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Spezielle Ästhetische Regionen

Hautverjüngungsmaßnahmen für die Augenpartie 

Etwa um das 30. Lebensjahr zeigen sich erste Spuren der Hautalterung. Erste Fältchen zeigen sich um die Augen herum, die Haut wird trockener, rauer und weist Pigmentunterschiede auf. Es wird heute ein inneres (intrinsic) von einem äußeren (extrinsic) Altern unterschieden. Ersteres ist durch genetische Faktoren und durch Abfall der Hormone bedingt, zweiteres durch äußere Faktoren wie UV-Licht, Genussgifte (Nikotin, Alkohol), Lebensstil (Stress, Schlafmangel) und durch Umweltgifte (z.B. Abgase) bedingt.

Eine besondere Rolle kommt dem UV-Licht zu. Ca. 80 % der sichtbaren Hautalterungserscheinungen sind durch dieses bedingt. Der zweitwichtigste Faktor ist bereits Nikotin. Die Augenpartie ist in besonderem Maße der Hautalterung unterworfen, da hier zum einen eine hohe dynamische Muskelaktivität besteht, zum anderen die prominenten Wangenknochen in besonderem Maße dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Da die Augenpartie der Blickfang des Gesichtes ist und ca. 80 % der Aufmerksamkeit des Gegenübers auf diese Partie gerichtet ist, fallen hier Alterserscheinungen besonders auf.

Insofern ist verständlich, dass hier von Seiten der Patienten als erstes nach Anti-Aging-Maßnahmen gefragt wird. Es gibt heute eine breite Palette von Möglichkeiten, die sichtbaren Hautalterungserscheinungen zu verbessern und den weiteren Hautalterungsprozess zu stoppen oder zu verlangsamen.

Hautverjüngungsmaßnahmen

1. Maßnahmen zur Selbstbehandlung

A) Hautgesunde Lebensweise:

Da das UV-Licht (Sonnenlicht, Solarium) eine so große Bedeutung bei der Hautalterung spielt, ist hier besonderes Augenmerk darauf zu richten. Aufenthalte in der Mittagssonne sollten auf ein Minimum beschränkt werden und die Haut niemals ungeschützt (Kleidung, Hut, Lichtschutzmittel) der Sonne ausgesetzt werden. Solariumbesuche sollten so weit wie möglich gemieden werden. Die Ernährung sollte vollwertig und vitaminreich sein, d.h. reichlich frisches Gemüse, Salat und an hochwertigen Eiweißträgern Fisch enthalten. Nahrungsmittelergänzung sind bei gesunder vollwertiger Ernährung in der Regel nicht erforderlich, Antioxidantien, wie Vitamin C und E, Polyphenole, weiterhin mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Fischöl), Carotinoide und probiotische Nahrungsmittel (Lactobazillen) können unterstützend positive Wirkungen entfalten. Gemieden werden sollten in jedem Falle größere Mengen von tierischen Fetten, rotem Fleisch, Süßigkeiten, Zucker und Alkohol. Da Nikotin der zweitwichtigste Alterungsfaktor ist, sollte das Rauchen unbedingt vermieden werden.

B) Hautpflege:

Die Hautpflege sollte auf den jeweiligen Hauttyp optimiert werden. Günstig ist der Zusatz von Antioxidantien, Vitaminen, Aminosäuren, Kinetin, Co-Enzym Q10 oder Phytoöstrogenen. Günstig ist der Zusatz von Moisturizern die die Hornschichtfeuchtigkeit erhöhen. Der stärkste Moisturizer ist Hyaluronsäure, die am besten in Gelform vor der Pflegecreme aufgetragen wird. Die Fettzusammensetzung und der Fettgehalt sollten auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt sein. Günstig ist in jedem Fall der Zusatz von hohen Lichtschutzfaktoren in der Tagescreme. Zur Glättung der Haut können Schälsubstanzen wie Fruchtsäure oder Vitamin-A-Säure zugesetzt werden. Letztere ist nach wie vor die potenteste äußerlich anzuwendende Substanz zur Faltenglättung.

