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Bei der Lymphastim-Behandlung wird eine Art Schlafsack mit getrennten Beinmanschetten angelegt, der 24 Druckkammern enthält. Diese werden nacheinander maschinell von unten nach oben mit hohem Druck aufgeblasen. Lymphflüssigkeit und überschüssiges Gewebswasser werden somit aus dem Beinen und Hüften herausgepumpt. Bei längerfristiger Anwendung straft und verfestigt sich das Gewebe. Die Behandlung ist bei allen Schwellungszuständen in den Beinen angezeigt, insbesondere bei Cellulite, bei Unterschenkelödemen und nach einer Liposuction (Fettabsaugung). Es können 1-2 Behandlungen pro Woche bis zum gewünschten Erfolg durchgeführt werden. Die Behandlung iost schmerzlos und dauert ca. 30 Minuten.

Die Stoßwellenbehandlung stellt eine moderne, nicht-invasive Methode zur Verbesserung des typischen Hautbildes bei Cellulite (Dellen, Orangenhaut) dar. Ein Projektil wird elektromagnetisch beschleunigt und erzeugt beim Auftreffen auf eine Membran eine starke Druckwelle. Diese wird in die Tiefe des Gewebes weitergeleitet und zerstört oberflächliche Fettgewebszellen und lockert Bindegewebseinziehungen. Die Behandlung wird kurmäßig zweimal wöchentlich über 5-7 Wochen durchgeführt. Sie ist völlig schmerzlos und erfordert keinen Ausfall.

Die Z-Wave-Behandlung ist auch vorteilhaft nach der Kryolipolyse einzusetzen. Durch sie werden die gefrorenen Eiskristalle in den Fettzellen zerschossen, wodurch der Effekt deutlich gesteigert wird.

Die Deutschen werden immer dicker. Laut statistischem Bundesamt sind 51 % der Deutschen übergewichtig, davon bei den Männern 60 %, bei den Frauen 43 %. Bei den 20-24-Jährigen sind bereits 29 % der Männer und 18 % der Frauen übergewichtig. Beim mäßigen Übergewicht (Bodymass-Index 25-30) führt Deutschland international vor Italien, Schweden, USA und Japan.

Beim Fettgewebe wird weißes von braunem Fettgewebe unterschieden. Ersteres findet sich fast ausschließlich bei Menschen, dient als Energiespeicher, zur Wärmeisolation und als Schutz und Polsterung. Darüber hinaus hat es noch endokrine Aufgaben. Bei braunem Fettgewebe, das bei bestimmten Tierarten, wie Nagern, und in geringeren Mengen bei Säuglingen vorkommt, wird dagegen Wärme und Energie verbraucht und es schützt sogar vor Gewichtszunahme. Daher gibt es derzeit intensive Forschungen, um weißes zu braunem Fettgewebe umzuwandeln. Es wird subcutanes (unter der Haut liegendes) von viszeralem (Eingeweide) Fett unterschieden. Nur ersteres ist den neuen therapeutischen Verfahren zugängig. Das viszerale Fett (Bierbauch) kann nur diätetisch beeinflusst werden. Es gibt gesunde und kranke Dicke. Der Grund liegt darin, dass bei einem Überangebot von Kalorien zunächst die vorhandenen Fettzellen gefüllt werden, anschließend werden Fettzellvorstufen (Praeadipozyten), deren Zahl genetisch vorgegeben ist, zur reifen Fettzellen entwickelt und diese wiederum mit Fett befüllt.

Erst wenn diese Zellen auch noch voll sind, entstehen metabolische Komplikationen wie Diabetes, metabolisches Syndrom, Arteriosklerose usw.

Die Domäne der Körperkonturierungsverfahren ist allerdings nicht das allgemeine Übergewicht, sondern in erster Linie diät- und sportresistente Fettpolster bei schlanken oder normalgewichtigen Personen und die Cellulite, auch „Orangenhaut“ genannt. Die Cellulite ist eminent verbreitet, ca. 85 % der europäischen Frauen leiden erheblich unter den Dellen und Beulen, z. B. an Bauch, Po, Beinen und Oberarmen, und wünschen sich sehnlich, die Cellulite wegzubekommen.

Dies war nicht immer so, zu Peter-Paul Rubens-Zeiten galt diese noch als Schönheitsideal. Celebrities sind ebenfalls nicht verschont, Stars werden von Paparazzis gejagt, um in entlarvenden Fotos zum Trost der Leserinnen in Hochglanzmagazinen abgelichtet zu werden.

Ursachen von Cellulite

Die Cellulite entsteht dadurch, dass die Bindegewebsstruktur der Frauen unter der Haut anders strukturiert ist als die der Männer. Bei letzteren sind die Bindegewebszüge zwischen Haut und Muskelfaszien scherengitterartig über Kreuz angeordnet, bei den Frauen dagegen parallel senkrecht auf die Hautoberfläche zulaufend. Dazwischen finden sich Fettgewebsläppchen. Wenn nun die Haut verdünnt ist und die Fettgewebsläppchen zwischen den Bindegewebssepten sich vergrößern, wölben diese sich zwischen den Bindegewebssepten beulenförmig vor, während die Bindegewebssepten die Haut nach unten fixiert halten (Matratzenphänomen, Orangenhaut).

Cellulite Schweregrade

Nach Nürnberger und Müller werden drei Schweregrade unterschieden. Bei Grad 0 gibt es noch keine Hautveränderungen, bei Grad 1 sind die Beulen und Dellen nur bei Anspannung sichtbar, beim Grad 2 im Stehen, beim Grad 3 im Stehen und im Liegen. Vier Erscheinungen addieren sich meist zu den „unwanted4“: Fettpolster (z. B. Reithosen), Konturunregelmäßigkeiten, Cellulite und Hauterschlaffung. Gegen alle vier Symptome sind in den letzten Jahren zahlreiche Verfahren entwickelt worden.

