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Werden geschädigte Venen nicht behandelt, können Geschwüre oder gefährliche Blutgerinnsel entstehen. Damit ein Venenleiden erkannt und die Schwere beurteilt werden kann, sind spezielle Untersuchungen nötig.

Dopplerultraschall zum Bestimmen undichter Venenklappen

Die Bidirektionale Dopplersonograpie ist eine Standardmethode zur Bestimmung des venösen Abflusses und der Klappendichtigkeit. Diese Ultraschalluntersuchung ist völlig schmerzfrei. Mit einem akustischen und optischen Dopplersignal lassen sich undichte Venenklappen und venöse Rückflüsse (Reflux) bestimmen. Die Bewegung des Blutes wird durch Schallwellen hörbar gemacht oder optisch in Form einer Kurve dargestellt. Gesunde und kranke Venenanteile können so diagnostiziert werden.

Indikationen für die Bidirektionale Dopplersonographie

Das apparativ-diagnostische Verfahren wird angewandt, um funktionale Veränderungen im oberflächlichen und tiefen Venensystem und die arterielle Druckmessung abzuklären.

Funktionsweise des Dopplerultraschalls

Der Physiker Christian Doppler entdeckte im Jahr 1842, dass eine Schallwelle, die von einem bewegten Objekt ausgeht oder reflektiert wird, ihre Frequenz ändert. Der Doppler-Ultraschall besteht aus einer Sonde mit Sender und Empfänger. Auf den zu untersuchenden Bereich wird zuerst ein Gel aufgetragen, damit die Luft zwischen Schallkopf und Haut die Untersuchung nicht beeinflusst.
Der Ultraschallkopf sendet Ultraschallwellen aus, die bis zu den Gefäßen gelangen. Bei der Untersuchung oberflächlicher Gefäße wählt man einen Frequenzbereich zwischen 7 und 10 MHz, bei tiefer gelegenen Gefäßen hingegen den Frequenzbereich zwischen 3,5 und 5 MHz. Wenn die Ultraschallwellen auf Blutzellen in den Gefäßen treffen, wird ein Teil der Wellen mit veränderter Frequenz wieder zurückgeworfen. Diese Änderung hängt von der Bewegung der Blutzellen ab.

Das Gerät zeigt an, ob sich das But in der untersuchten Vene auf die Schallsonde zu oder von ihr weg bewegt. So ist es möglich festzustellen, wie schnell das Blut in der Vene fließt und ob es sich wie normal in Richtung Herz bewegt oder in Richtung der Füße zurückströmt.

Dieses Verfahren stellt heute den Goldstandard in der modernen Venendiagnostik dar. Die Ultraschallmessung macht die Venenanatomie und den Venenfluss farbig sichtbar. Die Präzision der Methode erlaubt eine genaue Aussage über die venöse Situation und eine eventuelle OP-Indikation. Sie ersetzt in den allermeisten Fällen die invasivere Phlebographie (Röntgendiagnostik).

Sowohl die Praxis als auch das OP-Zentrum verfügen über ein modernes Farbduplex-Gerät, so dass Diagnostik und intraoperative Überwachung (beim VenefitTM-Katheterverfahren) möglich sind. Die Doppleruntersuchung ist absolut schmerzfrei.

Funktionsweise des farbkodierten Dopplerultraschalls

Ultraschallwellen werden mit einem Schallkopf in den Körper gesendet, die von den getroffenen Objekten mehr oder weniger reflektiert werden. Das Gerät fängt die Schallwellen wieder auf und produziert aus den Daten auf einem Bildschirm ein Abbild der inneren Organe und Gefäße. Es misst auch den sogenannten Dopplereffekt. Denn auf den Schallkopf zufließendes Blut wirft verkürzte Schallwellen zurück, das wegfließende Blut längere Schallwellen.

Bei der farbkodierten Dopplersonographie wird die Richtung des Blutflusses in Bezug auf den Schallkopf farblich in Rot oder Blau dargestellt. Der Fluss zum Schallkopf hin wird Rot dargestellt, der Fluss vom Schallkopf weg in Blau. Die verschiedenen Geschwindigkeiten können in Farbstufen angezeigt werden. Das Bild wird in Echtzeit auf einem Bildschirm angezeigt. Hiermit kann der Blutfluss in Arterien und Venen unterschieden werden und Aussagen über Durchblutungsstörungen getroffen werden. Einengungen durch Arterienverkalkungen, Erweiterungen der Arterien, aber auch undichte Venenklappen und Gefäßverletzungen können erkannt werden.

