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Allergien Aktuell

Neuere Studien zur Neurodermitis

Zur Neurodermitis (atopisches Ekzem) gibt es einige neuere Untersuchungsergebnisse: Aus früheren Studien ließ sich bereits entnehmen, dass regelmäßiger Fischkonsum der Schwangeren das Risiko für die Entwicklung einer Neurodermitis beim Kind verringert. Eine neuere Studie wies diesen Effekt nun auch für Kuhmilchprodukte nach. Vitamin-D-Einnahme hat möglicherweise einen negativen Einfluss auf die Entwicklung einer Neurodermitis, einen deutlich ungünstigen Einfluss übt Passivrauchen aus. Ungünstig wirkt sich auch die Haltung von Katzen im Haus aus, nicht dagegen die Haltung von Hunden, diese wirkt eher günstig. Neurodermitiker weisen ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Warzen, aber auch von Windpocken, Lungenentzündung, Infektionen im HNO-Bereich und von Blasenentzündungen auf.

Entwarnung bei Kortisonersatzpräparaten bei Neurodermitis

Die Calcineurininhibitoren Elidel und Protopic, die als Kortisonersatzpräparate häufig bei Neurodermitis eingesetzt werden, standen lange im Verdacht, das Risiko für die Entstehung von UV-bedingten Hauttumoren und Lymphomen zu erhöhen. Dies hat zu einem entsprechenden Warnhinweis der amerikanischen FDA geführt, der sich auch in den Beipackzetteln wiederfindet. Die Präparate sind seit 11 Jahren auf dem Markt und es sind seither keine neuen Fälle von Hauttumoren gemeldet worden, die auf diese Präparate zurückzuführen waren. Somit kann in dieser Hinsicht Entwarnung gegeben werden.

Mehr Fälle von Textildermatitis

Die Häufigkeit der Textildermatitis, also von Hautentzündungen durch Kleidung, steigt an. Auslösend sind hier Farbstoffe (Blau und Gelb) und Formaldehyd aus Appreturen, die eine allergische Reaktion der Haut auslösen können. Besonders betroffen sind meist die Innenseite der Oberschenkel oder der Stamm, insbesondere in Hautfalten. Bei immer wieder auftretenden Ekzemen in dieser Gegend sollten Testungen mit Textilien durchgeführt werden.

Bauernhofnähe senkt Risiko für Allergie

Aus früheren Untersuchungen war bereits bekannt, dass das Aufwachsen und Leben auf dem Bauernhof das Risiko für die Entwicklung allergischer Erkrankungen deutlich senkt. Dies ist nun in einer größeren Studie auch für das Leben in der Nähe eines Bauernhofs nachgewiesen worden. Dieser Effekt wird darauf zurückgeführt, dass sich in der Nähe von Bauernhöfen eine höhere Feinstaubbelastung mit Endotoxinen findet, die zu einer erhöhten Toleranz gegenüber Allergenen führt.

Allergie beim Kind

Probiotische Nahrungsmittel (z.B. Milchprodukte mit Lactobazillen) werden häufig angepriesen, weil ihnen ein schützender Effekt vor der Entwicklung von Allergien beim Kind zugeschrieben wird. Dies wurde in einer groß angelegten skandinavischen Studie untersucht. Ein protektiver Effekt konnte tatsächlich auf die Entwicklung eines Heuschnupfens gezeigt werden, bei der Neurodermitis war der Effekt schwach, hinsichtlich der Entwicklung von Asthma ganz fehlend. Ähnliches wurde für die Gabe von Vitaminen während der Schwangerschaft untersucht. Vitamin A und E haben möglicherweise einen gewissen schützenden Effekt auf die Entwicklung eines Heuschnupfens. Hinsichtlich Asthma gab es keinen Effekt.

Stillen und Allergie

Für die Stillzeit gelten heute folgende offizielle Empfehlungen: Stillen für 4-6 Monate, keine diätetischen Einschränkungen für die Mutter während der Stillzeit. Ist Stillen nicht möglich, sollten Hochrisikokinder in den ersten 4 Monaten mit hypoallergenen Nahrungsmitteln ernährt werden. Nach dem 4. Lebensmonat können auch kuhmilchbasierte Nahrungsmittel eingeführt werden. Komplementäre Lebensmittel (gemischte Ernährung) können ab dem 4. Lebensmonat gegeben werden. Auch bei Hochrisikokindern werden keine weiteren Einschränkungen mehr empfohlen.

Aktuelle Informationen zur Corona-Krise

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Bleiben Sie gesund!

Dermatologie am Dom
Dr. med. Hans-Ulrich Voigt & Team