So sieht heute die moderne Behandlung von unerwünschten Fettpölsterchen und Cellulite aus:

Z-Wave

Die Stoßwellenbehandlung stellt eine moderne, nicht-invasive Methode zur Verbesserung des typischen Hautbildes bei Cellulite (Dellen, Orangenhaut) dar. Ein Projektil wird elektromagnetisch beschleunigt und erzeugt beim Auftreffen auf eine Membran eine starke Druckwelle. Diese wird in die Tiefe des Gewebes weitergeleitet und zerstört oberflächliche Fettgewebszellen und lockert Bindegewebseinziehungen. Die Behandlung wird kurmäßig 2x wöchentlich über 5-7 Wochen durchgeführt. Sie ist völlig schmerzlos und erfordert keinen Ausfall.
Die Z-Wave-Behandlung ist auch vorteilhaft nach der Kryolipolyse einzusetzen. Durch sie werden die gefrorenen Eiskristalle in den Fettzellen zerschossen, wodurch der Effekt deutlich gesteigert wird.

Subcision

Wenn die Dellen tief und nicht zu zahlreich sind, ist die operative Lösung der bindegewebigen Einziehung ein gering invasives und effektives Verfahren. Nach Anzeichnung der Dellen werden die verursachenden Bindegewebsfasern unter der Haut in örtlicher Betäubung mittels einer einseitig scharfen Nadel (Nokor-Nadel, Strauss-Kanüle) vorsichtig gelöst. Anschließend wird für 2 Tage ein Druckverband aufgelegt, damit keine Blutungen entstehen

Die Basis jeder Behandlung ist eine gesunde Lebensweise mit gesunder, vitaminreicher, fettarmer Ernährung, einer Gewichtsreduktion, ausreichend Bewegung, regelmäßig Sport und Verzicht auf das Rauchen. Von den zahlreichen äußerlich anzuwendenden Präparaten gegen die Cellulite sind einige wissenschaftlich untersucht worden mit uneinheitlichem Ergebnis. Hier kann somit keine Empfehlung abgegeben werden.

Allen mechanischen Massageverfahren liegt die Vorstellung zugrunde, dass Gewebswasser wie interstitielle Flüssigkeit und Lymphe, die sich vorzugsweise in den Fettgewebsläppchen ansammeln, abtransportiert und durch Dehndruckbewegungen die Bindegewebssepten (Matratzennähte) verlängert werden. Es kann dies mittels Hightech-Vakuum-Rollen-Saug-Druckverfahren (z.B. LPG™) oder mittels schlafsackartiger Druckkammerhosen (z. B. Balancer™) erfolgen, aber auch manuell durchgeführt werden. Die Behandlungen sind nur wirksam, wenn sie regelmäßig durchgeführt werden.

Um stärkere Effekte zu erzielen, muss am Ort des Geschehens, unter der Haut behandelt werden. In kleineren Arealen mit tieferen Einsenkungen ist das von Doris Hexel aus Brasilien entwickelte Subcisionverfahren sehr hilfreich. In örtlicher Betäubung werden hier mit unter die Hautoberfläche eingeführten einseitig scharfen Nadeln (NoKor, Straußkanülen) durch fächerförmige Bewegungen die verkürzten Bindegewebssepten durchtrennt.

Die eintretende kurzzeitige Blutung führt zu einer Neuorientierung der Bindegewebsfasern parallel zur Hautoberfläche. Das Verfahren kann noch intensiviert werden durch gleichzeitiges Einfüllen von Fillern (z. B. Hyaluronsäure).

Eine neue Hightech-Variante ist der 1440-nm-Cellulase™-Laser. Hier wird in örtlicher Betäubung eine feine Laserfiber unter die Haut geführt. Mit einem austretenden Laserstrahl werden die Bindegewebssepten durchtrennt, das Fettgewebe eingedampft und die Hautoberfläche der Haut von der Unterfläche her erwärmt, wodurch sie schrumpft und sich strafft.

Für größere unerwünschte Fettansammlungen (z. B. Love-Handles, Polster an den Oberschenkelinnenseiten) ist die Liposuction (Fettabsaugung) nach wie vor der Goldstandard. Mit keinem anderen Verfahren gelingt es, die Kontur bei größeren Fettansammlungen so präzise und dauerhaft zu formen wie durch dieses Verfahren. Weltweit gilt heute die Liposuction in der Tumeszenzlokalanästhesie in der „super-wet“-Methode (Einspritzen von großen Mengen hochverdünnter Lokalanästhesielösung mit blutstillenden Mitteln) als der Goldstandard. Das Verfahren ist außerordentlich schonend und komplikationsarm. Es werden derzeit ca. 250.000 Behandlungen pro Jahr in Deutschland und 750.000 pro Jahr in Amerika durchgeführt. Das Verfahren kann heute intensiviert und ergänzt werden durch Wasserstrahl (dabei werden die Fettzellen wie mit einem Wasserwerfer herausgelöst), durch Laser- oder Radiofrequenzfibern (diese schmelzen zum einen die Fettgewebsläppchen, zum anderen erwärmen sie die Haut unterflächig, wodurch diese sich strafft). Die Erwärmung kann auch mit hochintensivem Ultraschall erfolgen, wobei hier häufige Hautkomplikationen beschrieben wurden. Die laser- oder radiofrequenzassistierte Liposuction wird insbesondere dann durchgeführt, wenn es nicht nur zu einer Fettgewebsvermehrung, sondern auch zu einer Hauterschlaffung gekommen ist (z. B. Bauch, Doppelkinn, Hamsterbäckchen). Bei den Lasern wird in der Regel der 1064-nm-Nd-YAG-Laser (z. B. Smart-Lipo™, Pro-Lipo™, Lipo-Lite™, Sciton™) verwendet, der in erster Linie die Haut strafft oder ein 1320-nm-Laser (Tri-Lipo™), der mehr das Fettgewebe einschmilzt oder Kombinationen von 1320- und 1064-nm (Smart-Lipo Multiplex™).