Krampfadern entfernen mit Radiowellen

Bei der Closure-Fast-(Venefit-)Methode zur Krampfaderentfernung handelt es sich um ein Verfahren, bei dem die Stammvene mittels einer Radiowellen-Sonde verschlossen wird. Hierzu wird bei der Krampfader Behandlung im Bereich des Unterschenkels eine Punktion der Haut durchgeführt. Es wird eine dünne Sonde in die Stammvene eingebracht und nach oben bis in die Leiste bzw. Kniekehle vorgeschoben.

Nach Platzierung der Sonde in der Vene wird die Venenwand abschnittsweise auf 120 Grad auf einer Länge von 7 cm erhitzt und damit verschlossen. Durch stückweises Zurückziehen und Erwärmen wird so die gesamte undichte Vene verschlossen.

Der Wundverschluss erfolgt durch Klebepflaster. Im Anschluss werden eventuell vorhandene Seitenastkrampfadern durch Minischnitte entfernt. Die Radiowellentherapie erfolgt ambulant in einer speziellen örtlichen Betäubung (Tumeszenzanästhesie). Nach der Operation muss das Bein für ca. 1-2 Tage gewickelt werden, danach können drei Wochen Kompressionsstrümpfe getragen werden (nicht zwingend). Im Verlauf der ersten Stunden nach der OP wird der Verband durch austretende Betäubungslösung und Wundsekret an einigen Stellen durchnässt und rötlich verfärbt. Dies ist ein normaler Zustand und sollte Sie nicht beunruhigen.

Schonen Sie sich am Tag der Operation, laufen Sie jedoch immer wieder umher oder machen Sie möglichst in Begleitung kurze Spaziergänge. Bei leichten Wundschmerzen kühlen Sie die Innenseite des Beines z. B. mit Cold-Packs. Zusätzlich können Sie paracetamolhaltige Schmerzmittel einnehmen.

Wichtige Punkte die Sie noch beachten sollten:

  • 10 Tage vor der OP keine salicylsäurehaltigen Medikamente (z. B. ASS, Aspirin, Thomapyrin, alle Schmerz- und Rheumamittel) einnehmen.
  • Sie sollten normal frühstücken, jedoch keinen Kaffee oder Tee trinken.
  • Duschen Sie vor der OP zu Hause, aber cremen Sie sich nicht ein, sonst hält der Markierungsstift nicht.
  • Rasieren Sie ggf. das Bein.
  • Bringen Sie bequeme Kleidung und weites Schuhwerk mit.
  • Nach der OP darf der Verband für 1 Woche nicht durchnässt werden.
  • Eine Ultraschallkontrolle sollte 14 Tage nach der OP und nach 6 Wochen durchgeführt werden. Anschließend sind 1xjährliche Kontrollen anzuraten.
    • Mit dem Diaphanoskop (von griechisch diaphanes: durchscheinend) lassen sich Körperteile oder Organe mit starkem Licht zu diagnostischen Zwecken durchleuchten. Die Haut kann mit dem Gerät z. B. zur Venenpunktion durchleuchtet werden. Es werden mittels orangefarbenem und rotem LED-Licht zuführende (Nähr-)Venen bei Besenreisernestern und kleineren Netzvenen sichtbar gemacht. Durch Verschluss (Laser oder Verödung) dieser Nährvenen wird das Behandlungsergebnis deutlich verbessert.

      Funktionsweise der Diaphanoskopie mit LED-Licht

      Das Gerät hat ein orangefarbenes und ein rotes LED-Licht. Mit dem orangefarbenen Licht lassen sich gut Kontraste erzielen, und mit dem roten Licht erhöht man die Eindringtiefe in das Gewebe. Schlecht sichtbare, nicht ganz oberflächliche Venen können damit erkannt werden. Die Gewebedichte lässt sich anhand der Transparenz beurteilen.

      Venöse und arterielle Gefäße lassen sich an den Extremitäten zum Punktieren (Einstechen in eine Vene) gut darstellen. Der sich auf der Körperoberfläche abbildende Lichtpunkt wird als Punktionsstelle genutzt.

