostik das PCR-Verfahren, insbesondere für Nagelpilzbefall, aber auch zur Diagnostik von Haut- und Haarpilzen, an. Es sind mit diesem Verfahren 100 % sichere Aussagen über das Vorliegen und den Typ einer Pilzinfektion möglich. Dies ist zur Therapieeinleitung, aber auch zur weiteren Therapiekontrolle äußerst hilfreich. Die PCR-Technologie ist auch zur Identifikation von manchen Virusinfektionen (z. B. Herpes, Gürtelrose, HPV) sehr wertvoll. Hier arbeiten wir mit dem Labor Synlab zusammen.

Jede verdächtige Veränderung an Haut (Rötung, Schuppung, Pustelbildung) erfordert eine eingehende mikroskopische und kulturelle Untersuchung von Hautmaterialien. Die Kulturen dauern in der Regel mindestens 14 Tage und erlauben eine genaue Diagnostik zur zugrundeliegenden Pilzinfektion. Neu und 100 % genau ist die PCR-Untersuchung, die wir bei klinischem Pilzverdacht zum exakten Pilztypnachweis verwenden.

Nagelpilzinfektionen

Etwa 15 – 20 % der Bevölkerung leiden hierzulande an einer Nagelpilzinfektion, bei den über 65-Jährigen ist es jeder Zweite. Auch Kinder stecken sich zunehmend bei Sport- und Freizeitaktivitäten an. Da die Pilzerreger im warm-feuchten Milieu gedeihen, sind sie vor allem in Schwimmbädern, Saunen, Umkleidekabinen und Gemeinschaftsduschen aufzufinden. Aber auch in Hotelteppichen oder in Badvorlegern lauern die Pilze. Besonders gefährdet sind Menschen mit Durchblutungsstörungen (Diabetes, arterielle oder venöse Durchblutungsstörungen), Immundefekten (Alter!) und Sportler (Hautverletzungen). Die häufigsten Erreger sind Dermatophyten (Fadenpilze (Trichophyton) (> 80 %)), am zweithäufigsten Schimmelpilze (Scopulariopsis brevicaulis), gefolgt von Hefepilzen (Candida).

Typisch ist eine gelbliche, weißliche oder bräunliche Verfärbung und/oder Verdickung oder krümelige Auftreibung der Nägel. Allerdings können derartige Veränderungen auch durch Bakterieninfektionen oder durch Verletzungen mit Beschädigung der Nagelwachstumszone entstehen. Bei Verdacht auf eine infektiöse Ursache werden Nagelproben mit einer Diamantfräse entnommen und diese mittels bakterieller und Pilzkultur untersucht.

Zusätzlich wird in der Regel ein kleines Stück vom Nagel zur histologischen Untersuchung (Gewebeuntersuchung mit Spezialfärbungen) eingeschickt. An zusätzlichen modernen apparativen Untersuchungen setzen wir, insbesondere in unklaren Fällen und als Verlaufskontrolle, die Videoauflichtmikroskopie und die optische Cohärenz-Tomographie (OCT) ein. Letztere ist ein laserbasiertes Verfahren, ähnlich einem CT, zur Darstellung aller Hautschichten, mit dem Pilzfäden sichtbar gemacht werden können. Am exaktesten ist die PCR-Untersuchung, die eine 100%ige Aussage über einen Pilzbefall und den Pilztyp ermöglicht.

Wenn sich die Nagelpilzinfektion bestätigt, ist folgendes zu tun: Die neuen von uns verordneten Medikamente (Mykonormin, Lamisil, Sempera, Itracol Hexal ItraISDIN u.a.), sind sehr gut verträglich und sehr nebenwirkungsarm. In der Regel wird in den ersten 2-4 Wochen eine Tablette während der Hauptmahlzeit eingenommen (Mykonormin, Lamisil). Danach wird über ein halbes Jahr lang eine Tablette pro Woche eingenommen. Bei einigen Präparaten, insbesondere wenn diese auch gegen Hefepilze gerichtet sind (Sempera, Itracol), wird ein anderes Dosierungsschema angewendet, nämlich eine Woche lang morgens und abends jeweils 2 und dann an einem Tag der Woche morgens und abends 1 Tablette über 3-6 Monate.

Ein neues Verfahren ist die Behandlung mit Lasern. Wir setzen hier einen Dioden- und einen langgepulsten Nd:YAG Laser ein. Die befallenen Nägel werden alle 4 Wochen bis zur Abheilung mit dem Laserlicht behandelt, was den Therapieerfolg deutlich verbessert.

Wir verlieren jährlich 1 % unseres Collagens. Dadurch wird die Lederhaut dünner und schlaffer. Dies stellt den normalen Alterungsprozess dar, der durch schädliche Einflüsse wie intensiver Sonnen- oder Solariumkonsum, Rauchen oder Stress noch wesentlich verstärkt werden kann. Die Folge ist eine dünne erschlaffte, faltige Haut. Weitere Ursachen für erschlaffte faltige Haut sind starke Gewichtsabnahme oder vorherige starke Hautüberdehnung (z. B. durch Schwangerschaft).

Bisher konnte die erschlaffte Haut am Bauch, an den Armen und Oberschenkeln nur operativ gestrafft werden. Bei dem neuartigen Renuvion-Verfahren wird ein Helium-Plasma-Gas unter die Haut eingebracht und mittels Radiofrequenz-Strom kurzzeitig auf 85 Grad erwärmt. Idealerweise wird die Behandlung nach einer Liposuction (Fettabsaugung) durchgeführt, bei der die Haut mittels einer Tumeszenzflüssigkeit vorher betäubt wurde und dann das Fett mit stumpfen Kanülen abgesaugt wurde. Unterschiedlich lange Sonden werden nach der Fettabsaugung in die bereits bestehenden Hautlöcher der Liposuction unter die Haut eingeführt und durch fächerförmige Hin-und Herbewegungen die Bindegewebsstränge unter der Haut im restlichen Fettgewebe erhitzt. Diese ziehen sich dadurch zusammen und schrumpfen. Dies bewirkt eine Straffung und Schrumpfung auch der darüber liegenden Lederhaut, wodurch diese sich glättet. Der Effekt ist sofort sichtbar, verstärkt sich aber innerhalb der nächsten Monate durch Umbau des Bindegewebes noch.

Die Behandlung ist durch die Tumeszenzanästhesie schmerzlos und wegen der nur sehr kurzen Erhitzung der Bindegewebssepten für das umliegende Gewebe nicht schädlich. Durch ständiges Hin- und Herbewegen wird vermieden, dass an einer Stelle zu große Hitze entsteht, die dann zur Verbrennung führen könnte. Das eingeführte Plasmagas entweicht durch die anderen Hautlöcher von der Liposuction, ggf. muss das Gas herausmassiert werden, was nicht schmerzhaft ist.

Die Behandlung dauert ca. 30-40 Minuten pro Region. Gut geeignet sind Bauch, Oberschenkelinnenseiten und Oberarme. Auch die Straffung des Halses ist mit kurzen Sonden möglich. Nach der Behandlung wird ein Kompressionsmieder angelegt, das 2 Wochen Tag und Nacht und danach noch für 4 Wochen nur tagsüber getragen werden muss. Die Renuvion-Hautstraffung führt üblicherweise zu langanhaltenden Straffungsergebnissen.

Die modernen wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Hautphysiologie und -alterung haben sich längst in der Entwicklung neuer und völlig neuartiger Pflegeprodukte niedergeschlagen.
Die Produktvielfalt ist heute derart groß, dass dem Laien die Orientierung schwerfällt, insbesondere denjenigen, die eine problematische Haut haben.

Wir können Ihnen in diesem Produktedschungel Orientierungshilfen liefern und Ihnen zu einer adäquaten und zielführenden Pflege verhelfen. Die Gesundheit Ihrer Haut ist uns wichtig.

Voraussetzung für eine sinnvolle Pflegeberatung ist eine exakte Analyse des aktuellen Hautstatus. Hierzu führen wir außer der ausführlichen Anamnese und klinischen Untersuchung apparative Untersuchungen unter standardisierten Bedingungen durch.

1. Hautanalyse

Mittels spezieller Meßsonden werden an definierten Stellen (Stirn/Wangen/Dekolleté)

  • Wassergehalt der Haut/Hornschicht
  • Fettgehalt der Haut/Hornschicht
  • Elastizität
  • Pigmentierungsgrad und Lichtempfindlichkeit
  • Lichtschäden
  • Haarschaftstruktur

untersucht.

2. 22 MHz-Sonographie

Mit Hilfe von hochauflösendem Ultraschall können die oberen Hautschichten an definierten Stellen genau untersucht und ausgemessen werden. Es kann dann eine exakte Angabe über die Dicke und Dichte der Lederhaut und deren Struktur gemacht werden, was Rückschlüsse zulässt über

  • Genetische Ausstattung (Bindegewebsstärke oder –Schwäche)
  • Ernährungszustand
  • Trainingszustand
  • Lichtschäden
  • Schäden durch Umwelt- und Genussgifte (Rauchen!)
  • Korrelation auch mit der Knochendichte

Bei pathologischen Meßwerten kann hier auch therapeutisch eingegriffen werden.

Vectra 3D-Analyse

Das 3D Foto-Dokumentationssystem Vectra nimmt Fotos dreidimensional in standardisierter Position und Belichtung auf, wodurch Behandlungsergebnisse exakt dokumentiert werden können. Zusätzlich können mit speziellen Software-Features die Durchblutung, Lichtschäden und die Oberflächenbeschaffenheit der Haut dargestellt werden.

Cosmeceuticals

Cosmeceuticals sind Hautpflegeprodukte, die zwischen Kosmetika (Cosmetics) und Medikamenten (Pharmaceuticals) stehen. Sie enthalten Wirkstoffe, die bestimmte erwünschte Wirkungen enthalten. Typische Wirkstoffzusätze sind z. B. (neben vielen anderen)

  • Vitamin A / Retinol
  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • Coenzym Q10
  • Salicylsäure
  • Mineralöle
  • Wasser
  • Hyaluronsäure
  • Harnstoff
  • Urea = Harnstoff
  • Glycerin
  • Glyceril
  • Pflanzenextrakte, Meeresextrakte
  • Panthenol
  • Silikone
  • Parabene
  • PEG-Verbindungen
  • Duftstoffe

Winterfeste Haut

1. Im Winter ist die Haut durch zwei Umstände vermehrt belastet:
• Zum einen durch die niedrigen Temperaturen, die die Durchblutung durch Blutgefäßengstellung vermindern.
• Zum anderen durch die Gefahr der Austrocknung durch die trockene Heizungsluft.
Besonders gefährdet sind hierbei Menschen, die von Haus aus unter einer trockenen Haut leiden, z. B. Allergiker. Das ist auch der Grund, warum Neurodermitiker im Winter oft eine Verschlimmerung ihrer Haut erfahren.

2. Im Winter sollte die Hautpflege reichhaltiger sein. Dies zum einen, weil fettigere Grundlagen die Feuchtigkeit besser in der Haut speichern. Zum anderen bieten reichhaltigere Cremes einen besseren Kälteschutz („Kälteschutzsalben“). Schließlich saugen wollhaltige Kleidungsstücke und dicke Strümpfe eine Menge Fett auf, das ersetzt werden muss.

3. Männer produzieren durch ihren höheren Testosteronspiegel in der Regel mehr Hautfett, so dass die Gefahr der Austrocknung nicht im gleichen Maße gegeben ist wie bei Frauen. Das betrifft aber nur die talgdrüsenreichen Areale, wie Gesicht, Schultern und Brust, nicht den ganzen Körper. Daher sollten Männer sich auch nach dem Duschen den ganzen Körper mit einer reichhaltigen Bodylotion eincremen. Im Gesicht dann, wenn sie grundsätzlich zu trockener Haut neigen (Allergiker) oder bei großer Kälte.

4. Kinder und ältere Menschen produzieren weniger Fett, so dass die vorstehenden Empfehlungen für diese Personen im besonderen Maße gelten.

Schwangerschaft, Stillzeit und Haut

In der Schwangerschaft gibt es drei Gruppen von Hautveränderungen. Zum einen gibt es physiologische Hautveränderungen durch Schwangerschaft, wie z. B. verstärkte Pigmentierungen der Brustwarzen und in der Mitte des Bauches, Veränderungen des Bindegewebes inklusive Ausbildung von Striae (Schwangerschaftsstreifen), Veränderungen der Talgdrüsenfunktion und Veränderungen von Haaren und Nägeln. Darüber hinaus gibt es Änderungen im Verlauf vorbestehender Hauterkrankungen, z. B. Neurodermitis, Psoriasis, Akne und viele andere. Die dritte Gruppe von Hautveränderungen umfasst spezifische Schwangerschaftsdermatosen, die durch die endokrinen, immunologischen, metabolischen (Stoffwechsel-) und Blutgefäßveränderungen bedingt sind.

Juckreiz ist bei diesen Erkrankungen häufig. Bisher bestand starke Zurückhaltung bei der Verordnung von äußeren und inneren Medikamenten während der Schwangerschaft. Durch umfassende und langjährige Untersuchungen sind aber mittlerweile einige Substanzen als unbedenklich einzustufen: Gegen den Juckreiz sind zur lokalen Anwendung erlaubt Polidocanol (Thesit), Menthol und Harnstoff. Zur innerlichen Anwendung bei Allergien und Juckreiz sind die Antihistaminika Loratadin (erste Wahl) und Dimetindin sowie die älteren, sedierenden Antihistaminika Cetirizin und Clemastin (Tavegil) erlaubt. Kortison war früher gefürchtet, ist aber in gewissen Grenzen mittlerweile als unbedenklich anzusehen.

Es sollten zur äußeren Anwendung nur schwache bis mittelstarke Präparate bis zu einer Gesamtmenge bis zu 300 Gramm während der Schwangerschaft angewendet werden. Sind bei bestimmten allergischen und immunologischen Erkrankungen innerliche Kortisonpräparate erforderlich, sollten im ersten Drittel der Schwangerschaft höchstens 10 Tage und höchstens 10-15 mg pro Tag gegeben werden, weil sonst die Gefahr einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte besteht. Bei Akne sind die üblichen Aknepräparate wie Benzoylperoxid, Erythromycin, Klinomycin oder Azelainsäure zur lokalen Anwendung erlaubt. Ebenso erlaubt ist ein chemisches Peeling mit Fruchtsäuren. Sollten innerliche Antibiotika erforderlich sein, ist Erythromycin das Präparat der ersten Wahl. Unter allen Umständen gemieden werden in der Schwangerschaft sollten Vitamin-A-Präparate äußerlich und innerlich wegen der Gefahr der Missbildung.

In der Stillzeit bestehen für äußerliche Präparate keine Einschränkungen. Innerlich können die Antibiotika Penicillin, Cefalosporine, Erythromycin und Klinomycin gegeben werden. Im Falle eines Herpes kann Aciclovir unbedenklich gegeben werden. Im Falle einer erforderlichen Operation in Lokalanästhesie können einige Lokalanästhetika in der Schwangerschaft und Stillzeit unbedenklich verwendet werden, in erster Linie das Lidocain, auch mit Adrenalinzusatz. Vermieden werden sollte Prilocain. Ein umfassender Überblick über weitere Medikamente in der Schwangerschaft und Stillzeit findet sich unter www.embryotox.de.

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Skin Booster sind Substanzen, die in verdünnter Form unter die Haut gespritzt werden und hier eine Neubildung von Kollagengewebe anregen, wodurch sich die Haut verfestigt und strafft. Es sind dies synthetische Polyester, die im Gewebe vollständig zu Wasser und CO2 abgebaut werden. Für die Halsstraffung bei kleinen Knitterfältchen verwenden wir Calcium-Hydroxylapatit (Radiesse) oder Poly-Milchsäure (Sculptra). Beide Substanzen bewirken innerhalb von 3 Monaten einen sichtbaren Kollagenaufbau. Nach diesem Zeitraum muß die Behandlung evtl noch einmal wiederholt werden.

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Mittels einer hochauflösenden 3D -Kamera werden gestochen scharfe Aufnahmen vom Gesicht angefertigt, die 360 Grad 3dimensional betrachtet werden können. Durch eine spezielle Technik können Braun- und Rotanteile der Haut ausgefiltert werden, wodurch Aussagen über Lichtschäden und die Durchblutungssituation gemacht werden können. Zusätzlich können ästhetische Operationen (zB Nase, Kinn) und Filler-Einspritzungen simuliert werden.

Die Visia Face-Kamera bietet darüber hinaus noch die Möglichkeit, die Oberflächenstruktur der Haut zu beurteilen, was insbesondere als Therapiekontrolle wertvoll ist.

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Besenreiser und kleinere erweiterte Venen können sehr wirksam mit dem Netzmittel Polidocanol (Äthoxysklerol) oder mit hochkonzentrierter Kochsalzlösung verödet werden. Die Mittel erzeugen eine Entzündung der feinen Gefäßinnenwände, wodurch diese klebrig werden und durch äußeren Druck das Gefäß verschließen. Die Verödungsmittel werden mit sehr feinen Nadeln direkt in die feinen Gefäße eingespritzt und anschließend ein Kompressionsverband für 1-3 Tage angelegt. Die Behandlung ist kaum schmerzhaft. Es können manchmal kleine Blutergüsse, sehr selten kleine Gewebsnekrosen (Wunden) entstehen, die spontan abheilen. Gelegentlich kommt es zum Aussprossen neuer Kapillaren, die eine Blauverfärbung bewirken („Matting“). Diese muß dann mittels Laser behandelt werden. Es sind üblicherweise 2-3 Sitzungen in 4wöchigem Abstand erforderlich.

Der langgepulste Neodym:YAG-Laser ist gut geeignet zur Behandlung von tiefer liegenden Blutgefäßerweiterungen zB Besenreisern oder Äderchen im Gesicht und von Blutschwämmen. Auch blaurote Feuermale können behandelt werden, ebenso Venenerweiterungen um die Augen. Das unsichtbare Laserlicht dringt dabei bis zu 4mm tief in die Haut ein und reagiert hier mit dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin in den Blutgefäßen. Die Hämoglobinhaltigen roten Blutkörperchen werden dabei in kürzester Zeit derart erhitzt, daß sie anschwellen und das Blutgefäß verschließen. Durch die große Eindringtiefe ist die Behandlung sehr effektiv, aber auch schmerzhaft, Bei größeren Flachen muß daher 1 Stunde vor der Behandlung ein Schmerzmittel (Ibuprofen 800) genommen werden. Es können an den Beinen Besenreiser und kleinere Venen bis 4mm Durchmesser behandelt werden. Es sind 2-3 Sitzungen in 4wöchigem Abstand erforderlich. Gelegentlich können sich neue Kapillaren bilden („Matting“), die dann auch mittels Laser behandelt werden müssen.

Bei der Lymphastim-Behandlung wird eine Art Schlafsack mit getrennten Beinmanschetten angelegt, der 24 Druckkammern enthält. Diese werden nacheinander maschinell von unten nach oben mit hohem Druck aufgeblasen. Lymphflüssigkeit und überschüssiges Gewebswasser werden somit aus dem Beinen und Hüften herausgepumpt. Bei längerfristiger Anwendung straft und verfestigt sich das Gewebe. Die Behandlung ist bei allen Schwellungszuständen in den Beinen angezeigt, insbesondere bei Cellulite, bei Unterschenkelödemen und nach einer Liposuction (Fettabsaugung). Es können 1-2 Behandlungen pro Woche bis zum gewünschten Erfolg durchgeführt werden. Die Behandlung iost schmerzlos und dauert ca. 30 Minuten.

Bei Feigwarzen (Kondylome) handelt es sich um eine Viruserkrankung, der Fachbegriff lautet Condylomata acuminata. Die Erkrankung äußert sich durch kleine, infektiöse Warzen im Genito-Analbereich (am After, im Afterkanal, im Bereich des Penis und der Scheide). Werden diese nicht behandelt, können mit der Zeit große, blumenkohlartige Wucherungen entstehen, die meist nässen. Oft beginnt die Haut erst Monate nach dem Kontakt und der Infektion zu wuchern. 90 Prozent der Virusinfektionen bleibt aber folgenlos, die meisten Infektionen heilen selbst ab.
Die Warzen werden durch Humane Papillomaviren (HPV) übertragen. Diese sind durch direkten Kontakt übertragbar (meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit infizierten Sexualpartnern) und müssen daher entfernt werden. Ist ein Partner von Feigwarzen betroffen, sollte sich der andere ebenfalls untersuchen lassen.
Feigwarzen werden fast immer durch Niedrigrisikotypen verursacht, die nicht als krebserregend gelten. Von den über 200 bekannten HPV-Subtypen gelten neun als „high risk“-Viren, weil sie bösartige Tumoren (hauptsächlich Gebärmutterhalskrebs) auslösen können. Hier stehen für junge Mädchen und Jungs (12 bis 15 Jahre) effektive Schutzimpfungen zur Verfügung. Die Behandlung erfolgt am schonendsten mittels ablativen Lasern (CO2 oder Erbium:YAG) oder mittels Plasmagasablation (Plasmage). Zur sicheren Rezidivprophylaxe (Schutz vor Rückfällen) wird anschließend eine sechswöchige Behandlung (dreimal pro Woche zehn Stunden) mit dem Immunmodulator Imiquimod (Aldara Creme) oder einer Grünteeextrakt-Salbe (Veregen) durchgeführt. Der wirksame Bestandteil der Veregen Salbe sind sogenannte Katechine, die die Vermehrung infizierter Hautzellen hemmen, die Virusvermehrung mindern und das Immunsystem stimulieren.
Solange die Feigwarzen da sind und bis einige Monate nach der Ausheilung sollte der Geschlechtsverkehr nur mit Kondom erfolgen. Es kann allerdings auch eine Kontaktinfektion über andere Körperstellen über die Haut stattfinden. Die Warzen vermehren sich besonders in feuchter und warmer Umgebung, die Unterwäsche sollte luftdurchlässig und nicht zu eng sein, das Waschen mit 60 Grad tötet die Viren an der Wäsche ab. Das Immunsystem sollte möglichst gestärkt werden.

Die Bestimmung der gesamten Allergie-Antikörper (IgE) und der spezifischen Allergie-Antikörper gehören heute zum Standardprogramm in der Allergiediagnostik. Es sind präzise Aussagen darüber möglich, ob Jemand eine Neigung zu Allergien hat und wogegen diese gerichtet ist. Da es manchmal positive Allergieantikörper gibt, aber keine Symptome bestehen, muß ein positiver RAST noch mittels eines Hauttestes (Prick-Test) und ggf mittels eine nasalen Provokation der positiven Reaktionen weiter abgeklärt werden um eine Aussage darüber zu treffen, ob die Allergie relevant ist und ggf behandelt werden muß.

Bei Verdacht auf Allergien werden Hautteste zur Abklärung durchgeführt. Bei so genannten atopischen Krankheiten mit erblicher Disposition (Heuschnupfen, Hausstaubmilbenallergie, Tierhaarallergie, Nahrungsmittelallergie, Neurodermitis, Urticaria (Nesselsucht)) werden Prick-Teste, d.h. Einbringung einer minimalen Menge der Allergien mit einer kleinen Lanzette durchgeführt. Bei positiven Reaktionen werden diese mittels nasaler Provokationstestung überprüft, um die klinische Aktualität der Allergien abzuklären.

Bei Verdacht auf Allergien auf Kontaktstoffe (Metalle, Salbengrundlagen, Duftstoffe, Chemikalien) wird ein Epicutantest durchgeführt. Substanzen weerden für 48 Stunden auf die Haut geklebt und dann 72 Stunden lang abgelesen. Im positiven Fall müssen die entsprechenden Substanzen gemieden werden.

Unsere Praxis verfügt über verschiedene Lichtbestrahlungsgeräte zur Behandlung von Hautkrankheiten:

  • UVA- , Narrow band UVB-Bestrahlung zur Behandlung der Schuppenflechte, der Neurodermitis und bei starkem Juckreiz
  • UVC-Bestrahlung bei schlecht heilenden Wunden
  • Eximer high dose UV-Bestrahlung zur Brehandlung von Vitiligo und depigmentierten Flecken

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Hautkrebs hat in den Letzten Jahren extrem zugenommen. Infolge dessen ist der Bedarf an Hautkrebsoperationen entsprechend gestiegen. Wir führen ca 10.000 Hautoprationen jährlich in unserem OP-Zentrum durch.

Bei den Patienten betshen oft große Ängste wegen der weiteren Prognose und wegen der Befürchtung entstellender Ergebnisse.

Wir führen nach eingehender Diagnostik alle Operationen in unserem OP-Zentrum in Lokalanästhesie durch. Kleinere Tumoren werden entnommen und die Defekte sofort mit kosmetischen Nähten unter der Haut verschlossen. Die Nähte sind nach einiger Zeit kaum noch sichtbar. Bei größeren Tumoren werden diese zweizeitig versorgt. In einem ersten Schritt werden die Tumoren mit notwendigem Sicherheitsabstand entfernt. Nach Eingang des histologischen Ergebnisses nach einigen Tagen werden dann, wenn alle Schnittränder frei sind, die Defekte nach strengen ästhetischen Gesichtspunkten verschlossen. Da wir hierfür fast ausschließlich Nahlappenplastiken verwenden und diese mit kosmetischen Nähten unter der Haut verschließen, sind diese meist nach einiger Zeit kaum noch sichtbar. Die Ausfallzeit beträgt 1-2 Wochen.

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Unsere Praxis verfügt über 5 CO2-Lasergeräte. Diese können in 3 Varianten eingesetzt werden:

1.Die fraktionale CO2-Laserbehandlung

Nach Applikation einer Lokalanästhesiecreme und evtl. zusätzlicher Leitungsanästhesie werden mittels eines computergesteuerten Scanners in variablen Mustern und variierbarer Dichte mit einem CO2-Laserstrahl feine Löcher in die Haut geschossen. In diese wachsen innerhalb weniger Tage aus der Umgebung der Löcher neue Hautzellen hinein. Effekt ist, dass das behandelte Areal glatter und gleichmässiger wird und die Haut sich durch die Erwärmung durch den CO2-Laser zusammenzieht und damit glättet und strafft .Die Abheilungszeit beträgt, je nach gewählter Dosis und damit Eindringtiefe, 3-6 Tage. Die Behandlung kann erforderlichenfalls nach 4 Wochen wiederholt werden. Indikationen sind:

  • Chronisch lichtgeschädigte Haut
  • Fältchen (z.B. Unterlider) und Falten (z.B. Wangen)
  • Pigmentverschiebungen (z.B. Melasma)
  • Narben (z.B. Gesichtsnarben bei Akne, Keloide)

2. Die ablative CO2-Laserbehandlung (Skin Resurfacing)

Das Laser-Skin-Resurfacing ist eine hochwirksame Methode zur Glättung von Falten im Gesicht und zur Entfernung von sonnenbedingten Hautschäden, wie Pigmentanomalien, Hautkrebsvorstufen und Hautunebenheiten, speziell Narben, wie Aknenarben. Diese Behandlung ist möglich geworden durch die Entwicklung eines technischen Gerätes, dem Ultrapuls-CO2-Laser. Mit Hilfe dieses Gerätes wird ein Laserstrahl mit einem Computer-Scanner gesteuert mit ultrakurzen Impulsen und hoher Energie auf die zu behandelnde Haut appliziert. Das CO2-Laserlicht wird sehr stark vom Gewebewasser absorbiert, so daß die Eindringtiefe sehr gering ist. Das Laserlicht entfaltet hierbei zwei Effekte:

  • Es werden obere Hautschichten bis zu einer genau festgelegten Tiefe regelrecht verdampft, d.h. wie mit der Rasierklinge abgetragen. Durch den Computer-Scanner ist diese Abtragung äußerst präzise, auf den tausendstel Millimeter genau möglich.
  • Die zweite Hautschicht (Corium, Bindegewebsschicht) wird durch den Laserstrahl auf bis zu 120oC erwärmt, wodurch es zu einer Schrumpfung dieser Hautschicht um bis zu 30 % kommt.

Die Haut wird somit oberflächlich abgetragen und gleichzeitig durch die Schrumpfung durch Erwärmung gespannt. Es entsteht somit ein ähnlicher Effekt wie beim operativen Lifting, daher auch der Ausdruck „Laserlifting“. Da der Schrumpfungseffekt nicht so ausgeprägt ist wie beim operativen Lifting, ist das Skin-Resurfacing in erster Linie für oberflächliche und feinere Fältchen geeignet, z. B. bei stark sonnengeschädigter Haut, bei kleinen Fältchen (Krähenfüße) um die Augen und bei radiären Falten um den Mund (Tabaksbeutelmund). Sehr gut geeignet ist das Verfahren auch zur Glättung von Akne- Operations- oder Unfallnarben, insbesondere im Gesicht. Hier kann die Behandlung gut mit anderen Verfahren, wie der Erbium-YAG- oder der fraktionalen Laserbehandlung kombiniert werden.

