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Warzen

Warzen /Verrucae vulgares/plantares

Was sind Warzen?

Warzen sind Virusinfektionen mit sog. HPV (Human Papilloma Virus)-Viren. Diese werden von Mensch zu Mensch aber auch von Tier zu Mensch (Haustiere, Rinder) über direkten Kontakt übertragen. Die Inkubationszeit beträgt vier Wochen bis mehrere Monate. Selbstinfektionen (z.B. durch Kratzen an Warzen) sind häufig. Nicht jeder Mensch ist gleich empfänglich für Warzen-infektionen. Menschen mit abgeschwächtem Immunsystem (Chronische Erkrankungen etc.), Kinder und Personen mit Durchblutungsstörungen der Extremitäten sind besonders anfällig. Je nach Lokalisation wachsen die Warzen sehr unterschiedlich, z.B. als vulgäre (gewöhnliche) Warzen an den Händen und am Rumpf, als Dornwarzen / Stechwarzen am Fuß bzw. an den Fußsohlen, als Feigwarzen an Schleimhäuten, als Fadenwarzen im Gesicht, als Dellwarzen in Armbeugen und Kniekehlen oder als Mosaikwarzen bei Ausbildung ganzer Warzenbeete.

Warzen

Wie werden Warzen behandelt?

Es gibt zahlreiche mehr oder weniger erfolgreiche Methoden, um Warzen zu beseitigen. Es müssen grundsätzlich drei Ziele erreicht werden:

  • Die Warzen müssen entfernt werden
  • Die infektiösen Warzenviren müssen abgetötet werden
  • Das Wiederauftreten und die erneute Infektion mit Warzenviren muß verhindert werden

Erfolgversprechende Behandlungsverfahren:

CO2 – Lasertherapie

Hier werden zunächst die Hornmassen elektrisch und mittels Schere oder Skalpell abgetragen und anschließend die Warzenbasis gelasert. Das Verfahren ist sehr schonend, wird in örtlicher Betäubung durchgeführt und führt am seltensten zu Rückfällen.

Keratolyse

Bei diesem Verfahren werden die Warzen jeweils 4 – 5 Tage mit einem speziellen Warzenpflaster aufgeweicht und anschließend mit einem Hornhauthobel abgehobelt. Es muss gehobelt werden bis zum beginnenden Schmerz, es sollte aber nicht bluten. Ergänzt werden kann das Verfahren durch das Auftragen bestimmter erweichender und/oder virusabtötender Medikamente (Solco-Derman, Verrumal, Duofilm u.a.) nach dem Abhobeln. Die ganze Prozedur wird so lange wiederholt, bis die Warzen verschwunden sind. Wenn Ihnen eine spezielle „Warzensalbe“ rezeptiert wurde, sollte diese zehn Tage lang zweimal täglich aufgetragen werden, nachdem zuvor vier Tage lang mit dem Warzenpflaster (Guttaplast) aufgeweicht und anschließend die aufgeweichten Hornmassen abgehobelt wurden (4+10-Therapie). Auch diese Prozedur muss mehrfach wiederholt werden.

Kryotherapie

Die Vereisungsbehandlung wird ergänzend zu anderen Verfahren angewendet.

Begleittherapie

Die sog. Milieufaktoren, die das Angehen der Warzenvirusinfektion begünstigen, müssen beseitigt werden. Da Warzen am besten in kalter feuchter Haut anwachsen, müssen insbesondere Füße trocken gelegt werden (Fußpuder, schweißhemmende Medikamente, Salbeitee- und Fußbäder). Die Durchblutung kann durch Kneipp`sche Anwendungen (3 – 5 mal Wechsel aus aufsteigenden Warmduschen/Fußbädern (15 sec) und kalten Duschen/Fußbädern (5 sec, immer mit kalt aufhören) angeregt werden. Tragen Sie im Winter warme Socken, auch nachts, und Handschuhe. Wenn die Immunabwehr ungenügend ist (diese wird in Verdachtsfällen bei uns überprüft), kann diese durch bestimmte, teilweise homöopathische/pflanzliche Medikamente gestärkt werden. Zur Prophylaxe sollten in allen öffentlichen Nasszonen (Schwimmbäder/Sauna/Hotelbäder) Badeschuhe getragen werden. Füße stets gut abtrocknen und trocken halten. Die Warzen müssen stets bei allen betroffenen Familienmitgliedern gleichzeitig behandelt werden, sonst droht eine Ping-Pong-Infektion. Suggestivmaßnahmen, wie das Besprechen von Warzen, Schneckensaft etc., wirken manchmal bei der Behandlung von Warzen bei Kindern. Es gibt diverse Hausmittel gegen Warzen, die aber nicht wissenschaftlich belegt und zum Teil umstritten sind.

WIRA

Die WIRA (wassergekühlte Infrarot-) Lichtbehandlung stellt ein neues Verfahren bei multiplen und rezidivierenden Warzen dar. Das kalte Infrarotlicht (Hydrosun™-Lampe) wird 2 – 3 mal wöchentlich jeweils 30 Minuten auf die zu behandelnden Warzenareale appliziert, evtl. nach vorherigem Auftragen von Delta-ALA (siehe Photodynamische Therapie). Die Behandlung ist sehr effektiv und schmerzfrei.