Die Liposuction ist nur bedingt für die Cellulitebehandlung geeignet, da hier das Fettgewebe zu oberflächlich liegt. In der Regel müssen hier noch Radiofrequenz- oder Laserverfahren ergänzt werden.

Microneedling

Das Microneedling, mit Dutzenden auf einer Kunststoffwalze befestigten kleinen Nädelchen (0,25 bis 3,5 mm lang), ist nach 20 Jahren wieder entdeckt worden. Durch zahlreiche Miniverletzungen wird der Haut eine große Wunde vorgetäuscht, weshalb diese große Mengen Wachstumsfaktoren ausschüttet, die zur Neubildung von kollagenem Gewebe führen und dies obwohl die feinen Löcher bereits nach 6 Stunden wieder verschlossen sind. Im Ergebnis wird das Collagengewebe verdickt und gestrafft. Indikationen sind neben der Narbenbehandlung, die Hautstraffung und die Cellulitebehandlung (hier mit 3 bis 3,5 mm langen Nadeln).

Da in den letzten Jahren ein starker Trend weg von den invasiven hin zu sanften, nichtinvasiven Verfahren weltweit zu verzeichnen ist, hat die Industrie hier zahlreiche neue nichtinvasive Verfahren entwickelt. Grundsätzlich beruhen die Verfahren auf 3 Mechanismen, nämlich der Wärmeapplikation, der Kälteapplikation oder der mechanischen Einwirkung auf Fett- und Bindegewebe. Um eine Hautstraffung zu erzielen, muss das Gewebe auf mindestens 45 Grad erwärmt werden. Um Fettgewebe einzuschmelzen, muss dieses auf unter –2 Grad abgekühlt werden. Die Erwärmung kann erfolgen mittels Radiofrequenzstrom, hochintensivem fokussierten Ultraschall, Laser- oder Infrarotlicht.

Radiofrequenzverfahren

Bei den Radiofrequenzverfahren wird die Bipoleigenschaft von Wasser ausgenutzt, das sich in einem elektrischen Feld ausrichtet und bei einem hochfrequenten Wechselstromfeld durch rasche Rotation in das umgebende Gewebe stark erwärmt. Der Radiofrequenzstrom kann mit unipolaren oder bipolaren Verfahren eingesetzt werden. Bei ersterem fließt der Radiofrequenzstrom zwischen einer auf die Haut aufgelegten Elektrode und einer unter dem Körper befestigten Elektrode in die Tiefe, wodurch es mehr zu einem Tiefeneffekt kommt. Beim bipolaren Verfahren fließt der Strom oberflächlich, dafür intensiver, weswegen dieses Verfahren eher zur Hautstraffung geeignet ist. Es sind hier 2 Geräte verfügbar, das Accent XL™-Gerät der Fa. Alma-Lasers und das Thermage™-Gerät. Ersteres kann mit uni- und bipolaren Handstücken betrieben werden, muss mehrmals (in der Regel 6 x im Abstand von 3 Wochen) durchgeführt werden und ist nahezu schmerzlos (nur Wärmegefühl). Das Thermage-Verfahren arbeitet mit höheren Energien, muss nur 1 x durchgeführt werden, ist aber deutlich schmerzhaft. In Seitenvergleichsuntersuchungen erwies sich das Thermage-Gerät bei einmaliger Behandlung effektiver, nach 6 Behandlungen mit dem Accent-Gerät war dies allerdings effektiver.

Um die Wärme von außen durch die Haut hindurch zu transportieren, wurden von der Industrie in den letzten Jahren einige Low-Level-Laser-Geräte entwickelt, bei denen allen zur Schonung der Oberhaut diese gekühlt wird. Da die Erwärmungseffekte durch transcutan (durch die Haut) applizierte Laserenergie nicht zu stark ist, werden hier oft mehrere Verfahren kombiniert (z. B. Massage, Vakuumsog, Diodenlaser, bipolare Radiofrequenz, Infrarotlicht (Vela-Smooth™), Massage, Vakuumsog, Diodenlaser, LED (Smooth-Shape™) sowie Massage, Diodenlaser, Kälte (TriActive™)). Mit der gleichen Wellenlänge (1440 nm), mit der der Cellulase-Laser unter der Haut die Bindegewebssepten durchtrennt, erwärmt der Affirm™-Laser von außen die Haut und führt damit zu einer Collagenschrumpfung und zu einer Induktion der Collagenneogenese. Es sind 4-6 Behandlungen mit jeweils 1-2 Durchgänge alle 3-6 Wochen erforderlich. Zur Erwärmung werden auch breitbandigere Infrarotlichtquellen (Titan™, Lux-IR™) oder die Kombination von Radiofrequenz + Infrarotlicht (ReFirme ST™) verwendet. Bei diesen Verfahren muss die Oberhaut gekühlt werden und die Erwärmung findet in mehreren Sitzungen statt. Die Effekte dieser neuen Kombinationsgeräte sind milde und erfordern häufige und langzeitige Behandlungen. Schmerzen oder Ausfallzeiten entstehen allerdings nicht.