3. Die nicht-ablative CO2-Laserbehandlung („Venezia-Lift“)

Bei diesem Verfahren wird eine niedrige CO2-Laserdosis eingesetzt, die nur einen erhitzenden und keinen abtragenden Effekt hat. Es kommt zu einer Straffung der Haut ohne Verletzung der Oberhaut und damit ohne Ausfallzeit (lunchtime procedure).

Das Er:YAG-Laserlicht wird sehr stark im Wasser absorbiert. Dadurch kommt es im Gewebe zu einer Verdampfung ohne Erhitzung. Der E:YAG-Laser ist damit hervorragend zur präzisen Abtragung und Glättung der Haut, v.a. von Gesichtsnarben, geeignet. Er kann vollflächig ablativ oder fraktional mit sehr kurzer Abheilungszeit eingesetzt werden. Wegen sehr geringer Schmerzhaftigkeit können die Behandlungen meist ohne Lokalanästhesie durchgeführt werden.

Seit 30 Jahren steht der Name Krajak für wegweisende Körperarbeit im Herzen von München.

Durch die intensive Betreuung durch ein Team aus Physiotherapeuten, Osteopathen und Sportwissenschaftlern sowie einem Netzwerk aus Ärzten fördern wir einen ganzheitlichen Ansatz in unserem Therapiekonzept.

In dem integrierten Krajak Oakroom wird durch gezielte Angebote aus Functional-, Kraft/ Cardio- und Personal Training zudem das nächste Level eines zeitgemäßen, effektiven Trainings erreicht.

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Die Stoßwellenbehandlung stellt eine moderne, nicht-invasive Methode zur Verbesserung des typischen Hautbildes bei Cellulite (Dellen, Orangenhaut) dar. Ein Projektil wird elektromagnetisch beschleunigt und erzeugt beim Auftreffen auf eine Membran eine starke Druckwelle. Diese wird in die Tiefe des Gewebes weitergeleitet und zerstört oberflächliche Fettgewebszellen und lockert Bindegewebseinziehungen. Die Behandlung wird kurmäßig zweimal wöchentlich über 5-7 Wochen durchgeführt. Sie ist völlig schmerzlos und erfordert keinen Ausfall.

Die Z-Wave-Behandlung ist auch vorteilhaft nach der Kryolipolyse einzusetzen. Durch sie werden die gefrorenen Eiskristalle in den Fettzellen zerschossen, wodurch der Effekt deutlich gesteigert wird.

Dr. Voigt referierte als intl. renommierter Experte für den ästhetischen Bereich zum Thema „Facelift light“ und leitete in dem Bereich operativer Laser Dermatologie, als erfahrener Facharzt, den OP-Kurs 2 „Lappenplastiken mittels pig face“.

Der renommierte und TV-bekannte Münchner Hautarzt Dr. med. Voigt rollte am 19.11.2018 den roten Teppich aus zur feierlichen Praxiseröffnung mit Champagner-Empfang in den neuen Räumlichkeiten der Dermatologie am Dom am neuen Standort „Promenadeplatz 10“ gleich neben dem Hotel Bayerischer Hof. Die Praxis erstreckt sich nun über 450 m² und ist einer der umfangreichsten und aufwändigsten apparativ ausgestattetsten Hautarztpraxen Deutschlands.

Zur „Dr. Voigt Skinnovation Night“ wurde im Anschluss in das nahe gelegene HUGO´s Tresor-Lounge gebeten. Dr. Voigt gab einen spannenden Ausblick über die neuesten Trends in der Dermatologie sowie Innovationen der ästhetischen Medizin und Kosmetik. Die eingeladenen Gäste aus nah und fern angereist, konnten sich in einer sehr angenehmen Atmosphäre bei einem exquisiten italienischen Flying Buffet und Getränke mit den intl. Topmodel Elisabetta Canalis und den beiden weiteren Testimonials Miss World Rosana Davison, Tochter von Chris de Burgh, Magdalena Brzeska austauschen. Es war ein sehr großer Andrang von Patienten, Familie, Freunden und Prominenz darunter Thomas M. Stein, Josef Hannesschläger, Florian Stadler, Martin Krug, Elisabeth von Koch, Michael Guillaume, Kishor Sridhar, Marianne Rappenglück, Susi Erdmann, Victoria Jancke , Jaennette Graf, Allina Schiess u.v.m. Die Schauspielerin und Malerin Isabella Hübner stellt u.a. ihre Kunstwerke in der Praxis aus.

Impressionen

 

Dr. Voigt ist Referent der Fortbildungswoche für Dermatologie und hielt am späten Nachmittag einen spannenden Vortrag über Nebenwirkungsmanagement dermato-ästhetischer Eingriffe an der TU-München.

Diese praxisnahe Fortbildung mit Vorstellung spannender Kasuistiken und interdisziplinäre Diskussion mit allen beteiligten Facharztgruppen fand sehr großes Interesse.

Wir danken Frau Dr. Leibl & Dr. Zink für die Einladung und der tollen Moderation sowie Diskussion im Anschluss.

Für unser engagiertes Praxisteam suchen wir ab sofort eine/n medizinische/n Fachangestellte/n, vorzugsweise mit Erfahrung in den Bereichen Dermatologie und gerne mit operative/administrative Erfahrung. Sie haben Interesse an ästhetischen Behandlungen und operativen Eingriffen, bringen sich mit hoher Motivation und kooperativer Zusammenarbeit in unser Team ein und setzen dabei Impulse zur Verbesserung unseres Leistungsspektrums und der internen Abläufe.

Sie schätzen einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag in einem freundlichen, gut ausgebildeten Team, besitzen gepflegte Umgangsformen, Einfühlungsvermögen und haben Freude an der Kommunikation.

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Wir suchen ab sofort eine/n Betriebswirt/in mit Interesse an medizinischen und kosmetischen Abläufen oder Gesundheitsmanagerin in Voll- oder Teilzeit, gerne auch Einsteigerin oder Studentin mit Studienabschluss in „Reichweite“. Sie haben Sinn für transparente Strukturen und verfügen über sehr gute EDV-Kenntnisse? Evtl. haben Sie auch einen kosmetischen Backround? Sie suchen eine anspruchsvolle abwechslungsreiche Tätigkeit in einem netten, gut ausgebildeten Team und haben Freude an Zahlen und Fakten ebenso wie an Kommunikation? Damit Sie immer ein Gefühl für die Basis in der Praxis haben, werden Sie in der Assistenz mitarbeiten. Damit gewährleisten wir immer den Bezug zur Praxis und wir verbessern und steuern damit den harmonischen Hand-in-Hand Ablauf von Theorie und Praxis. Wir bieten die Möglichkeit der Mitgestaltung und ständigen Weiterentwicklung unserer medizinischen/kosmetischen Praxis im Bereich QM, Controlling, Abrechnungswesen, Personalmanagement, Marketing und Kosmetik. Ihre Kreativität und die Fähigkeit zu lösungsorientiertem Denken sollen Sie dabei gerne aktiv im Team einbringen um unserem gemeinsamen Arbeitsalltag neue Impulse zu geben.

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Werden geschädigte Venen nicht behandelt, können Geschwüre oder gefährliche Blutgerinnsel entstehen. Damit ein Venenleiden erkannt und die Schwere beurteilt werden kann, sind spezielle Untersuchungen nötig.

Dopplerultraschall zum Bestimmen undichter Venenklappen

Die Bidirektionale Dopplersonograpie ist eine Standardmethode zur Bestimmung des venösen Abflusses und der Klappendichtigkeit. Diese Ultraschalluntersuchung ist völlig schmerzfrei. Mit einem akustischen und optischen Dopplersignal lassen sich undichte Venenklappen und venöse Rückflüsse (Reflux) bestimmen. Die Bewegung des Blutes wird durch Schallwellen hörbar gemacht oder optisch in Form einer Kurve dargestellt. Gesunde und kranke Venenanteile können so diagnostiziert werden.

Indikationen für die Bidirektionale Dopplersonographie

Das apparativ-diagnostische Verfahren wird angewandt, um funktionale Veränderungen im oberflächlichen und tiefen Venensystem und die arterielle Druckmessung abzuklären.

Funktionsweise des Dopplerultraschalls

Der Physiker Christian Doppler entdeckte im Jahr 1842, dass eine Schallwelle, die von einem bewegten Objekt ausgeht oder reflektiert wird, ihre Frequenz ändert. Der Doppler-Ultraschall besteht aus einer Sonde mit Sender und Empfänger. Auf den zu untersuchenden Bereich wird zuerst ein Gel aufgetragen, damit die Luft zwischen Schallkopf und Haut die Untersuchung nicht beeinflusst.
Der Ultraschallkopf sendet Ultraschallwellen aus, die bis zu den Gefäßen gelangen. Bei der Untersuchung oberflächlicher Gefäße wählt man einen Frequenzbereich zwischen 7 und 10 MHz, bei tiefer gelegenen Gefäßen hingegen den Frequenzbereich zwischen 3,5 und 5 MHz. Wenn die Ultraschallwellen auf Blutzellen in den Gefäßen treffen, wird ein Teil der Wellen mit veränderter Frequenz wieder zurückgeworfen. Diese Änderung hängt von der Bewegung der Blutzellen ab.

Das Gerät zeigt an, ob sich das But in der untersuchten Vene auf die Schallsonde zu oder von ihr weg bewegt. So ist es möglich festzustellen, wie schnell das Blut in der Vene fließt und ob es sich wie normal in Richtung Herz bewegt oder in Richtung der Füße zurückströmt.

Dieses Verfahren stellt heute den Goldstandard in der modernen Venendiagnostik dar. Die Ultraschallmessung macht die Venenanatomie und den Venenfluss farbig sichtbar. Die Präzision der Methode erlaubt eine genaue Aussage über die venöse Situation und eine eventuelle OP-Indikation. Sie ersetzt in den allermeisten Fällen die invasivere Phlebographie (Röntgendiagnostik).

Sowohl die Praxis als auch das OP-Zentrum verfügen über ein modernes Farbduplex-Gerät, so dass Diagnostik und intraoperative Überwachung (beim VenefitTM-Katheterverfahren) möglich sind. Die Doppleruntersuchung ist absolut schmerzfrei.

Funktionsweise des farbkodierten Dopplerultraschalls

Ultraschallwellen werden mit einem Schallkopf in den Körper gesendet, die von den getroffenen Objekten mehr oder weniger reflektiert werden. Das Gerät fängt die Schallwellen wieder auf und produziert aus den Daten auf einem Bildschirm ein Abbild der inneren Organe und Gefäße. Es misst auch den sogenannten Dopplereffekt. Denn auf den Schallkopf zufließendes Blut wirft verkürzte Schallwellen zurück, das wegfließende Blut längere Schallwellen.

Bei der farbkodierten Dopplersonographie wird die Richtung des Blutflusses in Bezug auf den Schallkopf farblich in Rot oder Blau dargestellt. Der Fluss zum Schallkopf hin wird Rot dargestellt, der Fluss vom Schallkopf weg in Blau. Die verschiedenen Geschwindigkeiten können in Farbstufen angezeigt werden. Das Bild wird in Echtzeit auf einem Bildschirm angezeigt. Hiermit kann der Blutfluss in Arterien und Venen unterschieden werden und Aussagen über Durchblutungsstörungen getroffen werden. Einengungen durch Arterienverkalkungen, Erweiterungen der Arterien, aber auch undichte Venenklappen und Gefäßverletzungen können erkannt werden.

Krampfadern entfernen mit Radiowellen

Bei der Closure-Fast-(Venefit-)Methode zur Krampfaderentfernung handelt es sich um ein Verfahren, bei dem die Stammvene mittels einer Radiowellen-Sonde verschlossen wird. Hierzu wird bei der Krampfader Behandlung im Bereich des Unterschenkels eine Punktion der Haut durchgeführt. Es wird eine dünne Sonde in die Stammvene eingebracht und nach oben bis in die Leiste bzw. Kniekehle vorgeschoben.

Nach Platzierung der Sonde in der Vene wird die Venenwand abschnittsweise auf 120 Grad auf einer Länge von 7 cm erhitzt und damit verschlossen. Durch stückweises Zurückziehen und Erwärmen wird so die gesamte undichte Vene verschlossen.

Der Wundverschluss erfolgt durch Klebepflaster. Im Anschluss werden eventuell vorhandene Seitenastkrampfadern durch Minischnitte entfernt. Die Radiowellentherapie erfolgt ambulant in einer speziellen örtlichen Betäubung (Tumeszenzanästhesie). Nach der Operation muss das Bein für ca. 1-2 Tage gewickelt werden, danach können drei Wochen Kompressionsstrümpfe getragen werden (nicht zwingend). Im Verlauf der ersten Stunden nach der OP wird der Verband durch austretende Betäubungslösung und Wundsekret an einigen Stellen durchnässt und rötlich verfärbt. Dies ist ein normaler Zustand und sollte Sie nicht beunruhigen.

Schonen Sie sich am Tag der Operation, laufen Sie jedoch immer wieder umher oder machen Sie möglichst in Begleitung kurze Spaziergänge. Bei leichten Wundschmerzen kühlen Sie die Innenseite des Beines z. B. mit Cold-Packs. Zusätzlich können Sie paracetamolhaltige Schmerzmittel einnehmen.

Wichtige Punkte die Sie noch beachten sollten:

  • 10 Tage vor der OP keine salicylsäurehaltigen Medikamente (z. B. ASS, Aspirin, Thomapyrin, alle Schmerz- und Rheumamittel) einnehmen.
  • Sie sollten normal frühstücken, jedoch keinen Kaffee oder Tee trinken.
  • Duschen Sie vor der OP zu Hause, aber cremen Sie sich nicht ein, sonst hält der Markierungsstift nicht.
  • Rasieren Sie ggf. das Bein.
  • Bringen Sie bequeme Kleidung und weites Schuhwerk mit.
  • Nach der OP darf der Verband für 1 Woche nicht durchnässt werden.
  • Eine Ultraschallkontrolle sollte 14 Tage nach der OP und nach 6 Wochen durchgeführt werden. Anschließend sind 1xjährliche Kontrollen anzuraten.

Mit dem Diaphanoskop (von griechisch diaphanes: durchscheinend) lassen sich Körperteile oder Organe mit starkem Licht zu diagnostischen Zwecken durchleuchten. Die Haut kann mit dem Gerät z. B. zur Venenpunktion durchleuchtet werden. Es werden mittels orangefarbenem und rotem LED-Licht zuführende (Nähr-)Venen bei Besenreisernestern und kleineren Netzvenen sichtbar gemacht. Durch Verschluss (Laser oder Verödung) dieser Nährvenen wird das Behandlungsergebnis deutlich verbessert.

Funktionsweise der Diaphanoskopie mit LED-Licht

Das Gerät hat ein orangefarbenes und ein rotes LED-Licht. Mit dem orangefarbenen Licht lassen sich gut Kontraste erzielen, und mit dem roten Licht erhöht man die Eindringtiefe in das Gewebe. Schlecht sichtbare, nicht ganz oberflächliche Venen können damit erkannt werden. Die Gewebedichte lässt sich anhand der Transparenz beurteilen.

Venöse und arterielle Gefäße lassen sich an den Extremitäten zum Punktieren (Einstechen in eine Vene) gut darstellen. Der sich auf der Körperoberfläche abbildende Lichtpunkt wird als Punktionsstelle genutzt.

Mit der Lichtreflektionsrheographie (LRR) kann die Venenfunktion überprüft und es können krankhafte Gefäßveränderungen entdeckt werden. Dieses Messverfahren aus der Gefäßchirurgie ist vergleichbar mit der Photoplethysmographie (PPG). Die LRR wird häufig durchgeführt, um den Schweregrad von Krampfadern bestimmen und zu ermitteln, ob eine Krampfaderoperation nötig ist, um den venösen Blutkreislauf zu verbessern.

Das Verfahren kann auch Hinweise auf eine chronische venöse Insuffizienz (CVI) geben. Hierbei sind die venösen Gefäße beschädigt, so dass das Blut nicht ausreichend zum Herzen transportiert wird und sich das Blut zurückstaut. Folgeerkrankungen sind z. B. eine Thrombose, bei der sich ein Blutgerinnsel in einem Gefäß bilden kann.

Ablauf des Venenfunktionstests

Die Messung dauert nicht länger als zehn Minuten und wird im Sitzen durchgeführt. Bei der Lichtreflektionsrheographie wird eine Sonde oberhalb des Innenknöchels des Patienten befestigt, die aus Infrarot-Lichtquellen und einem Photosensor besteht. Durch zehnmaliges Anheben der Fußspitze nach Anweisung wird das venöse Blut im unteren Unterschenkel entleert. Denn mit dem Anspannen der Wadenmuskulatur werden zeitgleich die Venen gequetscht und das Blut wird in Richtung Herz gepumpt. Dieser Mechanismus wird auch als Muskelpumpe bezeichnet. Es entsteht eine vermehrte Lichtreflektion, da das Infrarotlicht von der Haut stärker reflektiert wird, je heller (also blutärmer) die Haut ist.

Der Patient kann sich jetzt entspannen, nach einer Ruhephase füllen sich die Venen wieder. Die Volumenschwankungen verursachen Schwankungen in der Lichtreflektion, die aufgezeichnet und ausgewertet werden. Die Infrarotsonde misst die sogenannte Wiederauffüllungszeit. Diese ist umso kürzer, je schlechter der venöse Abfluss ist. Hierbei werden die Venen nicht nur über den in der Vene vorhandenen Sog gefüllt, sondern auch über den Rückfluss des Blutes bei geschädigten Venenklappen. Sind die Venen gesund, beträgt die gemessene Zeit mehr als 25 Sekunden. Bei einem Venenkranken ist sie verkürzt und weniger als 25 Sekunden lang.

Risiken bei der Lichtreflektionsrheographie

Die Untersuchung beinhaltet keine Risiken und ist völlig schmerzfrei.

Wurde durch die phlebologische Untersuchung eine Stammvarikosis diagnostiziert, so ist eine Varizenoperation mit Entfernung der Stammvene erforderlich. Wir führen diesen Eingriff nach modernen Gesichtspunkten mit einer speziellen Lokalanästhesie, der Tumeszenzlokalanästhesie (TLA), durch. Die TLA ist eine örtliche Betäubung, wobei das Anästhetikum in hoher Verdünnung verabreicht wird. Es gibt zahlreiche Vorteile, die für dieses Verfahren sprechen: Wurde durch die phlebologische Untersuchung eine Stammvarikosis (Krampfaderbildung in den beiden Hauptvenen) diagnostiziert, so ist eine Varizenoperation mit Entfernung der Stammvene erforderlich. Die chirurgische Extraktion von varikös veränderten Venen erfolgt mit einem Venenstripper, einer flexiblen, speziellen Sonde (daher Venenstripping bzw. Varizenstripping genannt). Wir führen diesen Eingriff nach modernen Gesichtspunkten mit einer speziellen Lokalanästhesie, der Tumeszenzlokalanästhesie (TLA), durch. Die TLA ist eine örtliche Betäubung, wobei das Anästhetikum in hoher Verdünnung verabreicht wird. Es gibt zahlreiche Vorteile, die für dieses Verfahren sprechen:

  • schnelle Mobilität (Aufstehen sofort nach der Operation möglich)
  • kaum Blutergüsse
  • geringes Thromboserisiko
  • geringes Narkoserisiko
  • weniger Voruntersuchungen (z. B. keine Röntgenaufnahme der Lunge)

Um den operativen Eingriff so angenehm wie möglich zu gestalten, wird unterstützend durch einen Anästhesisten ein Dämmerschlaf verabreicht. Selbstverständlich ist auch jede andere Narkoseform (Intubationsnarkose, Maskennarkose, Spinalanästhesie…) möglich, aber fast alle Patienten entscheiden sich wegen der überzeugenden Vorteile für die TLA. Die Operation erfolgt, sofern keine Einwände bestehen, ambulant.

Durchführung der Operation am Beispiel der großen Stammvene

  • Exakte Markierung des krankhaften Anteils der zu entfernenden Vene mit Duplexsonographie.
  • Verabreichen der TLA, d. h. das Lokalanästhetikum wird im markierten Areal unter die Haut gespritzt. Der Patient ist dabei nach Wunsch im Dämmerschlaf.
  • Desinfektion und steriles Abdecken des zu operierenden Areals.
  • Schnitt in der Leiste.
  • Gewebeschonendes Freipräparieren der Stammvene.
  • Sorgfältige Ligatur (Unterbrechung) sämtlicher abgehender Seitenäste.
  • Abbinden der zu entfernenden Vene zur Tiefe.
  • Einführen einer dünnen Sonde (Venenstripper) in die zu entfernende Stammvene bis zur markierten Stelle (meist unterhalb des Knies) und Ausleiten der Sonde über einen kleinen Schnitt.
  • Herausziehen der Vene durch invaginierendes stripping, das ist eine besonders schonende Art, bei der die Vene durch das eigene Lumen (innerer Hohlraum) gezogen wird, um Verletzungen der Umgebung zu vermeiden.
  • Wundverschluss durch intrakutane Nahttechnik in der Leiste, am Unterschenkel werden meist spezielle Nahtpflaster oder Flüssigkleber verwendet, um ein kosmetisch anspruchsvolles Resultat zu erzielen.

Was muss nach der Operation beachtet werden?

Der Patient sollte sich von einer Begleitperson abholen oder mit dem Taxi nach Hause bringen lassen. Das Bein wurde mit einem gut sitzenden Kompressionsverband versehen. Am nächsten Tag wird der erste Verbandwechsel in der Praxis durchgeführt.

Zu Hause soll das Bein in Ruhephasen hochgelegt und zwischenzeitlich immer wieder durch kurze Spaziergänge (15-20 Min.) bewegt werden. Das operierte Bein muss dabei richtig belastet werden, um die Muskelpumpe zu aktivieren und ideale venöse Flussbedingungen herzustellen.

Günstig sind Laufen und Liegen, ungünstig Stehen oder Sitzen. Zur Thromboseprophylaxe müssen über mindestens vier Wochen nach der Varizenoperation Kompressionsstrümpfe getragen werden. Der Heilungsverlauf ist maßgeblich auch vom Verhalten des Patienten abhängig. So sollte man sich zugunsten einer schnellen Rekonvaleszenz mindestens eine Woche aus dem beruflichen Alltag befreien.

Etwa jeder siebte erwachsene Bundesbürger hat eine behandlungsbedürftige Venenerkrankung. Das haben zwei große epidemiologische Studien 1990 in Deutschland ergeben. Etwa 50 % bis 80 % Prozent aller Erwachsenen haben eine Venenschwäche. Eine Praxisstudie konnte zeigen, dass jeder zweite Patient im Wartezimmer venenkrank ist, jeder zwanzigste jedoch nur aus diesem Grund den Arzt aufsucht. Würden Venenerkrankungen in einem früheren Stadium entdeckt und richtig behandelt, könnten schwerwiegende Folgen für den Patienten (Venenentzündungen, Thrombose, „offenes Bein“) verhindert und gleichzeitig Kosten gespart werden.

Was sind die Funktionen der Venen?

Die Venen sammeln das Blut aus der Peripherie und transportieren es zum Herzen zurück. Man unterscheidet dabei ein oberflächliches und ein tiefes Venensystem. Unterstützt wird der Rückfluss zum einen durch die Pumpfunktion des Herzens zum anderen durch die Muskelpumpe der Wadenmuskulatur. Wichtige Voraussetzung für den Blutfluss zurück zum Herzen – gegen die Schwerkraft – sind funktionstüchtige Venenklappen. Diese sind segelartig angeordnet und ermöglichen den Blutfluss nur herzwärts und vom oberflächlichen ins tiefe Venensystem. Beim Gehen verhindern sie ein Zurückfließen des Blutes nach erfolgter Muskelkontraktion (Ventilfunktion).

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Was sind Krampfadern (Varikose)?

Eine Krampfader (bzw. Varize) ist eine stark erweiterte, geschlängelte, teils auch knotig veränderte Vene des oberflächlichen Venensystems. In der Regel sind für diese Veränderungen defekte Venenklappen verantwortlich. In den tiefen Venen treten diese Veränderungen nicht auf. Prinzipiell unterscheidet man fünf Formen:

  • Stammvarikose (betrifft die großen oberflächlichen Stammvenen)
  • Seitenastvarikosis (betrifft kleinere Seitenäste der Stammvenen)
  • Perforansvenenvarikose (betrifft die Verbindungsvenen zwischen oberflächlichem und tiefen Venensystem)
  • Retikuläre oder Netzvarikose (betrifft die netzartigen Hautvenen)
  • Besenreiservarikosis (betrifft kleinste Hautvenen, beeinträchtigen die Blutzirkulation nicht, sind jedoch häufig ein erhebliches kosmetisches Problem)

Was sind die Ursachen der Krampfaderbildung?

Die Bereitschaft zur Krampfaderbildung ist meist angeboren, die Anlage dazu ist erblich. 80 % der Patienten mit Krampfadern haben Eltern oder Großeltern mit Krampfadern. Vererbt wird eine Venenwandschwäche verbunden mit dem Verlust von funktionstüchtigen Venenklappen. Die Venenklappen halten im Laufe der Zeit der Druckbelastung durch den Blutstrom nicht mehr stand. Das Zurückfließen des Blutes gegen die Schwerkraft kann von defekten Klappen nicht mehr verhindert werden. Die Folge ist die Entstehung von erweiterten und geschlängelten Venen. Weitere Faktoren, die die Entstehung von Krampfadern begünstigen, sind Bewegungsarmut, Übergewicht, häufige und intensive Wärmezufuhr (Sauna, heiße Wannenbäder), chronische Herzschwäche und Schwangerschaften.

Was sind Anzeichen eines Krampfaderleidens?

Die meisten Patienten klagen über Müdigkeit in den Beinen, Schweregefühl, Spannungsgefühl und Schwellungsneigung insbesondere nach längerem Stehen und Sitzen. Die Beschwerden nehmen charakteristischerweise im Laufe des Tages zu. Bei Entzündung der Krampfadern schmerzen diese, sind druckempfindlich, verhärtet und gerötet. Schmerzen an der Außenseite des Beines haben mit Krampfadern nichts zu tun. Ursache sind oft degenerative Wirbelsäulenerkrankungen. Schmerzen bei längerem und schnellem Gehen sind meist bedingt durch Erkrankungen der Schlagadern (Arterien).

Was sind Folgen des Krampfaderleidens?

Werden Krampfadern nicht rechtzeitig oder richtig behandelt, können zum Teil schwerwiegende Folgen für den Patienten entstehen. Durch den Blutstau in den Beinen kommt es zunächst zur Anschwellung der Beine. Im weiteren Verlauf entstehen juckende Stauungsekzeme, die von einer dunklen Hautpigmentierung begleitet werden. Die Haut verhärtet sich zunehmend und wird brüchig. Es entsteht ein offenes Bein, das sogenannte Ulcus cruris venosum. Weitere Folgen sind oberflächliche Venenentzündungen, die bis in das tiefe Venensystem fortschreiten und dort eine Thrombose auslösen können. Im Extremfall kann eine tiefe Beinvenenthrombose eine Lungenembolie zur Folge haben. Aus diesem Grund ist eine rechtzeitige Behandlung des Krampfaderleidens erforderlich.

Wie wird ein Krampfaderleiden diagnostiziert?

In unserer Praxis stehen hochmoderne Ultraschallgeräte für die Diagnostik der Varikosis zur Verfügung. Mittels der direktionalen Dopplersonographie und der Lichtreflexions-Rheographie können zuverlässig Klappenschäden und Verschlüsse der oberflächlichen und tiefen Venen diagnostiziert werden. Diese beiden Methoden sind für den Patienten nicht belastend und zudem diagnostisch sehr aussagekräftig.
Als bildgebendes Verfahren setzen wir die Duplex-Sonographie ein. Dieses hochauflösende bildgebende Ultraschallverfahren gibt genaueste Aussagen über die Fließbedingungen im oberflächlichen und tiefen Venensystem. Mit dieser Methode können tiefe Beinvenenthrombosen festgestellt werden. Die früher häufig durchgeführte Phlebographie kann dadurch ersetzt werden.

Mikrochirurgisches Venenstripping

Die Operation erfolgt ambulant in einer speziellen örtlichen Betäubung (Tumeszenzanästhesie). Die Venen werden mittels spezieller Häkchen durch kleinste Schnitte komplett entfernt. Die Schnitte werden in aller Regel nur durch Klammerpflaster verklebt. Eine Naht ist meist nicht notwendig. Nach der Operation wird ein Kompressionsverband angelegt. Am Operationstag sollte das Bein möglichst oft hochgelegt werden. Am folgenden Tag und eine Woche nach der Operation wird der Verlauf der Heilung erneut in unserer Praxis kontrolliert. Das operierte Bein muss für etwa eine Woche ständig gewickelt bleiben. Sie erhalten von uns eine Wickelanleitung. Anschließend kann für weitere zwei bis drei Wochen (nach Rücksprache mit dem Arzt) das Tragen eines Kompressionsstrumpfes erforderlich werden.

Mögliche Folgen

Selten Unverträglichkeit des Lokalanästhetikums. Blutergussbildung ist normal. Die Blutergüsse bilden sich innerhalb von 2-3 Wochen zurück.