2. Maßnahmen zur Faltenglättung

A) Behandlung von dynamischen Falten:

Durch permanente Muskelaktivität entstehen an der Stirnmitte die sog. Zornesfalten und an den seitlichen Augenpartien die Lachfältchen bzw. Krähenfüße. Die dynamischen Falten sind die Domäne der Injektionen von Botulinumtoxin. Hierdurch wird die Muskelaktivität gebremst und die Haut über den Muskeln glättet sich.

B) Maßnahmen zur Behandlung von statischen Falten:

Falten und Fältchen, die bereits in Ruhe bestehen und unabhängig vom Muskelzug sind, sind am besten mit Fillern auszugleichen. Um die Augen herum bieten sich am ehesten niedrig vernetzte, dünnflüssige Hyaluronsäurefiller an.

C) Micro-Needling:

Wird die Haut verletzt, werden Wachstumsfaktoren ausgeschüttet, die zur Collagenneubildung führen, um die Wunde möglichst schnell zu verschließen. Dieser Effekt wird beim Micro-Needling genutzt, bei dem Dutzende von feinen 0,5 bis 3 mm langen Nadeln, die auf einer Kunststoffwalze befestigt sind, mehrfach in die Haut eingestochen werden. Die vielen kleinen Mikroverletzungen täuschen der Haut eine große Verletzung vor, die daraufhin größere Mengen von Collagen produziert, obwohl die Löcher bereits nach ca. 6 Stunden wieder verschlossen sind. Dermaroller® mit kurzen, 0,5 mm langen Nadeln können zur Selbstanwendung täglich morgens und abends eingesetzt werden. Über den collagenaufbauenden Effekt hinaus erleichtern Sie die Penetration großer Moleküle, wie z.B. Hyaluronsäure in tiefere Hautschichten. Für einen stärkeren Collagenaufbaueffekt verwenden Ärzte 1 bis 1,5 mm lange Nadeln. Die Behandlung kann mehrfach im Abstand von 2 Wochen durchgeführt werden.

D) Radiofrequenzbehandlungen:

Wassermoleküle sind die Pole mit positiv geladenem Wasserstoffpol und negativ geladenem Sauerstoffpol. Wenn diese in ein elektromagnetisches Wechselstromfeld gebracht werden, rotieren sie schnell hin und her und erzeugen dadurch Reibungswärme. Die Erwärmung der Lederhaut führt zum Schrumpfen der Collagenfasern und stellt einen starken Reiz für die Neubildung von collagenem Fasergewebe dar. Hierdurch verdickt und strafft sich die Haut. Dieser Effekt tritt bei einer Erwärmung von mindestens 42 Grad auf. Die Hauterwärmung kann durch Radiofrequenzgeräte erfolgen, die die Wärme durch über die Haut geführte mono- oder bipolare Elektroden erzeugen oder durch feine Nadeln, zwischen deren Spitzen der Radiofrequenzstrom fließt, direkt in die Lederhaut eingebracht werden (IntraCel™). Bei letzterem Verfahren werden Temperaturen von 70 Grad in der Lederhaut erreicht. Der Vorteil der Radiofrequenzbehandlung liegt darin, dass sie keinen Arbeitsausfall mit sich bringt. Die Haut ist allenfalls für 1 Tag gerötet. Nachteile sind, dass der Effekt erst verspätet mit 2-4monatiger Latenz erfolgt und meist mehrere Behandlungen erforderlich sind.

E) PDO-Fadenlifting

Dies ist ein neues Verfahren zur langanhaltenden Stabilisierung und Versteifung der locker und faltig gewordenen Haut um die Augen (Krähenfüße). In örtlicher Betäubung werden zahlreiche (10-20) dünne, resorbierbare PDO-Fäden unter die Haut gelegt. Sie stabilisieren die Haut und führen durch einen Fremdkörperreiz zur Neubildung von Collagengewebe.

F) Plasmatherapie

PLASMAGE® verwendet einen fraktionalen, d.h. gepulsten Modus („Fractional Plasma“). Diese spezielle Form der gepulsten Energieabgabe sorgt für eine punktuelle, blitzschnelle Gewebeerhitzung, die zur Sublimation (Verdampfung) führt, aber gleichzeitig nur eine sehr geringe thermische Belastung der Umgebung bewirkt. Somit besteht ein geringes Risiko von Nebenwirkungen (v.a. Pigmentschäden) durch Überhitzung des Gewebes.