Hochintensiver fokusierter Ultraschall (HIFU)

Bei der HIFU-Methode werden mittels eines gewölbten Transducers Ultraschallstrahlen auf einen Punkt unter der Haut fokussiert. Durch deren Überlagerung zerplatzen entweder die Fettgewebszellmembrane (Ultrashape™) oder das Fettgewebe wird stark erhitzt und schmilzt punktuell ein (Liposonix™). Die Fettgewebsschädigungen entstehen in einer Tiefe von 1,5 cm, weshalb die zu behandelnde Fettschicht 2-6 Zentimeter dick sein sollte. Geeignet sind normal oder leicht übergewichtige (bis 10 % Übergewicht) Patienten. Das Ultrashape-Verfahren ist weniger intensiv, erfordert daher mehrere Behandlungen. Es werden Umfangminderungen von 2 Zentimeter pro Behandlung erzielt, die allerdings zumindest zum Teil durch Flüssigkeitsverschiebungen entstehen und schnell wieder aufgefüllt werden. Das Liposonix-Verfahren ist effektiv, allerdings schmerzhaft und beinhaltet gewisse Verletzungsgefahren (über Knochen, evtl. Darm).

Die Fa. Storz hat ein neues akustisches Stoßwellenbehandlungsverfahren (AWT) entwickelt. Es werden hier nicht Ultraschall-, sondern hörbare Schallwellen stoßartig auf das Gewebe geschossen (ähnlich wie bei der Nierensteinzertrümmerung), wodurch die oberflächlichen Fettzellen platzen sollen. Die Effekte sind ebenfalls milde und erfordern häufige Behandlungswiederholungen.

Injektionslipolyse („Fett-weg-Spritze“)

Bereits vor 20 Jahren wurde zufällig entdeckt, dass ein Medikament (damals Lipostabil®, nicht mehr verfügbar) das eigentlich zur Auflösung von Fettgewebsembolien konzipiert war, das Fettgewebe, wenn das Mittel direkt in dieses gespritzt wird, auflösen kann. Mittlerweile wurden ähnliche Mittel entwickelt, die allerdings alle noch nicht für die Hautbehandlung zugelassen sind. Mehrere tausend Ärzte haben sich in einem Netzwerk (Netzwerk Lipolyse) zusammengeschlossen, die dieses Verfahren zur Fettgewebseinschmelzung nach standardisierten Vorgaben anwenden. Nach dem Einspritzen schwellen die behandelten Areale für 1-2 Tage an, der anschließende Fettgewebsabbau benötigt 4-8 Wochen. Wir verwenden das Verfahren nur in kleineren Arealen (Doppelkinn, Hamsterbäckchen, Reste nach Liposuction, bei Cellulite) und nicht für die großflächige Anwendung, da hier andere Verfahren überlegen sind.

Überflüssiges Fett mit einer Spritze einfach auflösen – eine faszinierende Idee, welche von der Hautärztin Dr. Rittes in Südamerika umgesetzt wurde. Sie entwickelte bereits 1995 ein Verfahren, bei dem die Substanz Phosphatidylcholin (PPT) direkt in die unerwünschten Fettpolster injiziert wird. Der Wirkstoff ist ein Naturpräparat und wird aus der Sojabohne gewonnen. Er wird in gleicher Zusammensetzung im Körper produziert und erfüllt dort vielfältige Aufgaben, insbesondere im Fettstoffwechsel. Kombiniert wird PPT mit der Gallensäure Desoxycholat, die möglicherweise sogar den größeren Anteil an der Fettauflösung übernimmt.

Fettpolster verschwinden langsam

Die Injektionslipolyse ist kein neues Wundermittel zur Gewichtsabnahme. Sie ist aber in der Lage, Fettpölstcherchen, die weder durch Ernährungsumstellung, noch durch gezielte Bewegungstherapie zu reduzieren sind, abzuschmelzen und zu verstoffwechseln. Das Mittel wird per Injektion direkt in die betroffene Region gegeben. Die Injektionslipolyse bietet im Gegensatz zur Liposuction (Fettabsaugung) eine nicht operative Behandlungsmethode, mit der mit wenig Aufwand schonend Fettpölsterchen entfernt werden können.

Die Behandlungswiederholungen sind von der zu behandelnden Körperregion und -größe abhängig und individuell sehr unterschiedlich. Männer reagieren aufgrund der zu Frauen unterschiedlichen Bindegewebsstruktur und den darin abgelagerten Fettzellen oftmals weniger gut auf die Therapie als Frauen. Der Fett-Auflösungsprozess benötigt in der Regel 4-8 Wochen. Es sind in der Regel 2-4 Behandlungen im Abstand von 4-6 Wochen notwendig, um die Therapie erfolgreich abzuschließen.

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Gesichtsbereich

  • Tränensäcke
  • Doppelkinn
  • Jawls – Hängebäckchen

Cellulitebehandlung

  • Oberschenkel
  • Lipome

Körper

  • Reithosen
  • Oberschenkelaußen- und -innenseiten
  • unteres Gesäß/ Übergang zum Oberschenkel
  • „Love-Handles“
  • Hüften
  • Ober- und Unterbauch (kleinere Polster)
  • Fettwülste an den Schulter-Arm-Gelenken
  • Oberarme
  • Knie
  • Rückenpartien

Weitere Informationen zur Fett-weg-Spritze

Aufklärung und Behandlung

Das Medikament für die Injektionslipolyse ist ein seit vielen Jahren bekanntes Leberschutzpräparat und wird auch eingesetzt zur Verhütung von Fettgerinnseln im Blut. Als Injektionslipolyse hat es noch keine Zulassung in Deutschland. Daher bestehen für die Anwendung besondere Anforderungen hinsichtlich der Aufklärung des Patienten. Bei den weltweit vielen Tausenden von Behandlungen traten bislang keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auf. Dennoch gehört diese Therapie in die Hände von dafür ausgebildeten Medizinern. Für die erfolgreiche Behandlung sind die Kenntnisse der Fettdepots im Körper, der richtigen Injektionstechnik und der Dosierung dieser scheinbar einfachen Anwendung von großer Bedeutung.