  • Nachblutung
  • Infektion
  • Wundheilungsstörungen
  • Selten Verletzung von oberflächlichen Hautnerven mit der Folge von Sensibilitätsstörungen (Rückbildung meist innerhalb eines Jahres).
  • Selten Ausbildung von bräunlichen Pigmentierungen, die längere Zeit bestehen bleiben können.

Krampfadern veröden

Bei der Verödungsbehandlung wird im Liegen mittels kleinster Kanülen ein Verödungsmittel (Polidocanol, hochkonzentrierte Kochsalzlösung) injiziert. Das Verödungsmittel induziert in den kleinsten erweiterten Venen eine Entzündungsreaktion, die zur Verklebung der Besenreiser führt. Zur Wirkungsverstärkung kann das Verödungsmittel durch intensives Schütteln vor der Injektion zu einem Schaum „geschlagen“ werden. Da dieser länger im Gefäß verbleibt, ist der Effekt intensiver (Schaumsklerosierung). Nach der Behandlung wird ein Kompressionsklebeverband angelegt, der für zwei Tage belassen wird. Nachdem pro Behandlungssitzung nur eine bestimmte Menge an Verödungsmittel injiziert werden darf, um mögliche unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden, sind bei ausgeprägtem Befund meist mehrere Sitzungen erforderlich.

Bei manchen Menschen ist die Analschleimhaut dunkel verfärbt, was als störend empfunden werden kann. Hier führen wir Aufhellungsbehandlungen mittels gütegeschalteten Lasern und mittels bleichender Säuren durch.

Analfissuren sind schmerzhafte Einrisse der Analschleimhaut durch harten Stuhlgang oder Überdehnung. Sie können bluten und einen sehr chronischen Verlauf einnehmen. Durch die starken Schmerzen kommt es zu einer reflektorischen Anspannung der Schließmuskulatur, die die Stuhlpassage noch mehr erschwert und die Fissur immer wieder von neuem aufreißen lässt. Abhilfe schafft hier die Injektion von Botulinum (Botox, Dysport) in die verkrampfte Schließmuskulatur und die konsequente Auftragung von Zinkpaste auf den Riss, um diesen zu schützen. Meist heilen die Fissuren unter dieser Behandlung rasch ab. Operative Maßnahmen sind nur ausnahmsweise erforderlich.

Ein Jucken um den After ist keine seltene Erscheinung, der Fachbegriff dafür lautet „Pruritus ani“. Oft tritt das unangenehme Jucken in der Nacht oder als Brennen nach der Stuhlentleerung auf und kann für die Betroffenen sehr lästig sein. Meist tritt das Symptom zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf, Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Ursachen von Juckreiz am After

Die Gründe für das Jucken am After können vielfältig sein. Analer Juckreiz ist häufig beim Hämorrhoidalleiden wegen der damit einhergehenden Schleimhautentzündung. Er kommt aber auch oft bei Allergien (z. B. Heuschnupfen, Neurodermitis, Kontaktallergien) und bei Pilzinfektionen des Darmes vor. Entsprechend sind oft allergologische und mikrobielle Untersuchungen erforderlich, um die Ursache abzuklären.

Verschiedene Hauterkrankungen, wie Schuppenflechte, Lichen sclerosus oder Morbus Bowen, können ebenfalls zu Pruritus ani führen. Bei Entzündung und Rötung der Haut kann ein Analekzem vorliegen, dass einen quälenden Juckreiz auslösen kann. Auch anhaltende Durchfälle gehören zu den Auslösern, ebenso können das häufige, übertriebene Reinigen der empfindlichen Analregion oder Schweißabsonderungen Hautirritationen im Analbereich bewirken. Bestimmte Nahrungsmittel können Juckreiz auslösen bzw. die Beschwerden verschlimmern, wie z. B. koffein- und alkoholhaltige Getränke, scharfe Gewürze, Milch und Zitrusfrüchte.

Behandlung des analen Juckreizes

Nach einer sorgfältigen Befragung und Untersuchung gehen wir der Ursache des Juckreizes auf den Grund. Falls nötig, prüfen wir z. B. einen Abstrich auf Pilz- oder Bakterienbefall, nehmen mikroskopische Untersuchungen vor oder führen Hauttests durch, um mögliche Allergene zu identifizieren. Sind Hämorrhoiden der Grund für das Afterjucken, können wir in unserer Praxis eine Hämorrhoiden Behandlung (medikamentöse Behandlung, Verödung) vornehmen. Bei hartnäckigen Ekzemen und Afterjucken müssen entsprechende Untersuchungen vorgenommen werden, um Darmkrebs auszuschließen (Proktoskopie, Rektoskopie, Darmspiegelung).

Unterstützende Maßnahmen

Da Afterjucken und Analekzeme hartnäckig sein können, sollte der Patient bei der Behandlung einiges beachten. Es ist hilfreich, für einen regelmäßigen, weichen Stuhlgang zu sorgen. Zudem sollte kein hartes oder feuchtes Toilettenpapier verwendet werden. Der After sollte nach dem Stuhlgang möglichst mit klarem Wasser abgewaschen werden. Bei einer Allergie sollten unverträgliche Salben gemieden werden.

Bei Feigwarzen (Kondylome) handelt es sich um eine Viruserkrankung, der Fachbegriff lautet Condylomata acuminata. Die Erkrankung äußert sich durch kleine, infektiöse Warzen im Genito-Analbereich (am After, im Afterkanal, im Bereich des Penis und der Scheide). Werden diese nicht behandelt, können mit der Zeit große, blumenkohlartige Wucherungen entstehen, die meist nässen. Oft beginnt die Haut erst Monate nach dem Kontakt und der Infektion zu wuchern. 90 Prozent der Virusinfektionen bleibt aber folgenlos, die meisten Infektionen heilen selbst ab.

Weitere Informationen zu Feigwarzen

Ansteckung mit Feigwarzen

Die Warzen werden durch Humane Papillomaviren (HPV) übertragen. Diese sind durch direkten Kontakt übertragbar (meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit infizierten Sexualpartnern) und müssen daher entfernt werden. Ist ein Partner von Feigwarzen betroffen, sollte sich der andere ebenfalls untersuchen lassen.

Feigwarzen werden fast immer durch Niedrigrisikotypen verursacht, die nicht als krebserregend gelten. Von den über 100 bekannten HPV-Subtypen gelten sechs als „high risk“-Viren, weil sie bösartige Tumoren (hauptsächlich Gebärmutterhalskrebs) auslösen können. Hier stehen für junge Mädchen und Jungs (12 bis 15 Jahre) effektive Schutzimpfungen zur Verfügung.

Behandlung von Genitalwarzen

Die Behandlung erfolgt am schonendsten mittels ablativen Lasern (CO2 oder Erbium:YAG). Zur sicheren Rezidivprophylaxe (Schutz vor Rückfällen) wird anschließend eine sechswöchige Behandlung (dreimal pro Woche zehn Stunden) mit dem Immunmodulator Imiquimod (Aldara Creme) oder einer Grünteeextrakt-Salbe (Veregen) durchgeführt. Der wirksame Bestandteil der Veregen Salbe sind sogenannte Katechine, die die Vermehrung infizierter Hautzellen hemmen, die Virusvermehrung mindern und das Immunsystem stimulieren.

Weitere Maßnahmen

Solange die Feigwarzen da sind und bis einige Monate nach der Ausheilung sollte der Geschlechtsverkehr nur mit Kondom erfolgen. Es kann allerdings auch eine Kontaktinfektion über andere Körperstellen über die Haut stattfinden. Die Warzen vermehren sich besonders in feuchter und warmer Umgebung, die Unterwäsche sollte luftdurchlässig und nicht zu eng sein, das Waschen mit 60 Grad tötet die Viren an der Wäsche ab. Das Immunsystem sollte möglichst gestärkt werden.

Hämorrhoidenbeschwerden sind ungemein häufig, Schätzungen gehen von 50 bis 80 % der Bevölkerung aus. Trotzdem ist dieser Bereich noch tabuisiert und es bestehen viele falsche Vorstellungen. Typische Beschwerden bei Hämorrhoiden sind Juckreiz, Knotenbildung, Nässen, Schmerzen, Anschwellen und Vorfall. Oft werden bei diesen Symptomen Salben oder Zäpfchen verordnet, ohne dass vorher eine genaue proktologische Untersuchung erfolgt ist. Diese ist aber zur Stellung der Diagnose und Einschätzung des Schweregrades unerlässlich.

Was sind Hämorrhoiden?

Hämorrhoiden sind schwellkörperartige, aus arteriovenösen Gefäßgeflechten bestehende knotenartige Gebilde am Ende des inneren Analkanals (ca. 10 cm vom After entfernt). Typischerweise finden sich drei vergrößerte Hämorrhoidalknoten, bei 3, 7 und 11 Uhr in Rückenlage (Steinschnittlage).

Ursachen von Hämorrhoiden

Die Ursachen des Hämorrhoidalleidens sind vielfältig. Außer einer genetischen Disposition (Bindegewebsschwäche) sind in erster Linie eine gestörte Stuhlentleerung und/oder chronische Verstopfung ursächlich verantwortlich. Dies wiederum hat mit unserem modernen Lebensstil zu tun, der durch zu viel Sitzen, Bewegungsarmut und kohlenhydratreiche Mahlzeiten gekennzeichnet ist.

Beschwerden bei Hämorrhoiden

Die häufigste und typischste Hämorrhoidenbeschwerde ist die Blutung, die Auflagerung oder gar das Abtropfen von hellrotem Blut beim oder nach dem Stuhlgang. Schmerzen treten in der Regel nicht auf. Diese sind eher ein Hinweis für einen Schleimhauteinriss (Analfissur) oder eine perianale Thrombose (schmerzhaftes Blutgerinnsel am äußeren After). Auch Abszesse oder Fisteln können Schmerzen verursachen.

Das Hämorrhoidalleiden wird in 4 Stärken eingeteilt:

Stadium 1

Sicht- und tastbare Vergrößerung der Hämorrhoidalknoten

Stadium 2

Beginnender Austritt der Hämorrhoidalknoten beim Pressen

Stadium 3

Die Hämorrhoidalknoten müssen nach dem Pressen (Stuhlgang) mit dem Finger wieder hineingeschoben werden

Stadium 4

Die Hämorrhoidalknoten lassen sich nicht mehr hineinschieben

Diagnostik

Zur vollständigen proktologischen Diagnostik gehört die Inspektion, die Palpation (Tastbefund), die Proktoskopie (endoskopische Betrachtung des Analkanales) und, zumindest bei Blutungen, die Rektoskopie (Enddarmspiegelung). Sinnvoll ist zudem die Manometrie (Druckmessung) des Schließmuskels. Analekzeme müssen durch mikrobiologische und allergologische Untersuchungen abgeklärt werden. Sämtliche Untersuchungsverfahren werden in unserer Praxis durchgeführt. Hierdurch lassen sich auch andere Erkrankungen, wie Entzündungen, Infektionen, allergische oder gar tumoröse Erkrankungen abgrenzen.

Behandlung:

Medikamentöse Behandlung

Typische Hämorrhoidenbeschwerden wie Juckreiz und Nässen werden durch entzündungshemmende Zäpfchen und Cremes oder Lotionen behandelt. Auch beginnende, kleinere Analthrombosen können mit Medikamenten behandelt werden. Diese haben aber nur einen symptomatischen, lindernden Effekt. Eine dauerhafte Besserung des Hämorrhoidalleidens erfordert meist eine Verkleinerung der vergrößerten Hämorrhoiden. Diese erfolgt durch:

Hämorrhoiden veröden

Es wird ein Verödungsmittel in oder oberhalb der Hämorrhoidalknoten unter die Schleimhaut eingespritzt, wodurch die Knoten schrumpfen. Die Behandlung (Sklerosierung) muss 3-6mal in wöchentlichem Abstand durchgeführt werden. Da es im Bereich der Hämorrhoidalknoten keine sensiblen Nerven gibt, ist die Behandlung nicht schmerzhaft.

Infrarotkoagulation und Gummibandligatur

stellen Alternativen zur Verödungstherapie dar. Diese Methoden führen jedoch gelegentlich zu Schmerzen und starken Nachblutungen.

Operative Therapie

Bei Hämorrhoiden im Stadium 3 und 4 hilft meist nur eine operative Sanierung, die stationär in einer spezialisierten Klinik durchgeführt werden muss. Ebenso operativ behandelt werden müssen meist Analfisten und größere Analthrombosen. Letztere werden ambulant bei uns in der Praxis behandelt.

Es handelt sich bei der Proktoskopie um eine endoskopische Methode zur Untersuchung des Anus, des Analkanals und des unteren Mastdarms. Mit dem Proktoskop können Hämorrhoiden, Fissuren, Prolapse, Entzündungen und mögliche Tumore diagnostiziert werden. Bei allen Enddarmkrankheiten gilt, dass die Behandlung umso einfacher und rascher ist, je früher mit ihr begonnen wird. Bei auftretenden Beschwerden ist der frühzeitige Gang zum Arzt wichtig.

Verfahren der Enddarmspiegelung

Der Nachweis von inneren Hämorrhoiden kann mit diesem Verfahren gut erfolgen. Nach Austastung des Afters mit dem Finger (Vordehnung) wird das Proktoskop, ein Instrument mit einem 15 cm langen, vorn offenen Rohr, in den After eingeschoben. Dank einer Kaltlichtleuchte können der unterste Teil des Mastdarms, die Hämorrhoiden und der Afterkanal eingesehen werden. Durch die vordere Öffnung können die Hämorrhoiden in den Innenraum des Proktoskops verschoben werden, so dass sie sichtbar werden. Ein Einlauf oder andere Abführmaßnahmen sind nicht notwendig. Die Untersuchung ist in der Regel schmerzfrei. Sollten Schmerzen auftreten, kann dies auf eine Analfissur (Schleimhautriss im Bereich des Afters) hindeuten.

Verödungsbehandlung bei Hämorrhoiden

Über das Proktoskop können auch Behandlungen an Hämorrhoiden (Verödung) vorgenommen werden. Bei der Sklerosierungstherapie wird ein Verödungsmittel in oder oberhalb der Hämorrhoidalknoten eingespritzt, welches bewirkt, dass die Knoten schrumpfen. Wir nutzen die Blondsche Proktoskopie mit seitlichem Fenster zur Hämorrhoidendarstellung bei der Verödungsbehandlung. Im Bereich der Hämorrhoidalknoten gibt es keine sensiblen Nerven, daher ist die Behandlung nicht schmerzhaft.

Mit der Tonusmessung am Schließmuskel (Sphinkter) am Anus wird die Funktion des Kontinenzorganes überprüft. Die Druckmessung des Afterschließmuskels, auch als Manometrie bezeichnet, erfolgt in Ruhe und bei maximaler Anspannung. Dies erlaubt eine Aussage über Muskelschwäche, die eine Inkontinenz zur Folge haben kann oder über übermäßigen Muskeltonus, wie zum Beispiel bei einer Analfissur. Nach der Untersuchung kann eine geeignete Therapie eingeleitet werden.

Druckmessung am Schließmuskel

Bei der Untersuchung liegt der Patient auf der Seite. Es wird ein mit Gleitgel versehener Messkatheter in den Analkanal eingeführt. Der Druck wird aufgezeichnet, damit der Verlauf später ausgewertet werden kann. Der Arzt fordert Sie nun dazu auf, den After zuzukneifen und locker zu lassen. Es wird der Ruhe- und Kneifdruck an verschiedenen Stellen gemessen. Hieraus wird das Kraftprofil des Schließmuskels errechnet. Die Untersuchung ist schmerzfrei.

Schließmuskelschwäche

Am Anus gibt es drei Schließmuskeln: den äußeren und inneren Afterschließmuskel und den sogenannten Musculus levator ani, der aber nur teilweise für die Schließmuskelfunktion verantwortlich ist. Der äußere Schließmuskel kann willkürlich angespannt und bei der Stuhlentleerung entspannt werden. Hingegen arbeitet der innere Schließmuskel unwillkürlich und hält den Stuhlgang zurück. Funktionsstörungen der Afterschließmuskeln können zu einer Stuhlinkontinenz führen. Bei dieser Stuhlhalteschwäche kann die Stuhlentleerung nicht mehr aktiv kontrolliert und zurückgehalten werden. Verletzungen der Muskeln können z. B. durch operative Eingriffe am Enddarm oder einen Dammriss während der Geburt erfolgen.

Übermäßiger Muskeltonus

Ist der Muskeltonus der Schließmuskulatur hoch, liegt also ein enger After vor, kann dies Beschwerden und Erkrankungen bedingen. Ursachen können psychische Faktoren, breiige Stühle oder vorherige Eingriffe sein. Bei einer Analfissur (Einriss der Afterhaut) erhöht sich der Tonus der Schließmuskeln oft unwillkürlich, bedingt durch das Verkrampfen durch Schmerzen. Dadurch kann die Heilung verhindert werden und der Fissur chronisch werden.

Die Atemwegsallergien können in Form von Heuschnupfen die oberen Luftwege und in Form des allergischen Asthmas auch die Lunge betreffen. Die allergische Rhinitis tritt saisonal auf. Da meist auch die Bindehäute der Augen mitbetroffen sind, wird sie als Rhinokonjunktivitis bezeichnet. Sie wird sehr häufig durch eine allergische Reaktion auf Pollen verursacht.

Hier gibt es drei große Gruppen: Bäume (z. B. Erlen- oder Birkenpollen), Gräser (Gräserallergie) und Kräuter (beispielsweise Beifuß Allergie) mit der jeweiligen Saison im Frühling, Frühsommer und Spätsommer. Der Heuschnupfen, auch Pollinosis genannt, ist eine weitverbreitete Erkrankung, die bei mehr als zehn Prozent der Gesamtbevölkerung auftritt. Oft beginnt er bereits in der Kindheit, weitaus am häufigsten betroffen sind Jugendliche. Bereits deutlich weniger kommt er im mittleren Lebensalter vor und nur selten im höheren Alter.

Weitere Informationen zu Atemwegs­allergien

Welche Symptome treten bei Heuschnupfen auf?

Typische Pollenallergie Symptome sind Juckreiz in Augen, Nase und Rachen, wiederholtes Niesen (bisweilen attackenartig) und eine verstopfte Nase mit wässrigem Ausfluss. Als Komplikation kann es auf dem Höhepunkt der Saison auch zu asthmatischen Beschwerden (allergisches Asthma) kommen. Je mehr Pollen unterwegs sind, desto stärker können die Beschwerden sein. Bei sonnigem und trockenem Wetter ist die Pollenzahl in der Regel hoch, niedrig ist sie in kalten und regnerischen Abschnitten. Der Pollenflug ist meist am frühen Morgen am stärksten. Am Meer und in den Bergen findet man eine insgesamt geringere Pollenzahl, auf dem Land sowie in Tälern ist die Pollenzahl erhöht. Der Pollenflugkalender zeigt den Pollenflug im Jahresüberblick. Wer allergisch auf Pollen reagiert, hat oft aufgrund ähnlicher Allergene auch mit bestimmten Nahrungsmitteln Schwierigkeiten, dann spricht man von einer Kreuzallergie.

Wie stellt man die Diagnose einer Rhinoconjunktivitis allergica?

Eine Sensibilisierung kann rasch durch eine Pricktestung (Testung der Allergene auf der Haut) und durch eine Blutuntersuchung (RAST) identifiziert werden. Die positiven Reaktionen beim Allergietest werden dann noch mit einem nasalen Provokationstest auf ihre Bedeutung untersucht. Dann kann in Zusammenschau mit der Anamnese die Diagnose gestellt werden.

Welche therapeutischen Maßnahmen können ergriffen werden?

Die effektivste Methode zur Behandlung einer Allergie ist das Meiden des auslösenden Allergens. Dies ist jedoch gerade bei der Pollenallergie kaum möglich. Jedoch gilt, dass eine übermäßige Exposition vermieden werden sollte. Dies z. B. kann geschehen, indem der Kontakt zu wilden und gezüchteten Gräsern gemieden wird. Der Rasen sollte nicht selbst gemäht werden, auch sollten die Schlafzimmerfenster geschlossen sein, ggf. ist die Installation einer Klimaanlage mit Filtersystemen sinnvoll. Die Allergenhäufigkeit sollte auch bei der Urlaubsplanung eine Rolle spielen. Das Urlaubsgebiet sollte entsprechend nach den oben erwähnten pollenarmen Regionen ausgewählt werden. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, ist eine symptomatische Therapie mit lokalen (Augentropfen, Nasenspray) oder oralen Antihistaminika oder eine prophylaktische Therapie mit Cromoglycinsäure indiziert. Bisweilen ist auch der Einsatz von steroidhaltigen Nasensprays notwendig.

Hauptverursacher einer Hausstauballergie sind die Milben und ihre Ausscheidungsprodukte. Die Milben (Acarinae) sind mit den Spinnen verwandt und kommen fast auf der ganzen Welt vor. Allergologisch sind vor allem zwei Arten von Bedeutung: die Hausstaubmilbe (lat. Dermatophagoides pteronyssinus) und die Mehlmilbe (lat. Dermatophagoides farinae). Mit einer Größe von etwa einem halben Millimeter sind sie mit bloßem Auge nicht sichtbar.

Weitere Informationen zur Haus­staub­milbenallergie

Was sind die Allergiesymptome?

Die Hausstauballergie Symptome sind Niesen besonders am Morgen sowie eine laufende oder häufig verstopfte Nase. Mit der Zeit sind auch die unteren Atemwege gereizt. Es kommt zu Husten und erschwertem Atmen mit Pfeifgeräuschen. Nach körperlicher Anstrengung tritt dies besonders häufig auf. Eine Stauballergie kann allergisches Asthma verursachen, eine Neurodermitis kann durch Hausstaubmilben verschlimmert werden. Um den Verdacht auf eine Hausstauballergie zu bestätigen, ist ein Allergietest mit dem entsprechenden Allergen hilfreich (meist Pricktest).

Wo halten sich die Hausstaubmilben auf?

Die Milben halten sich bevorzugt im Bereich von Teppichen, Polstermöbeln, Gardinen, Betten und Kuscheltieren auf. Sie ernähren sich von menschlichen und tierischen Hautschuppen sowie anderen organischen Bestandteilen des Staubs. In einem Gramm Staub aus einer Matratze können bis zu 15.000 Milben nachgewiesen werden. Das allergologisch relevante Allergen der Hausstaubmilbe sind ihre winzigen Kotballen (Größe 10 bis 40 Mikrometer).

Welche Lebensbedingungen benötigen die Hausstaubmilben?

Für Milben günstige Lebensbedingungen sind Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius und ein Luftfeuchtigkeitsgehalt um 70 Prozent. Unter 55 % Luftfeuchtigkeit sterben die Milben ab. Aufgrund besserer Isolierung und Wärmeschutzmaßnahmen sind die modernen Einfamilienhäuser schlechter durchlüftet und bieten den Milben meist günstigere Lebensbedingungen als Altbauten. Innerhalb eines Gebäudes nimmt die Milbenallergen-Konzentration mit steigender Stockwerkshöhe in Folge des sinkenden Feuchtigkeitsgehaltes ab.

Wie können die Hausstaubmilben nachgewiesen werden?

Zum Nachweis von Hausstaubmilben bzw. ihren Stoffwechselprodukten gibt es Testsets (in der Apotheke erhältlich), sodass Sie die Hausstaubmilbenkonzentration für jedes Zimmer einzeln ermitteln können. Bei einer Menge von hundert Milben pro Gramm Staub ist das Risiko einer Sensibilisierung gegenüber Hausstaubmilbenallergenen erhöht. Ab einer Anzahl von 500 Milben pro Gramm Staub ist das Risiko der Entstehung eines allergischen Asthmas erhöht.

Welche allgemeinen Maßnahmen müssen ergriffen werden?

Nach Feststellung der Milbenkonzentration in den einzelnen Zimmern sind entsprechende Sanierungsmaßnahmen angezeigt: Teppiche, Kissen, Polstermöbel, Stofftiere sind akarizid, d. h. milbenabtötend zu behandeln (hierfür gibt es spezielle Präparate). Für textile Materialien, die nicht über 60 Grad erhitzt werden dürfen (60 Grad Celsius ist die Temperatur, bei der die Hausstaubmilben abgetötet werden), gibt es Waschzusätze, welche die Milben auch bei niedrigeren Temperaturen oder bei Handwäsche zuverlässig abtöten.Weiterhin sind bei Milbenallergie alle textilen Bestandteile des Bettes auf synthetische Materialien umzustellen, im Handel ist Allergiker-Bettwäsche erhältlich. Matratzen sind ggf. mit einem speziellen Überzug zu versehen. Dieser sollte allergendicht und atmungsaktiv sein. Eine Erstattung durch die Krankenkasse ist hier teilweise möglich. Polstermöbel sollten Sie durch Glattlederpolster und Teppichböden durch fugenlose Bodenbeläge ersetzen. Weiterhin ist es wichtig, das Bettzeug täglich zu lüften und die Bettwäsche einmal pro Woche zu wechseln.

Wie bereits erwähnt, sollte mindestens 60 Grad Waschtemperatur erreicht werden (Hygrometer), um die Milben zu bekämpfen. Weitere Maßnahmen: Kämmen oder bürsten Sie Ihre Haare nicht im Schlafzimmer, stellen Sie keine Pflanzen im Schlafzimmer auf und schaffen Sie – so weh es tut – Ihre Haustiere ab. Des Weiteren sollte kein Staub aufgewirbelt werden, der Allergiker selbst sollte nicht staubsaugen, da beim Staubsaugen und Putzen die Allergene durch die Luft transportiert werden – maximal bis 30 Minuten nach Verwirbelung.

Die häufigste Variante einer allergischen Manifestation an der Haut ist das sogenannte Kontaktekzem (auch Kontaktallergie genannt). Dieses wird hervorgerufen durch den Kontakt der Haut mit den Allergenen (z. B. Nickel). Vor Auftreten der Hauterscheinungen muss jedoch eine Sensibilisierungsphase stattgefunden haben. Dies bedeutet, dass nicht ein einmaliger Kontakt zu einer Substanz bereits eine Allergie hervorrufen kann, es muss zumindest ein weiterer Kontakt vorausgegangen sein.

Sehr häufig kommt das Kontaktekzem oder die Kontaktdermatitis im Bereich der Hände vor. Bei einer ausgeprägten Sensibilisierung kann es auch zu einer sogenannten Streuung des Kontaktekzems kommen. Hierbei kann am gesamten restlichen Körper eine Ekzemreaktion (allergische Reaktion der Haut) auftreten, ohne dass an diesen Stellen ein direkter Kontakt zum Allergen stattgefunden hat.

Die Fähigkeit ein Kontaktekzem auszubilden, ist bei Patienten mit einer atopischen Diathese (Neigung zu Neurodermitis, Heuschnupfen, allergischem Asthma) und bei Patienten mit einer chronisch irritierten Haut erhöht. Da bei diesen Krankheitsbildern eine gestörte Barrierefunktion des Hautorgans vorliegt, können die Allergene leichter eindringen und eine Sensibilisierung hervorrufen.

Weitere Informationen zum Kontaktekzem

Wie wird die Diagnose eines Kontaktekzems gestellt?

Zunächst ist genau zu ermitteln, zu welchen Substanzen wann und wie oft Kontakt bestand, welcher Beruf ausgeübt wird, ob eine Ekzemveranlagung besteht, ob andere Hauterkrankungen bereits in der Familie bekannt sind oder ob da bereits eine Sensibilisierung besteht und hierüber ein Allergiepass ausgestellt wurde. Neben dem Kontaktekzem sind weitere Hauterkrankungen wie eine Neurodermitis (atopisches Ekzem), eine Schuppenflechte oder eine Hautpilzerkrankung stets auszuschließen.

Nach einer gründlichen Anamnese folgen dann – in abgeheiltem Hautzustand – die allergologischen Testungen (sog. Epicutantestungen). Beim Epicutantest werden standardisierte Substanzreihen in spezieller Weise auf den Rücken aufgeklebt und nach 48 und 72 Stunden abgelesen. Gegebenenfalls verwendete eigene Substanzen werden hierbei mitgetestet.

Was kann therapeutisch unternommen werden?

Die effektivste Therapie zur Behandlung einer Allergie ist Meiden des auslösenden Allergens. In den meisten Fällen ist dies bei Allergien, die durch Hautkontakt mit einer speziellen Substanz ausgelöst werden, möglich. Des Weiteren sind prädisponierende Faktoren für die Kontaktekzemstörung zu beseitigen. Dies bedeutet eine konsequente Hautpflege mit rückfettenden Salben und Cremes sowie die Verwendung von Hautschutzprodukten und gegebenenfalls das Tragen von speziellen Handschuhen.

Bei der Akutbehandlung von Hautekzemen ist es meist notwendig, steroidhaltige Salben und Cremes anzuwenden. Dies jedoch nur kurzfristig, da bei Meiden des Allergens von einer raschen Abheilung auszugehen ist. Im Anschluss daran ist eine pflegende Hauttherapie konsequent weiterzuführen. In ausgeprägten Fällen ist zusätzlich eine spezielle Creme-UV-A-Bestrahlung notwendig.