3. Verfahren zur Verbesserung der Hautoberfläche

A) Peelings:

Durch Auftragen unterschiedlich starker Säuren oder Kombinationen von diesen kann die Haut in verschieden tiefen Schichten abgeschält werden, was zu einer Regeneration unter der Oberhaut (Epidermis) und zum Aufbau neuen Collagengewebes führt. Es können hiermit Pigmentstörungen, Grobporigkeit und kleine Fältchen sowie Lichtschäden beseitigt werden. Für eine oberflächliche Schälung haben sich die Fruchtsäuren als gut wirksame und nebenwirkungsarme Behandlung etabliert, für die mitteltiefe Schälung wird Trichloressigsäure in verschiedenen Konzentrationen oder Kombinationen von dieser mit anderen Säuren (z.B. Fruchtsäure, Kojisäure, Salicylsäure) verwendet. Bei mitteltiefen Peelingbehandlungen ist eine Ausfallzeit von ca. 1 Woche einzukalkulieren. Als eine besonders günstige, weil gut wirksame und ohne Arbeitsausfall einhergehende Peelingmaßnahme hat sich bei uns das Easy-Peel etabliert. Es handelt sich um ein mitteltiefes Peeling mit 4 Säuren, dass fraktioniert 4 x im Abstand von 1 Woche angewendet wird, so dass die Nebenwirkungen gering sind.
Für sehr tiefe Falten und schwer lichtgeschädigte Haut ist das tiefe Phenol-Peeling die stärkste für uns Dermatologen verfügbare Waffe. Mit keinem anderen Verfahren ist eine derartig umfassende und ausgeprägte Straffung der Haut möglich. Allerdings bedingt die Behandlung einen 2-3wöchigen Ausfall.

B) Lichtbasierte Verfahren:

IPL:

Beim IPL-Licht handelt es sich um ein hochenergetisches, von einer Blitzlampe erzeugten Lichtes, das durch spezielle Filter auf wenige Wellenlängen reduziert wurde. Mit diesem Licht können Äderchen, flächige Rötungen, Pigmentverschiebungen und feine Fältchen gebessert oder beseitigt werden. Meist sind mehrere Behandlungen erforderlich im Abstand von 4 Wochen.

Laser:

Beim Laserlicht handelt es sich um monochromatisches, d.h. nur aus einer Wellenlänge bestehendes Licht, das je nach Wellenlänge, in bestimmten Zielstrukturen absorbiert wird. Laser sind hervorragend geeignet, um Pigmentflecken, Äderchen, flächige Rötungen zu beseitigen und die Oberfläche zu glätten. Es werden hier ablative (abtragende) und nichtablative (nicht abtragende) Laser unterschieden. Die nichtablativen Laser (Wellenlänge 1410, 1440, 1540, 1550nm) haben in den letzten Jahren einen großen Boom erlebt, da sie in der Regel mit keiner Ausfallzeit behaftet sind. Allerdings sind hier immer mehrere Behandlungen erforderlich und die Effekte erreichen nicht die der ablativen Laser.

Ablative Laser:

Es sind dies Laser mit einer hohen Absorption in Wasser (Erbium-YAG-, CO2-Laser), die dadurch Gewebe oberflächlich verdampfen und damit abtragen. Der Erbium-YAG-Laser hat hierbei die wesentlich höhere Absorption in Wasser, weshalb die Abtragung oberflächlicher ist. Durch nachfolgende Abtragung vieler Schichten können allerdings auch größere Tiefen erreicht werden. Der CO2-Laser hat zusätzlich zu dem abtragenden noch eine stark gewebserwärmenden Effekt, so dass die Lederhaut auf ca. 120 Grad erwärmt wird. Hierdurch findet ein Collagen-Shrinking (Schrumpfung) und ein anschließendes Remodeling (Neubildung von Collagengewebe) statt. Der vollflächig abtragende (full ablative) CO2-Laser ist die stärkste lichtbasierte Waffe zur Hautglättung. Nachteil des Verfahrens ist allerdings eine lange Ausfallzeit (1-2 Wochen) und langanhaltende (1-6 Monate) Rötungen. Dies hat zur Entwicklung der fraktionalen Laser geführt, mit denen jeweils nur ein Teil (10-30 %) der Hautoberfläche behandelt wird. Es werden bis 1 mm tiefe Löcher in die Haut „geschossen“, die von der umliegenden, nicht behandelten Haut rasch innerhalb weniger Tage zuwachsen. Da kommt es zur Collagenschrumpfung und zur Neubildung von Collagengewebe. Fraktionale CO2-Laser haben sich derzeit in den USA und Europa als verbreitetste Methode zur Hautstraffung um die Augen und im Gesicht etabliert. In neueren Studien konnte gezeigt werden, dass es bei Anwendung an der Augenpartie nicht nur zu einer Glättung und Straffung der Haut kommt, sondern Pigmentunregelmäßigkeiten beseitigt und die Augenbrauen um 1-4 mm angehoben werden (Madonna-Lift). Der Effekt hielt in den Studien mindestens 12 Monate an.

Photodynamische Therapie:

Ein neues Verfahren zur Verbesserung der Hautstruktur stellt die Photodynamische Therapie dar. Ursprünglich stellt dies ein Verfahren zur Beseitigung von schweren Lichtschäden, wie oberflächlichen Hautkrebs und dessen Vorstufen dar. Da sich aber gezeigt hat, dass die Hautstruktur durch die Behandlung wesentlich verbessert und die Haut stark verjüngt aussieht, wird dieses Verfahren auch zunehmend zur Hautverjüngung verwendet. Nach 3stündiger Einwirkung einer lichtsensibilisierenden Substanz wird die Haut mit einem Farblicht bestrahlt, wobei die lichtgeschädigten Zellen abgetötet und durch gesunde neue ersetzt werden. Seit neuestem kann die Behandlung auch mit Tageslicht durchgeführt werden.

C) Mesotherapie:

Bei dieser Methode werden mit feinen Nadeln kleine Depots von unvernetzter Hyaluronsäure in die Lederhaut gespritzt (gequaddelt). Hierdurch kommt es zum einen durch die Mikroverletzungen, zu anderen durch einen Dehnungsreiz auf die collagenbildenden Fibroblasten (bindegewebsaufbauende Zellen) zur Neubildung von Kollagengewebe. Zum anderen wird die Haut durch die Hyaluronsäure stark durchfeuchtet und wirkt dadurch glatter und gespannter.

C) PRP-Behandlung:

Der Trend der Anti-Aging-Methoden liegt bei natürlichen und präventiven Behandlungen. Eine davon ist die Eigenblut-Therapie. Dabei entnimmt der Arzt dem Patienten Blut, isoliert die Thrombozyten in einer kleinen Menge Plasma und stellt ein Gel her, das sogenannte autologe plättchenreiche Plasma (PRP®). Es enthält spezielle Wachstumsfaktoren und Stammzellen. Nach nur 10 Minuten ist dieses körpereigene Blutkonzentrat einsatzbereit und kann aufgetragen oder injiziert werden.

4. Operative Verfahren:

Die effektivste aber auch eingreifendste Veränderung in der Augenpartie ist die Lidstraffung. Diese kann konventionell mittels Skalpell, aber auch blutarm mittels Radiofrequenz oder Laser durchgeführt werden. Insbesondere die CO2-Laser-Lidstraffung ist sehr präzise und schonend durchführbar mit minimaler Ausfallzeit. Es werden, wie bei der konventionellen Skalpelloperation an den Oberlidern Lidhautüberschuss, darunter liegende Muskeln und die sog. Fatpads mit dem Laserstrahl entfernt.
An den Unterlidern können die sog. Tränensäcke konventionell von außen, aber auch von innen durch die Bindehaut mit dem Laserstrahl entfernt werden. Dies kann kombiniert werden mit einer anschließenden Straffung der Unterlidhaut mittels fraktioniertem oder ablativem CO2-Laser.Durch den geschickten und gezielten Einsatz der heute verfügbaren Behandlungsmethoden und deren Kombinationen ist es heute in den meisten Fällen möglich gute bis teils dramatische Verbesserung der Hautstruktur und Faltenbildung um die Augen herum zu erreichen.