      Wurde durch die phlebologische Untersuchung eine Stammvarikosis diagnostiziert, so ist eine Varizenoperation mit Entfernung der Stammvene erforderlich. Wir führen diesen Eingriff nach modernen Gesichtspunkten mit einer speziellen Lokalanästhesie, der Tumeszenzlokalanästhesie (TLA), durch. Die TLA ist eine örtliche Betäubung, wobei das Anästhetikum in hoher Verdünnung verabreicht wird. Es gibt zahlreiche Vorteile, die für dieses Verfahren sprechen: Wurde durch die phlebologische Untersuchung eine Stammvarikosis (Krampfaderbildung in den beiden Hauptvenen) diagnostiziert, so ist eine Varizenoperation mit Entfernung der Stammvene erforderlich. Die chirurgische Extraktion von varikös veränderten Venen erfolgt mit einem Venenstripper, einer flexiblen, speziellen Sonde (daher Venenstripping bzw. Varizenstripping genannt). Wir führen diesen Eingriff nach modernen Gesichtspunkten mit einer speziellen Lokalanästhesie, der Tumeszenzlokalanästhesie (TLA), durch. Die TLA ist eine örtliche Betäubung, wobei das Anästhetikum in hoher Verdünnung verabreicht wird. Es gibt zahlreiche Vorteile, die für dieses Verfahren sprechen:

      • schnelle Mobilität (Aufstehen sofort nach der Operation möglich)
      • kaum Blutergüsse
      • geringes Thromboserisiko
      • geringes Narkoserisiko
      • weniger Voruntersuchungen (z. B. keine Röntgenaufnahme der Lunge)

      Um den operativen Eingriff so angenehm wie möglich zu gestalten, wird unterstützend durch einen Anästhesisten ein Dämmerschlaf verabreicht. Selbstverständlich ist auch jede andere Narkoseform (Intubationsnarkose, Maskennarkose, Spinalanästhesie…) möglich, aber fast alle Patienten entscheiden sich wegen der überzeugenden Vorteile für die TLA. Die Operation erfolgt, sofern keine Einwände bestehen, ambulant.

      Durchführung der Operation am Beispiel der großen Stammvene

      • Exakte Markierung des krankhaften Anteils der zu entfernenden Vene mit Duplexsonographie.
      • Verabreichen der TLA, d. h. das Lokalanästhetikum wird im markierten Areal unter die Haut gespritzt. Der Patient ist dabei nach Wunsch im Dämmerschlaf.
      • Desinfektion und steriles Abdecken des zu operierenden Areals.
      • Schnitt in der Leiste.
      • Gewebeschonendes Freipräparieren der Stammvene.
      • Sorgfältige Ligatur (Unterbrechung) sämtlicher abgehender Seitenäste.
      • Abbinden der zu entfernenden Vene zur Tiefe.
      • Einführen einer dünnen Sonde (Venenstripper) in die zu entfernende Stammvene bis zur markierten Stelle (meist unterhalb des Knies) und Ausleiten der Sonde über einen kleinen Schnitt.
      • Herausziehen der Vene durch invaginierendes stripping, das ist eine besonders schonende Art, bei der die Vene durch das eigene Lumen (innerer Hohlraum) gezogen wird, um Verletzungen der Umgebung zu vermeiden.
      • Wundverschluss durch intrakutane Nahttechnik in der Leiste, am Unterschenkel werden meist spezielle Nahtpflaster oder Flüssigkleber verwendet, um ein kosmetisch anspruchsvolles Resultat zu erzielen.

      Was muss nach der Operation beachtet werden?

      Der Patient sollte sich von einer Begleitperson abholen oder mit dem Taxi nach Hause bringen lassen. Das Bein wurde mit einem gut sitzenden Kompressionsverband versehen. Am nächsten Tag wird der erste Verbandwechsel in der Praxis durchgeführt.

      Zu Hause soll das Bein in Ruhephasen hochgelegt und zwischenzeitlich immer wieder durch kurze Spaziergänge (15-20 Min.) bewegt werden. Das operierte Bein muss dabei richtig belastet werden, um die Muskelpumpe zu aktivieren und ideale venöse Flussbedingungen herzustellen.

      Günstig sind Laufen und Liegen, ungünstig Stehen oder Sitzen. Zur Thromboseprophylaxe müssen über mindestens vier Wochen nach der Varizenoperation Kompressionsstrümpfe getragen werden. Der Heilungsverlauf ist maßgeblich auch vom Verhalten des Patienten abhängig. So sollte man sich zugunsten einer schnellen Rekonvaleszenz mindestens eine Woche aus dem beruflichen Alltag befreien.