Nach erfolgter Allergenidentifikation durch die oben erwähnten Anamnese / Testungen wird ein Allergiepass ausgestellt. Darin sind Informationen enthalten, in welchen Substanzen die betreffenden Allergene vorkommen. Dieser Allergiepass ist stets mit sich zu führen und es ist zu kontrollieren, ob neu erworbene Substanzen oder Gegenstände gegebenenfalls die entsprechenden Allergene enthalten und damit zu meiden sind.

Allergien lassen sich langfristig mit einer Hyposensibilisierung behandeln. Darunter versteht man das schrittweise unempfindlich machen gegenüber verschiedenen Allergenen durch die kontrollierte Gabe von Allergenlösungen in ansteigender Dosierung. Die Hyposensibilisierung wird manchmal auch Desensibilisierung oder Allergieimpfung genannt und ist die einzige Möglichkeit der Ursache der Allergie entgegenzuwirken. Die Hyposensibilisierungsbehandlung wird bei uns in der Regel als Kurzzeit oder Ultra-Kurzzeit Behandlung (4 Spritzen) (Ausnahme: Hausstaubmilbe) durchgeführt. Die Erfolgsraten liegen bei weit über 80 %.

Weitere Informationen zur Hypo­sensibilisierung

Wann sollte eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden?

Sind symptomatische Maßnahmen bei der Behandlung von allergischen Erkrankungen (Heuschnupfen, Insektengiftallergien, Hausstauballergie) nicht ausreichend, ist es notwendig, eine spezifische Immuntherapie durchzuführen. Indikationen für die Durchführung einer solchen Therapie sind ausgeprägte Allergie Symptome (Augentränen, Nasenlaufen, verstopfte Nase, heftiger Niesreiz, Atemwegsbeschwerden) zunehmende und lang andauernde Beschwerden. Die Impfung gegen Schimmelpilzsporen und Tierhaare (z. B. Katzenallergie) gilt als umstritten und wird selten durchgeführt.

Allergietest vor der spezifischen Immuntherapie

Zur Hyposensibilisierung steht heute eine Vielzahl von Präparaten für die verschiedensten Allergene zur Verfügung. Vor Einleitung der Therapie muss die Diagnose durch allergologische Testungen und RAST (Allergieantikörper) Bestimmungen gesichert sein. Die Hyposensibilisierung eignet sich insbesondere für junge Erwachsene und Kinder ab einem Alter von sechs Jahren.

Erfolgreiche Desensibilisierung

Der Erfolg der Hyposensibilisierungsbehandlung hängt auch von der Zahl der Sensibilisierungen ab. In über 80 % der Fälle kann durch die Therapie eine deutliche Besserung der Beschwerden erzielt werden, jedoch werden durch eine alleinige Hyposensibilisierung manche Patienten nicht vollkommen beschwerdefrei. Eine begleitende medikamentöse Therapie (Antihistaminika) ist dann manchmal zusätzlich notwendig.

Nur wenige stechende Insekten können beim Menschen eine Allergie auslösen. In Deutschland gehören hierzu Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen. Aufgrund der Verbreitung und ihrer Nähe zum Menschen sind Bienen und Wespen von besonderer Bedeutung. Verstärkte Gefahr besteht an schwül-heißen Tagen sowie bei Annäherung an die Nester der Insekten.

Allergische Reaktion der Haut

Bienen haben einen braunen Hinterleib und eine starke Behaarung. Vor allem von Mai bis August sind sie verbreitet, Wespen in den Monaten Juli bis September, wenn das Obst reif ist. An ihnen fällt die Taillierung („Wespentaille“) und ihre gelb schwarze Bänderung auf. Stiche von Bienen und Wespen bei Nichtallergikern bedingen höchstens eine lokale Reaktion mit Schmerz, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle. Auch wenn diese Reaktion sehr ausgeprägt ist, ist noch nicht von einer Insektengiftallergie auszugehen.

Bei Allergien gegenüber Bienen und Wespen kann ein Stich lebensbedrohlich sein. Insektengiftallergie Symptome, wie Juckreiz am ganzen Körper, Quaddeln, Kreislaufprobleme, Schluckbeschwerden und Atemnot, können auftreten. Dies erfordert eine rechtzeitige Behandlung.

Wespen- und Bienenstich Behandlung

Die Stiche von Bienen, Wespen, Hummeln oder Hornissen können bei einigen, sensibilisierten Menschen zu schweren lokalen oder allgemeinen allergischen Reaktionen führen. Wenn eine derartige Reaktion aufgetreten ist, führen wir eine exakte Diagnostik mittels Bestimmung der spezifischen Allergieantikörper (RAST) gegen Insektengiftallergene, sowie eine Prick- und Intracutan-Hauttestung durch. Bei einer positiven Reaktion veranlassen wir folgendes:

Versorgung mit einer Notfallapotheke (Allergie Medikamente), die der sensibilisierte Patient ständig mit sich tragen muss. Stationäre Einleitung einer Schnellhyposensibilisierung in einer allergologisch spezialisierten Klinik.

Nahrungsmittelallergie Symptome

Als Nahrungsmittelallergie bzw. Lebensmittelallergie bezeichnet man das Auftreten von Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfällen, Nesselsucht bis hin zum einem allergischen Schock, reproduzierbar nach Einnahme von bestimmten Nahrungsmitteln, ausgelöst durch einen immunologischen Mechanismus. Hiervon abzugrenzen ist die sog. Nahrungsmittelunverträglichkeit, wie bei Pseudoallergien. Die Symptomatik der Pseudoallergien kann der einer Nahrungsmittelallergie gleich oder ähnlich sein, es liegt jedoch keine allergische Ursache zugrunde. Ursachen können ein Enzymmangel, Bakterien, Giftstoffe und z.B. Mangelzustände sein. Bestimmte Allergene (einige Früchte und Gemüsearten) verursachen nur Symptome in Mund und Rachen, da ihre Allergenaktivität nach enzymatischer und säurebedingter Umwandlung zerstört ist.

Ein sehr wichtiges Allergen der Kindheit stellt die Kuhmilch dar. Es kann Symptome im Magen-Darm-Trakt, an den Atemwegen sowie an der Haut auslösen. Sie treten vor allem in der frühen Kindheit auf, im Erwachsenenalter sind sie äußerst selten. Wichtige Allergene befinden sich ebenfalls im Eiweiß, das Eigelb enthält nur einige wenige Allergene. Da die Allergene des Eiweißes zum Teil auch hitze- und säurestabil sind und auch enzymatisch nicht angegriffen werden können, können Sie sowohl auf rohe als auch auf gekochte Eier reagieren. Patienten mit Hühnereiweißallergie können gewöhnlich problemlos Hühnerfleisch essen, reagieren aber allergisch auf Impfstoffe, die aus hühnereiweißhaltigen Anteilen bestehen.

Fisch enthält sehr starke Allergene. Neben fischspezifischen Allergenen gibt es auch unspezifische Allergene, sodass etwa 50 % aller Patienten mit einer Fischallergie auch auf andere Fischspezies reagieren, während andere Patienten einige Fischspezies tolerieren.

Auch Fischallergene sind hitzestabil – Sie können also auf rohen aber auch auf gekochten Fisch allergisch reagieren. Bereits die Inhalation von Fischbestandteilen, z. B. in Form von Dampf beim Kochen, kann bei sehr empfindlichen Patienten Asthmaanfälle auslösen. Auch das Küssen einer Person, die gerade Fisch gegessen hat, kann in der Tat sehr gefährlich sein – sofern gegen den verzehrten Fisch eine Sensibilisierung (Allergie) vorliegt.

Getreidearten wie Weizen, Roggen, Gerste, Mais und Reis sind weltweit mit ca. 70 % der größte Teil der Nahrungsmittelproteine. Auch sie können gelegentlich allergische Reaktionen hervorrufen. Weitere wichtige Allergene sind Nüsse/Samen (Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln, Erdnüsse, Paranüsse, Sesam, Mohn, Sonnenblumenkerne), Gewürze (Kamille, Anis, Fenchel, Kümmel, Dill, Pfeffer, Koriander, Salbei, Pfefferminz, Basilikum, Liebstöckel, Zitronenmelisse) und Obst (Äpfel, Kirsche, Kiwi, Pfirsich), Gemüse (Sellerie, Karotten, Fenchel, Hülsenfrüchte, Soja, Paprika) sowie Schalentiere. Durch alkoholische Getränke kann es zu einer Verstärkung der Magen-Darm-Symptomatik aber auch der Haut- und Atemwegssymptomatik kommen.

Häufigkeit der Nahrungsmittelallergie

Insgesamt ist zu bemerken, dass die Häufigkeit einer Nahrungsmittelallergie sehr selten ist. Mit zunehmendem Alter nimmt die Häufigkeit sogar noch beträchtlich ab. Bestimmte Allergien, z. B. gegenüber Kuhmilch bilden sich meist im Laufe der frühen Kindheit, während Allergien gegenüber Obst erst in der Jugend und im Erwachsenenalter auftreten.

Die Kuhmilchallergie klingt mit zunehmendem Alter ab, auch Allergien gegenüber Sojabohnen und Eiern, während hingegen Sensibilisierungen auf andere Nahrungsmittel wie z. B. Nüsse, Schalentiere und Fisch meistens bestehen bleiben.

Diagnostik der Nahrungsmittelallergie

Die Diagnostik der Nahrungsmittelallergie gestaltet sich schwierig. Ziel ist es, einen Auslöser zu sichern, eine Pseudoallergie auszuschließen, sowie eine immunologische Sensibilisierung zu beweisen. Grundlage für die Diagnostik ist eine ausführliche Anamnese, die oftmals sehr schwierig und zeitaufwendig sein kann. Hierbei ist zu eruieren, welche Nahrungsmittel eingenommen wurden, welche Symptome auftraten, wie ausgeprägt die Symptome waren, wie groß der Zeitraum von Einnahme des Nahrungsmittels bis zum Auftreten der Symptome war und ob die Symptome reproduzierbar waren.

Hat man ein verdächtiges Allergen identifiziert, ist eine Eliminationsdiät durchzuführen. Dies bedeutet, dass das verdächtige Allergen gemieden wird. Sollte dies nicht zum gewünschten Erfolg führen, sind sogenannte Aufbau- oder Suchdiäten durchzuführen. Diese können gefolgt sein von oralen Provokationstests, bei welchen nicht allergische Mechanismen und Substanzen untersucht werden. Die Therapie einer Nahrungsmittelallergie besteht in der strikten Meidung des auslösenden Allergens, Hyposensibilisierungsbehandlungen zeigen hier nur sehr begrenzte Erfolge.

Nahrungsmittelallergien als Folge einer bestehenden Pollenallergie:

Zeigen Sie auf pflanzliche Nahrungsmittel (Obst, Gemüse) eine allergische Reaktion, so kann der Grund hierfür eine Pollenallergie sein. Es hat sich gezeigt, dass dieser Zusammenhang bei neun von zehn Patienten mit einer Nahrungsmittelunverträglichkeit zutrifft. Wenn Sie an Heuschnupfen leiden, sollten Sie folgenden Nahrungsmitteln besondere Beachtung schenken:

Bei Allergie gegen Pollen von Birke, Erle, Hasel:

Apfel, Birne, Pflaume, Aprikose, Pfirsich, Kirsche, Haselnuss, Paranuss, Walnuss, Erdnuss, Mandel, Sellerie, Karotte, Kiwi, Curry, Anis.

Bei Allergie gegen Pollen von Gräsern:

Soja (Bohne, Mehl, Milch), Getreidemehle, Erdnuss

Bei Allergie gegen Pollen von Kräutern (z. B. Beifuß):

Sellerie, Karotte, Kamille, Fenchel, Knoblauch, Kümmel, Petersilie, Sonnenblumenkerne, Curry, Paprika, Anis, Muskat, Zimt, Ingwer, Koriander, Pfeffer.

Was kann therapeutisch unternommen werden?

Die erste und effektivste therapeutische Maßnahme ist die Allergenkarenz, das heißt, besteht z. B. eine Allergie auf Haselnüsse, so dürfen diese nicht verzehrt werden. Eine Hyposensibilisierungsbehandlung wie sie z. B. bei Heuschnupfen durchgeführt werden kann ist bei Nahrungsmittelallergien nicht effektiv und sehr aufwendig. Es kann jedoch zu einer Besserung der Symptome nach Durchführung einer Hyposensibilisierungsbehandlung gegenüber Pollenallergenen (Kreuzallergie, s.o.) kommen. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von Allergie-Medikamenten, wie Antihistaminika und Kortisonpräparaten. Sehr sinnvoll sind Umstimmungstherapien im Rahmen der Naturheilverfahren (siehe gesonderte Naturheilverfahrenmerkblätter).

Die Neurodermitis /atopische Dermatitis / atopisches Ekzem ist die häufigste chronisch-entzündliche Hautkrankheit. Ca. fünf Prozent der westlichen Bevölkerung sind befallen. Als allergische Erkrankung ist sie häufig mit anderen allergischen Manifestationen, wie Heuschnupfen, Asthma bronchiale oder Nahrungsmittelallergien assoziiert. Die Symptome reichen von minimalen Erscheinungen, wie eingerissene Mundwinkel, Ohrläppchen oder Lidekzemen bis hin zu generalisierten, überinfizierten Ekzemen der gesamten Haut (Gesicht, Kopfhaut, Hände etc.). Für Laien ist beim Hautekzem der Unterschied zur Schuppenflechte und zum seborrhoischen Ekzem manchmal nicht sofort ersichtlich.
Der Verlauf ist (meist) schubweise, kann aber auch stationär sein. Oft ist die Haut sehr trocken. Weiterhin sind trockene, spröde Lippen, vermehrte Fältchen und dunkle Ringe um die Augen und seitlich gelichtete Augenbrauen häufig und typisch.

Weitere Informationen zu Neurodermitis

Ursachen von Neurodermitis

Als Ursachen sind eine genetische Disposition, die zu Störungen im Haut-Immunsystem und der Haut-Barrierefunktion führt. Häufig finden sich Sensibilisierungen gegen verbreitete Umweltallergene (Hausstaubmilbe, Pollen,Tierhaare) und gegen Nahrungsmittel. Die Erkrankung ist durch eine Reihe von Faktoren provozierbar: Infekte, (plötzliche) Klimaveränderungen, Schwitzen, bestimmte Textilien (Wolle) , Waschmittelrückstände , Allergien, insbesondere Nahrungsmittelallergien und häufig durch psychische Belastungen („Neuro“-dermitis). Die Haut ist oft mit Bakterien (Staphylokokkus aureus) und öfter auch mit Pilzen (Malassezia) sekundär überbesiedelt. Diese Besiedelung mit Infektionserregern erschwert die Abheilung.

Prophylaxe

Wie für andere allergische Erkrankungen, wie Atemwegsallergien, mehreren sich die Hinweise, dass die frühkindliche Sozialisation in einer „schmutzigen Umgebung“ auf einem Bauernhof schützend wirkt (Hygienetheorie). Hundekontakt schützt vor Neurodermitis, Katzenkontakt stellt dagegen, wie für Atemwegsallergien, einen Risikofaktor dar. Den Müttern wird empfohlen, mindestens 4 Monate lang ausschließlich zu stillen. Danach kann und soll zugefüttert werden, auch mit allergenen Nahrungsmitteln wie Hühnerei. Fischkonsum im ersten Lebensjahr scheint ebenso schützende Effekte zu haben wie Fischkonsum der Mutter in der Schwangerschaft. Der Grund ist, dass im 5.-12. Lebensmonat die Chance zur Entwicklung einer Immuntoleranz gegen diese Nahrungsmittel besonders groß ist. Fettleibigkeit in der Kindheit begünstigt die Entwicklung einer Neurodermitis.

Behandlung von Neurodermitis

Die Behandlung der Neurodermitis muss individuell stadiengerecht und kombiniert erfolgen. Die Basistherapie in Schüben und bei stärkeren Entzündungen ist und bleibt die äußere Behandlung mit Corticoiden. Hier sollten Präparate mit geringer Potenz zur Hautverdünnung und diese nur über einen begrenzten Zeitraum (bis 4 Wochen) kontinuierlich verabreicht werden. Als antientzündliche Alternative sind in den letzten Jahren die Calcineurin-Inhibitoren Tacrolimus (Protopic) und Pimecrolimus (Elidel) hinzugekommen. Dies sind zwar nicht so stark wirksam wie Corticoide, beinhalten aber nicht das Risiko der Hautverdünnung. Pressemeldungen über eine mögliche Induktion von Lymphomen bei langzeitiger Anwendung haben sich bei Überprüfung nicht bewahrheitet.

Im subakuten und chronischen Stadium steht die Wiederherstellung der gestörten Hautbarriere im Vordergrund. Diese kann durch wirkstofffreie Basis-Cremes und Salben erfolgen. Die konsequente prophylaktische Anwendung dieser Präparate bei gefährdeten Kindern kann den Ausbruch einer Neurodermitis verhindern. Zur Nachbehandlung nach erfolgreich behandeltem Schub hat sich in den letzten Jahren die sogenannte „proaktive Therapie“ etabliert. Hier werden zur Verhinderung neuer Schübe 2x wöchentlich Corticoidpräparate oder Tacrolimus (Protopic) auf die zuvor entzündeten Areale aufgetragen. An den restlichen Tagen wird mit Pflegecremes behandelt. Die Behandlung mit äußeren Vitamin B12-Präparaten hat, entgegen den publizierten Mediendarstellungen, nur schwache, ungenügend dokumentierte Effekte.

Ergänzend kann eine Lichttherapie gut symptomlindernd und abheilungsfördernd wirken. Gut untersucht ist die Wirksamkeit von 311nmUVB-Licht und dem langwelligen UVA1-Licht. In neueren Untersuchungen zeigt die Blaulichttherapie (400-500 nm) ebenfalls gute Effekte ohne die potentiellen Risiken einer Corticoid- oder UV-Licht-Therapie. Innerlich werden bei starkem Juckreiz Antihistamine gegeben, tagsüber nicht sedierende, abends auch sedierende zur Schlafförderung. In schweren Fällen kommen Immunmodulatoren, wie Ciclosparin A, Methotrexat, Azothioprin und Mycophenolsäure zum Einsatz. Eine grundsätzlich bakterienhemmende Therapie ist wegen der gehäuften Besiedelung der Neurodermitikerhaut mit Bakterien (Staphylokokken) sinnvoll. Hier hat sich die Substanz Fusidinsäure (z.B. Fusicutan, Fucidine) etabliert.

Kosmetik: Bei der Auswahl von Pflegeprodukten sind einige Faktoren zu berücksichtigen: Anwendung reichhaltiger Feuchtigkeitscremes mit physiologischen Fetten (z.B. Squalen, keine Vaseline). Evtl Zusatz von Moisturizern (z.B. Harnstoff, Glycerin, Hyaluronsäure, Ektoin). Dekorative Kosmetik nicht zu fettig. Vorsicht bei Konservierungsmitteln und Emulgatoren (auch Wollwachsalkohole). Bei fraglicher Unverträglichkeit muss ein Allergietest durchgeführt werden. Neurodermitiker brauchen ein spezielles Wohnklima.

Die Temperatur sollte etwa 20 Grad, die Luftfeuchtigkeit über 50 %, besser noch über 60 % betragen. Stellen Sie, insbesondere während der Heizperiode, Luftbefeuchter auf, oder hängen sie zumindest nasse Handtücher auf. Kontrollieren Sie das Raumklima mit Hygrometern. Meiden Sie jede Reizung Ihrer ohnehin geschädigten Haut. Tragen Sie beispielsweise bei allen Tätigkeiten, die die Hände belasten, wie Geschirrspülen, Putzen, Autoreparaturen usw. immer Gummihandschuhe und darunter, falls nötig, dünne Baumwollhandschuhe. Tragen Sie nur Kleidung aus gekämmter Baumwolle auf der Haut. Wolle und andere tierische Fasern (Kamelhaar, Felle) sind zu meiden.

Vermeiden Sie alles, was Juckreiz provoziert, z. B. starkes Schwitzen (wenn Sie auf schweißtreibende Sportarten und Sauna nicht verzichten wollen, duschen Sie zumindest unmittelbar danach kühl und cremen Sie anschließend die noch feuchte Haut ein). Oft entscheidend für den therapeutischen Fortschritt ist das Schaffen einer ausgeglichenen Psyche. Neurodermitiker neigen zu großem Ehrgeiz und zur Überforderung, die sich ungünstig auf die Erkrankung auswirken können. Achten Sie auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Beruf und Freizeit, zwischen geistiger und körperlicher Betätigung und auf genügend Schlaf. Stellen Sie, wenn irgend möglich, psychische Belastungen ab.

Über Möglichkeiten eines Entspannungstrainings und über manchmal nötige psychotherapeutische Verfahren informieren wir Sie. Falls Sie eine ausgeprägte Neurodermitis haben (bzw. Ihr Kind), verbringen Sie Ihre Urlaube am Meer (vorzugsweise Nordsee) oder im Hochgebirge. Meistens besteht ein Teufelskreis zwischen Juckreiz, Kratzen und Hautveränderungen. Bei starkem Juckreiz werden Ihnen in der Regel juckreizlindernde Medikamente verschrieben. Das Kratzen müssen sie allerdings selbst vermeiden. Cremen Sie sich bzw. Ihr Kind vor dem Schlafengehen noch einmal gründlich ein, Peelings (z.B. Fruchtsäure-Peelings) sind für Neurodermitiker wegen der gestörten Hautbarriere meist nicht zu empfehlen. Das gleiche gilt für Microdermabrasion und Needling-Behandlungen.

Was können Sie selbst tun?

Helfen Sie uns bei der Ermittlung der individuellen Provokationsfaktoren. Beobachten Sie, in welchen Situationen, nach welchen Ereignissen, bei welchen klimatischen Verhältnissen Hautveränderungen und Juckreiz auftreten oder sich verschlimmern. Schreiben Sie Nahrungsmittel auf, die Sie erfahrungsgemäß nicht vertragen oder die Sie nicht mögen (bzw. Ihr Kind). Zu meiden sind Zitrusfrüchte, scharfe Gewürze und stark gesäuerte Lebensmittel, evtl. auch Tomaten, Paprika, Fisch, Schokolade, Nüsse, Weißwein (je nach Verträglichkeit). Stillen Sie Ihr Kind mindestens 4 Monate ausschließlich. Geben sie häufig allergene Nahrungsmittel, wie Nüsse, Hühnerei und Fisch erst ab dem 5. Lebensmonat. Essen Sie in der Schwangerschaft ruhig 1-2x pro Woche Fisch.

Halten Sie möglichst keine Katzen. Hunde dagegen senken gemäß derzeitigen Erkenntnisstand das Risiko für die Entstehung einer Neurodermitis. Die beste Prophylaxe scheint das Aufwachsen auf dem Bauernhof zu sein. Gleichzeitig bestehende Atemwegsallergien (Heuschnupfen, Asthma) müssen behandelt werden, wenn möglich, durch eine Hyposensibilisierungsbehandlung. Intensiver Pollen- und Tierhaarkontakt soll gemieden werden. Achten Sie darauf, dass sich in Ihrem häuslichen Bereich keine Schimmelpilze halten können (Bad, Keller).

Hausstaubmilbenallergien sind häufig, schaffen Sie deshalb ein hausstaubarmes Milieu (häufig staubsaugen, keine Staubfänger). Bei nachgewiesener Hausstaubmilbenallergie sollten Teppichböden, Vorhänge und Polstermöbel aus dem Schlafraum entfernt werden. Das Bett sollte möglichst eine Schaumstoffmatratze (keine Rosshaarmatratze!), die Bettdecken eine Synthetik- oder Baumwollfüllung (keine Bettfedern) enthalten, die Überzüge sollen aus Baumwolle sein, tragen Sie einen langärmeligen Baumwollschlafanzug und, wenn nötig, dünne Baumwollhandschuhe und –socken. Besonders bei Kindern können Kratzeffekte so gemindert werden. Bei Juckreiz tagsüber soll nicht gekratzt werden, sondern sofort eingecremt werden (“schmieren statt kratzen”), manchmal hilft auch eine kurze kalte Dusche (danach eincremen).

Halten Sie sich möglichst genau an unsere Therapieanweisungen. Die Basis jeder Neurodermitisbehandlung ist zunächst immer die Beseitigung der Entzündung der Haut und des Juckreizes und die Wiederherstellung des gestörten Hautmilieus. Diese erfordert eine konsequente Hautpflege mit Pflegecremes, wodurch die gestörte Hautbarriere wieder hergestellt und die Entzündungsbereitschaft gemildert wird. 2-3mal pro Woche sollten fettende Bäder durchgeführt werden mit folgenden Badebedingungen:
– Badetemperatur 34 – 36 Grad Celsius.
– Badedauer 5 – 10 Minuten.
– Nach dem Baden nicht gleich abtrocknen, sondern Badeöl 5 – 10 Minuten einwirken lassen.
– Falls nötig, noch feuchte Haut eincremen.

Entzündungshemmende Cremes und Salben einmal abends auftragen. Keine Angst vor Cortison! Wir werden es grundsätzlich nur einsetzen, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichen und dann nur kurzfristig. Außerdem werden wir Ihnen nur neuere Präparate verordnen, die ihre Unschädlichkeit in Langzeituntersuchungen bewiesen haben und auch für die Behandlung von Säuglingen zugelassen sind.

Bei sachgerechter und nur kurzfristiger Anwendung solcher Präparate sind keinerlei unerwünschte Wirkungen zu erwarten. Bei leichteren Entzündungen verschreiben wir Ihnen andere, cortisonfreie Mittel. Nach Abklingen der entzündlichen Phase muss der Zustand mit speziellen Hautpflegecremes gehalten werden. Wenn Sie diese Ratschläge beherzigen und sich exakt an die Therapieanweisungen halten, werden sich Ihre Geduld und Ihr Einsatz lohnen!

Allergische Erkrankungen haben in den letzten Jahrzenten zugenommen. Doch nicht immer handelt es sich wirklich um eine Allergie. Von einer Allergie spricht man, wenn es sich um eine überschießende Reaktion des Immunsystems gegenüber bestimmten körperfremden Substanzen aus der Umwelt handelt. Die allergische Reaktion kann in ihrer Ausprägung sehr unterschiedlich sein. Daher sollte die Diagnose von einem Facharzt gestellt werden.

Das Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese) dient als Grundlage für weitere Untersuchungen. Hierbei wird eine eventuelle familiäre Veranlagung erfragt und erfasst, welche allergischen Symptome vorliegen und ob Allergien bereits in der Vergangenheit aufgetreten sind. Manchmal können bereits Schlüsse über eventuelle Allergieauslöser gezogen werden.
Sind weitere diagnostische Schritte nötig, sollte ein Allergietest erfolgen. Wir bieten in unserer Praxis in München zur Abklärung von Allergien eine breite Palette an modernen Untersuchungsverfahren an.

Verfahren

IgE und RAST

Laboruntersuchungen zur Bestimmung der auf Atopie (Allergie) hinweisenden gesamten und spezifischen IgE- (Allergie-)-Antikörper. Bei erhöhten Werten und positivem Haut-Prick-Test ist meist eine Indikation zur Behandlung gegeben.

Prick-Testung

Der Prick-Test, bei dem Allergenlösungen (z. B. Pollenextrakte) in die Haut eingestochen werden, zeigt Sensibilisierungen gegenüber verbreiteten Umweltallergenen, wie Pollen, Hausstaub, Tierhaar, Schimmelpilzen und Nahrungsmitteln an.

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Arzneimitteltestungen

Diese werden als Prick-, Intracutan- und als Provokationstestungen durchgeführt.

Insektengifttestungen

Erfolgen bei positiver Anamnese (ungewöhnliche Reaktion auf Insektenstich) mittels Allergie-Antikörper-Bestimmung (RAST) und Provokationstestung (Klinik).

Provokationstestungen

Wir führen nasale, konjunktivale und orale Provokationstestungen mit verdächtigen Allergenen durch.

Nahrungsmitteltestungen

Erfolgen durch Pricktestung, RAST-Bestimmungen und ggf. orale Testung bzw. Eliminations- und Additions-Diäten.

Epicutantestungen

Pflastertestungen zur Diagnostik von Kontaktallergien (z. B. gegen die häufigen Allergene Nickel oder Duftstoffe).

Die Akne vulgaris ist eine typische Erkrankung des Pubertätsalters (Pubertätsakne) und beginnt meist im Alter von 9-13 Jahren. Die Akne ist eminent häufig. Es sind heute 85 – 90 % der Jugendlichen in den westlichen Industrienationen befallen, was mit dem westlichen Ernährungsstil in Verbindung gebracht wird. Jungen und Mädchen sind gleich häufig betroffen, Jungen aber wegen des höheren Anteils an Testosteron meist schwerer. Die gewöhnliche Akne klingt meist bis zum 25. Lebensjahr ab.