Hautverjüngungsmaßnahmen für die Wangen 

Für die Wangenpartie gibt es einige Besonderheiten:

  • Sie bietet eine große Angriffsfläche für die Sonne mit entsprechenden Sonnenschäden (Lentigines (braune Flecken), Falten, aktinische Keratosen (Hautkrebsvorstufen)
  • Die Wangenhaut wird gestützt durch die darunterliegenden Fettkörper. Diese schrumpfen mit zunehmenden Alter, wodurch die darüberliegende Haut erschlafft und herabsinkt. Dieser Effekt ist nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen stärker als die reine Erschlaffung der Haut durch Schwund des Kollagengewebes
  • Unterkiefer und Zahnreihen schrumpfen mit zunehmenden Alter, wodurch die darüberliegende Haut weiter erschlafft

A) Verfahren zur Hautglättung:

Die Glättung der Oberfläche (skin resurfacing) ist am besten mit ablativen Lasern (Er:YAG und CO2) und mittels chemical Peeling zu erreichen. Wir bieten hier sämtliche modernen Verfahren des skin resurfacings an. Da die Sonnenempfindlichkeit nach der Behandlung für 6 Wochen stark erhöht ist, werden diese Behandlungen in der kalten Jahreszeit durchgeführt.

B) Verfahren zur Hautstraffung:

Das einfachst und naheliegendste Verfahren ist die Wiederauffüllung verlorengegangenen Fettgewebes. Dies kann mit Eigenfett, das zuvor aus geeigneten Spenderregionen (Bauch, Hüften) gewonnen und aufbereitet werden muss oder mit hochvernetzter, kompakter Hyaluronsäure erfolgen. Letztere wird heute meist mit stumpfen, atraumatischen Kanülen tief in das Fettgewebe, meist V-förmig unterhalb der Wangenknochen platziert (V-Lift, Volumizing). Auch an der Unterkieferkante, an den Augenbrauen und in der Schläfenregion kann die Hyaluronsäure eingebracht werden. Alternativen stellen Calciumhydroxylapatit (Radiesse)  und das neue Polycaprolactone (Ellansé) mit langer Haltbarkeit aber fehlender Auflösbarkeit dar.

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Hautstraffung

1. Nicht-Operativ:

Wie bei den Augenpartien können Microverletzungen (Microneedling) oder Wärme (Radiofrequenzbehandlung) oder eine Kombination von beiden (Nadel-Radiofrequenzbehandlung, IntraCel) erschlafftes und verlorengegangenes Kollagengewebe in der Lederhaut stimulieren und damit die Haut wieder straffen.

Ein innovatives Verfahren ist die Ultraschall-Hautstraffung UltheraTM. Gebündelte Ultraschallstrahlen werden gezielt in definierte Tiefen der Lederhaut geschickt und führen hier zu punktförmigen
Erwärmungen bis auf 70oC. Dadurch straffen sich die Collagenfasern und es wird innerhalb von 4-6 Monaten neues Kollagengewebe aufgebaut.

Auch die Mesotherapie kann, wie bei der Augenpartie, aufbauend eingesetzt werden. Hier bietet sich allerdings noch eine neuartige Variante, das sogenannte „Vampir“-Lifting an. Aus eigenem Venenblut werden durch Zentrifugation eigene, wachstumsfaktorenreiche Thrombozyten (Blutplättchen) isoliert und alleine oder kombiniert mit unvernetzter Hyaluronsäure in die Haut eingespritzt (gequaddelt). Die Wachstumsfaktoren verstärken hierbei den kollagen-aufbauenden Effekt der Mesotherapie. Die Behandlung wird 2-3mal in 14tägigem Abstand durchgeführt.

2. Operativ:

Die Straffung der erschlafften Haut ist in leichteren Fällen mit dem neuen Fadenlifting möglich. Wir bieten diese in 2 Varianten, dem Sihouette-Soft-Lifting und dem Princess-Fadenlifting an. Die Fäden werden in örtlicher Betäubung mittels spezieller Nadeln unter die Haut eingeführt und die Fäden dann straff gezogen. Die Fäden lösen sich nach 6-12 Monaten von selbst auf, induzieren aber eine Bindegewebsreaktion mit Verdickung und Straffung der Haut für einen längeren Zeitraum.