Risiko der Therapie mit der Fett-weg-Spritze

Die Wirkstoffe Phosphatidylcholin und Deyoxycholat selbst und ihre Verstoffwechselung sind sehr gut und grundsätzlich untersucht und dokumentiert worden. Nach der Behandlung treten als Nebenwirkungen bei fast allen Patienten vorübergehende Rötungen, Schwellungen und muskelkaterähnliche Beschwerden auf. Gelegentlich können auch kleine Blutergüsse an den Einstichstellen entstehen. Diese Nebenwirkungen klingen nach unseren Erfahrungen mit der Fett-weg-Spritze in der Regel in wenigen Tagen ab. Bei ca. fünf Prozent der behandelten Patienten kommt es zu keinem oder zu einem ungenügenden Effekt (Non-Responder).

Die Liposuction ist keine Methode zum Gewichtsverlust! Sie ist eine Methode zur Behandlung von lokalisierten Fettansammlungen, die gegenüber Diät und sportlichem Training resistent sind. Die besten Ergebnisse sind bei schlanken, körperlich gut trainierten Menschen mit nur lokalisierten Fettgewebsansammlungen zu erwarten. Bei starker Fettsucht und bereits erschlaffter Haut ist oft nach einer Fettabsaugung eine zusätzliche Plasmastraffung (Renuvion-Verfahren) oder eine operative Entfernung überschüssiger, erschlaffter Haut erforderlich. Das Renuvionverfahren bietet sich als zusätzliche Straffungsmaßnahme bei ausgedehnter Liposuction an und in Regionen, in denen die Haut bereits deutlich erschlafft ist (Unterkiefer, Hals, Bauch, Oberarme, Oberschenkel, Gesäß).

Bei der Entfernung von Bauchfett ist zu bedenken, dass nur das außerhalb der Bauchwandmuskulatur gelegene Fett beeinflusst werden kann, nicht das im Bauchraum befindliche („Bierbauch“). Bei diesem hilft nur strenge Diät.
Nach der Liposuction sind zur schnelleren Entstauung und Abschwellung manuelle oder apparative Entstauungsbehandlungen sinnvoll. Diese Behandlungen führen wir in unserer Kosmetikabteilung durch.

Die Fettabsaugung

eröffnet die Möglichkeit, den Körper zu formen. Einzelne oder mehrere hartnäckige Fettpolster, die auf keine Diät und kein Fitnesstraining ansprechen, und die häufig bereits über Generationen in der Familie weitergereicht wurden (wie zum Beispiel eine Veranlagung zum Doppelkinn) können ausgeglichen werden. Die Liposuction ist inzwischen zum beliebtesten ästhetisch-chirurgischen Eingriff mit jährlich ca. 250.000 Eingriffen in Deutschland geworden.

Tumeszenz-Liposuction

Bei dieser modernen Form der Fettabsaugung wird zunächst mit einer elektrischen Pumpe durch dünne, in das Fettgewebe platzierte Kanülen eine große Menge einer hochverdünnten Lokalanästhesielösung (Tumeszenzlösung) in das Fettgewebe gepumpt. Diese Flüssigkeit enthält örtliche Betäubungsmittel, Mittel zur Hemmung der Blutung, zur Verminderung einer Entzündung und zur Stabilisierung des pH-Werts. Diese Lösung führt zu einer Aufquellung der Fettzellen, die dann anschließend nach einer ca. halbstündigen Einwirkungszeit leicht abgesaugt werden können. Das Fettabsaugen erfolgt durch eine 2-4 mm dicke lange Metallkanüle, unter deren abgerundeter Spitze sich eine seitliche Öffnung befindet. Die Kanüle wird mittels einer elektrischen Rüttelapparatur, ähnlich wie mit einem Schlagbohrer, schnell vor und zurück bewegt, wodurch eine schonende Ablösung der Fettzellen möglich ist, die über eine starke Saugpumpe abgesaugt werden.

Eine Verletzung von Haut, Nerven und Blutgefäßen ist mit der schonenden Rüttel-Absaugmethode praktisch ausgeschlossen. Die Absaugung erfolgt gleichmäßig unter manueller Kontrolle bis zum erwünschten Effekt. Nach Absaugung der aufgelösten Fettzellen bleibt ein Netzwerk von Bindegewebszügen übrig, die durch die anschließend angelegte Kompressionskleidung miteinander verkleben und eine stabile Schicht bilden. Da die Fettzellen sich bei Erwachsenen nicht mehr teilen, ist die Entfernung endgültig. Das Fettgewebe kann somit nicht mehr nachwachsen.

Weitere Informationen zu Fettabsaugung

Wofür eignet sich die Liposuction?

Sie ist am effektivsten für die Entfernung lokalisierter Fettpolster in Körperregionen, die auf Diät oder Training nicht ansprechen. Besonders gut geeignete Regionen sind Hüften („Reithosen“), Oberschenkel, Knieregion, Gesäß, „Love handles“, Bauch, Hals und Fettgewebsansammlungen in der männlichen Brust. Möglich ist eine Fettabsaugung aber auch in jeder anderen Körperregion, z. B. auch von Armen und Kinn.