Auf der Grundlage einer erblichen Disposition wandeln sich die Talgdrüsen durch die in der Pubertät vermehrt ausgeschütteten Geschlechtshormone, insbesondere durch das männliche Hormon Testosteron, um. Sie steigern ihre Aktivität, was zu einer fettigen Haut führt, besiedeln sich leichter mit bestimmten Bakterien (Propionibakterien), was dann zu entzündlichen Umwandlungen der Talgdrüsen und ihrer Ausführungsgänge (“Poren”, Follikel) führt. Hierbei werden von den Propionibakterien aus dem Talg aggressive “freie Fettsäuren” abgespalten, die dann zur Entzündung führen. Zusätzlich kommt es in den Poren zu verstärkten Verhornungen, wodurch der Talgabfluss behindert wird. Dadurch bilden sich kleine Talgsäckchen (Mitesser, Komedonen) und manchmal auch größere Talgzysten.
Nicht nur das Gesicht kann von Akne oder Pickeln betroffen sein, es können sich auch Pickel am Rücken und auf der Brust bilden. Die Hautunreinheiten werden meist als störend empfunden und können die Lebensqualität der Betroffenen beeinflussen.

Sonderformen der Akne

Akne tarda (Spätakne) tritt nach dem 25. Lebensjahr auf oder besteht bis in die 30er Jahre fort. Bei Frauen tritt sie häufiger auf und befällt eine v-förmige Zone im Gesicht, bei Männern eine u-förmige Zone an den seitlichen und unteren Gesichtspartien.

Die schwerste Form der Akne ist die Akne conglobata, die mit tiefgehenden Entzündungen und Abszedierung, Fistel- und Knotenbildung einhergeht. Sie ist schmerzhaft und die Gefahr der Narbenbildung ist groß.

Bei der Akne inversa bildet sich eine Entzündung in den Haarwurzeln im Achsel- und Schamhaarbereich. Die schmerzhaften Knoten können sich im weiteren Verlauf zu Abzessen und Fisteln unter der Haut entwickeln.

Begünstigende Faktoren für Akne:

  • falsche, zu fettige Pflege (v. a. bei Spätakne)
  • beruflicher Kontakt mit Fett (Vaseline, Öl, Teer)
  • Medikamente, wie Cortison, B-Vitamine, INH
  • Schwitzen
  • evtl. falsche Ernährung (Schokolade, Milchprodukte, Zucker, Schweinefleisch, Kartoffelchips)
  • bei manchen Menschen durch Sonnenlicht provozierbar (“Mallorca-Akne”)
  • Hormonstörungen oder Hormongaben (Anabolika!) Die Akne ist, auch in ihrer eitrig-pustulösen Form, nicht ansteckend!

Wie wird Akne behandelt?

Frei verkäufliche Akneprodukte bringen oft keinen genügenden Effekt. Deshalb müssen bei ausgeprägteren Aknefällen hochwirksame, rezeptpflichtige Medikamente äußerlich und innerlich eingesetzt werden. Die Funktionsstörungen werden hierbei gezielt beeinflusst:

Der vermehrte Talgfluss wird durch häufige Reinigung mit entfettenden Substanzen (Syndets, Papiertücher, alkoholische Lösungen und durch talghemmende Medikamente (Vitamin-A-Säure, Pille, austrocknende Präparate) behandelt.

Die Verhornung der Follikelöffnungen (Poren) wird mit Schleifpartikeln (z. B. Brasivil), mittels JetPeel, Microdermabrasion oder Chemical Peeling oder medikamentös (Vitamin-A-Säure, Salizylsäure) beeinflusst.

Die Entzündung wird durch lokale und orale Verabreichung von Antibiotika (Clindamycin, Tetrazykline, Erythromycin) und lokal durch benzoylperoxidhaltige Präparate behandelt. Antibiotika können in niedriger Dosis über einen langen Zeitraum erforderlich sein. Unterstützend wirken hier Umschläge mit grünem Tee günstig. Gute entzündungshemmende Wirkungen entfaltet auch hochdosiertes Farblicht (rot oder blau). Es wird u. a. die Dichte der Propionibakterien vermindert.

In schweren Fällen mit Narbengefahr oder bei der therapieresistenten Spätakne wird Vitamin-A-Säure innerlich gegeben (z. B. Aknenormin). Die Behandlung ist hochwirksam, muss aber über einen längeren Zeitraum (in der Regel 4-6 Monate) fortgesetzt werden. Sie erfordert aber eine genaue Einhaltung der Behandlungsanweisungen. Frauen dürfen während der Behandlung nicht schwanger werden. Alle vier Wochen müssen eine Blutuntersuchung und ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden. Sonnenlichtexposition und Alkoholkonsum müssen reduziert werden.

Welche neueren Behandlungen gibt es?

Unterstützend bieten wir folgende weitere Behandlungen an:

Die Aknetoilette

Hier wird die Haut nach Bedampfung gründlich ausgereinigt, anschließend werden eine entstauende Gesichtsmassage durchgeführt und beruhigende Masken und Packungen aufgelegt. Die Behandlung wird alle 4 Wochen wiederholt.

Das JetPeel

Dies ist eine neuartige High-Tech-Methode zur Akne- und Anti-Aging-Behandlung. Mit hoher Geschwindigkeit (720 km/h) wird ein Wasser-Gasgemisch auf die Haut „geschossen“ und diese dadurch wie mit einem Hochdruck-Dampfstrahlgerät grundgereinigt. Diese Tiefenreinigung erleichtert die Abheilung und macht die Haut durchlässiger. In einem zweiten Schritt werden dem Luftstrahl dann Substanzen, wie Fruchtsäure, Medikamente, Vitamine oder Hyaluronsäure (als Anti-Aging-Maßnahme) zugegeben, die dann leichter eingeschleust werden können. Die Behandlung dauert 1 Stunde und ist nicht schmerzhaft. Das JetPeel eignet sich hervorragend als Basisbehandlung aller Akneformen 1-2x im Monat.

Die Lichttherapie

UV-Bestrahlungen mit selektivem UVA und NB-UVB-Licht wirken gut gegen die Entzündungen und gegen die Verhornungen, außerdem wirken sie antibakteriell. Manche Medikamente vertragen sich allerdings nicht mit UV-Licht. Die UV-Lichttherapie ist wegen möglicher UV-Lichtschäden heute weitgehend durch die unbedenkliche hochdosierte Farblichttherapie ersetzt worden.Neu in der Aknebehandlung ist der Einsatz der Farblichttherapie. 10-20 minütige hochdosierte Blaulicht- (420nm) oder Rotlichtbestrahlungen (600nm) helfen insbesondere bei leichten und mittelschweren Formen der Akne Medikamente einzusparen oder sogar wegzulassen (z. B. bei Schwangeren und Stillenden).

Die Microdermabrasion

Dieses Verfahren hat sich weltweit zur Besserung des Hautbildes etabliert. Es werden feine Kristalle oder Kunstoffkügelchen mit hohem Druck auf die Haut geschossen, gleichzeitig mit einem Vakuum wieder abgesaugt. Dadurch werden abgestorbene Hornhautschuppen und Verhornungen beseitigt und die Hautoberfläche geglättet. Gleichzeitig werden Regenerationsvorgänge in der Haut begünstigt.

Chemical-Peeling

Das chemische Peeling wird mit unterschiedlich starken Säuren durchgeführt. Diese führen zu einer Denaturierung (Gerinnung) von Eiweißmolekülen in der Hornschicht und Oberhaut. Hierdurch kommt es, je nach Stärke der Säure, zu einem mehr oder weniger deutlich sichtbaren weißen sog. „Frosting“ (weiße Verfärbung). Das zerstörte Eiweiß wird nach einigen Tagen in Form einer bräunlichen Kruste abgestoßen. Je nach Stärke der verwendeten Säure wird dadurch ein leichter oder stärkerer Schälungsprozess eingeleitet, der zu einer Regeneration der Haut durch Neubildung von neuen Oberhautzellen führt.

AGNES-Radiofrequenz-Behandlung

Bei der Nadel-Radiofrequenzbehandlung AGNES werden zur Hälfte mit Teflon isolierte Titannadeln in Oberflächenanästhesie in die Akneknoten und -Pusteln eingestochen. Anschließend wird ein kurzer Radiofreqenz-Stromimpuls ausgelöst, der den Akneknoten auf 80oC erwärmt. Dadurch werden die Propionibakterien im Talgdrüsenfollikel abgetötet und die vergrößerten und entzündeten Talgdrüsen zerstört. Die Akneknoten heilen anschließend innerhalb von wenigen Tagen ab.

Behandlung von Aknenarben

Bei Aknenarben setzen wir Laserbehandlungen, Chemical Peelings, chirurgische Narbenkorrekturen, Vereisungs- und Schleifbehandlungen ein. Die modernsten Verfahren sind fraktionale CO2- und Er:YAG-Laserbehandlungen und tiefere Peelings mit verschiedenen Säuren. Operative Verfahren und Schleifbehandlungen werden in speziellen Narbensituationen eingesetzt. Besser ist natürlich, durch rechtzeitige Behandlung eine Narbenbildung zu verhindern. Über die einzelnen Verfahren zur Narbenbehandlung informiert ein eigenes Merkblatt.

Behandlung von Aknenarben

Nach einer schweren Akne, wie zum Beispiel der Akne conglobata, können tiefe Aknenarben auftreten, die besonders im Gesicht als sehr störend empfunden werden. Die Narben von Aknepickeln können erhaben, flach oder tief sein. Sogenannte Eispickelnarben sind am häufigsten, sie haben eine eingesunkene Form und fühlen sich so an, als wenn ein kleiner Eispickel in die Haut geschlagen hätte.

Bei Aknenarben setzen wir Laserbehandlungen, Chemical Peelings, chirurgische Narbenkorrekturen, Vereisungs- und Schleifbehandlungen ein. Die modernsten Verfahren sind fraktionale CO2- und Er: YAG-Laserbehandlungen und tiefere Peelings mit verschiedenen Säuren. Operative Verfahren und Schleifbehandlungen werden in speziellen Narbensituationen angewendet. Besser ist natürlich, durch rechtzeitige Behandlung der Hautunreinheiten eine Narbenbildung zu verhindern. Die Pickel sollten entfernt sein, bevor mit der Behandlung der Narben begonnen wird.

Behandlung von atrophischen Aknenarben

Atrophische Narben entstehen durch tiefreichende, langfristige Entzündungen und Eiterungen, besonders wenn an den Knoten und Pusteln herummanipuliert wird. Die eingesunkenen Narben belasten die Betroffenen psychisch oft schwer. Es ist verständlich, dass der Wunsch aufkommt, die Pickelnarben entfernen zu lassen.

DERMAROLLER und MCURE Multiple Micro-Punktionen der Haut sind zur Anregung der Zell- und Bindegewebsregeneration insbesondere bei Aknenarben gut geeignet. Nach der Punktion können Medikamente leichter eingeschleust werden.

Die Microneedling-Behandlung: Durch Einstechen zahlreicher feiner Nadeln mittels einer Kunststoffwalze (Dermaroller) oder eines motorbetriebenen Stempels (MCure) werden Akneknötchen eröffnet und Aknenärbchen punktiert. Durch die Mikroverletzungen werden Wachstumsfaktoren ausgeschüttet, was zum einen die Abheilung beschleunigt und zum anderen zur Neubildung von Collagenfasern führt, was die Narben glättet.

Fraktionale Laserbehandlung

Zur Behandlung der Aknenarben hat sich die fraktionale Behandlung mit dem CO2-Laser etabliert. Mit einem Scanner gesteuert, werden hier winzige Löcher in die Haut geschossen, die von der umgebenden, unbehandelten Haut aus heilen. Dabei wird neues Kollagengewebe aufgebaut, das die Haut glättet und strafft.

Minimal-invasive fraktionale Radiofrequenz Mikroneedling-Behandlung (FRM)

Bei der FRM-Behandlung (Genius) wird das Handstück des Radiofrequenzgerätes mit 49 feinen, beschichteten Goldnadeln auf das zu behandelnde Hautareal gesetzt und eingestochen (Microneedling). Zwischen den nicht isolierten Spitzen wird Radiofrequenzstrom in das Gewebe der Lederhaut abgegeben, wodurch sie auf ca. 70 Grad erwärmt wird. Dadurch kommt es zu einer Hitzeschrumpfung der Kollagenfasern und zu einer Ausschüttung von Wachstumsfaktoren, wodurch neues Kollagengewebe aufgebaut wird. Die Eindringtiefe der Einweg-Nadeln kann je nach Behandlungsziel, Diagnose und Lokalisation zwischen 0,5 und 2mm variiert und modifiziert werden (tiefe epidermale oder oberflächlich dermale Wirkung). Die Nadeln werden durch einen automatischen Mechanismus in Millisekunden vertikal in die Haut eingeschossen und direkt wieder zurückgezogen, wie mit einem Stempel. Die Mikroverletzungen an den Eintrittsorten der Nadeln verschließen sich nach kurzer Zeit wieder, womit die Barriere der Haut als Schutzschicht erhalten bleibt und sich das Risiko von Nebenwirkungen verringert.Radiofrequenz: In dem Moment, in dem die Nadelspitze durch die Epidermis hindurchgedrungen ist, gibt das Gerät über die Spitzen bipolaren Radiofrequenzstrom ab.

Das Bindegewebe um die Nadelspitzen wird dabei kurzzeitig auf 70 Grad erwärmt. Dadurch kommt es zur Hitzeschrumpfung der Collagenfasern. Durch das Microneedling und die Radiofrequenzwärme wird zusätzlich ein starker Reiz gesetzt, neues Collagengewebe aufzubauen. Innerhalb von 2-4 Monaten strafft und verdickt sich die Haut und die Narben flachen sich ab.

Laser-Skin-Resurfacing

Das Skin-Resurfacing mit dem ultragepulsten CO2-Laser und dem Erbium-YAG-Laser ist die stärkste „Waffe“ zur Behandlung von Gesichtsnarben. Es werden zum einen in mehreren Schichten hauchdünne Hautschichten über dem Narbenareal verdampft, zum anderen wird die darunterliegende Lederhaut stark erwärmt, wodurch sich die pathologisch angeordneten Collagenfasern zusammenziehen und im Laufe von 1-3 Monaten neu organisieren. Diese hochwirksame Behandlung erfordert eine umfassende Vor- und Nachbehandlung.

Behandlung von hypertrophen (wulstigen) Narben und Keloiden

Hypertrophe Narben und Keloide entstehen in bestimmten Regionen (Brust, Schultern) bei genetischer Disposition. Sie können durch Manipulationen wachsen und verursachen öfter juckende oder schmerzende Beschwerden.

Hier gibt es ebenfalls neue moderne Behandlungsmethoden:

  • Die Standard-Behandlung ist die wiederholte (4-6-malige) Vereisungsbehandlung mit flüssigem Stickstoff und die Einspritzung von Cortison-Kristallen. Diese lösen sich innerhalb von 4 Wochen auf und bewirken eine Narbenabflachung und –erweichung.
  • Nach der Abflachung wird eine mehrmalige Behandlung mittels Microneedling (Dermaroller) durchgeführt, wodurch die narbigen Collagenfasern durchtrennt und anschließend neu angeordnet werden.
  • Ergänzt wird die Behandlung durch eine neuartige Erbium-YAG-Lasertherapie, mit der die Narben gleichzeitig abgetragen und durch einen Wärmeimpuls die Neubildung von neuem, normal strukturiertem Collagengewebe angeregt wird, das das verhärtete Narben-Collagen ersetzt.

Narbenbehandlung

Nach Narbenbehandlungen muss folgendes beachtet werden:

  • 3 Monate Nachbehandlung mit einem Narben-Silikongel (Dermatix, Kelokote)
  • 6 Wochen Sonnenlicht meiden
  • Konsequente Lokaltherapie, falls noch entzündliche Akneerscheinungen auftreten

Aktinische Keratosen/Präkanzerosen

Bei Keratosen / Präkanzerosen handelt sich um verhornende, deshalb raue, schuppige, mehr oder weniger stark gerötete, linsen- bis centgroße Bezirke in überwiegend lichtexponierten Arealen der Haut (Kopf, insbesondere bei Glatzenträgern, Gesicht, Ohren, Handrücken, Brust, Schultern). Diese Veränderungen sind ausschließlich sonnenbedingt und Folge einer übermäßigen UV-Strahlenbelastung der Haut in diesem Areal im Laufe des Lebens. Häufig finden sie sich daher auch auf chronisch lichtgeschädigter Haut, die durch Pigmentverschiebungen, Äderchenbildung, Hautverdünnung und verstärkter Faltenbildung gekennzeichnet ist. Der volkstümliche Ausdruck für aktinische Keratosen ist Sonnenwarzen.

Die Zellen der aktinischen Keratosen weisen im Mikroskop Veränderungen auf, wie man sie bei beginnenden bösartigen Hauttumoren (Spinaliom = Stachelzellkrebs) findet, allerdings quantitativ nicht in dieser Ausprägung. Sie verhalten sich zunächst biologisch gutartig, gehen aber oft nach mehreren Jahren in ein bösartiges spinozelluläres Karzinom über. Aktinische Keratosen werden auch als Frühformen oder Vorstufen des weißen Hautkrebses bezeichnet. Da sie nicht spontan rückbildungsfähig sind, ist eine Behandlung und vollständige Entfernung erforderlich.

Aktinische Keratose Therapie

Das Ausschneiden ist in aller Regel nicht erforderlich. Ältere Behandlungsverfahren sind Kürettage (scharfer Löffel), Kryo-Therapie (Vereisung), Dermabrasion (Schleifbehandlung), elektrochirurgische Entfernung. Diese Verfahren sind zwar einfach und effektiv, hinterlassen aber oft deutlich sichtbare Spuren, wie Pigmentveränderungen oder gar Narben. Moderne Verfahren erzielen schonende Entfernungen bei optimalen kosmetischen Ergebnissen.

Ablative Lasertherapie

Dieses Verfahren eignet sich optimal bei einzelnen aktinischen Keratosen. Es werden zunächst die aktinischen Keratosen in Lokalanästhesie flach tangential mit dem Skalpell abgetragen, um Gewebsmaterial für die histologische Untersuchung zu gewinnen. Anschließend werden die Areale mit dem CO2- oder Er:YAG-Laser geglättet und dadurch auch die restlichen veränderten Zellen entfernt. Die gelaserten Stellen werden dann noch mit einem wasserfesten Silikonlack versiegelt, wodurch sie gleich gewaschen werden können. Zur Nachbehandlung sollte täglich zweimal eine desinfizierende Wundsalbe aufgetragen werden. Die Abheilung erfolgt in der Regel ohne sichtbare Spuren innerhalb von 10-14 Tagen.

Fraktionale Lasertherapie

Bei großflächigem Befall („Field cancerization“) und bei sehr vielen aktinischen Keratosen wird eine großflächige Behandlung mit dem fraktionalen CO2-Laser durchgeführt. Hierbei werden zahlreiche, dichtstehende kleine „Löcher“ in die Haut „geschossen“. Aus der umgebenden Haut wachsen neue, gesunde Hautzellen in die „Löcher“ ein und verschließen diese. Die Abheilung erfolgt sehr schnell innerhalb weniger (3-5) Tage. Die erkrankten Zellen werden damit durch gesunde ersetzt. Die Behandlung erzeugt meist eindrucksvolle Effekte und insbesondere hervorragende kosmetische Ergebnisse, da die Haut gleichzeitig gestrafft und „verjüngt“ wird.

Medikamentöse Therapie

Eine gute, nicht invasive Alternative zur Laserbehandlung stellt die medikamentöse Behandlung mit dem Immunmodulator Imiquimod (Aldara) oder mit den Zytostatika Ingenolmebutat (Picato) oder 5-Fluor-Uracil (Actikerall, Efudix) dar. Die Substanzen werden in Creme- oder Gelform über sechs Wochen auf die aktinischen Keratosen appliziert. Es entsteht eine Entzündungsreaktion, wodurch die pathologischen Zellen vollständig zerstört und entfernt werden. Das Verfahren ist einfach in der Anwendung und erbringt hervorragende kosmetische Ergebnisse. Nachteilig und limitierend ist allerdings die Entzündungsreaktion, die die behandelten Areale für 4-6 Wochen in düsterrote, verkrustete und teils nässende Areale verwandelt. Die Methode ist auch zur Behandlung von flachen Basaliomen gut geeignet, insbesondere in Arealen, in denen wegen möglicher unschöner Narbenbildung nicht gern operiert wird (z. B. Dekolleté).

Photodynamische Therapie

Bei großflächigem Befall und stark lichtgeschädigter Haut bietet sich als zusätzliche Maßnahme eine spezielle moderne Lichtbehandlung an. Hierbei wird zunächst eine lichtsensibilisierende Substanz, 5-Delta-Aminolaevulinsäure (Metvix, Ameluz), auf die Haut aufgetragen. Diese muss drei Stunden lang unter einem lichtdichten Verband einwirken. Nach dieser Zeit ist die Substanz, wegen eines bei bösartigen Zellen veränderten Stoffwechsels, isoliert in diesen Zellen aufgenommen, nicht dagegen in gesunden Zellen. Durch eine anschließende halbstündige Bestrahlung mit einem speziellen, „kalten“ Infrarotlicht (Hydrosun, BF-RhodoLED, LEDA) werden die mit der 5-Delta-Aminolaevulinsäure beladenen (bösartigen) Zellen selektiv zerstört und durch gesunde Zellen ersetzt. Die Bestrahlung führt für einige Tage zu einer sonnenbrandähnlichen Reaktion mit Rötung, Schuppung, gelegentlich auch Schwellung und Krustenbildung. Die Behandlung wird im Allgemeinen zweimal im Abstand von zwei Wochen durchgeführt.Nach einer Einwirkungszeit von 3 Stunden kann die Ausdehnung der betroffenen Hautveränderungen unter Betrachtung mit einer speziellen UV-Lichtlampe (Wood-Licht) identifiziert und markiert werden und in Abhängigkeit davon die weitere Behandlung, z. B. auch der Sicherheitsabstand für eine geplante Operation oder Laserbehandlung, festgelegt werden.

Die Photodynamische Therapie kann unmittelbar anschließend durchgeführt werden. Dazu werden die betroffenen Hautareale für 30 Minuten mit einem speziellen „kalten“ Infrarotlicht bestrahlt. Unter dem Lichteinfluss werden die mit ALA angereicherten Tumorzellen in der Haut selektiv zerstört. Während der Bestrahlung werden Ihre Augen durch eine Schutzbrille geschützt. Die Hitzeentwicklung bei der Bestrahlung kann gut durch die Anwendung von -30 Grad kalter Luft gemildert werden.

Die bestrahlten Areale werden anschließend 14 Tage lang zweimal täglich mit einer desinfizierenden Wundcreme (Fucidine, Fusicutan) oder mit Aloe-Vera-Gel eingerieben. Anschließend wird morgens ein Lichtschutzmittel mit hohem Schutz im UVB- und UVA-Bereich (Daylong actinica) aufgetragen.

Daylight PDT

Bei der konventionellen PDT mit starken Rotstrahlern werden die betreffenden Areale nach einer Einwirkungszeit der ALA-haltigen Creme für 3 Stunden mit einem energiereichen roten Infrarot- oder LED-Licht bestrahlt. Die Behandlung ist zwar sehr effektiv, wegen der Aufnahme der ALA auch in Nervenendigungen aber ebenfalls schmerzhaft. Dieser Nachteil hat zur Entwicklung der Tageslicht-PDT geführt, die bei gleicher Effektivität keine Schmerzen verursacht. Es wird dabei der Rotanteil des Sonnenlichtes genutzt, und die Bestrahlung wird gleich nach dem Auftragen begonnen, sodasss die ALA-Substanz gleich nach dem Eindringen in die Zelle durch das Sonnenlicht „verbraucht“ wird, ehe sie in die Nervenendigungen gelangen kann.

Fraktionale CO2-Laserbehandlung

Nur ein Teil der Hautoberfläche wird behandelt. In ausgeprägten Fällen mit schwerer Lichtschädigung und zahlreichen Hautkrebsvorstufen wird vor der PDT eine fraktionale CO2-Laserbehandlung vorgeschaltet. Hierbei werden nach Applikation einer Lokalanästhesiecreme mittels eines computergesteuerten Scanners in variablen Mustern und variierbarer Dichte mit einem CO2-Laserstrahl feine Löcher in die Haut geschossen. Die Löcher wachsen innerhalb von 3-5 Tagen zu. Nach 7 Tagen ist histologisch kein Defekt mehr nachweisbar. Die Behandlungseffekte und kosmetischen Ergebnisse sind in der Regel hervorragend. Bei ausgeprägtem Befall können auch fraktionale Laserbehandlung und photodynamische Therapie in einer Sitzung miteinander kombiniert werden.

Chemical Peeling

Hier werden bestimmte Säuren (Trichloressigsäure, Fruchtsäure, Kojisäure u. a.) nach vorheriger Entfettung großflächig auf die Haut aufgetragen. Dadurch kommt es zu einer flächigen Zerstörung der Oberhautzellen, die innerhalb einer Woche durch gesunde Zellen ersetzt werden. Neben der gewünschten Entfernung der lichtgeschädigten Zellen sind die Straffungs- und Glättungseffekte so gut, dass das Verfahren oft auch aus rein kosmetischen Gründen zur Hautverjüngung eingesetzt wird. Mit den modernen Peelings wie dem Fruchtsäure-Peeling oder dem Easy Peel sind praktisch keine Ausfallzeiten mehr erforderlich.

Nachbehandlung:

Hier eignen sich spezielle neue Präparate wie Eryfotona (LSF 118!) und Heliocare 50+ mit hohen Lichschutzfaktoren im UVB- und UVA-Bereich hervorragend. Eryfotona enthält dabei noch das Algenenzym Photolyase. Dieses ist geeignet, UV-bedingte DNA-Schäden zu reparieren. Auch die Gabe von hochdosiertem Vitamin C vor und nach einer UV-Exposition reduziert die Lichtschäden erheblich.

Die Behandlung mit Botulinumtoxin A stellt eine neue, äußerst wirksame Methode zur Behandlung übermäßigen Schwitzens in den Achselhöhlen, an Händen und Füßen und im Gesicht dar.

Wie kommt es zu übermäßigem Schwitzen?

In einem kleinen Prozentsatz ist das vermehrte Schwitzen Ausdruck einer anderen Erkrankung (zB Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes, Blutkrankheiten, chronische Infektionen). Meist liegt aber eine angeborene Neigung oder eine vegetative Fehlregulation zugrunde. Die Schweißdrüsen in der Haut sind mit Nervenendigungen des vegetativen Nervensystems verbunden. Bei Erwärmung des Körpers durch äußere Hitze oder körperliche Betätigung und bei psychischem Streß werden vermehrt Nervenimpulse über das vegetative Nervensystem an die Schweißdrüsen gesendet, wodurch deren Aktivität gesteigert wird. Da die Schweißdrüsendichte in den Achselhöhlen, an Handflächen und Fußsohlen am größten ist, wirkt sich die Stimulation der Schweißdrüsen hier am stärksten aus.

Was kann man dagegen tun?

Bei milder Form des Schwitzens helfen einfache Maßnahmen, wie Anwendung lokal schweißhemmender Präparate (meist auf Aluminiumchloridbasis), Anpassung der Kleidung und Stabilisierung des vegetativen Nervensystems, z. Bsp. durch Entspannungsübungen. Begünstigend wirken auch Salbeipräparate, entweder in Form von Tees oder als Tabletten/Kapseln. In ausgeprägten Fällen und insbesondere bei generalisierter Schwitzneigung können auch schwitzhemmende Medikamente (zB Vagantin, Sormodren) gegeben werden. Diese wirken allerdings nur symptomatisch und haben häufiger Nebenwirkungen (zB Mundtrockenheit, Sehstörungen).

Bei ausgeprägtem und hartnäckigem Schwitzen werden auch operative Maßnahmen durchgeführt, nämlich entweder die lokale Entfernung der Schweißdrüsen in den Achselhöhlen (Schweissdrüsen-Saug-Kürettage) oder die operative Durchtrennung von Nervenknoten des vegetativen Nervensystems im Brustkorb (Sympathektomie), so dass die Nervenimpulse nicht mehr an die Zielorgane weitergeleitet werden können.

Wie wirkt Botulinumtoxin A gegen übermäßiges Schwitzen?

Botulinumtoxin A ist eine Eiweißsubstanz, die von dem Bakterium Clostridium Botulinum produziert wird. Dieses Eiweiß blockiert die Überleitung von Nervenendigungen auf die Muskulatur. In hoher Dosierung ist die Substanz durch die Muskelblockade ein gefährliches

Gift (Atemlähmung). In niedriger Dosis ist die Substanz allerdings harmlos und wird therapeutisch schon seit vielen Jahren, z.B. bei Muskelkrampfzuständen, angewandt.

Wie wird die Botulinumtoxin A-Behandlung durchgeführt?

Botulinumtoxin A wird in einer verdünnten Lösung mit hauchdünnen Kanülen in das übermäßig schwitzende Areal (Achselhöhlen, Handflächen, Fußsohlen) punktuell oberflächlich in die zweite Hautschicht injiziert. Da die Injektion an Handflächen und Fußsohlen schmerzhaft ist, wird diese unter lokaler Vereisung oder nach Auftragen einer Lokalanästhesie-Salbe durchgeführt. Der Behandlungseffekt hält im Allgemeinen 6 – 12 Monate an.