S-Lift

Für ausgeprägteren Hautüberschuss ist das minimal-invasive operative S-Lift, evtl. kombiniert mit Halsabsaugung und Halsstraffung angezeigt.

Hautverjüngungsmaßnahmen für den Hals

1. Nicht-Operativ:

Hier werden die gleichen Verfahren wie an den Wangen angewandt (s.o.). Insbesondere das Ultraschall-Hautstraffungsverfahren UltheraTM  ist in dieser Region gut einzusetzen.

2. Operativ:

Fadenlifting
Auch hier können unter die Haut eingeführte selbstauflösende PDO-Fäden die leicht erschlaffte Haut wieder straffen und verdicken. Einen deutlich stärkeren und langanhaltenderen Straffungseffekt haben hier das Silhouette-soft Fadenlifting mit langsam resorbierbaren Poly-Milchsäurefäden und das Happy Lift mit langsam resorbierbaren Poly-Caprolacton-Fäden

In ausgeprägteren Fällen ist ein operatives Halslifting erforderlich, z.B.:

  • S-Lift: Halsabsaugung + SMAS-Raffung
  • Direktes medianes Halslifting mit Platysma-Raffung (mittig mit kleinem Schnitt unter dem Kinn)
  • Komplettes Hals-Lifting (mit lateralem SMAS-Lift)
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Hautverjüngungsmaßnahmen für das Decolleté

1. Nicht-Operativ:

Das Decolleté ist oft Schauplatz besonders großer Lichtschäden. Insofern wird hier die gesamte Palette der Behandlungsmöglichkeiten zu Beseitigung von Lichtschäden eingesetzt:

  • Gütegeschaltete Laser zur Behandlung von Pigmentflecken
  • KTP- und Lithiumboratlaser zur Entfernung von Äderchen und kleinen Hämangiomen (Blutschwämmen)
  • IPL-Licht zur Aufhellung von flächigen Rötungen (strafft gleichzeitig die Haut)
  • Photodynamische Therapie (PDT) bei schwereren Lichtschäden, insbesondere, wenn schon aktinische Keratosen (Hautkrebsvorstufen) entstanden sind. Verjüngt und strafft gleichzeitig die Haut erheblich.
  • Radiofrequenz- und Nadel-Radiofrequenzbehandlungen straffen bei mehrfacher Anwendung.
  • Das Ultraschallverfahren UltheraTM ist ebenfalls im Decolletébereich gut einzusetzen
  • Ebenfalls gut geeignet sind die Mesotherapie und das Vampir-Lifting in dieser Region

2. Operativ:

Hier kommen das Microneedling und fraktionale CO2-Laserbehandlungen zur Oberflächenglättung und Hautstraffung zum Einsatz.

  • Das neue PDO-Fadenlifting Princess ist besonders bei Längs-Faltenbildungen zwischen den Brüsten gut geeignet.
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Hautverjüngungsmaßnahmen für die Hände

Häufig werden Hautverjüngungsverfahren mit großem Aufwand für das Gesicht betrieben, die Hände dabei aber vernachlässigt. Da die Hände aber ebenso wie das Gesicht frei getragen und den gleichen Alterungsmechanismen (Sonnenlichtexposition, Rauchen, Umweltgifte) ausgesetzt sind, wirken die Hände dann häufig älter als das Gesicht. Folgende Verfahren haben sich in den letzten Jahren zur Handverjüngung bewährt:

Maßnahmen zur Selbstbehandlung:

Für die Selbstbehandlung der Hautoberfläche stehen heute eine ganze Reihe hochwirksamer externer Präparate zur Verfügung. Den stärksten Anti-Aging- und Glättungseffekt hat hierbei nach wie vor die Vitamin-A-Säure, die in 0,05 bis 0,1%iger Konzentration in Cremes 1-2 x täglich über mehrere Monate auf die Hautoberfläche aufgetragen wird. Aber auch andere Zusätze wie Hyaluronsäure, Vitamine wie Vitamin C und E, Antioxydantien wie Polyphenole oder Coffeeberry unterstützen den Anti-Aging-Effekt. Ihre Wirkung ist insbesondere von prophylaktischer Natur.

