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Anti-Schwitzbehandlung

Medikamentöse Therapie

In leichteren Fällen von übermäßigem Schwitzen helfen lokal angewandte Aluminium-Präparate, wie z. B. Aluminiumchlorid-Deos. Bei Schwitzen in mehreren Regionen oder generalisierter Schwitzneigung können innerlich gegebene Anticholinergika (z.B. Vagantin) oder Anti-Parkinson-Mittel (z.B. Sormodren) helfen.

Behandlung des übermäßigen Schwitzens mit Botulinumtoxin A

Die Behandlung mit dem durch das Bakterium Clostridium botulinum gebildeten Botulinumtoxin (Botox®, Dysport®, Xeomin®) stellt eine neue, äußerst wirksame Methode zur Behandlung übermäßigen Schwitzens in den Achselhöhlen, an Händen und Füßen dar.

Wie kommt es zu übermäßigem Schwitzen?

Die Schweißdrüsen in der Haut sind mit Nervenendigungen des vegetativen Nervensystems verbunden. Bei Erwärmung des Körpers durch äußere Hitze oder körperliche Betätigung und bei psychischem Stress werden vermehrt Nervenimpulse über das vegetative Nervensystem an die Schweißdrüsen gesendet, wodurch deren Aktivität gesteigert wird. Da die Schweißdrüsendichte in den Achselhöhlen, an Handflächen und Fußsohlen am größten ist, wirkt sich die Stimulation der Schweißdrüsen hier am stärksten aus.

Was kann man dagegen tun?

Bei milder Form des Schwitzens helfen einfache Maßnahmen, wie Anwendung lokal schweißhemmender Präparate (Aluminiumsalze, Puder), Anpassung der Kleidung und Stabilisierung des vegetativen Nervensystems, z.B. durch Entspannungsübungen. Begünstigend wirken auch Salbeipräparate, entweder in Form von Tees oder als Tabletten/Kapseln.

Wie wirkt die Substanz gegen übermäßiges Schwitzen?

Botulinumtoxin (Botox®, Dysport®, Xeomin®) besteht aus einer Eiweißsubstanz, die von dem Bakterium Clostridium botulinum produziert wird. Dieses Eiweiß blockiert die Überleitung von Nervenendigungen auf die Muskulatur. In hoher Dosierung ist die Substanz durch die Muskelblockade ein gefährliches Gift (Atemlähmung). In niedriger Dosis ist Botulinumtoxin (Botox®, Dysport®, Xeomin®) allerdings harmlos und wird therapeutisch schon seit vielen Jahren, z. B. bei Muskelkrampfzuständen, angewandt.

Wie wird die Behandlung durchgeführt?

Botulinumtoxin (Botox®, Dysport®, Xeomin®) wird in einer verdünnten Lösung mit hauchdünnen Kanülen in das übermäßig schwitzende Areal (Achselhöhlen, Handflächen, Fußsohlen) punktuell oberflächlich in die zweite Hautschicht injiziert. Da die Injektion an Handflächen und Fußsohlen schmerzhaft ist, wird diese in der Regel in örtlicher Betäubung oder in Vereisung durchgeführt. Der Behandlungseffekt hält 6 – 12 Monate an.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

  • Durch die Einspritzung kann es zu kleinen Blutergüssen, sehr selten zu Hautreizungen oder sogar Infektionen kommen.
  • Selten können grippeähnliche Beschwerden, wie Abgeschlagenheit oder Gliederschmerzen auftreten, die in der Regel ohne weitere Behandlung innerhalb von Tagen abklingen.
  • Bei Injektionen in Handflächen und Fußsohlen können äußerst selten die benachbarten Handflächen- und Fußsohlenmuskeln vorübergehend beeinträchtigt werden, so daß es zu einer vorübergehenden Schwäche dieser Muskeln kommen kann. Diese Schwäche klingt allerdings in wenigen Wochen von selbst wieder ab.

Die Substanz wird seit vielen Jahren in der Neurologie zur Behandlung von Muskelverkrampfungen angewendet und ist für diese Indikation ebenso zugelassen wie für die Behandlung des übermäßigen Schwitzens.

Nadel-Radiofrequenzbehandlung (IntraCel)

49 Goldnadeln, die sich in einem Handstück befinden, werden mittels eines elektronisch gesteuerten Stempels 1,5-2 mm tief in die Achselhaut eingestochen. Anschließend fließt zwischen den Nadelspitzen ein Radiofrequenzstrom (Wechselstrom, ähnlich einer Mikrowelle) und erwärmt das umliegende Gewebe um ca. 70oC. Dadurch werden die Schweißdrüsen geschädigt und reduzieren ihre Funktion. Die Behandlung wird dreimal im Abstand von 2-4 Wochen durchgeführt, ist schmerzfrei und reduziert das Schwitzen auf ein Normalmaß. Allerdings sprechen nicht alle Menschen gleichermaßen auf diese Behandlungsmethode an.

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Operative Maßnahmen

Bei starkem Schwitzen in den Achselhöhlen können die Schweißdrüsen entfernt werden, dies geschieht mittels Curettage (Auskratzen) und Absaugen. Der operative Eingriff wird in Tumeszenz-Lokalanästhesie durchgeführt, dauert ca. eine Stunde und ist völlig schmerzfrei. Nach der Operation muss für eine Woche ein Druckverband angelegt werden. Die operative Entfernung der Schweißdrüsen bringt eine dauerhafte Verminderung der Schweißproduktion um 80%, was normalerweise immer ausreichend ist. Nur in 5 – 10% der Fälle ist eine zweite Behandlung erforderlich. Das kosmetische Ergebnis ist in der Regel hervorragend, da nur zwei kleine Einstichstellen am oberen und unteren Achselrand übrig bleiben. Komplikationen sind sehr selten und umfassen:

  • Nachblutungen
  • Infektionen
  • Hautschäden der Achselhaut (Verfärbung, Vernarbung)

Diese Komplikationen sind alle bei sorgfältiger Nachbehandlung vermeidbar. Die Achselhaut soll in der 1. Woche mehrfach täglich glatt gestrichen werden, damit sie nicht faltig verwächst.