      Etwa jeder siebte erwachsene Bundesbürger hat eine behandlungsbedürftige Venenerkrankung. Das haben zwei große epidemiologische Studien 1990 in Deutschland ergeben. Etwa 50 % bis 80 % Prozent aller Erwachsenen haben eine Venenschwäche. Eine Praxisstudie konnte zeigen, dass jeder zweite Patient im Wartezimmer venenkrank ist, jeder zwanzigste jedoch nur aus diesem Grund den Arzt aufsucht. Würden Venenerkrankungen in einem früheren Stadium entdeckt und richtig behandelt, könnten schwerwiegende Folgen für den Patienten (Venenentzündungen, Thrombose, „offenes Bein“) verhindert und gleichzeitig Kosten gespart werden.

      Was sind die Funktionen der Venen?

      Die Venen sammeln das Blut aus der Peripherie und transportieren es zum Herzen zurück. Man unterscheidet dabei ein oberflächliches und ein tiefes Venensystem. Unterstützt wird der Rückfluss zum einen durch die Pumpfunktion des Herzens zum anderen durch die Muskelpumpe der Wadenmuskulatur. Wichtige Voraussetzung für den Blutfluss zurück zum Herzen – gegen die Schwerkraft – sind funktionstüchtige Venenklappen. Diese sind segelartig angeordnet und ermöglichen den Blutfluss nur herzwärts und vom oberflächlichen ins tiefe Venensystem. Beim Gehen verhindern sie ein Zurückfließen des Blutes nach erfolgter Muskelkontraktion (Ventilfunktion).

      Mehr zum Thema Krampfadern

      Was sind Krampfadern (Varikose)?

      Eine Krampfader (bzw. Varize) ist eine stark erweiterte, geschlängelte, teils auch knotig veränderte Vene des oberflächlichen Venensystems. In der Regel sind für diese Veränderungen defekte Venenklappen verantwortlich. In den tiefen Venen treten diese Veränderungen nicht auf. Prinzipiell unterscheidet man fünf Formen:

      • Stammvarikose (betrifft die großen oberflächlichen Stammvenen)
      • Seitenastvarikosis (betrifft kleinere Seitenäste der Stammvenen)
      • Perforansvenenvarikose (betrifft die Verbindungsvenen zwischen oberflächlichem und tiefen Venensystem)
      • Retikuläre oder Netzvarikose (betrifft die netzartigen Hautvenen)
      • Besenreiservarikosis (betrifft kleinste Hautvenen, beeinträchtigen die Blutzirkulation nicht, sind jedoch häufig ein erhebliches kosmetisches Problem)

      Was sind die Ursachen der Krampfaderbildung?

      Die Bereitschaft zur Krampfaderbildung ist meist angeboren, die Anlage dazu ist erblich. 80 % der Patienten mit Krampfadern haben Eltern oder Großeltern mit Krampfadern. Vererbt wird eine Venenwandschwäche verbunden mit dem Verlust von funktionstüchtigen Venenklappen. Die Venenklappen halten im Laufe der Zeit der Druckbelastung durch den Blutstrom nicht mehr stand. Das Zurückfließen des Blutes gegen die Schwerkraft kann von defekten Klappen nicht mehr verhindert werden. Die Folge ist die Entstehung von erweiterten und geschlängelten Venen. Weitere Faktoren, die die Entstehung von Krampfadern begünstigen, sind Bewegungsarmut, Übergewicht, häufige und intensive Wärmezufuhr (Sauna, heiße Wannenbäder), chronische Herzschwäche und Schwangerschaften.

      Was sind Anzeichen eines Krampfaderleidens?

      Die meisten Patienten klagen über Müdigkeit in den Beinen, Schweregefühl, Spannungsgefühl und Schwellungsneigung insbesondere nach längerem Stehen und Sitzen. Die Beschwerden nehmen charakteristischerweise im Laufe des Tages zu. Bei Entzündung der Krampfadern schmerzen diese, sind druckempfindlich, verhärtet und gerötet. Schmerzen an der Außenseite des Beines haben mit Krampfadern nichts zu tun. Ursache sind oft degenerative Wirbelsäulenerkrankungen. Schmerzen bei längerem und schnellem Gehen sind meist bedingt durch Erkrankungen der Schlagadern (Arterien).