Chemical-Peeling:

Chemical-Peelings können mit verschiedenen Säuren, wie Fruchtsäuren, Fruchtsäure-Salicylsäurekombinationen, Trichloressigsäure, Kombinationen von Trichloressigsäure, Fruchtsäure-, Kojisäure oder mit der Kombination aus Jessner`s solution und Trichloressigsäure durchgeführt werden. Das Chemical-Peeling bewirkt eine Eiweißfällung (Denaturierung) der Hornschicht und der obersten Zellschicht bis hin zu den obersten Regionen der Lederhaut, die sich dann abschälen. Anschließend wird die Zellschicht erneuert und das collagene Fasergewebe über Monate neu aufgebaut. Im Ergebnis findet sich eine glattere, straffere und einheitlich pigmentierte Haut.

Lasertherapie:

Zur Beseitigung von Altersflecken (die eigentlich Sonnenflecken sind) sind insbesondere gütegeschaltete Laser wie der Rubin und der Neodym-YAG-Laser bestens geeignet. Aber auch eine oberflächliche Abtragung mit dem Erbium-YAG-Laser ist möglich. Mit diesem kann auch ein sogenanntes „skin-refreshing“ durchgeführt werden, d. h. eine oberflächliche Abtragung der Epidermis (Zellschicht), die dann neu aufgebaut wird. In den letzten Jahren hat sich die fraktionale CO2-Laserbehandlung etabliert, bei der nur ein Teil (ca. 25 %) der Hautoberfläche behandelt wird. Von den unbehandelten, die Einschußlöcher umgebenden Hautzellen geht die Regeneration aus, die sehr schnell innerhalb von 4-5 Tagen erfolgt. Im Ergebnis ist die Haut ebenfalls glatter, straffer und einheitlicher pigmentiert.

Photo-Rejuvenation mittels IPL-Lichtbehandlung:

Auch mit dem IPL-Licht können Pigmentflecken effektiv entfernt werden. Zusätzlich kann die Haut leicht gestrafft und feinporiger gestaltet werden.

Photodynamische Therapie:

Insbesondere, wenn Lichtschäden im Vordergrund stehen, ist die moderne Photodynamische Therapie (PDT) ein sehr effektives Verfahren zur Beseitigung von lichtgeschädigten Zellen. Die natürliche Substanz 5-Delta-Aminolävulinsäure, eine Vorstufe des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin, wird für 3 Stunden unter einem lichtdichten Verband auf die Haut aufgetragen. In dieser Zeit wird die Substanz in lichtgeschädigten Zellen, insbesondere in von weißem Hautkrebs und dessen Vorstufen befallenen Zellen, aufgenommen, nicht dagegen in gesunden Zellen. Anschließend wird die Haut mit einem speziellen Rot-, Blau- oder Gelb-Licht bestrahlt, das mit der 5-Delta-Aminolävulinsäure reagiert. Die mit dieser Substanz beladenen  Zellen gehen durch die Bestrahlung zugrunde und werden durch gesunde ersetzt. Im Ergebnis ist die Haut einheitlich pigmentiert, glatter, feinporiger und straffer. In Fällen mit ausgeprägter Lichtschädigung kann auch eine fraktionale CO2-Laserbehandlung der PDT vorgeschaltet werden. Durch die kombinierte Behandlung ist der Effekt der Photodynamischen Therapie um ein vielfaches stärker. Allerdings muss hier mit stärkeren Nebenwirkungen, wie einem starken Sonnenbrand, für 8-10 Tage gerechnet werden.

Volumenauffüllung mit Eigenfett oder Fillern:

Häufig wirken die Handrücken dadurch älter, dass Haut- und Unterhautfettgewebe schrumpfen und dadurch Knochen, Sehnen und Venen stärker hervortreten. Hier kann eine fächerförmige Einfüllung von Eigenfett, von Hyluronsäure oder Calciumhydroxylapatit (Radiesse) von einem Einstich am Handgelenk aus mittels stumpfer Kanülen in das Fettgewebe erfolgen und damit das Unterhautfettgewebe aufgepolstert werden. Dadurch lässt sich eine wesentliche Glättung und Verjüngung der Handrücken erreichen. Das Eigenfett muss dabei zuvor von geeigneten Spenderregionen (Bauch, Oberschenkel, Love-Handles) gewonnen und aufbereitet werden.