Die Methode ist auch geeignet zur Entfernung krankhafter Fettgeschwülste (Lipome) und zur Behandlung übermäßigen Schwitzens in der Achselhöhle (Hyperhidrosis).

Wie lange dauert der Eingriff?

Je nach Größe der zu behandelnden Areale zwischen einer und fünf Stunden. Die Behandlung ist schmerzlos. Bei ängstlichen Patienten kann die Liposuction in unserem OP-Zentrum in München im Dämmerschlaf durchgeführt werden.

Was geschieht nach dem Eingriff?

Das mit Betäubungsmittel gesättigte Gewebe bleibt für viele Stunden unempfindlich, somit werden in der Regel auch nach der OP keine Schmerzen nach der Operation empfunden. Außer leichteren, vorübergehenden Blutergüssen und manchmal vorübergehenden Flüssigkeitsansammlungen sind keine Folgen zu erwarten. Schmerzmittel sind meist nicht nötig. Die meisten Patienten können nach 1-2 Tagen wieder uneingeschränkt ihrer Berufstätigkeit nachgehen, körperliche Belastung ist nach 3-7 Tagen wieder möglich. Für die Dauer von 3-4 Wochen muss eine spezielle Kompressionskleidung getragen werden.

Gibt es mögliche Komplikationen?

Beschrieben sind sehr seltene Komplikationen, wie ästhetische Komplikationen, Blutungen, Infektionen, perforierende Verletzungen, Kreislaufkomplikationen. Die meisten sind bei „trockenen“ Operationen in Vollnarkose aufgetreten.

Die Tumeszenztechnik der Liposuction ist dagegen ein bemerkenswert sicheres Verfahren mit wenigen bedeutenden Nebeneffekten. In Untersuchungen von über 15.000 Liposuctions-Eingriffen wurden keine wesentlichen Komplikationen berichtet.

Welches sind die Grenzen der Liposuction?

Die Liposuction ist keine Methode zum Gewichtsverlust! Sie ist eine Methode zur Behandlung von lokalisierten Fettansammlungen, die gegenüber Diät und sportlichem Training resistent sind. Die besten Ergebnisse sind bei schlanken, körperlich gut trainierten Menschen mit nur lokalisierten Fettgewebsansammlungen zu erwarten. Bei starker Fettsucht und bereits erschlaffter Haut ist oft nach einer Fettabsaugung eine zusätzliche Plasmastraffung (Renuvion-Verfahren) oder eine operative Entfernung überschüssiger, erschlaffter Haut erforderlich. Das Renuvionverfahren bietet sich als zusätzliche Straffungsmaßnahme bei ausgedehnter Liposuction an und in Regionen, in denen die Haut bereits deutlich erschlafft ist (Unterkiefer, Hals, Bauch, Oberarme, Oberschenkel, Gesäß).

Bei der Entfernung von Bauchfett ist zu bedenken, dass nur das außerhalb der Bauchwandmuskulatur gelegene Fett beeinflusst werden kann, nicht das im Bauchraum befindliche („Bierbauch“). Bei diesem hilft nur strenge Diät.
Nach der Liposuction sind zur schnelleren Entstauung und Abschwellung manuelle oder apparative Entstauungsbehandlungen (Balancer) sinnvoll.

Dieses Verfahren, das ursprünglich vor etwa 50 Jahren von dem französischen Arzt Dr. Michel Pistor zur Schmerztherapie entwickelt wurde, wird heute für vielfältige Indikationen in der Allgemeinmedizin und in der Dermatologie eingesetzt. Das Verfahren besteht darin, dass mit unterschiedlich langen, hauchfeinen Kanülen manuell oder mit Hilfe einer elektronischen Pistole in vielen feinen Punktionen Medikamente oder Medikamentengemische in oder unter die Haut gebracht werden und dort ihre Wirkung entfalten. Wir verwenden in unserer Praxis in München das Verfahren für drei Indikationen:

1. Haarausfall

Je nach Typ des Haarausfalls, ob Haarausfall vom männlichen Typ, diffuser Haarausfall aus anderer Ursache oder der immunologisch bedingte kreisrunde Haarausfall, werden unterschiedliche Medikamente und Medikamentenkombinationen (unter anderem durchblutungsfördernde Medikamente, hochdosierte Vitaminkomplexe und Kortikoide bei Alopecia areata) in die Kopfhaut injiziert. Die Mesotherapie Behandlung wird kurmäßig für ca. 6-12 Wochen durchgeführt.

2. Meso-Lift

Hierbei wird ein Medikamentengemisch, unter anderem native Hyaluronsäure, manuell oder mittels elektronischer Pistole in die Haut des Gesichtes, des Halses, des Dekolletés und evtl. des Handrückens injiziert. Es werden in der Regel drei Behandlungen im Abstand von vier Wochen durchgeführt. Der Effekt der Unterspritzung ist, dass neues kollagenes Bindegewebe aufgebaut wird und die Haut dadurch fester, straffer und glatter wird. Feine Falten werden bei dieser Hautverjüngung geglättet. Vorteilhaft ist, dass die Patienten in der Regel am nächsten Tag schon wieder gesellschaftsfähig sind.
Verstärkt werden kann die Mesotherapie Behandlung durch die zusätzliche Einspritzung von eigenem wachstumsfaktorenreichen Thrombozytenkonzentrat („Vampir-oder Dracula-Lifting“ wegen der Einspritzung eigenen Blutes genannt). Durch die Gabe der Wachstumsfaktoren baut sich neues Kollagengewebe schneller und vermehrt auf.