      Was sind Folgen des Krampfaderleidens?

      Werden Krampfadern nicht rechtzeitig oder richtig behandelt, können zum Teil schwerwiegende Folgen für den Patienten entstehen. Durch den Blutstau in den Beinen kommt es zunächst zur Anschwellung der Beine. Im weiteren Verlauf entstehen juckende Stauungsekzeme, die von einer dunklen Hautpigmentierung begleitet werden. Die Haut verhärtet sich zunehmend und wird brüchig. Es entsteht ein offenes Bein, das sogenannte Ulcus cruris venosum. Weitere Folgen sind oberflächliche Venenentzündungen, die bis in das tiefe Venensystem fortschreiten und dort eine Thrombose auslösen können. Im Extremfall kann eine tiefe Beinvenenthrombose eine Lungenembolie zur Folge haben. Aus diesem Grund ist eine rechtzeitige Behandlung des Krampfaderleidens erforderlich.

      Wie wird ein Krampfaderleiden diagnostiziert?

      In unserer Praxis stehen hochmoderne Ultraschallgeräte für die Diagnostik der Varikosis zur Verfügung. Mittels der direktionalen Dopplersonographie und der Lichtreflexions-Rheographie können zuverlässig Klappenschäden und Verschlüsse der oberflächlichen und tiefen Venen diagnostiziert werden. Diese beiden Methoden sind für den Patienten nicht belastend und zudem diagnostisch sehr aussagekräftig.
      Als bildgebendes Verfahren setzen wir die Duplex-Sonographie ein. Dieses hochauflösende bildgebende Ultraschallverfahren gibt genaueste Aussagen über die Fließbedingungen im oberflächlichen und tiefen Venensystem. Mit dieser Methode können tiefe Beinvenenthrombosen festgestellt werden. Die früher häufig durchgeführte Phlebographie kann dadurch ersetzt werden.

      Mikrochirurgisches Venenstripping

      Die Operation erfolgt ambulant in einer speziellen örtlichen Betäubung (Tumeszenzanästhesie). Die Venen werden mittels spezieller Häkchen durch kleinste Schnitte komplett entfernt. Die Schnitte werden in aller Regel nur durch Klammerpflaster verklebt. Eine Naht ist meist nicht notwendig. Nach der Operation wird ein Kompressionsverband angelegt. Am Operationstag sollte das Bein möglichst oft hochgelegt werden. Am folgenden Tag und eine Woche nach der Operation wird der Verlauf der Heilung erneut in unserer Praxis kontrolliert. Das operierte Bein muss für etwa eine Woche ständig gewickelt bleiben. Sie erhalten von uns eine Wickelanleitung. Anschließend kann für weitere zwei bis drei Wochen (nach Rücksprache mit dem Arzt) das Tragen eines Kompressionsstrumpfes erforderlich werden.

      Mögliche Folgen

      Selten Unverträglichkeit des Lokalanästhetikums. Blutergussbildung ist normal. Die Blutergüsse bilden sich innerhalb von 2-3 Wochen zurück.

      • Nachblutung
      • Infektion
      • Wundheilungsstörungen
      • Selten Verletzung von oberflächlichen Hautnerven mit der Folge von Sensibilitätsstörungen (Rückbildung meist innerhalb eines Jahres).
      • Selten Ausbildung von bräunlichen Pigmentierungen, die längere Zeit bestehen bleiben können.

      Krampfadern veröden

      Bei der Verödungsbehandlung wird im Liegen mittels kleinster Kanülen ein Verödungsmittel (Polidocanol, hochkonzentrierte Kochsalzlösung) injiziert. Das Verödungsmittel induziert in den kleinsten erweiterten Venen eine Entzündungsreaktion, die zur Verklebung der Besenreiser führt. Zur Wirkungsverstärkung kann das Verödungsmittel durch intensives Schütteln vor der Injektion zu einem Schaum „geschlagen“ werden. Da dieser länger im Gefäß verbleibt, ist der Effekt intensiver (Schaumsklerosierung). Nach der Behandlung wird ein Kompressionsklebeverband angelegt, der für zwei Tage belassen wird. Nachdem pro Behandlungssitzung nur eine bestimmte Menge an Verödungsmittel injiziert werden darf, um mögliche unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden, sind bei ausgeprägtem Befund meist mehrere Sitzungen erforderlich.