Mesotherapie:

Die von dem französischen Arzt Pistor entwickelte Mesotherapie, eine Einspritzung von Wirksubstanzen mittels feinster Kanülen in oberste Hautschichten kann mit unvernetzter Hyaluronsäure, mit Vitaminkonzentraten, durchblutungsfördernde Medikamente oder Kombinationen dieser Sustanzen durchgeführt werden. In dichtem Abstand werden kleine Quaddeln in die obere Hälfte der Lederhaut gespritzt, die sich innerhalb von 1-2 Tagen verteilen. Durch die Mikroverletzungen durch Nadelpunktionen werden Wachstumsfaktoren ausgeschüttet, die Reparaturvorgänge ähnlich wie bei der Wundheilung auslösen und damit zu einem Neuaufbau von collagenen und elastischen Fasern führen. Verstärkt wird dieser Effekt durch einen Dehnungsreiz durch die eingespritzte Hyaluronsäure. Vitamine wie Vitamin C und E führen durch ihre antioxidative Wirkung zusätzlich zu zellschützenden, regenerativen und collagenaufbauenden Effekten.

Micro-Needling:

Beim Micro-Needling wird ein sogenannter Dermaroller, eine kleine Kunststoffwalze mit Dutzenden von kleinen Nädelchen (Länge 0,5-1,5 mm) in mehreren Richtungen über die Hautoberfläche gerollt. Es entstehen dabei multiple kleine Verletzungen, die zum Ausschütten von Wachstumsfaktoren und damit zu den oben beschriebenen Regenerationsvorgängen führen.

Radiofrequenzbehandlung:

Bei der Radiofrequenzbehandlung wird eine Metallelektrode über die Haut geführt, auf die zuvor ein Kontaktgel aufgetragen wurde und dabei fließt ein Wechselstrom zwischen dieser Elektrode und einer weiteren, die entweder auf der anderen Seite der Hand (monopolar) platziert ist oder auf der gleichen Seite in der Nähe der anderen Elektrode (bipolar). Durch den hochfrequenten Wechselstrom werden Wassermoleküle, die Dipole darstellen, sehr schnell hin und her rotiert, wodurch Reibungswärme entsteht. In einer einstellbaren Tiefe entsteht somit eine Erwärmung (ähnlich wie bei einer Mikrowelle) auf 43 bis 45 Grad. Dies stellt einen Reiz zum Neuaufbau von collagenen und elastischen Fasern dar. Die Behandlung wird entweder mit kleineren, münz- oder linsenförmigen Handstücken (Skin-Refacing) oder mit großen Handstücken, bei denen die Erwärmung mittels Infrarotthermometer kontrolliert wird (z.B. Accent-Radiofrequenzbehandlung), durchgeführt. Es sind in der Regel mehrere Behandlungen (6 x im Abstand von 3 Wochen) erforderlich. Der Aufbau der Collagenfasern dauert 2-6 Monate.

Nadelradiofrequenzbehandlung (IntraCEL):

Eine Kombination aus Micro-Needling und Radiofrequenzbehandlung stellt das IntraCEL-verfahren dar. Hierbei werden 49 feine Goldnadeln in einstellbarer Tiefe in die Haut gestempelt. In dem kurzen Moment (0,2 Sekunden) in dem sie sich in der Haut befinden, fließt ein Radiofrequenzstrom zwischen den Nadelspitzen und erwärmt die Lederhaut auf ca. 70 Grad. Dadurch wird ein starker Reiz gesetzt, neue Collagen- und elastische Fasern aufzubauen. Der Aufbauprozess dauert 2-4 Monate. Er wird in der Regel 1-2 x im Abstand von 4-6 Wochen.

PRP-Therapie:

Die kurmäßige (3-6mal) Einspritzung von aus dem eigenen Blut gewonnenen Wachstumsfaktoren (PRP) bewirkt eine Verdickung und damit Glättung der Handhaut.