1. Auflichtmikroskopie (Dermatoskopie)

Mit dem Hand-Auflichtmikroskop können alle Hautveränderungen mit 10-facher Vergrößerung betrachtet und mit einer integrierten Skala ausgemessen werden. Viele Hauttumoren lassen sich bereits hiermit sicher diagnostizieren.

2. Computer-Video-Auflichtmikroskopie

Es handelt sich um ein modernes bildgebendes Verfahren zur exakten Diagnostik von pigmentierten Hauttumoren. Diese können mit bis zu 100-facher Vergrößerung auf einem Monitor dargestellt werden.

Mit der „Mole Analyser“-Funktion können dann die gespeicherten Bilder digital analysiert und mit einer Datenbank verglichen werden. Hierdurch ist eine exakte Aussage über die Dignität (gutartig/verdächtig/bösartig) möglich. Die Übereinstimmung mit dem histologischen Befund beträgt über 80 %. Zusätzlich können die Pigmenttumoren digital zu Vergleichszwecken gespeichert werden. Hierdurch können Veränderungen frühzeitig erfasst und die Pigmenttumoren erforderlichenfalls rechtzeitig entfernt werden.
Die Privatkassen zahlen üblicherweise diese Zusatzuntersuchung, die gesetzlichen Kassen nicht.

3. MelaFind™

Beim neuen Melanomdiagnostiksystem MelaFind™ aus den USA handelt sich um ein neues, optisches 3D-Verfahren, mit dem suspekte Muttermale spektralphotometrisch mit Licht aus 10 verschiedenen Wellenlängen bis zu einer Hauttiefe von 2,5 mm untersucht werden.

Ein aufwendiges Computerverfahren mit integrierter Bilderkennnungssoftware führt anschließend eine Bewertung durch („auffällig“ oder „unauffällig“), die eine extrem hohe Sensitivität von 98,3 % aufweist und damit der Bewertung durch erfahrene Untersucher und jedem anderen technischen Verfahren deutlich überlegen ist. Das Verfahren liefert damit eine sichere Entscheidungshilfe, ob eine operative Entfernung des untersuchten Muttermales notwendig ist oder nicht. Besonders vorteilhaft ist, dass sehr frühe Formen des Melanoms, wie schwer dysplastische Muttermale und Melanoma in situ, die klinisch und videoauflichtmikroskopisch oft noch unauffällig sind, aufgedeckt und frühzeitig entfernt werden können. Die Heilungschancen dieser Frühformen liegen bei 100 %.

MelaFind

4. Die elektrische Impedanz-Spektroskopie EIS/Nevisense

Dieses Verfahren wurde in 20-jähriger Forschungsarbeit am renommierten Karolinski-Institut in Schweden entwickelt. Von 1998 bis 2010 wurden die für das Verfahren notwendigen Algorythmen europaweit an 20 Kliniken an ca. 2.800 Patienten entwickelt und von 2010 bis 2012 an weiteren 1.900 Patienten optimiert. Das Verfahren beruht auf unterschiedlichen elektrischen Eigenschaften, nämlich Leit- und Speicherfähigkeit von gesunden und bösartig veränderten Zellen. Ein vom Gerät ausgesendeter elektrischer Impuls wird an den Zellen reflektiert und die elektrische Impedanz der Zellen gemessen.

Funktionsweise

Je nach gesundheitlichem Zustand weist das Hautgewebe unterschiedliche elektrische Eigenschaften auf. Daher kann eine Erkrankung, z. B. ein malignes Melanom, mit Hilfe der einzigartigen EIS-Methode von Nevisense erkannt werden.EIS misst den Gesamtwiderstand im Gewebe bei Wechselströmen unterschiedlicher Frequenzen. Dabei wird zwischen zwei Elektroden an der Sondenspitze ein nicht wahrnehmbares wechselndes Potenzial angelegt. Um das Muttermal sowohl in der Breite als auch in der Tiefe abzudecken, wird die Messung in 10 Permutationen vorgenommen. Dabei erfolgen sowohl flache Messungen zwischen benachbarten Elektroden als auch tiefere Messungen zwischen weiter voneinander entfernten Elektroden.

Zur Messung verschiedener Zelleigenschaften werden verschiedene Frequenzen eingesetzt. Im Allgemeinen werden EIS-Messungen bei niedrigen Frequenzen von der extrazellulären Umgebung beeinflusst, Messungen bei höheren Frequenzen hingegen von der intra- und extrazellulären Umgebung. Die von Nevisense eingesetzten Frequenzen (1 kHz – 2,5 MHz) beziehen sich auf die klinisch relevanten Eigenschaften, wie die Zusammensetzung der intra- und extrazellulären Umgebung, die Zellform und -größe sowie die Zusammensetzung der Zellmembran – allesamt Kriterien, die von Histopathologen für die Diagnose von Hautkrebs herangezogen werden.

In Sekundenschnelle wird die Läsion mit Hilfe des ausgeklügelten Algorithmus an Hand der Messdaten von der Läsion und einer Referenzstelle klassifiziert. Die Pivotstudie – die größte klinische Studie dieser Art weltweit – hat belegt, dass dieser Klassifikator, der in mehreren Iterationen mit Daten aus mehreren klinischen Studien entwickelt wurde, die Genauigkeit bei der Melanomerkennung erhöht.

Pro Messung wird an 225 Messpunkten in unterschiedlichen Tiefen gemessen. Die Veränderungen werden dann von einem Computerprogramm mit einer Datenbank verglichen und bewertet. Die Sensitivität, d. h. Empfindlichkeit, beträgt 97 % (!). Die Spezifität, d. h. die Genauigkeit bezüglich falsch positiver Ergebnisse, beträgt ca. 30 %. Das bedeutet, dass 3 gesunde Hauttumoren entfernt werden müssen, um ein Frühmelanom aufzudecken. Dies ist ein im Vergleich zu anderen apparativen Verfahren sehr hoher Wert.

Die Untersuchung ist schmerzlos. Es wird eine stempelförmige Elektrode pro Muttermal 2 x auf die Haut gedrückt. Auf dem Bildschirm wird sofort das Messergebnis auf einer Skala angezeigt, die den Grad der Atypie anzeigt. Wir setzen das Nevisense-Verfahren dann ein, wenn in der routinemäßig durchgeführten videoauflichtmikroskopischen Untersuchung der Muttermale im Rahmen des Hautkrebs-Screenings auffällige Muttermalbefunde festgestellt werden. Es ist dann eine zuverlässige Entscheidung darüber möglich, ob das untersuchte Muttermal entfernt werden muss oder nicht.

Die Kosten der Behandlung liegen zwischen 90,- und 130,- EUR. Die privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten in der Regel. Für gesetzlich Versicherte wird das Verfahren als Selbstzahlerleistung angeboten.

5. Optische Kohärenz-Tomographie (Vivosight)

Dieses neue optische, laserbasierte Verfahren erlaubt senkrechte und horizontale Einblicke in die Haut bis zu 2,5 mm Tiefe wie bei einem histologischen Schnitt. Mit Hilfe dieses schmerzlosen Verfahrens sind die Erkennung verschiedener Formen des weißen Hautkrebses und dessen Vorstufen, die Größenausdehnung und die intravitale Diagnostik von Nagelpilz möglich.

Auch die Vivosight-Untersuchung wird meist von den privaten Krankenversicherungen erstattet. Die gesetzlichen Kassen leisten nicht.

Die neuen bildgebenden Verfahren erleichtern erheblich die Einschätzung von Hauttumoren und auch in Frühfällen die Aufdeckung von bösartigen Veränderungen.

6. Histologische Untersuchung

Diese Gewebefeinuntersuchung bleibt der Goldstandard für die Diagnostik von Hauttumoren. Entweder werden nur Proben aus den suspekten Herden entnommen oder der gesamte Tumor wird herausgeschnitten und mittels eines Fadens markiert. Bei Randständigkeit des Tumors ist dadurch eine genaue Lokalisation der verbliebenen Reste möglich.

Labioplastik

Die Verkleinerung vergrößerter Schamlippen ist ein operativer Eingriff, der zunehmend häufiger nachgefragt wird. Im Jahr 2016 wurden in Deutschland 95.000 derartige Operationen vorgenommen. Damit ist die Labioplastik eine der häufigsten ästhetischen Operationen überhaupt. Dies liegt zum einen an der sehr weit verbreiteten modischen Entwicklung der Genitalrasur, wodurch die Labien sichtbarer werden und dann evtl. stören, zum anderen am Internet, in dem unbegrenzte Vergleichsmöglichkeiten bestehen, die ästhetische Wünsche beeinflussen.

Die Operation wird bei uns ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt. Wir verwenden sehr schonende Laser- und Skalpelltechniken zur Korrektur mittels der longitudinalen (längsverlaufenden) oder der wedge (keilförmigen) Technik zur Abtragung der vergrößerten Anteile. Die Wundränder werden mit selbstauflösenden Fäden verschlossen. Die Operation ist in der Regel völlig schmerzlos.
Einschränkungen hinterher bestehen in zweiwöchiger Karenz von Reiten, Schwimmen, Sauna und Geschlechtsverkehr.

Zirkumzision

Die Zirkumzision (Beschneidung) aus ästhetischen Gründen wird bei Männern, aus den gleichen Gründen wie die Labioplastik bei Frauen, zusehends häufiger nachgefragt. Die (Teil-) Entfernung der Vorhaut führen wir ambulant in örtlicher Betäubung mit modernen schonenden Laser- und Skalpelltechniken durch. Die Kürzung erfolgt dabei ganz nach Wunsch: low oder high, loose oder tight, mit oder ohne Entfernung des Frenulums (Vorhautbändchens) (siehe Zirkumzision-Darstellung bei Wikipedia). Schmerzen treten während und nach der Operation in der Regel keine auf. Schwellungen und Hämatome treten öfter auf. Der berufliche Ausfall beträgt 0-2 Tage. Einschränkungen bestehen hinterher für sexuelle Aktivitäten (2 Wochen), Sport (1 Woche), Sauna und Schwimmen (10 Tage).

Genitalpiercings

Ähnlich wie in anderen Regionen (Gesicht, Brust, Bauch) entsteht im späteren Leben oft der Wunsch, früher gestochene Piercings wieder zu entfernen. Wir entfernen die Piercingkanäle durch Ätz- oder Stanztechniken in örtlicher Betäubung. In der Regel sind die Korrekturen in einer Woche verheilt. Einschränkungen bestehen für Schwimmen und Sauna (10 Tage) sowie für sexuelle Aktivitäten (10 Tage).

Besenreiser sind kleine rötliche oder bläuliche Blutgefäßerweiterungen an den Beinen, die sich wie ein Kehrbesen aus Reisig unter der Hautoberfläche ausbreiten. Sie stellen kleinste Venenerweiterungen dar, die bei geringem Durchmesser rötlich und bei größerem Durchmesser bläulich durch die Haut scheinen. Besenreiser entstehen aus genetischer Disposition bei Venenwandschwäche und können Teilsymptom einer allgemeinen Bindegewebsschwäche sein, sind aber auch häufiger Ausdruck einer beginnenden Venenabflussstörung durch Klappenundichtigkeit oder Venenverschluss (chronische venöse Insuffizienz). Sie können somit erste Anzeichen einer schwerwiegenderen Venenerkrankung sein. Besenreiser werden meist von einer tiefliegenden „Nährvene“ (feeder vein) gespeist.

Fälschlicherweise werden Besenreiser häufig als „geplatzte Äderchen“ bezeichnet, diese sind jedoch lediglich erweitert und nicht geplatzt. Außer der genetischen Disposition gibt es begünstigende Faktoren, wie langes Stehen und Sitzen, Übergewicht, Bewegungsmangel, starke Wärmeeinwirkung (Sauna, Sonne) und Schwangerschaft. Fast die Hälfte der Frauen und jeder 6. Mann sind betroffen. In erster Linie stellen Besenreiser ein ästhetisches Problem dar, solange die größeren Venen nicht mitbetroffen sind. Die Besenreiservarizen können der Vorbote für weitere Formen von Krampfadern (auch Varikose, Varizen genannt) sein. Sie sind von der Couperose zu unterscheiden, bei der blau-rote Äderchen im Gesicht vorkommen.

Welche Untersuchungen müssen vor einer Behandlung durchgeführt werden?

Da ein gewisser Prozentsatz der Fälle Hinweis auf ein bestehendes ernsteres Venenleiden ist, ist es auf jeden Fall sinnvoll, das tiefe Venensystem vor einer Behandlung abzuklären.

Sollte hier eine relevante Klappenundichtigkeit oder ein Venenverschluss (z. B. nach Thrombose) aufgedeckt werden, sind diese zuerst zu behandeln.

Besenreiser entfernen – welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Sklerosierungsbehandlung

Nach wie vor ist die Verödungsbehandlung (Mikrosklerotherapie) die verbreitetste und am besten untersuchte Behandlungsmethode. Bei der Sklerosierung bzw. Sklerotherapie wird ein chemisches Verödungsmittel mittels feiner Kanülen direkt in die erweiterten Besenreiser oder auch in die größeren Venen eingespritzt. Das Mittel führt zu einer Entzündung der Blutgefäßinnenwand, wodurch diese „klebrig“ wird. Hierdurch verkleben die Venenwände miteinander und verschließen das Blutgefäß. Bei kleinen Besenreisern nimmt man hierbei eine deutlich geringere Konzentration des Verödungsmittels als bei größeren oder gar Stammvenen.Neu ist hierbei die sogenannte Schaumsklerosierung. Bei dieser wird das Verödungsmittel durch schnelles Hin- und Herschieben zwischen zwei Spritzen über ein Verbindungsstück zu Schaum „geschlagen“. Wenn dieser Schaum in das Blutgefäß eingespritzt wird, verdrängt er zum einen mehr Blut als die ungeschäumte Flüssigkeit, zum anderen ist die Kontaktzeit mit den Blutgefäßinnenwänden länger als mit dem der reinen Verödungsflüssigkeit, die schnell wieder ausgeschwemmt wird. Hierdurch ist der Verödungseffekt wesentlich stärker.

Das Veröden der Besenreiser ist kaum schmerzhaft, da es mit sehr feinen Kanülen durchgeführt wird. Nach der Einspritzung wird in der Regel ein Klebeverband für 1-3 Tage aufgelegt. Dies ist zwar nicht obligatorisch, verbessert aber die Ergebnisse. An Nebenwirkungen können vorübergehend Entzündungen, Hämatome (Blutergüsse), bräunliche Verfärbungen (insbesondere bei dunkelhäutigeren Menschen), selten Unverträglichkeitsreaktionen wie Allergien, eine Neubildung von bläulichen Blutgefäßen („Matting“) und selten bei Überdosierung ein kleines Hautgeschwür entstehen. Das Matting und die bräunlichen Pigmentierungen (postinflammatorische Hyperpigmentierungen) sind hierbei die ärgerlichsten Folgewirkungen, da sie das kosmetische Ergebnis verschlechtern können. Therapeutisch sind hier allerdings gute Erfolge mittels Laserbehandlung zu erzielen. Nicht verödet werden dürfen schwangere und stillende Frauen, bettlägerige Patienten, Patienten mit akuter Venenthrombose und mit bekannter Allergie auf das Verödungsmittel. Ebenso dürfen im Verödungsbereich keine Hauterkrankungen oder Infektionen bestehen. Nach der Verödungsbehandlung sollten für zwei Tage Sport, für eine Woche Schwimmen, Saunabesuche und Sonnenbestrahlungen gemieden werden.

Laser- und IPL-Behandlungen von Besenreisern

Zur Behandlung von Besenreisern sind in den letzten 20 Jahren alle möglichen Laser- und IPL-Behandlungen versucht und beschrieben worden, von denen viele keine guten Ergebnisse zeigten. Das Problem ist hierbei, dass die Besenreiser etwas tiefer in der Haut liegen als beispielsweise erweiterte Äderchen im Gesicht und somit das Laser- und IPL-Licht erst eine gewisse Strecke durch die Haut zurücklegen muss, bevor es auf das Gefäß trifft. Insofern ist es schwierig, die Besenreiser selektiv zu erhitzen, ohne die darüberliegende Haut zu schädigen. Erst mit Einführung des langgepulsten Neodym-YAG-Lasers ist hier ein Durchbruch erzielt worden.Dunkel pigmentierte Menschen können ebenfalls behandelt werden, da das Pigment nicht angegriffen wird. Auch dickere Besenreiser und Nebenastvenen bis 4 mm Durchmesser können mit dem Laser verschlossen werden. Nachteilig ist allerdings, dass die Behandlung durch die große Eindringtiefe des Laserlichtes schmerzhaft ist, da auch die Hautnerven erhitzt werden. Eine deutliche Linderung der kurzen Schmerzimpulse bringt hier allerdings eine Kaltluftbehandlung mit –30 Grad kalter Luft und eine manuelle Massage, die die Schmerzhaftigkeit wesentlich lindert. Nach der Behandlung verfärben sich die behandelten Besenreiser rötlich und verschwinden in der Regel innerhalb von 1-3 Monaten allmählich. In vielen Fällen ist nur eine einzige Behandlungssitzung erforderlich, in ausgeprägten Fällen sind mehrere Sitzungen im Abstand von vier Wochen notwendig. Nachbehandlungen, wie Kompressions- oder Klebeverbände oder Stützstrümpfe sind nicht erforderlich.

Nach der Behandlung sollten Schwimmen und Saunabesuche eine Woche lang, Sonnenbäder für vier Wochen gemieden werden, weitere Einschränkungen bestehen nicht. An Nebenwirkungen können gelegentlich bläuliche Verfärbungen („Matting“), Blutergüsse durch Platzen von kleinen Besenreisern und selten, bei Überdosierung, kleine Hautgeschwüre entstehen, die innerhalb von einigen Wochen abheilen. Die Laserbehandlung ist auch in schwierigen, der Verödungsbehandlung nicht zugängigen Situationen, wie dem Matting, sehr tiefen und sehr stark verzweigten Besenreisern meist noch erfolgreich.

Stichelung

Unter Stichelung versteht man das Einstechen einer Kanüle mit scharfem Schliff entlang des Verlaufes von dickeren Besenreisern. Dies kann in Oberflächenanästhesie oder auch ohne Betäubung durchgeführt werden. Durch die scharfkantige Kanüle werden die kleinen Blutgefäße durchtrennt und durch einen anschließend aufgelegten Druckverband zum Verkleben gebracht. Die durchtrennten Blutgefäße werden innerhalb von 3-4 Wochen abgebaut. Das Verfahren ist mit Nebenwirkungen wie Blutergüssen und manchmal dunklen oder hellen Punkten entlang der Einstiche verbunden, weswegen die Methode heute nicht mehr häufig durchgeführt wird.

Verödung von Besenreisern

Hierbei wird im Liegen mittels kleinster Kanülen ein Verödungsmittel (Polidocanol, hoch konzentrierte Kochsalzlösung) injiziert. Das Verödungsmittel induziert in den kleinsten erweiterten Venen eine Entzündungsreaktion, die zur Verklebung der Besenreiser führt. Zur Wirkungsverstärkung kann das Verödungsmittel durch intensives Schütteln vor der Injektion zu einem Schaum „geschlagen“ werden. Da dieser länger im Gefäß verbleibt, ist der Effekt intensiver (Schaumsklerosierung). Nach der Behandlung wird ein Kompressionsklebeverband angelegt, der für 1Tag belassen wird.
Nachdem pro Behandlungssitzung nur eine bestimmte Menge an Verödungsmittel injiziert werden darf, um mögliche unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden, sind bei ausgeprägtem Befund meist mehrere Sitzungen erforderlich.

Laserbehandlung von Besenreisern

Besenreiser und reticuläre („Netz“-)Venenerweiterungen lassen sich sehr effektiv und nebenwirkungsarm mit dem long-Pulse-Nd:YAG-Laser behandeln. Das Laserlicht dringt tief in die Haut ein und wird vom roten Blutfarbstaff Hämoglobin der roten Blutkörperchen in den Venen absorbiert.Die roten Blutkörperchen schwellen daraufhin stark an, wodurch sie die Blutgefässe verschliessen. Durch die hohe Eindringtiefe ist die Behandlung schmerzhaft, weshalb mit einem speziellen Kaltluftgerät gekühlt und evtl. Schmerzmittel gegeben werden müssen. Die Effekte sind, auch bei schwierigen Situationen, wie dem „Matting“, einer flächigen, bläulichen Blutgefässvermehrung, meist sehr eindrucksvoll. Verbände sind nicht erforderlich.

Lidoperationen gehören zu den Spezialitäten der Praxis, die seit 1998 sehr häufig durchgeführt werden. Sie gehören zu den wenigen Schönheitsoperationen, die auch im Sommer durchgeführt werden können.

Oberlider:

In unserer Praxis werden Lidstraffungen der Ober- und Unterlider sowohl mit der konventionellen Skalpell-Operation als auch (häufiger) mittels der modernen, schonenden Ultrapuls-CO₂-Lasertechnik durchgeführt. Hierbei wird, nach symmetrischer Anzeichnung des überschüssigen Hautareals an den Oberlidern, mit einem feinen, nur 0,12 mm dünnen, ultragepulsten CO₂-Laserstrahl die Haut ca. 0,5 bis 1 mm tief eingeschnitten und mitsamt des dünnen Hautlidmuskels entfernt. Anschließend wird die darunter liegende dünne Bindegewebsschicht (Septum orbitale) mit dem Laserstrahl eröffnet und die vergrößerten, sich vorwölbenden Fettgewebspölsterchen unblutig entfernt. Abschließend werden die Schnittränder der Oberlidhaut mit einer kosmetischen Naht mit einem haarfeinen Faden verschlossen. Dieser Faden wird nach 5 – 7 Tagen entfernt. Die entstehende Narbe ist zunächst noch leicht rötlich und strichförmig, in der Regel ist sie nach einigen Monaten nicht mehr sichtbar.

Vorteile der Lasertechnik

  • berührungsfreies Schneiden
  • kein Verziehen und Verschieben der Schnittränder
  • sehr präzises Arbeiten
  • keine oder nur minimale Blutung
  • kurze Ausfallzeit

Nachteile der Lasertechnik

  • etwas längere Abheilungszeit
  • hypertrophe Narbenbildung (selten, vorübergehend)

Unterlider

Haben sich nur feine Fältchen ausgebildet, ist der Lidhautüberschuss und die „Tränensack“-Bildung gering, wird eine mehrzeitige fraktionale Laserstraffung mit dem fraktionalen CO₂-Laser durchgeführt. Hierbei werden feinste Löcher in die Unterlidhaut „geschossen“ und diese gleichzeitig erwärmt. Dadurch kommt es zu einer Hitzeschrumpfung der Haut und zu einer Anregung zur Kollagen-Neubildung, wodurch die Haut sich strafft und glättet. Die Regeneration der Haut erfolgt sehr schnell innerhalb weniger (3-5) Tage und die gelaserte Haut kann in dieser Zeit mit Make-up abgedeckt werden. Die Behandlung wird 1-3mal in 2-3-wöchigen Abständen wiederholt.

Bei stärkerem Lidhautüberschuss und ausgeprägterer „Tränensack“-Bildung kommt die Laser-Unterlidstraffung zum Einsatz. Hier wird die Bindehaut des Unterlides mit dem feinen Laserstrahl durchtrennt, die darunterliegenden Fettgewebspölsterchen dargestellt und ebenfalls mit dem Ultrapuls-CO₂-Laser abgetragen. Eine Naht der Unterlidbindehaut ist nicht erforderlich. Anschließend wird die Unterlidhaut in 3 Durchgängen flächig mittels eines computergesteuerten Scanners glatt gelasert (Skin-Resurfacing). Es entsteht eine oberflächlich nässende Wundfläche, die innerhalb von 5-7 Tagen abheilt. Danach ist die Haut glatt und gestrafft, ist aber noch für 4-6 Wochen gerötet, weshalb sie abgedeckt werden muss (spezielles Make-up). Die Vorteile der neuen Lasertechnik sind zum einen eine sehr präzise und gewebeschonende Operationstechnik und zum anderen ein nahezu blutungsfreies Operieren, wodurch die Komplikationsrate gegenüber der herkömmlichen Technik wesentlich niedriger ist.

Bei ausgeprägtem Lidhautüberschuss mit deutlicher Tränensackbildung und/oder Lidsackbildung (Dackelaugen) ist eine transcutane Skalpell-Operation erforderlich. Hier werden Lidhautüberschuss, Unterlidmuskulatur und die drei Unterlid-Fettsäcke operativ reduziert und unter Straffung fein vernäht. Dadurch können die Unterlider gleichzeitig nach oben gestrafft (geliftet) werden.

Nach der Operation treten in der Regel keine Schmerzen auf, Schwellungen sind meist gering . Es sollte einige Tage eine Sonnenbrille getragen werden. In der Regel ist der Patient nach einer Woche wieder gesellschaftsfähig.

Nebenwirkungen, Komplikationen

Bei allen operativen Eingriffen können gelegentlich unerwünschte Reaktionen des Gewebes auftreten. Sehr selten kann es bei der Blepharoplastik zu folgenden unerwünschten Wirkungen kommen:

  • Überschießende, hypertrophe Narben. Selten, verschwinden meist von selbst oder nach Cortison- Einspritzung.
  • Nahtdehiszenz. Bei vorzeitigem Wasserkontakt, Salbenanwendungen, mechanischem Trauma in den ersten postoperativen Tagen kann es unter Umständen zu einer Eröffnung der Naht mit leichtem Klaffen der Wundränder kommen. Diese Komplikation ist allerdings bei sorgfältiger Nachbehandlung vermeidbar.
  • Hämatome. Blutergüsse treten bei der Laser-Blepharoplastik nur selten auf, sind leichteren Grades und verschwinden in der Regel nach 8 bis 14 Tagen wieder. Bei Auftreten von Blutergüssen können diese mit einer Vitamin-K1-haltigen Salbe schnell wieder aufgelöst werden.
  • Asymmetrien. Kommen selten vor und können leicht korrigiert werden. Der Vollständigkeit halber sind noch allgemeine chirurgische Komplikationen, wie Wundinfektion und allergische Reaktionen auf das Lokalanästhetikum zu erwähnen, die allerdings nur äußerst selten auftreten.
  • Leichte Schwellungen in der Anfangszeit nach der Operation sind normal und legen sich, sobald der Lymphabfluss wieder normalisiert ist. Das endgültige Ergebnis ist nach ca. 3 Monaten zu erwarten.

Trotz vieler Mühen empfinden viele die Proportionen Ihres Körpers als unbefriedigend. Vor allem nach Geburten, starken Gewichtsschwankungen oder durch Vererbung können störende Fettpolster bleiben, vor allem an den Problemzonen Bauch, Reithosen und Po. Diese lassen sich oft nicht einfach durch Sport oder Diäten beeinflussen. Körperformende Eingriffe können helfen, ästhetisch ansprechende Ergebnisse zu erreichen.

Unsere Palette der modernen Körperformungstechniken reicht von der Radiofrequenzbehandlung, der hochmodernen Kryolipolyse (Cool-Sculpting bei Zeltiq™), über die Injektionslipolyse (Fett-weg-Spritze) bis zur Vibrations-Liposuction (Fettabsaugung). Durch den alleinigen oder kombinierten Einsatz der modernen Verfahren sind die meisten fettbedingten Körperformprobleme zu lösen. Wir bieten Ihnen langjährige Erfahrung und nutzen in unserer Praxis in München die vielfältigen Methoden für ein wohlproportioniertes Gesamtbild des Körpers – bei Frauen genauso wie bei Männern.

Mit Fettabsaugung der Wunschfigur näherkommen

Die Fettgewebsreduktion wird von vielen Patienten gewünscht, hierbei hat sich die Fettabsaugung beim Bodyforming besonders bewährt. Das Fett absaugen wird zu den am häufigsten durchgeführten plastisch-chirurgischen Eingriffen weltweit gezählt.

Die unschönen Fettpolster können von den Wangen bis zu den Knöcheln an fast allen Körperregionen dauerhaft entfernt werden, oft wird das Fettabsaugen am Bauch zur Bauchstraffung vorgenommen. Hauptziel der Behandlung ist die Körperformung, weniger die Gewichtsreduktion.

Alternativen beim Bodyforming

Die Alternativen beim Fettabbau im nicht-invasiven Bereich, wie Kryolipolyse und Injektionslipolyse, sind von der Effektivität nicht ganz mit der Fettabsaugung vergleichbar, bieten aber deutlich weniger oder gar keine Ausfallzeiten. Kleinere Fettdepots können damit effektiv beseitigt werden. Eine deutliche Optimierung der gewünschten Ergebnisse der oben genannten Behandlungen wird durch eine richtige Ernährung, regelmäßigen Sport und ein ganzheitliches Anti-Aging-Konzept erzielt.