3. Cellulitebehandlung

Cellulite zeigt sich vor allem durch Dellen- und Pölsterchenbildung und sog. Orangenhaut am Gesäß und an den Oberschenkeln bei Frauen. Ursache ist eine Fettgewebsverteilungsstörung und eine spezielle Architektur des Hautbindegewebes, die nur bei Frauen vorkommt. In ausgeprägten Fällen führen wir die Mesotherapie mit Phosphatidyl (Lipostabil, „Fett-weg-Spritze“) und weiteren Medikamentenzusätzen durch. Das Medikamentengemisch wird in unterschiedliche Tiefen des Fettgewebes injiziert und führt zu einem Schrumpfen des überschießenden Fettgewebes, wodurch sich die Haut glättet. Die Behandlung wird regelmäßig in der Regel vier- bis sechsmal durchgeführt.

Das Microneedling, auch Mikroneedling oder Dermaroller-Therapie genannt, stellt ein neues Verfahren zur Hautglättung und Hautstraffung mit Stechen von Mikronadeln dar. Die Nadeln, die je nach Indikation eine Länge von 0,25 bis 2,5 mm aufweisen, werden mittels eines walzenartigen Applikators (Dermaroller) oder mittels eines elektrisch betriebenen Nadelstempels (MCURE) in die Haut eingebracht.

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Needling Behandlung

Es werden jeweils mehrere Dutzend mikrofeine Nadeln pro Quadratzentimeter in die Haut eingebracht. Die entstehenden Mikroverletzungen provozieren Reparationsvorgänge der Haut mit Ausschüttung von Wachstumsfaktoren und Gewebshormonen zum Aufbau neuer Collagenfasern. Dies bewirkt eine Verdickung, Verfestigung und Straffung der Haut durch Neuaufbau collagener und elastischer Fasern. Im Anschluss an die Micro-Needlingbehandlungen können wirkstoffreiche Präparate auf die Haut aufgebracht werden, die dann durch die entstandenen Mikrokanäle in die Tiefe der Haut eingeschleust werden (z. B. Hyaluronsäure, Boswellia-Extrakt, Wachstumsfaktoren, Vitamine).

Dadurch wird der Anti-Aging-Effekt noch verstärkt. Die Behandlung kann mehrmals im Abstand von 14 Tagen durchgeführt werden, wodurch der Glättungs- und Straffungseffekt intensiviert wird. Die Microneedling Behandlung kann ohne oder mit Oberflächenanästhesie durchgeführt werden und ist schmerzarm. Ab 1 mm Länge entstehen feine kapilläre Blutungen, die mit kalten Kochsalzkompressen gestillt werden. Die mikrofeinen Einstiche sind nach 1-2 Tagen nicht mehr sichtbar.

Das Verfahren ist auch sehr gut zur Behandlung atrophischer (eingesunkener) Narben im Gesicht (nach Akne und nach Windpocken) und am Rücken geeignet. Ebenfalls können Striae (Dehnungsstreifen) hiermit gut gebessert werden. Für die Behandlung der Cellulite werden besonders lange Nadeln (3 mm) verwendet, oft in Kombination mit einer apparativen Kompressionsbehandlung.

Nebenwirkungen

Die Behandlung ist in der Regel nur minimal spürbar. Bei längeren Nadeln (ab 1 mm) kann es zu kapillären Blutungen kommen, die aber in der Regel innerhalb von einigen Minuten wieder aufhören. Nach der Behandlung ist die Haut für 1-2 Tage gerötet. Bei dunkel pigmentierten Menschen kann es gelegentlich zu Pigmentierungen im Bereich der Nadeleinstiche kommen, die mit einer Bleichcreme nachbehandelt werden müssen. Eine Narbenbildung ist nur in äußerst seltenen Einzelfällen beschrieben worden. Dies sollte aber bei Menschen mit Neigung zu überschießender Narbenbildung (Keloiden) beachtet werden. Die Dermaroller oder MCURE-Behandlung kann auch im Anschluss an eine Aknebehandlung, zur Beschleunigung der Abheilung und Verbesserung des Hautbildes, durchgeführt werden.

Zur Straffung der Haut stehen verschiedene Radiofrequenzgeräte zur Verfügung. Diese führen zu einer Erwärmung der Haut auf 42-45 °C, wodurch sich die Kollagenfasern zusammenziehen und neues kollagenes Fasergewebe aufgebaut wird. Die Haut wird hierdurch glatter, fester und straffer. Der Prozess benötigt bei der Radiofrequenzbehandlung allerdings einige Monate.

Wassermoleküle sind elektrische Dipole mit negativ und positiv geladenem Ende. Durch Einwirken eines Radiofrequenz-Wechselstromes werden die Wassermoleküle sehr schnell hin und her rotiert, wodurch Reibungswärme im Gewebe entsteht (wie in der Mikrowelle).

In unserer Praxis bieten wir 3 Radiofrequenzverfahren an:

1. Skin-Refacing

Das Skin-Refacing mit dem radioSURG®2200-Gerät stellt eine neuartige Radiofrequenzbehandlung zur Hautstraffung und Faltenglättung dar.

