anrufen mailen kontakt termin
Seite teilenzur Mobilversion Kosmed GmbH Youtube

Periorale Dermatitis

Die periorale rosaceaartige Dermatitis, auch Mundrose genannt, stellt eine typische Erkrankung talgdrüsenreicher Hautregionen im Gesicht dar, die außerordentlich chronisch verlaufen kann. Sie stellt eine chronische Erkrankung des jungen Erwachsenenalters dar und befällt fast ausschließlich Frauen. Die Krankheit äußert sich in Rötungen, kleinen Knötchen, Pusteln und Papulovesikeln (“Pickeln”), vorwiegend um den Mund herum (perioral), aber auch um die Nase herum und bis zu den Augenlidern heraufreichend. Die Krankheit kann entstellende Ausmaße annehmen, wenn sie nicht fachgerecht behandelt wird. Eine periorale Dermatitis kann vom Laien verwechselt werden mit einer Kontaktdermatitis, Neurodermitis, Akne oder Rosacea.

Ursachen für Periorale Dermatitis

Die Krankheit heißt auch „Stewardessen-Krankheit“, weil früher Flugbegleiterinnen oft Cortisoncremes aus Amerika mitbrachten und benutzten. Als verursachende Faktoren sind außer einer genetischen Konstitution eine Reihe von Faktoren bekannt: Kosmetika- und Mundhygieneartikel-Unverträglichkeiten und -Allergien, Cortisontherapie, hormonelle Faktoren, Magen-Darm-Erkrankungen, Lichtunverträglichkeit, insbesondere aber eine Magen-Darm-Besiedelung mit dem Hefepilz Candida albicans und psychische Faktoren (“Stress”, seelische Konflikte). Die verursachenden Auslöser müssen sorgfältig abgeklärt und falls möglich, abgestellt werden. Hierzu sind evtl. Kosmetikatestungen und mikrobiologische Haut-, Schleimhaut- und Stuhluntersuchungen erforderlich.

Periorale Dermatitis

Therapie der Perioralen Dermatitis

Abstellen aller verursachenden Faktoren, Magen-Darm-Sanierung, Abstellen von psychischem Stress, falls möglich, weglassen aller Kosmetika. Sorgfältige Hautreinigung mit den verschriebenen Reinigungsmitteln. Die äußerliche Therapie mit metronidazol- und pimecrolimushaltigen Cremes (Elidel) gilt heute als der Goldstandard. Diese Cremes wirken antiinfektiös und anti-entzündlich und beruhigen die Talgdrüsenentzündungen. In ausgeprägteren Fällen ist zusätzlich die orale Gabe von Doxycyclin- (Oraycea) oder Minocyclinhaltigen (Skid) Tabletten erforderlich.
Diese müssen morgens vor dem Frühstück über einen Zeitraum von 4-8 Wochen eingenommen werden und führen zu einem raschen Rückgang der Entzündungen. Günstig sind zusätzlich anfangs feuchte Kochsalz- oder Schwarztee-Umschläge oder fett-feuchte Packungen und Umschläge. Kein Cortison anwenden! Cortison unterdrückt die Entzündung, nach Absetzen kommt es zu einem noch schlimmeren Schub (Rebound-Effekt). Schnelle Besserungen bringen auch oft Aufenthalte am Meer oder im Hochgebirge.

Eine begleitende Pilzinfektion des Magen-Darm-Traktes muss medikamentös (Nystatin, Biofanal-Tabletten über 11 Tage) und diätetisch (s. Diätplan) mitbehandelt werden.