Dann wird auch ein dauerhaftes Abnehmen von Gewicht möglich. Gern beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch. Wir können dann die zu behandelnden Bereiche beurteilen und Ihnen die individuellen Möglichkeiten aufzeigen. Sie erhalten dann Auskünfte über Ablauf, Preis und Erfolgsaussichten.

Was ist Botulinumtoxin A und wie wirkt es?

Botulinumtoxin A ist ein natürlich vorkommendes Bakterieneiweiß. Wird es in einen Muskel gespritzt, so blockiert es dort gezielt die Nervenimpulse. Dadurch kann der entsprechende Muskel nicht mehr wie gewohnt angespannt werden. Andere Nervenfunktionen – wie das Fühlen oder Tasten – werden nicht beeinflusst. Die Wirkung hält ca. 3-6 Monate an. Bis dahin werden die vom Botulinumtoxin A blockierten Überträgerproteine wieder aufgebaut und die Nervenübertragung auf den Muskel funktioniert wieder.

Botulinumtoxin A wird seit vielen Jahren in der Neurologie zur Behandlung von Muskelverkrampfungen eingesetzt.

Korrektur mimisch bedingter Falten mit Botulinumtoxin A

Welche Möglichkeiten der Behandlung von Mimikfalten gibt es?

Ausgeprägte Mimikfalten können durch Fadenlifting, operative Liftings, durch Einspritzung von Füllmaterialien oder Medikamenten, wie z. B. Botulinumtoxin A oder durch eine Kombination der verschiedenen Verfahren korrigiert werden. Welche Methode die richtige ist, hängt von der Lage und der Ausprägung der Falten ab.Die Korrektur von Gesichtsfalten durch Einspritzung von Botulinumtoxin A (Botox = Vistabel, Dysport = Azzalure, Xeomin = Bocouture) wird schon seit ihrer Erfindung durch das kanadische Arztehepaar Curruthers 1998 durchgeführt. Die Einspritzung sehr geringer Mengen Botulinumtoxin A schwächt die entsprechenden mimischen Muskeln im Gesicht durch Hemmung der Übertragung von elektrischen Impulsen von den Gesichtsnerven auf diese Muskeln. Die volle Wirkung entfaltet sich 3-5 Tage nach der Einspritzung und hält 3-6 Monate an. Der Effekt ist dabei voll reversibel.

Wie wird behandelt?

Die Lösung mit dem Botulinumtoxin A wird mit einer sehr feinen Nadel direkt in den entsprechenden Muskel bzw. in die Umgebung des Muskels gespritzt.

Welche mimischen Falten können mit Botulinumtoxin A behandelt werden?

  • Stirnquerfalten
  • Zornesfalten
  • seitliche Augenbrauenanhebung
  • Fältchen unter den Augenlidern
  • Häschenfalten „bunny lines“
  • Oberlippenfältchen
  • nach unten gezogene Mundwinkel
  • senkrechte Halsfalten (Truthahnhals)
  • Wangenglättung (Mesobotox)

Weitere Effekte von Botulinum

Interessant sind hier auch die neuesten Forschungsergebnisse: Auffällig war seit langem die Beobachtung, dass Menschen, die über Jahre Botulinuminjektionen erhalten haben, ein viel glatteres, festeres und gleichmäßigeres Hautbild zeigen. Dies beruht gemäß neuesten in-vitro-und in-vivo-Untersuchungen auf einer Zunahme der Collagenproduktion, die messbar ist. Ursachen sind eine Stimulation des Collagenaufbaus, vor allem aber eine Hemmung der Collagenabbauenden Enzyme. Drüber hinaus wird die Aktivität der Hautdrüsen, wie Schweiß- und Talgdrüsen gebremst, was zu einem feinporigerem Hautbild führt. Dabei ist die therapeutische Breite (Verhältnis tödlicher/toxischer Dosis gegenüber therapeutischer Dosis ) mit 50-100 extrem groß (tödliche Dosis erst bei 50-100facher therapeutischer Dosis. Zum Vergleich: Digitalis, das aus dem Fingerhut gewonnen wird, hat nur eine therapeutische Breite von 2!


Maximale Anspannung vor der Injektion

14 Tage danach

Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können auftreten?

Botulinumtoxin A (Botox) ist eine der bestverträglichen Substanzen überhaupt. Nebenwirkungen und Komplikationen sind kaum zu erwarten. Wie bei jeder anderen Einspritzung in die Haut kann es in seltenen Fällen zu einer Hautreizung, einer Hautinfektion oder zu einer leichten Schwellung kommen.

In seltenen Fällen kann auch ein kleiner Bluterguss entstehen. Bitte nehmen Sie daher eine Woche vor dieser Behandlung keine Medikamente ein, die Schmerzmittel (z.B. Aspirin) oder andere blutverdünnende Substanzen (Gingko, Vitamin E) enthalten. Informieren Sie uns bitte, wenn Sie dauerhaft Blutgerinnungshemmer einnehmen müssen. Allergische Reaktionen (Rötung, Juckreiz) an der Injektionsstelle, die auch nach wiederholter Anwendung von Botox auftreten können, sind ebenfalls höchst selten. Diese unerwünschten Erscheinungen bilden sich aber innerhalb weniger Tage zurück.

Bei ungleichmäßiger Wirkung kann vorübergehend ein asymmetrischer Gesichtsausdruck entstehen. Dieser wird durch ein Nachspritzen mit Botox innerhalb der nächsten 2 Wochen korrigiert.

Im Einzelnen können folgende unerwünschte Wirkungen auftreten:

Behandlung der Zornesfalte:

Vorübergehend kann es zu einem leichten Absacken der inneren Augenbraue und leichten Schwellungen im Augenwinkel kommen. Das Heben der seitlichen Augenbraue ist möglich, meist sogar erwünscht – sollte es störend sein, so kann es durch eine Nachinjektion behoben werden. Fältchen über der seitlichen Augenbraue können neue entstehen, bestehende können sich vorübergehend verstärken. In seltenen Fällen kann es bei ausgeprägter Wirkung zu einer vorübergehenden Absenkung des Oberlids kommen (Augenlidptosis). Diese muss über mehrere Wochen mit Iopidine Augentrofen behandelt werden, die durch Aktivierung des Müllerschen Lidhebers das Auge wieder öffnen können.

Behandlung der Stirnfalten:

Im Stirnbereich können durch das injizierte Volumen vorübergehend Kopfschmerzen auftreten. Bestehende Schlupflider können verstärkt werden. Bei ausgeprägter Wirkung kann es zu einer vorübergehenden Absenkung der Augenbraue (Augenbrauenptosis) bzw. des Oberlids kommen.

Behandlung der Lachfältchen (Krähenfüße):

Kommt es durch das Glätten der Lachfältchen zu einem Hautüberschuss, so kann sich dieser nach unten verteilen und evtl. die Fältchen unter den Augenlidern verstärken.

Behandlung der Augenunterlider:

In seltenen Fällen kann es zu einem vorübergehenden Abstehen des Unterlides (sog. Ektropium) kommen. Bei vorher leichtem, bzw. unerkanntem Ansatz von so genannten Tränensäcken kann die Behandlung zu deren Verstärkung führen.

Seitliches Augenbrauenlifting:

Es können neue Fältchen über der gelifteten Augenbraue entstehen, die aber in der Regel nach 1-3 Wochen wieder verschwinden. In sehr seltenen Fällen kann es vorübergehend zu Augentrockenheit kommen.

Behandlung der Oberlippenfältchen:

Durch die Behandlung wird die Oberlippenmuskulatur geschwächt, wodurch sich die vorhandenen Fältchen glätten. Anfangs kann es zu vorübergehenden Schwierigkeiten beim Pfeifen, beim Trinken (v. a. mit dem Strohhalm) oder beim Suppenessen kommen. Rauchen ist in der Mitte des Mundes schwer möglich. Selten treten vorübergehend Schwierigkeiten beim Aussprechen bestimmter Buchstaben („B“ oder „P“) auf.

Behandlung von nach unten gezogenen Mundwinkeln:

Hier kann es bei einer übermäßigen Wirkung zu Schwierigkeiten beim Essen und Trinken kommen.

Senkrechte Halsfalten (Truthahnhals):

In seltenen Fällen kann es zu Schluckbeschwerden bzw. zu einer allgemeinen Halsmuskelschwäche kommen.

Wangenglättung (Mesobotox):

Nach flächiger Einspritzung von hochverdünnter Botox-Lösung in die Wangen zur flächigen Glättung kann es zu einer Einschränkung des Lachens kommen.

Allgemeine unerwünschte Wirkungen:

In seltenen Fällen wurde nach der Behandlung mit Botulinumtoxin A über Müdigkeit, Mundtrockenheit und allgemeines Krankheitsgefühl berichtet. Sämtliche Nebenwirkungen sind aber nach dem heutigen Stand der Wissenschaft vorübergehend. Langfristige Nebenwirkungen sind bei der Behandlung von mimisch bedingten Falten nicht bekannt. Auch Anreicherungen oder Ablagerungen in anderen Organen, speziell beim Menschen, sind nicht nachgewiesen worden.

Keine Angst vor Botulinumtoxin (Botox)

In den Medien fanden sich immer wieder beunruhigende Meldungen über Botulinumtoxin.

Was ist an diesen Meldungen dran?
Botox ist kein „Schlangengift“, sondern eine in Großlabors von Bakterienkulturen produzierte Eiweißsubstanz, die als Arzneimittel für verschiedene Indikationen zugelassen ist. Die Produktion unterliegt äußerst strenger Aufsicht, so daß jede Charge exakt die gleiche Menge an Eiweiß enthält.

Botox blockiert die Übertragung von Nervenimpulsen auf Muskeln und wirkt nur an der injizierten Stelle. Es erzeugt keine weiteren Effekte und lagert sich nirgendwo ab. Der Effekt ist vollständig innerhalb von 3-6 Monaten reversibel.

Bezüglich der Langzeitwirkungen ist festzustellen, dass der kosmetische Gebrauch von Botulinumtoxin zur Faltenglättung schon seit fast 30 Jahren erfolgt. Der erste Bericht hierzu wurde 1990 veröffentlicht. In den vielen Jahren des Einsatzes auf diesem Sektor fand eine rasante Zunahme der Behandlungen statt (tatsächlich zählt die Botulinumtoxinbehandlung mimischer Falten inzwischen zu den häufigsten ästhetischen Behandlungen). Hierbei ergab sich eine ausgezeichnete Verträglichkeit ohne Hinweise auf schwerwiegende Reaktionen oder Spätschäden.

Seit über 30 Jahren ist Botulinumtoxin zur Behandlung neuro-muskulärer Störungen, wie Muskelkrämpfe, Muskelzuckungen oder Lidkrampf im klinischen Gebrauch, meist in deutlich höheren Dosen als beim kosmetischen Einsatz. Botulinumtoxin ist ein zugelassenes Arzneimittel für die Neurologie und für bestimmte kosmetische Indikationen (Zornesfalte). Hierzu liegen auch gut dokumentierte Langzeitstudien vor.

Andere ästhetische Indikationen

Pflastersteinkinn

Durch übermäßige Aktivität der mimischen Muskeln im Kinnbereich kann dieses vermehrt faltig aufgeworfen werden („Pflastersteinrelief“). Durch Einspritzen einer kleinen Menge von Botox kann dieses Erscheinungsbild deutlich verbessert werden. Bewegungsstörungen der Unterlippe treten nur bei Überdosierung auf.

Masseterhypertrophie

Wenn der Kaumuskel (Masseter) durch übermäßige Anspannung (Bruxismus, Zähneknirschen) wächst, verleiht dies dem Gesicht eine kastenartige Form. Abhilfe kann hier die Injektion von Botox in den Muskel bringen. Bei Überdosierung kann eine Kauschwäche eintreten. Diese ist aber sehr unwahrscheinlich, da die Funktion dann weitgehend von dem anderen Kaumuskel (M. temporalis) übernommen wird.

Wadenmuskelhypertrophie

Manche Menschen haben auffällig starke Waden („Gnomenwaden“). Da dies insbesondere bei Frauen im Sommer (Röcke, Kleider) als unschön empfunden wird, können die Wadenmuskeln durch Injektion von Botox verkleinert werden. Aufgrund der Größe des Muskels müssen oft größere Mengen (ca. 100 E Btx) verabreicht werden. Eine Überkorrektur kann zu einer Muskelschwäche (Schwierigkeiten beim Zehenstand) führen. Dies kann durch eine zweizeitige Behandlung in 14tägigem Abstand weitgehend vermieden werden.

Botulinumtoxin-Vorbehandlung vor Operationen und Laserbehandlungen im Gesicht

In Studien konnte nachgewiesen werden, dass Operationswunden und Laserbehandlungen im Gesicht nach Ruhigstellung der darunterliegenden mimischen Muskulatur mit Botox deutlich schneller und schöner abheilen. Diesen Effekt nutzen wir bei bestimmten Operationen (Lidstraffungen, Laserbehandlungen, Narbenkorrekturen, Tumoroperationen an der Stirn usw.).

Zusammenfassend kann festgestellt werden:

Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand ist bei der üblichen Anwendung für ästhetische Indikationen, bei denen kleinste Mengen Botulinumtoxin in mimische Muskeln gespritzt werden, nicht mit Spätfolgen zu rechnen. Das gleiche gilt für die Anwendung bei übermäßigem Schwitzen (Achseln, Hände, Füße, Stirn), zur Behandlung der Migräne und der Muskelhypertrophie.

Erweiterte Indikationen:

Migräne

Manche Formen der Migräne und des Spannungskopfschmerzes reagieren gut auf die Injektion von Botox in die Stirnpartie. Offenbar werden hier gestörte neuromuskuläre Regelkreise unterbrochen, wodurch der Kopfschmerz aufhört. Die Durchführung und Risiken sind die gleichen wie bei der Faltenbehandlung.

Haarausfall

Dies ist eine neue, allerdings noch zu wenig untersuchte Indikation für Botulinumtoxin. Dieses wird in die Stirn- und Kopfmuskulatur (M. epicranius) injiziert. Die Vorstellung ist die, dass durch die Entspannung der Kopfmuskulatur die Durchblutung der Kopfhaut gesteigert wird, was die Haarwurzeln zur vermehrten Neubildung von Haarsubstanz anregen soll.

Analfissur

Risse in der Analschleimhaut sind oft sehr schmerzhaft und zeigen schlechte Heilungstendenz. Dies deshalb, da der Schließmuskel sich reflektorisch verkrampft und damit die Stuhlpassage erschwert, wodurch der Riss immer wieder aufreißt. Der Teufelskreis kann durch eine Injektion von Botox in den Schließmuskel beidseits der Fissur durchbrochen werden. Der Schließmuskel wird entspannt, wodurch die Abheilung wesentlich beschleunigt wird.

Schwitzen

Botulinumtoxin unterbricht nicht nur die Übertragung von Nervenimpulsen auf Muskeln, sondern auch auf Schweißdrüsen. Die Injektion in typische Schwitzareale (Achseln, Hände, Füße, auch Gesicht) führt über einen Zeitraum von 6-12 Monaten zu einem völligen Stopp der Schweißproduktion in dem eingespritzten Areal. Für die Temperaturregulation spielt dies keine Rolle.

Die Deutschen werden immer dicker. Laut statistischem Bundesamt sind 51 % der Deutschen übergewichtig, davon bei den Männern 60 %, bei den Frauen 43 %. Bei den 20-24-Jährigen sind bereits 29 % der Männer und 18 % der Frauen übergewichtig. Beim mäßigen Übergewicht (Bodymass-Index 25-30) führt Deutschland international vor Italien, Schweden, USA und Japan.

Beim Fettgewebe wird weißes von braunem Fettgewebe unterschieden. Ersteres findet sich fast ausschließlich bei Menschen, dient als Energiespeicher, zur Wärmeisolation und als Schutz und Polsterung. Darüber hinaus hat es noch endokrine Aufgaben. Bei braunem Fettgewebe, das bei bestimmten Tierarten, wie Nagern, und in geringeren Mengen bei Säuglingen vorkommt, wird dagegen Wärme und Energie verbraucht und es schützt sogar vor Gewichtszunahme. Daher gibt es derzeit intensive Forschungen, um weißes zu braunem Fettgewebe umzuwandeln. Es wird subcutanes (unter der Haut liegendes) von viszeralem (Eingeweide) Fett unterschieden. Nur ersteres ist den neuen therapeutischen Verfahren zugängig. Das viszerale Fett (Bierbauch) kann nur diätetisch beeinflusst werden. Es gibt gesunde und kranke Dicke. Der Grund liegt darin, dass bei einem Überangebot von Kalorien zunächst die vorhandenen Fettzellen gefüllt werden, anschließend werden Fettzellvorstufen (Praeadipozyten), deren Zahl genetisch vorgegeben ist, zur reifen Fettzellen entwickelt und diese wiederum mit Fett befüllt.

Erst wenn diese Zellen auch noch voll sind, entstehen metabolische Komplikationen wie Diabetes, metabolisches Syndrom, Arteriosklerose usw.

Die Domäne der Körperkonturierungsverfahren ist allerdings nicht das allgemeine Übergewicht, sondern in erster Linie diät- und sportresistente Fettpolster bei schlanken oder normalgewichtigen Personen und die Cellulite, auch „Orangenhaut“ genannt. Die Cellulite ist eminent verbreitet, ca. 85 % der europäischen Frauen leiden erheblich unter den Dellen und Beulen, z. B. an Bauch, Po, Beinen und Oberarmen, und wünschen sich sehnlich, die Cellulite wegzubekommen.

Dies war nicht immer so, zu Peter-Paul Rubens-Zeiten galt diese noch als Schönheitsideal. Celebrities sind ebenfalls nicht verschont, Stars werden von Paparazzis gejagt, um in entlarvenden Fotos zum Trost der Leserinnen in Hochglanzmagazinen abgelichtet zu werden.

Ursachen von Cellulite

Die Cellulite entsteht dadurch, dass die Bindegewebsstruktur der Frauen unter der Haut anders strukturiert ist als die der Männer. Bei letzteren sind die Bindegewebszüge zwischen Haut und Muskelfaszien scherengitterartig über Kreuz angeordnet, bei den Frauen dagegen parallel senkrecht auf die Hautoberfläche zulaufend. Dazwischen finden sich Fettgewebsläppchen. Wenn nun die Haut verdünnt ist und die Fettgewebsläppchen zwischen den Bindegewebssepten sich vergrößern, wölben diese sich zwischen den Bindegewebssepten beulenförmig vor, während die Bindegewebssepten die Haut nach unten fixiert halten (Matratzenphänomen, Orangenhaut).

Cellulite Schweregrade

Nach Nürnberger und Müller werden drei Schweregrade unterschieden. Bei Grad 0 gibt es noch keine Hautveränderungen, bei Grad 1 sind die Beulen und Dellen nur bei Anspannung sichtbar, beim Grad 2 im Stehen, beim Grad 3 im Stehen und im Liegen. Vier Erscheinungen addieren sich meist zu den „unwanted4“: Fettpolster (z. B. Reithosen), Konturunregelmäßigkeiten, Cellulite und Hauterschlaffung. Gegen alle vier Symptome sind in den letzten Jahren zahlreiche Verfahren entwickelt worden.

So sieht heute die moderne Behandlung von unerwünschten Fettpölsterchen und Cellulite aus:

Z-Wave

Die Stoßwellenbehandlung stellt eine moderne, nicht-invasive Methode zur Verbesserung des typischen Hautbildes bei Cellulite (Dellen, Orangenhaut) dar. Ein Projektil wird elektromagnetisch beschleunigt und erzeugt beim Auftreffen auf eine Membran eine starke Druckwelle. Diese wird in die Tiefe des Gewebes weitergeleitet und zerstört oberflächliche Fettgewebszellen und lockert Bindegewebseinziehungen. Die Behandlung wird kurmäßig 2x wöchentlich über 5-7 Wochen durchgeführt. Sie ist völlig schmerzlos und erfordert keinen Ausfall.
Die Z-Wave-Behandlung ist auch vorteilhaft nach der Kryolipolyse einzusetzen. Durch sie werden die gefrorenen Eiskristalle in den Fettzellen zerschossen, wodurch der Effekt deutlich gesteigert wird.

Subcision

Wenn die Dellen tief und nicht zu zahlreich sind, ist die operative Lösung der bindegewebigen Einziehung ein gering invasives und effektives Verfahren. Nach Anzeichnung der Dellen werden die verursachenden Bindegewebsfasern unter der Haut in örtlicher Betäubung mittels einer einseitig scharfen Nadel (Nokor-Nadel, Strauss-Kanüle) vorsichtig gelöst. Anschließend wird für 2 Tage ein Druckverband aufgelegt, damit keine Blutungen entstehenDie Basis jeder Behandlung ist eine gesunde Lebensweise mit gesunder, vitaminreicher, fettarmer Ernährung, einer Gewichtsreduktion, ausreichend Bewegung, regelmäßig Sport und Verzicht auf das Rauchen. Von den zahlreichen äußerlich anzuwendenden Präparaten gegen die Cellulite sind einige wissenschaftlich untersucht worden mit uneinheitlichem Ergebnis. Hier kann somit keine Empfehlung abgegeben werden.

Allen mechanischen Massageverfahren liegt die Vorstellung zugrunde, dass Gewebswasser wie interstitielle Flüssigkeit und Lymphe, die sich vorzugsweise in den Fettgewebsläppchen ansammeln, abtransportiert und durch Dehndruckbewegungen die Bindegewebssepten (Matratzennähte) verlängert werden. Es kann dies mittels Hightech-Vakuum-Rollen-Saug-Druckverfahren (z.B. LPG™) oder mittels schlafsackartiger Druckkammerhosen (z. B. Balancer™) erfolgen, aber auch manuell durchgeführt werden. Die Behandlungen sind nur wirksam, wenn sie regelmäßig durchgeführt werden.

Um stärkere Effekte zu erzielen, muss am Ort des Geschehens, unter der Haut behandelt werden. In kleineren Arealen mit tieferen Einsenkungen ist das von Doris Hexel aus Brasilien entwickelte Subcisionverfahren sehr hilfreich. In örtlicher Betäubung werden hier mit unter die Hautoberfläche eingeführten einseitig scharfen Nadeln (NoKor, Straußkanülen) durch fächerförmige Bewegungen die verkürzten Bindegewebssepten durchtrennt.

Die eintretende kurzzeitige Blutung führt zu einer Neuorientierung der Bindegewebsfasern parallel zur Hautoberfläche. Das Verfahren kann noch intensiviert werden durch gleichzeitiges Einfüllen von Fillern (z. B. Hyaluronsäure).

Eine neue Hightech-Variante ist der 1440-nm-Cellulase™-Laser. Hier wird in örtlicher Betäubung eine feine Laserfiber unter die Haut geführt. Mit einem austretenden Laserstrahl werden die Bindegewebssepten durchtrennt, das Fettgewebe eingedampft und die Hautoberfläche der Haut von der Unterfläche her erwärmt, wodurch sie schrumpft und sich strafft.

Für größere unerwünschte Fettansammlungen (z. B. Love-Handles, Polster an den Oberschenkelinnenseiten) ist die Liposuction (Fettabsaugung) nach wie vor der Goldstandard. Mit keinem anderen Verfahren gelingt es, die Kontur bei größeren Fettansammlungen so präzise und dauerhaft zu formen wie durch dieses Verfahren. Weltweit gilt heute die Liposuction in der Tumeszenzlokalanästhesie in der „super-wet“-Methode (Einspritzen von großen Mengen hochverdünnter Lokalanästhesielösung mit blutstillenden Mitteln) als der Goldstandard. Das Verfahren ist außerordentlich schonend und komplikationsarm. Es werden derzeit ca. 250.000 Behandlungen pro Jahr in Deutschland und 750.000 pro Jahr in Amerika durchgeführt. Das Verfahren kann heute intensiviert und ergänzt werden durch Wasserstrahl (dabei werden die Fettzellen wie mit einem Wasserwerfer herausgelöst), durch Laser- oder Radiofrequenzfibern (diese schmelzen zum einen die Fettgewebsläppchen, zum anderen erwärmen sie die Haut unterflächig, wodurch diese sich strafft). Die Erwärmung kann auch mit hochintensivem Ultraschall erfolgen, wobei hier häufige Hautkomplikationen beschrieben wurden. Die laser- oder radiofrequenzassistierte Liposuction wird insbesondere dann durchgeführt, wenn es nicht nur zu einer Fettgewebsvermehrung, sondern auch zu einer Hauterschlaffung gekommen ist (z. B. Bauch, Doppelkinn, Hamsterbäckchen). Bei den Lasern wird in der Regel der 1064-nm-Nd-YAG-Laser (z. B. Smart-Lipo™, Pro-Lipo™, Lipo-Lite™, Sciton™) verwendet, der in erster Linie die Haut strafft oder ein 1320-nm-Laser (Tri-Lipo™), der mehr das Fettgewebe einschmilzt oder Kombinationen von 1320- und 1064-nm (Smart-Lipo Multiplex™).

Die Liposuction ist nur bedingt für die Cellulitebehandlung geeignet, da hier das Fettgewebe zu oberflächlich liegt. In der Regel müssen hier noch Radiofrequenz- oder Laserverfahren ergänzt werden.

Microneedling

Das Microneedling, mit Dutzenden auf einer Kunststoffwalze befestigten kleinen Nädelchen (0,25 bis 3,5 mm lang), ist nach 20 Jahren wieder entdeckt worden. Durch zahlreiche Miniverletzungen wird der Haut eine große Wunde vorgetäuscht, weshalb diese große Mengen Wachstumsfaktoren ausschüttet, die zur Neubildung von kollagenem Gewebe führen und dies obwohl die feinen Löcher bereits nach 6 Stunden wieder verschlossen sind. Im Ergebnis wird das Collagengewebe verdickt und gestrafft. Indikationen sind neben der Narbenbehandlung, die Hautstraffung und die Cellulitebehandlung (hier mit 3 bis 3,5 mm langen Nadeln).Da in den letzten Jahren ein starker Trend weg von den invasiven hin zu sanften, nichtinvasiven Verfahren weltweit zu verzeichnen ist, hat die Industrie hier zahlreiche neue nichtinvasive Verfahren entwickelt. Grundsätzlich beruhen die Verfahren auf 3 Mechanismen, nämlich der Wärmeapplikation, der Kälteapplikation oder der mechanischen Einwirkung auf Fett- und Bindegewebe. Um eine Hautstraffung zu erzielen, muss das Gewebe auf mindestens 45 Grad erwärmt werden. Um Fettgewebe einzuschmelzen, muss dieses auf unter –2 Grad abgekühlt werden. Die Erwärmung kann erfolgen mittels Radiofrequenzstrom, hochintensivem fokussierten Ultraschall, Laser- oder Infrarotlicht.

Radiofrequenzverfahren

Bei den Radiofrequenzverfahren wird die Bipoleigenschaft von Wasser ausgenutzt, das sich in einem elektrischen Feld ausrichtet und bei einem hochfrequenten Wechselstromfeld durch rasche Rotation in das umgebende Gewebe stark erwärmt. Der Radiofrequenzstrom kann mit unipolaren oder bipolaren Verfahren eingesetzt werden. Bei ersterem fließt der Radiofrequenzstrom zwischen einer auf die Haut aufgelegten Elektrode und einer unter dem Körper befestigten Elektrode in die Tiefe, wodurch es mehr zu einem Tiefeneffekt kommt. Beim bipolaren Verfahren fließt der Strom oberflächlich, dafür intensiver, weswegen dieses Verfahren eher zur Hautstraffung geeignet ist. Es sind hier 2 Geräte verfügbar, das Accent XL™-Gerät der Fa. Alma-Lasers und das Thermage™-Gerät. Ersteres kann mit uni- und bipolaren Handstücken betrieben werden, muss mehrmals (in der Regel 6 x im Abstand von 3 Wochen) durchgeführt werden und ist nahezu schmerzlos (nur Wärmegefühl). Das Thermage-Verfahren arbeitet mit höheren Energien, muss nur 1 x durchgeführt werden, ist aber deutlich schmerzhaft. In Seitenvergleichsuntersuchungen erwies sich das Thermage-Gerät bei einmaliger Behandlung effektiver, nach 6 Behandlungen mit dem Accent-Gerät war dies allerdings effektiver.Um die Wärme von außen durch die Haut hindurch zu transportieren, wurden von der Industrie in den letzten Jahren einige Low-Level-Laser-Geräte entwickelt, bei denen allen zur Schonung der Oberhaut diese gekühlt wird. Da die Erwärmungseffekte durch transcutan (durch die Haut) applizierte Laserenergie nicht zu stark ist, werden hier oft mehrere Verfahren kombiniert (z. B. Massage, Vakuumsog, Diodenlaser, bipolare Radiofrequenz, Infrarotlicht (Vela-Smooth™), Massage, Vakuumsog, Diodenlaser, LED (Smooth-Shape™) sowie Massage, Diodenlaser, Kälte (TriActive™)). Mit der gleichen Wellenlänge (1440 nm), mit der der Cellulase-Laser unter der Haut die Bindegewebssepten durchtrennt, erwärmt der Affirm™-Laser von außen die Haut und führt damit zu einer Collagenschrumpfung und zu einer Induktion der Collagenneogenese. Es sind 4-6 Behandlungen mit jeweils 1-2 Durchgänge alle 3-6 Wochen erforderlich. Zur Erwärmung werden auch breitbandigere Infrarotlichtquellen (Titan™, Lux-IR™) oder die Kombination von Radiofrequenz + Infrarotlicht (ReFirme ST™) verwendet. Bei diesen Verfahren muss die Oberhaut gekühlt werden und die Erwärmung findet in mehreren Sitzungen statt. Die Effekte dieser neuen Kombinationsgeräte sind milde und erfordern häufige und langzeitige Behandlungen. Schmerzen oder Ausfallzeiten entstehen allerdings nicht.