Durch Applikation von kurzwelligen elektromagnetischen Radiowellen werden die Kollagenfasern in der Lederhaut auf 40-45 Grad erwärmt. Dadurch werden diese Fasern verkürzt und es wird ein Reiz gesetzt zur Neubildung von kollagenen und elastischen Fasern. Die Behandlung wird mittels verschieden großer Metallapplikatoren nach Auftragen einer wirkstoffhaltigen Creme (z. B. Boswellia-Extrakt) durchgeführt und dauert zwischen zwei und zehn Minuten. Die Erwärmung der Haut wird mittels Infrarot-Thermometer kontrolliert. Nach der Behandlung zeigt sich ein unmittelbarer Glättungs- und Straffungseffekt, der nach einigen Tagen wieder nachlässt. Innerhalb von 3-4 Wochen kommt es dann zu einer erneuten Straffung durch Neubildung von Kollagengewebe. Die Behandlung mit Radiofrequenzen wird in der Regel mehrmals im Abstand von zwei Wochen durchgeführt. Die Behandlung ist schmerzfrei und nicht belastend. Spürbar ist lediglich ein deutliches Wärmegefühl. Nach der Behandlung, die anfangs 2-4 Minuten, am Ende bis zu 30 Minuten dauert, wird ein hyaluronsäurehaltiges, kühlendes Gel aufgetragen. Die Nachbehandlung durch den Patienten erfolgt mit Synchroline Terproline Face Creme und mit Fillast Hyaluronsäuregel für zwei Wochen. Dadurch wird der Behandlungserfolg der Radiofrequenztherapie noch verbessert.

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Mikroporation

Durch die Radiofrequenzbehandlung werden die Abtransportkanäle weitgestellt. Durch anschließende Applikation größerer molekularer Substanzen können diese durch die weitgestellten Kanäle in die Tiefe der Haut transportiert werden. Es gelangen damit auch Wirkstoffe in tiefere Hautzonen, die normalerweise nicht die Hautbarriere durchdringen.

Kontraindikationen

Patienten mit Metallendoprothesen, Herzschrittmachern und Tumoren sollten ausgeschlossen werden. Außerdem sollten 4 Wochen zuvor keine Hyaluronsäureinjektionen durchgeführt worden sein. Zur Sicherheit sollten im Behandlungsareal keine Ekzeme oder Hautinfektionen bestehen.

Nebenwirkungen

Durch die Erwärmung kann es zu einem leichten Brennen kommen. In der Regel ist die Behandlung nicht schmerzhaft. Nach der Behandlung ist die Haut für 1-2 Stunden gerötet und kann auch leicht geschwollen sein. Leichte Verkrustungen sind die Ausnahme.

Ergebnisse

Der Behandlungserfolg zeigt sich in der Regel nach 8-14 Tagen und steigert sich innerhalb von 3 Monaten, meist sind mehrere Behandlungen erforderlich. Das Ergebnis hält dann 9-15 Monate an. Wiederholungsbehandlungen sind jederzeit ohne Schädigung der Haut möglich.

2. Accent-Radiofrequenzbehandlung

Mit diesem innovativen Gerät des israelischen Herstellers Alma Lasers™ wird hochfrequenter (Radiofrequenz)-Strom (40,68 MHz) zur tiefen Erwärmung des Gewebes verwendet. Das Gerät wird eingesetzt bei Cellulite, lokalisierten Fettgewebsansammlungen und zur gesamten Körperformung. Das Gerät verfügt über 2 Handstücke, ein unipolares zur tiefen Fettgewebs-Erwärmung und ein bipolares zur oberflächlichen Unterhauterwärmung. Beim bipolaren Handstück fließt der Strom nur über eine kurze Strecke zwischen der zentralen RF-Elektrode und der umgebenden ringförmigen Erdungselektrode. Hierdurch ist die Eindringtiefe in die Haut auf 2-6 mm begrenzt. Der applizierte Radiofrequenzstrom erreicht eine Energie von bis zu 110 Watt. Beim unipolaren Handstück strahlt die Radiofrequenzenergie vom kugelförmigen Kopf des Handstückes in das umgebende Gewebe und penetriert hier bis zu einer Tiefe von 15 mm. Die Radiofrequenzenergie erreicht hierbei 220 Watt.

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Unipolarer Modus

Mit der unipolaren Elektrode wird eine Erwärmung des Fettgewebes bis zu einer Tiefe von 15 mm durch kreisende Bewegungen des RF-Kopfes über der Haut des Behandlungsareales erzielt. Unter ständiger Kontrolle mit einem Laserthermometer wird die Haut über ca. 3 Minuten auf einer Temperatur von 39 bis 44 Grad gehalten. Hierdurch wird ein Fettgewebsabbau induziert und durch Weitstellung der Blut- und Lymphgefäße der Lymphabtransport beschleunigt. Die Behandlungen werden 3-6 mal im Abstand von 3 Wochen durchgeführt.

Bipolarer Modus

Mit dem bipolaren Handstück wird mit geringerer Eindringtiefe überwiegend die Lederhaut erwärmt, was zu einem Zusammenziehen und zu einer Straffung der collagenen Fasern führt und die Neubildung von Collagen anregt. Die Behandlung läuft analog mit der bipolaren Elektrode ab, lediglich die Energiedosen sind hier niedriger. Besonders geeignet für die bipolare Methode ist die Haut des Gesichtes, des Halses und des Bauches (z. B. nach Schwangerschaft, nach Fettabsaugung).

3. Genius

Bei der Genius-Behandlung werden 49 mit Teflon isolierte Nadeln mittels eines computergesteuerten Handstückes in 3 verschiedenen Tiefen in Oberflächenanästhesie in die Haut eingestochen. Dann werden die nicht isolierten Nadelspitzen mittels Radiofrequenzstrom kurzzeitig auf ca 80 Grad erhitzt. Dies führt zu einer Schrumpfung der Kollagenfasern und zu einer Kollagenneubildung. Der Kollagenneuaufbau benötigt ca 3 Monate. Daher werden in der Regel 3 Behandlungen in 3monatigen Abständen durchgeführt. Besonders geeignet sind Gesicht, Hals, Decolleté, Hände, Oberarme und Oberschenkel.