Hochintensiver fokusierter Ultraschall (HIFU)

Bei der HIFU-Methode werden mittels eines gewölbten Transducers Ultraschallstrahlen auf einen Punkt unter der Haut fokussiert. Durch deren Überlagerung zerplatzen entweder die Fettgewebszellmembrane (Ultrashape™) oder das Fettgewebe wird stark erhitzt und schmilzt punktuell ein (Liposonix™). Die Fettgewebsschädigungen entstehen in einer Tiefe von 1,5 cm, weshalb die zu behandelnde Fettschicht 2-6 Zentimeter dick sein sollte. Geeignet sind normal oder leicht übergewichtige (bis 10 % Übergewicht) Patienten. Das Ultrashape-Verfahren ist weniger intensiv, erfordert daher mehrere Behandlungen. Es werden Umfangminderungen von 2 Zentimeter pro Behandlung erzielt, die allerdings zumindest zum Teil durch Flüssigkeitsverschiebungen entstehen und schnell wieder aufgefüllt werden. Das Liposonix-Verfahren ist effektiv, allerdings schmerzhaft und beinhaltet gewisse Verletzungsgefahren (über Knochen, evtl. Darm).Die Fa. Storz hat ein neues akustisches Stoßwellenbehandlungsverfahren (AWT) entwickelt. Es werden hier nicht Ultraschall-, sondern hörbare Schallwellen stoßartig auf das Gewebe geschossen (ähnlich wie bei der Nierensteinzertrümmerung), wodurch die oberflächlichen Fettzellen platzen sollen. Die Effekte sind ebenfalls milde und erfordern häufige Behandlungswiederholungen.

Injektionslipolyse („Fett-weg-Spritze“)

Bereits vor 20 Jahren wurde zufällig entdeckt, dass ein Medikament (damals Lipostabil®, nicht mehr verfügbar) das eigentlich zur Auflösung von Fettgewebsembolien konzipiert war, das Fettgewebe, wenn das Mittel direkt in dieses gespritzt wird, auflösen kann. Mittlerweile wurden ähnliche Mittel entwickelt, die allerdings alle noch nicht für die Hautbehandlung zugelassen sind. Mehrere tausend Ärzte haben sich in einem Netzwerk (Netzwerk Lipolyse) zusammengeschlossen, die dieses Verfahren zur Fettgewebseinschmelzung nach standardisierten Vorgaben anwenden. Nach dem Einspritzen schwellen die behandelten Areale für 1-2 Tage an, der anschließende Fettgewebsabbau benötigt 4-8 Wochen. Wir verwenden das Verfahren nur in kleineren Arealen (Doppelkinn, Hamsterbäckchen, Reste nach Liposuction, bei Cellulite) und nicht für die großflächige Anwendung, da hier andere Verfahren überlegen sind.

Chemical Peeling

Bei der chemischen Schälbehandlung bewirken auf die Haut aufgebrachte Peel-Substanzen (Säuren, Phenol) eine Schälung der Haut in unterschiedlichem Ausmaß mit einer nachfolgenden und kalkulierbaren Regeneration der Ober- und Lederhaut. Je nach Eindringtiefe der Substanzen haben die Peelings unterschiedliche Wirkungen.

Ein ganz oberflächliches Peel (z. B. Fruchtsäurepeeling, Eindringtiefe 0,06 mm) vermindert die Haftung der Hautzellen in der Oberhaut und kann bis in die oberste Lederhaut wirken. Mitteltiefe Peels (z. B. Easy-Peel, Monheit-Peel, Unideep, TCA-Peeling, Eindringtiefe 0,45 mm) wirken bis in die mittleren Schichten der Lederhaut. Tiefe Peels (Phenol-Peel, Eindringtiefe 0,6 mm) wirken bis in tiefere Schichten der Lederhaut.

Mitteltiefe und tiefe Peels sind eingreifendere Behandlungsmethoden mit folgenden mehrtägigen Abschälungsvorgängen. Das Prinzip der Peelings liegt dabei darin, dass die Ober- und Teile der Lederhaut vorübergehend durch die Peelingsubstanzen geschädigt werden, wodurch Wundheilungs- und Reparaturvorgänge ausgelöst werden. Durch Sonnenlicht geschädigte Collagenfasern werden daraufhin durch neue, regelrecht und parallel angeordnete Collagenfasern und elastische Fasern ersetzt. Durch die Reparaturvorgänge kommt es auch wieder zu einem Volumenaufbau der Lederhaut, wodurch diese dicker und straffer wird. Der Wundheilungsverlauf und die ausgelösten Reparaturvorgänge sind dabei abhängig von der Eindringtiefe der Peelingsubstanzen.

Indikationen

oberflächliches Peeling

(Alpha-Peel, Fruchtsäure-Peeling, Jessner-Peeling, SRT-Peeling, Salicylsäure-Peeling, TCA-Peeling)

  • Fältchen
  • Hyperpigmentierungen, Melasma (Pigmentstörungen)
  • unreine Haut
  • leichtgradige Akne
  • Rosacea
  • Hyperkeratosen (Verhornungen)

mitteltiefes Peeling

(Easy Peel, TCA-Peel, Jessner-TCA-Peel, Unideep Peel)

  • Hyperpigmentierungen/Melasma
  • ausgeprägte Akne papulopustulosa
  • flache Aknenarben
  • oberflächliche Falten
  • Rosacea
  • Lichtschäden (Aktinische Keratosen)

tiefes Peeling

(Phenol-Peeling, Lip-& Eyelid-Peel)

  • tiefe Falten
  • tiefe Aknenarben
  • ausgeprägte Lichtschäden

Weitere Informationen zum Chemical Peeling

Durchführung der Peelings

Um lange Nachwirkungen wie langanhaltende Rötungen oder Pigmentierungen zu vermeiden, muss die Haut vor jeder Peeling-Behandlung (außer Alpha-Peel) vorbehandelt werden.

Technik oberflächlicher Peelings

Nach gründlicher Reinigung mit Seife und Entfettung mit Aceton wird die Peelinglösung gleichmäßig mit einem Pinsel auf die Gesichtshaut aufgetragen. Wenn Rötungen und Brennen auftreten, wird die Säure mit Natriumbicarbonat neutralisiert. Anschließend wird das Gesicht gründlich mit Wasser abgewaschen. Abschließend wird eine beruhigende Creme aufgetragen. Wiederholungen werden in 1-2-wöchigem Abstand durchgeführt.

Technik mitteltiefer Peelings

Nach gründlicher Reinigung des Gesichtes mit einer Syndetlösung und Entfettung mit Aceton wird die Peelingsubstanz mit Watteträgern oder Kompressen gleichmäßig in mehreren Schichten aufgetragen, bis eine gleichmäßige Weißfärbung („Frost“) auftritt. Beim Auftragen der Peelingsubstanz tritt für 1-2 Minuten ein starkes Brennen auf, deshalb muss während des Auftretens mit einem Ventilator oder einem starken Kaltluftgerät gekühlt werden. Anschließend werden für 10 Minuten feuchte Kochsalzumschläge aufgelegt. Nach beendetem Peel wird eine fetthaltige Pflegesalbe aufgetragen. Der weiße Frost wird nach wenigen Minuten durch eine Rötung und Schwellung abgelöst, die nach 48 Stunden ihren Höhepunkt überschritten hat. Es bilden sich dann bräunliche Krusten aus, die zwischen dem 7. und 12. Tag vollständig abgeblättert sind.Legen Sie bitte 2 x täglich für eine halbe Stunde feuchte Kochsalzkompressen auf Ihr Gesicht auf. Tragen Sie danach bitte 3 x täglich für 15 Tage die Heilsalbe und danach die Heilcreme auf. Meiden Sie bitte 6 Wochen lang jegliches Sonnenlicht, danach Sonnenexposition nur mit einem Sun-Blocker. Beginnen Sie bitte 4 Wochen nach der Peelingbehandlung mit der hydrochinon-tretinoinhaltigen Postpeel-Lotion.

Technik tiefer Peelings (Phenol-Peel, Lipand Eyelid-Peel)

Phenol wird über die Haut aufgenommen und über Leber und Niere ausgeschieden. Bei großflächiger Behandlung kann Phenol Nebenwirkungen auf den Herzmuskel haben (Herzrhythmusstörungen). Daher müssen vor einer großflächigen Peelingbehandlung Leber- und Nierenwerte bestimmt werden. Die großflächige Behandlung selbst wird unter EKG-Kontrolle in Vollnarkose oder Sedoanalgesie (Zufuhr von Beruhigungs- und Schmerzmitteln) durchgeführt. Kleinflächige Areale können ohne EKG-Kontrolle in Lokalanästhesie durchgeführt werden (Unterlider, Lippen, Mundpartie).Nach gründlicher Reinigung mit einem Syndet und Entfettung mit Aceton wird die Peelinglösung in mehreren Schichten mit einem Watteträger unter starkem Druck eingerieben, bis ein grau-weißer Frost entsteht. Nach vollständigem Auftragen wird ein Tape-Pflaster darüber geklebt, um die Eindringtiefe zu erhöhen. Beim Lip-and-Eyelid-Peel wird mit einem Wismut-Puder nachbehandelt. Nach der Behandlung entsteht eine starke Schwellung und ein Nässen. Der Tape-Verband wird nach 24-48 Stunden abgenommen. Anschließend wird in der Praxis eine Wundreinigung durchgeführt (Wundpflege mit Kochsalz-Weinessig, Wasserstoffsuperoxyd, mechanische Reinigung). Anschließend werden antibakterielle Wundsalben und später Cremes aufgetragen. Die vollständige Abheilung der Oberhaut ist meist bis zum 10. Tag abgeschlossen. Die Haut ist anschließend noch bis zu 12 Wochen mehr oder weniger stark gerötet. Die Rötung kann mit Make-up abgedeckt werden.

Nebenwirkungen und Komplikationen bei mitteltiefen und tiefen Peelings

Rötung, Schwellung, Nässen und Verkrustung: treten regelmäßig auf. Persistierende Rötung: Gelegentlich kann die Rötung länger als 12 Wochen persistieren. Hier wird mit speziellen Cremes nachbehandelt. Teleangiektasien: Nach tiefen Peelings können feine Äderchen entstehen, die mit speziellen Lasern beseitigt werden können. Hyperpigmentierungen: Bei dunkleren Hauttypen (Hauttyp 3) können diese vorübergehend auftreten. Durch intensive Vor- und Nachbehandlung mit hydrochinonhaltigen Präparaten sind diese aber meist vermeidbar. Milien: Es handelt sich um kleine Talgzysten durch Verschluss von Talgdrüsenausführungsgängen, die leicht entfernt werden können. Infektionen (viral/bakteriell): Insbesondere bei tiefen Peelings entstehen große, nässende Wundflächen, die infektionsgefährdet sind.

Weitere Peelings:

  • TCA-Peeling
  • Fuß-Peeling
  • Hand-Peelings
  • Jessner-Peeling
  • Fruchtsäure-Peeling
  • Rosacea-Peeling

Eingewachsener Zehennagel (Unguis incarnatus)

Hierunter versteht man das seitliche Einwachsen des Nagels in das umgebende Gewebe.
Der seitliche Nagelanteil wird durch den Schuhdruck nach unten gebogen und in den Nagelwall gepresst. Es entsteht eine chronische Traumatisierung der unmittelbar betroffenen Haut- und Unterhautbezirke. Oftmals kommt es zusätzlich zu einer bakteriellen Besiedlung mit teilweise eitriger Entzündung.

Auslösende Faktoren

Am häufigsten betroffen ist die Außenkante des Großzehs. Hier kommt es durch Schuhdruck (zu enges Schuhwerk), bei anlagebedingt zu stark gewölbten Nagelplatten und bei falschem Abschneiden der Nagelecken zum Einwachsen des Nagels in das seitliche Nagelbett. Nicht selten führt die chronische Entzündung zur Entstehung von Granulationsgewebe (wildes Fleisch).

Therapie und Prävention

Therapie eingewachsener Fußnagel

Zunächst kann ein konservativer Therapieversuch unternommen werden. Dieser besteht aus einer intensiven Lokaltherapie (desinfizierende Bäder und Salben), vorsichtigem Kappen der einschneidenden Nagelecken und Unterlegen von Watteröllchen, welche eine ebenfalls desinfizierende Lösung enthalten können. Gegebenenfalls ist die Gabe von Antibiotika notwendig. Sollten diese nur wenig invasiven Maßnahmen keinen Erfolg zeigen, ist eine chirurgische Sanierung erforderlich.

Eingewachsener Zehennagel OP

Ausgedehnte Nageloperationen sind heutzutage nicht mehr notwendig. Auch die sogenannte EMMERT-Plastik, bei der ein Teil des Nagels mitsamt einem Teil des Nagelwalles herausgeschnitten wird und der Defekt dann vernäht wird, führen wir nicht mehr durch. Bei dem bei uns bevorzugten minimal-invasiven Operationsverfahren nach NIKOLADONI wird nur der seitliche Nagel entfernt und die Nagelwachstumsanlage für diesen Bereich mit einem Ätzmittel verödet. Dieser Eingriff wird in lokaler Betäubung durchgeführt, erfordert kaum Einschränkungen nach der OP (drei Tage kein Sport und nicht Schwimmen) und führt in der Regel zu sehr guten funktionellen und kosmetischen Ergebnissen.

Präventive Maßnahmen

Ein zu enges Schuhwerk sollte vermieden werden. Die Fußnägel sollten bei der Maniküre gerade und nicht bis in den Nagelfalz zurückgeschnitten werden.

Überflüssiges Fett mit einer Spritze einfach auflösen – eine faszinierende Idee, welche von der Hautärztin Dr. Rittes in Südamerika umgesetzt wurde. Sie entwickelte bereits 1995 ein Verfahren, bei dem die Substanz Phosphatidylcholin (PPT) direkt in die unerwünschten Fettpolster injiziert wird. Der Wirkstoff ist ein Naturpräparat und wird aus der Sojabohne gewonnen. Er wird in gleicher Zusammensetzung im Körper produziert und erfüllt dort vielfältige Aufgaben, insbesondere im Fettstoffwechsel. Kombiniert wird PPT mit der Gallensäure Desoxycholat, die möglicherweise sogar den größeren Anteil an der Fettauflösung übernimmt.

Fettpolster verschwinden langsam

Die Injektionslipolyse ist kein neues Wundermittel zur Gewichtsabnahme. Sie ist aber in der Lage, Fettpölstcherchen, die weder durch Ernährungsumstellung, noch durch gezielte Bewegungstherapie zu reduzieren sind, abzuschmelzen und zu verstoffwechseln. Das Mittel wird per Injektion direkt in die betroffene Region gegeben. Die Injektionslipolyse bietet im Gegensatz zur Liposuction (Fettabsaugung) eine nicht operative Behandlungsmethode, mit der mit wenig Aufwand schonend Fettpölsterchen entfernt werden können.

Die Behandlungswiederholungen sind von der zu behandelnden Körperregion und -größe abhängig und individuell sehr unterschiedlich. Männer reagieren aufgrund der zu Frauen unterschiedlichen Bindegewebsstruktur und den darin abgelagerten Fettzellen oftmals weniger gut auf die Therapie als Frauen. Der Fett-Auflösungsprozess benötigt in der Regel 4-8 Wochen. Es sind in der Regel 2-4 Behandlungen im Abstand von 4-6 Wochen notwendig, um die Therapie erfolgreich abzuschließen.

Gesichtsbereich

  • Tränensäcke
  • Doppelkinn
  • Jawls – Hängebäckchen

Cellulitebehandlung

  • Oberschenkel
  • Lipome

Körper

  • Reithosen
  • Oberschenkelaußen- und -innenseiten
  • unteres Gesäß/ Übergang zum Oberschenkel
  • „Love-Handles“
  • Hüften
  • Ober- und Unterbauch (kleinere Polster)
  • Fettwülste an den Schulter-Arm-Gelenken
  • Oberarme
  • Knie
  • Rückenpartien

Weitere Informationen zur Fett-weg-Spritze

Aufklärung und Behandlung

Das Medikament für die Injektionslipolyse ist ein seit vielen Jahren bekanntes Leberschutzpräparat und wird auch eingesetzt zur Verhütung von Fettgerinnseln im Blut. Als Injektionslipolyse hat es noch keine Zulassung in Deutschland. Daher bestehen für die Anwendung besondere Anforderungen hinsichtlich der Aufklärung des Patienten. Bei den weltweit vielen Tausenden von Behandlungen traten bislang keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auf. Dennoch gehört diese Therapie in die Hände von dafür ausgebildeten Medizinern. Für die erfolgreiche Behandlung sind die Kenntnisse der Fettdepots im Körper, der richtigen Injektionstechnik und der Dosierung dieser scheinbar einfachen Anwendung von großer Bedeutung.

Risiko der Therapie mit der Fett-weg-Spritze

Die Wirkstoffe Phosphatidylcholin und Deyoxycholat selbst und ihre Verstoffwechselung sind sehr gut und grundsätzlich untersucht und dokumentiert worden. Nach der Behandlung treten als Nebenwirkungen bei fast allen Patienten vorübergehende Rötungen, Schwellungen und muskelkaterähnliche Beschwerden auf. Gelegentlich können auch kleine Blutergüsse an den Einstichstellen entstehen. Diese Nebenwirkungen klingen nach unseren Erfahrungen mit der Fett-weg-Spritze in der Regel in wenigen Tagen ab. Bei ca. fünf Prozent der behandelten Patienten kommt es zu keinem oder zu einem ungenügenden Effekt (Non-Responder).

Hyaluronsäure

Die bei uns verwendeten Hyaluronsäurepräparate werden gentechnologisch hergestellt und enthalten daher keine Fremdeiweißrückstände (wie z. B. Vogelprotein) mehr. Das Hyaluron ist hautidentisch. Allergische Reaktionen treten daher nicht auf. Eine Vortestung ist nicht erforderlich. Die von uns verwendeten Hyaluronsäureprodukte stehen in unterschiedlichsten Zubereitungsformen zur Verfügung und unterscheiden sich durch die Konzentration der Hyaluronsäure, die Partikelgröße und den Vernetzungsgrad der Hyaluronsäuremoleküle. Es wird unterschieden:

Die vernetzte Hyaluronsäure:

Hier sind mehrere bis viele Hyaluronsäuren zu größeren Konglomeraten vernetzt. Je nach Molekülgröße, Vernetzungsgrad und Konzentration der Hyaluronsäurepartikel kommen die Präparate in dünnflüssiger, galertartiger oder pastös-/ gelartiger Form vor. Die Auswahl der Präparate erfolgt je nach Größe und Tiefe der Falten und nach behandelter Region. Je oberflächlicher und dünner die Falten sind, desto dünnflüssiger, geringer vernetzt und mit kleinerer Molekülgröße müssen die Präparate versehen sein. Die dickflüssigsten Präparate werden in das subcutane Fettgewebe implantiert. Die Haltbarkeit der vernetzten Hyaluronsäureprodukte beträgt im Mittel 6-9 Monate, kann im Einzelfall aber auch kürzer sein.

Unvernetzte Hyaluronsäure:

Diese Präparate enthalten native (wie in der Haut vorhandene), unvernetzte Hyaluronsäure. Diese wird in die oberflächlichsten Hautschichten gequaddelt, entweder mit der Hand oder mittels einer elektronisch gesteuerten Pistole (Mesotherapie). Diese Quaddelung wird dreimal im Abstand von 2-4 Wochen durchgeführt (Grundbehandlung). Danach erfolgen 6-12-monatlich Auffrischungsbehandlungen mit geringen Dosen. Hauptindikation sind kleine, feine Knitterfalten an den Wangen, an den Unterlidern, feinere Falten im Dekolleté und eine Hautatrophie an den Handrücken. Durch die Injektion der nativen Hyaluronsäure wird die Neubildung von Collagen und elastischen Fasern induziert. Die Haut wird also wieder straffer und elastischer.

Lippenvergrößerung

Bei vielen jungen Frauen besteht der Wunsch nach schönen, vollen Lippen. Diese sind nach den Augen der wichtigste Blickfang eines Gesichtes. Dabei wünschen sich junge Frauen meist ein deutlich akzentuiertes, sichtbares Ergebnis, während reifere Frauen mehr ein unauffälliges, möglichst natürliches Ergebnis wünschen. Da jede Lippe anders ist, müssen unterschiedlichste Techniken kunstvoll kombiniert werden, um, je nach Wunsch, mehr die Lippenkontur und das Philtrum (mittlere senkrechte Oberlippenleisten) zu betonen oder mehr das Lippenvolumen aufzufüllen oder die Mundwinkel anzuheben oder mehr Lippenrot sichtbar zu machen.

Es stehen heute zur Auffüllung von Falten, Narben und Lippen eine Vielzahl von Füllmaterialien zur Verfügung. Sie polstern das Gewebe geradezu auf, Lippen werden dadurch aufgespritzt und Gesichtsfalten, wie Falten am Mund, Augen und Stirn, geglättet. Aufgrund einer ausgiebigen, langjährigen Erfahrung mit verschiedenen Fillern haben wir uns in unserer Praxis auf wenige Materialien beschränkt, die das beste Nutzen-Risiko-Verhältnis aufweisen. Es sind dies ausschließlich biologische, abbaubare Filler. Nicht abbaubare oder synthetische Filler verwenden wir nicht mehr, da diese zwar eine längere Haltbarkeit, aber dafür auch ein wesentlich höheres Nebenwirkungsprofil aufweisen (z. B. Knötchenbildung, Abstoßungsreaktionen).

Als Alternative zur Implantation von biologischen Fillern bieten wir noch die Eigenfettimplantation/ Transplantation/Eigenfettunterspritzung an, die zwar am risikoärmsten ist, gute Erfolge aufweist, aber durch die Eigenfettentnahme und Aufbereitung aufwendig ist.

Polycaprolacton (Ellansé):

Auch dieser Kollagen-Booster besteht aus der Trägersubstanz CMC-Gel, in dem Poly-Caprolactonpartikel (PCL) suspendiert sind. PCL provoziert die Neubildung von Kollagengewebe. Die Indikationen gleichen denen von Radiesse (siehe oben). Durch unterschiedliche Kettenlängen sind unterschiedliche Bestandsdauern von 1-4 Jahren erreichbar. Das Präparat ist sehr gut verträglich und biologisch vollständig abbaubar.

Die neuartige Behandlungsmethode der fraktionalen Behandlung bieten wir in mehreren Varianten an:

1. Die fraktionale CO2-Laserbehandlung

Nach Applikation einer Lokalanästhesiecreme werden mittels eines computergesteuerten Scanners, in variablen Mustern und variierbarer Dichte, mit einem CO2-Laserstrahl feine Löcher in die Haut geschossen. In diese wachsen innerhalb weniger Tage aus der Umgebung der Löcher neue Hautzellen hinein. Effekt ist, dass das behandelte Areal glatter und gleichmäßiger wird und die Haut sich durch die Erwärmung durch den CO2-Laser zusammenzieht und damit glättet und strafft. Die Abheilungszeit beträgt, je nach gewählter Dosis und damit Eindringtiefe, 3-6 Tage.

Die Behandlung kann erforderlichenfalls nach 3 Wochen wiederholt werden.

Indikationen sind:

  • chronisch lichtgeschädigte Haut
  • Fältchen (z. B. Unterlider) und Falten (z. B. Wangen)
  • Pigmentverschiebungen (z. B. Melasma)
  • Narben (z. B. Gesichtsnarben bei Akne, Keloide)

2. Fraktionale Er:YAG-Laserbehandlung

Auch hier werden mit einem Erbium-YAG-Laser-Strahl feinste Löcher in die Haut geschossen. Ein Laser-Scanner verteilt die Löchereinschüsse hierbei in Form eines Sechsecks gleichmäßig so, dass zwischen den feinen Löchern intakte Hautbrücken stehen bleiben. Durch die feinen Löcher werden Reparaturvorgänge in der Haut angeregt, wodurch neues Bindegewebe in die feinen Löcher einwächst. Die Tiefe der Löcher wird dadurch erreicht, dass die Strahlen in sehr kurz getakteten Intervallen mehrmals hintereinander auf die gleiche Stelle appliziert werden. Mit einer Zusatzfunktion können die feinen Löcher anschließend noch erwärmt werden, wodurch der Effekt auf die Bindegewebsneubildung noch deutlich verstärkt wird. Die Löcher wachsen innerhalb von 3-5 Tagen zu. Nach 7 Tagen ist histologisch kein Defekt mehr nachweisbar. Die fraktionale Er:YAG-Laserbehandlung eignet sich für folgende Anwendungen:

Hautglättung

Geeignet sind feinere Fältchen, z. B. um die Augen und an den Wangen. Tiefe Falten sind nicht geeignet. Durch die Behandlung wird die Hautoberfläche glatter und feinporiger.

Narbenbehandlung

Insbesondere einzelne verdickte, wulstige oder multiple eingesunkene, atrophische Narben (z. B. nach Akne oder Windpocken)

Melasma, Pigmentstörungen

Hier wird durch die feinen Laserlöcher ohne die thermische Zusatzfunktion „gebohrt“. Das überschüssige Pigment wird teils entfernt, teils abgebaut. Die Haut wird einheitlicher pigmentiert.

3. Fractional-AFX-PDT

Die ablative fraktionale CO2-Laserbehandlung (AFX) lässt sich sehr vorteilhaft mit einer photodynamischen Therapie (PDT) bei chronisch lichtgeschädigter Haut, bei weißem Hautkrebs und dessen Vorstufen kombinieren. Bei der PDT wird eine natürliche, lichtsensibilisierende Substanz (5-ALA) in Form einer Creme auf die zu behandelnde Haut aufgetragen und 3 Stunden einwirken gelassen. Durch ihren unterschiedlichen Stoffwechsel sind dann nur die lichtgeschädigten bösartigen Hautzellen und ihre Vorstufen mit dieser Substanz beladen. Durch eine 20- bis 30-minütige Bestrahlung mit einem speziellen IR-Licht werden die beladenen (stark lichtgeschädigten und bösartigen) Hautzellen abgetötet und dann durch neue gesunde Zellen ersetzt. Im Ergebnis sind nach 2 Wochen die lichtgeschädigten Zellen eliminiert. Als angenehmer Begleiteffekt sieht die Haut nach der Behandlung wesentlich jünger aus.

4. Fraktionale Plasmabehandlung

Plasma ist energiereiches Gas, das durch elektrische Entladung entsteht (z. B. in der Nähe von Blitzen). Elektrische Funken springen von einer Nadelelektrode auf die Hautoberfläche über und erzeugen hier winzige Verdampfungszonen. Die fraktionale Plasmabehandlung besteht darin, dass zahlreiche Nadelelektroden auf einer Walze über die Haut gerollt werden und und dadurch ein Raster an winzigen Verdampfungszonen produziert wird. Dadurch werden Reparationsprozesse angeworfen, die die gesamte behandelte Hautoberfläche erneuern. Wegen der geringen Eindringtiefe und der nur teilweisen Verdampfung der Haut erfolgt die Heilung bei der fraktionalen Plasmabehandlung besonders schnell. Es wird gleichzeitig ein starker Reiz gesetzt, neues Kollagengewebe aufzubauen.

Bei allen fraktionalen Behandlungen wird die Hautoberfläche geöffnet und damit Kanälchen geöffnet, durch die auch größere Moleküle in die Tiefe eindringen können. Insofern wird das Verfahren auch zunehmend genutzt, um Wirkstoffe in die Haut einzuschleusen. Beispiele hierfür sind Vitamine, Aminosäuren, Hyaluronsäure und insbesondere eigene Wachstumsfaktoren in Form des PRP (s. dort).

5. Nadel-Radiofrequenzbehandlung (GENIUS)

Bei der Genius-Behandlung werden 49 mit Teflon isolierte Nadeln mittels eines computergesteuerten Handstückes in 3 verschiedenen Tiefen in Oberflächenanästhesie in die Haut eingestochen. Dann werden die nicht isolierten Nadelspitzen mittels Radiofrequenzstrom kurzzeitig auf ca 80 Grad erhitzt. Dies führt zu einer Schrumpfung der Kollagenfasern und zu einer Kollagenneubildung. Der Kollagenneuaufbau benötigt ca 3 Monate. Daher werden in der Regel 3 Behandlungen in 3monatigen Abständen durchgeführt. Besonders geeignet sind Gesicht, Hals, Decolleté, Hände, Oberarme und Oberschenkel.